Das kleine Schwarze, François Villon und Kunst als Mittel, mich der „Wahrheit“ zu nähern


Es wird verwunde(r)n – oh nein, ich veröffentliche jetzt kein Foto von mir mit dem kleinen Schwarzen ;-).

Meine Homepage trägt ein neues Kleid – „das kleine Schwarze“ eben. Ein völlig neues Design erwartet Euch (auch ein anderer Titel) sowie neue Gedichte und ähnliches. Ihr könnt mir nun mit Eintragung der E-Mail-Adresse folgen.

Demnächst wird es dort Arbeiten von mir zu lesen geben, die ich weder hier, noch auf Facebook präsentiere (nur in Büchern oder im Programm „Poetisch-musikalische Szenen“). Wie definiere ich meine Arbeiten in der zeitgenössischen Poesie? Dazu komme ich in diesem Beitrag später noch. Deshalb: Lest bitte bis zum Ende.

Auf meiner Homepage wird es  zu lesen geben, was mich literarisch oder musikalisch noch so umtreibt. Man bekommt über neue Beiträge und Änderungen eine Nachricht, wenn man mir folgt. Ist das ein Angebot?

Hier ist sie nun:

http://www.sylvia-kling.de/

Ich würde mich sehr freuen, den einen oder anderen, der sich gern überraschen lässt, auf meiner Homepage begrüßen zu dürfen und lade Euch herzlich zu einem Spaziergang in den Gefilden einer RealPoetin ein.

Was spreche ich heute an? Bitte lest bis zum Schluss. Es geht um Balladen, die an jene von

François Villon

angelehnt sind. Ja, ich gestehe:  Ich bin seit einem Jahr „Villon-Liebhaberin“, was ich nur sagen kann, weil der gute Mann schon Jahrhunderte tot ist (sonst würde ich wohl mit einer Klage rechnen müssen 😉 ). Durch HC Schmidt, jenen Künstler, mit welchem ich ab April 2017 auch ein gemeinsames Programm habe (AusgeKLINGt – Poetisch musikalische Szenen mit Zuckerbrot und Peitsche), lernte ich die Balladen von Villon kennen und schätzen. Mit seiner besonderen Art, Villon zu lesen, hat HC Schmidt mich für dessen Balladen in ein Boot geholt, auf welchem ich nun auf den Wellen der Renitenten reite.

Wenn der gute François wüsste, dass sich noch nicht viel geändert hat! Und darum geht es. Ich spreche ihn an, lasse ihn auf meine Art wieder auf-leben und ver-mische Vergangenheit mit der Gegenwart. Ich schätze durchaus die klare Sprache und die Satire, auch die wortgemachte Eindringlichkeit in den Balladen Villons und den Spott, der aus seinen Zeilen springt. Mir ist es bewusst, dass vielen Menschen die „Abgerissenheit“ in der Sprache nicht gefällt. Doch auch diese ist für mich ein Teil des Lebens, mag es auch dem Einen oder Anderen zu vulgär erscheinen.

So ist es gut und richtig, dass wir uns in eine Poesie begeben, in welcher wir uns eben desillusionieren lassen müssen.

Für mich jedoch besteht die Poesie nicht nur aus der blumenreichen Sprache und aus der Vorstellung, mich mit idealistischen Wortgebilden zu füllen. Sie ist für mich besonders faszinierend, wenn ich mich in ihr nicht beständig vom Realismus entfernen muss, sondern diesem durch die Sprache näher komme und ihm besondere Bewortungen und eine kraftvolle Vielfalt, ganz eigene Note verleihe. Nietzsche sagte: „Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen“.

Ich ergänze: „Für mich ist die Kunst das sensibelste und zugleich konkreteste Mittel, mich der Wahrheit zumindest zu nähern.“

Im philosophischen Sinne ist der Begriff „Wahrheit“ ohnehin umstritten. WAS ist WAHRHEIT? Es gibt sie nicht. Doch dies würde hier zu weit führen, so beschränke ich mich auf das Thema.

Ich zähle mich nicht zu den „Lyrikern“, wenn ich auch hin und wieder einen lyrischen WortAusflug unternehme und meine Feinsinnigkeit belebe. Gerade zu den Themen LIEBE und NATUR präferiere ich die sanftsüße Bewortung.

Doch diese Spaziergänge gönne ich mir als Dessert. So beglückt es mich überaus, Lyrik bei „echten“ Lyrikern zu lesen und mich von ihrer wohlgefeilten, rosigen Sprache tragen zu lassen. Wer mag es nicht: die Flucht aus dem Realen, hinein in Seelenwärme und einen süßen Geschmack auf der Zunge? Es ist für mich keineswegs konträr – es ist das Leben: süß und zugleich bitter.

Wenn man mich liest, sollte man also wissen:

Als philosophiebegeisterte Poetin und Liebhaberin der Menschen mit all ihren Schwächen reise ich nicht in das Land der Worte, um mich von dem realen Leben zu entfernen. Da liest man auch bei mir durchaus von „Katzenkot“ und „fetten Ratten“, von „Höllengift“, „versüfften Gedärmen“ und „alkoholgetränkten Gehirnen“, von den Lieblosigkeiten und Absonderlichkeiten des Alltags jener Menschen, denen es nicht gelungen ist, ihre Gesellschaftsmasken zugunsten des Mammon aufzubehalten. Da liest man das, was man sich nicht vorstellen kann. Und doch existiert es. Am Rande. Für uns oft nicht sichtbar. Und daneben ein süffisantes Lächeln jener, die glauben, „sie werfen Münzen in den Kleiderstaat, damit es sich weiterdreht, das GierigRad“ (aus „Sättigung“)…. Es ist nicht nur, dass ich „Schwachen eine Stimme gebe“, wie die Rezensentin Anne-Marit Strandborg in ihrer Rezension zu „BruchStücke I“ schrieb.

Durch „die Entfernung des Ichs“, wie der Schauspieler, Regisseur und Lyriker Jürgen Brandtner in seiner Rezension zu „AusGeatmet“ schrieb, komme ich mir wieder näher. Ich möchte sie verstehen, möchte ihnen näher rücken, möchte erfahren, was ich sonst nie erfahren würde und es ist nicht selten so, dass es mich glücklich erschöpft zurück lässt. Denn hier erfahre ich von der wirklichen Stärke der scheinbar Schwachen. Hier lerne ich. Vom LEBEN. Von Vergänglichkeit. Vom Sinn. Von Trivialitäten.

Ich bedanke mich bei Euch herzlich für Euer Interesse und wünsche Euch noch eine angenehme Februarwoche.

Eure Sylvia Kling

Und nun – für alle, die meine „Liebelei“ noch nicht kennen – eine der Balladen von Villon:

François Villon (Darstellung aus Grand Testament de Maistre François Villon, 1489)

François Villon (Darstellung aus Grand Testament de Maistre François Villon, 1489)

Eine nette Ballade, die Villon dem König aus der Verbannung sandte

Ich, François Villon, ein Dichter und Vagant,
Franzose und verbannt aus seinem Vaterland,
mich kitzelt der Geruch der großen Stadt,
ich brauche Raum und habe nicht einmal
für meinen Kopf ein Futteral.
Ich hab den Hetzhund endlich satt,
der mich durch die verfaulten Wälder treibt.
Ich bin ein ganzes Jahr schon unbeweibt.

Du aber weißt, wie reißend mich das Blut bewegt,
wie mein Gehirn durch alle Himmel fegt,
ich hab dir mehr als einen Reim geschenkt,
da war noch Würze drin und Salz.
Jetzt klebt ein Schandfleck rot an meinem Hals,
und wer mich fängt und henkt,
streicht hundert Gold-Dukaten ein;
soll das mein Leben lang dein Wille sein?

Du, sieh her, ich trage auf der grauen Haut
nur diesen Rock, der ist geklaut
und stinkt nach Muff und Mottenfraß.
Sieh hier, am Knie ein Loch, so groß
wie eine Faust … Wer bin ich bloß,
daß ich zu Mist und Aas
verdammt bin, ich, Villon, ein rauer Knecht,
der auch zu dichten sich erfrecht.

… mein Bruder hör: Wozu bist du so stolz
auf einen Thron gesetzt, wenn du wie Holz
dich anfühlst und nicht schreist:
„Schafft den Villon mir her, zieht ihm ein Kleid
von Seide an. Ist höchste Zeit,
daß dieser Kavalier mit mir zu Abend speist!“
Mein Bruder, hör: Ich habe Wind im Darm
und bin wie keine Laus, so arm.

 

Bert Brecht übernahm mehrere Balladen daraus leicht verändert in seine Dreigroschenoper.

Einer der eindrucksvollsten Interpreten Zechscher Villon-Texte (in der Version von 1931) war der Schauspieler Klaus Kinski, der auch Lesungen auf Schallplatte einspielte.

Quelle: Wikipedia – dort kann man über Villon viel erfahren!

Spendenaufruf / Charity Appeal 


Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

kürzlich berichtete ich über Erik.
Erik ist 27 Jahre jung und leidet an einem bösartigem Hirntumor. Den Beitrag könnt Ihr hier nachlesen (ich hatte die Geschichte von Erik in einem Beitrag zusammengefasst):

https://sckling.wordpress.com/2017/01/26/eriks-reise/

Erik

Erik

Ich war begeistert über den Zuspruch, den Erik erhalten hat. Über 1700 Mal wurde der Beitrag aufgerufen, was mir deutlich zeigt: Wir rücken wieder mehr zusammen!
Nun hat die Mama von Erik ein Spendenkonto eingerichtet. Ihr Lieben, jeder Beitrag hilft. Jetzt können wir etwas TUN. Meine Meinung: Selbst wenn sehr viele Menschen nur einen kleinen Betrag spenden, kommt am Ende ein großer Betrag zustande oder mit dem Volksmund ausgedrückt: „Kleinvieh macht auch Mist.“

Bitte lest den Beitrag von Erik zum Spendenaufruf. Auch Rebloggen macht für Erik Sinn. Von Facebook aus wird schon fleißig reagiert, was mich sehr freut.

Vielen lieben Dank und allen einen guten Wochenbeginn,

Eure Sylvia Kling

rummelschubser & sein Hirntumor / Glioblastom - Reisebericht

Kurzform:

Spenden für Erik

Klimmek
DE 56 17054040 1014301439
BIC: WELADED1MOL

Jeder Betrag hilft

ausführliche Form:
Meine Mum ist aufgrund meiner aktuellen Situation (böser Hirntumor) verständnisvoller Weise besorgt und versucht alles mögliche, um mich zu entlasten / mir zu helfen.

Nachdem im letzten Arztbrief (Ausschnitt ist der FB-Seite zu entnehmen oder kann ich euch gern zuschicken) festgehalten wurde, dass es zwar alternative Behandlungsmethoden (z.B. Immuntherapie in Köln) gibt, diese allerdings im Beispielfall um die 35.000€ kosten können (die von der Krankenkasse nicht übernommen werden🙈) hat sie ein Spendenkonto für mich eingerichtet und dieses bereits unter ihren Freunden und Bekannten verteilt, woraufhin es schon massig positives(nur wenig negatives🙄🙈) Feedback gab und sogar Spenden eingegangen sind 😱

Vielen Dank dafür!!! 😇👍

Ich wollte die Mühen meiner Mum und den entsprechenden Aufruf nun auch meinerseits teilen 🙂

Da es kein Pflichtprogramm und das alles für uns das auch eine ungewohnte Situation ist…

Ursprünglichen Post anzeigen 52 weitere Wörter

Die gute Einsamkeit – Teil II


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Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

mit diesem Beitrag wünsche ich Euch schon jetzt einen guten Wochenausklang und ein erholsames Wochenende. In Sachsen scheint seit drei Tagen die Sonne, die ich nach Tagen der Zeit „Kreis zu Hause, Ortsteil Sofa“ 😉 hoffentlich mit einem ausgedehnten Walking genießen kann, um mich weiter zu erholen.

Wir lesen uns nächste Woche. Bleibt gesund und passt bitte auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

An die DAME, die glaubt, mich nach 1,5 Jahren weiter terrorisieren zu müssen:

Entscheiden Sie sich doch endlich mal für die „GUTE Einsamkeit“. Vielleicht erkennen Sie dann, dass das Leben ohne Bitterkeit und in Harmonie MIT SICH SELBST ganz angenehm sein kann! Vielleicht haben Sie auch schon festgestellt, dass ich Ihre dümmlichen und grenzüberschreitenden sowie gleichermaßen lächerlichen Kommentare lösche. Inzwischen tragen Sie zur Erheiterung bei, keineswegs erreichen sie das, was SIE beabsichtigen.  Ist das nicht langsam ermüdend für Sie?

Aufbruch


Ich breche auf –
schon der Gedanke mich befreit,
ich breche auf –
ja, in eine unvergrämte Zeit.

Ich breche auf –
und hinterlass der MachtesLeute Härme,
ich breche auf –
ja, in eine neue SeelenWärme.

Ich breche auf –
und nehm mein stilles Lüftchen mit,
ich breche auf –
ich hinterlasse meinen ausgedienten Tages-Schritt.

Ich breche auf –
und nehm meinen Stolz im Huckepack,
ich breche auf –
in dem Jammertal hier brennt schon bald der letzte Frack.

Ich breche auf –
und lass hinter mir die Falsch-Gebote,
ich breche auf –
ohne jeden, der mir lächelnd lieblos drohte.

Ich breche auf –
der letzte Zug geht mit dem Sonnenuntergang,
ich breche auf –
denn der dümmste Sieger hat den schrillsten Klang.

Ich breche auf –
um mein Leben doch zum Guten zu bekehren,
ich breche auf –
um den LebensRest an der Liebe mich zu nähren.

Copyright Sylvia Kling

Auszug aus dem Buch „AufBruch“, erschienen im Januar 2017

Das Gedicht wird zu  „Poetisch-musikalische Szenen zwischen Zuckerbrot und Peitsche“ mit dem Künstler HC Schmidt aus Meißen und im eigenen Programm „AusgeKLINGt“ – Wortpeitschen und Zuckerguss – unter dem Motto: „Im Geiste bleib ich gefräßig, zu vieles ist nur mäßig“ zu hören sein.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf eine jener Aufnahmen, die die wunderbare Fotografin Eike Bode aus Ebersbach gemacht hat (die mit mir auf Facebook Verbundenen kennen es seit wenigen Tagen). Ich habe zum Shooting tatsächlich trällern müssen, damit die Aufnahmen authentisch werden. Wir haben viel gelacht. Allerdings war ich nach 2,5 Stunden auch „scheintot“ und habe „HÜÜÜÜLFE“ geschrien. 🙂 Aber man nannte mich tapfer – ist doch was, oder? 😉

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Wer Interesse hat, kann mir auf meinem neuen YouTube-Kanal folgen:

https://www.youtube.com/channel/UC3u09hrTq66YVKux9TFegvQ

Ich würde mich sehr freuen.

Das Buch „AufBruch“ kann bei mir bestellt werden (mit persönlicher Widmung, wenn gewünscht) oder auf amazon unter folgendem Link:

https://www.amazon.de/AufBruch-Sylvia-Kling/dp/3741883875/ref=pd_rhf_dp_p_img_2?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=3J87ZPJQK863913BKKH1

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich danke Euch von Herzen für Euer Interesse und wünsche Euch noch eine gute Woche. In Sachsen sind momentan Ferien und so herrscht wohl in so manch sächsischer Stube reges Leben (so auch in der meinigen 😉 ).

Bleibt gesund und passt gut auf Euch auf. Wir lesen uns zum Ende der Woche.

Eure Sylvia Kling

Die gute Einsamkeit


Die Einsamkeit hat einen schlechten Leumund. Wer ist schon gern einsam, erst recht nicht in dieser Zeit, in der es schon suspekt zu sein scheint, einsam zu sein und sich nicht ständig in die Spaßgesellschaft einzureihen?

Den Ruf der Einsamkeit kann man verbessern – dem Ruf der Einsamkeit kann man folgen.
So beginne ich heute mit einer Einführung, in der ich die Einsamkeit in die „gute Einsamkeit“ und „schlechte Einsamkeit“ einteile.

Foto und Text - Sylvia Kling

Foto und Text – Sylvia Kling

Foto und Text - Sylvia Kling

Foto und Text – Sylvia Kling

Nächste Woche setze ich die Reihe fort.

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

es wird sich einiges bei mir ändern. Ich habe jetzt alle Blogs, vorallem fremdsprachige (Textblogs – Fotografien und Zeichnungen ausgenommen) aus meinem Reader entfernt. Es wurde offensichtlich, dass es sich bei vielen Blogs um „gegenseitige Gefälligkeitslikes“ handelte. Auch ich kann nicht 500 Blogs folgen und täglich alle lesen, geschweige denn verstehen. Es ist für mich zeitlich einfach nicht mehr machbar, was mir meine Gesundheit alarmierend aufzeigt.

Jenen Blogs, die mir wichtig sind, möchte ich wieder genügend Aufmerksamkeit schenken können – auch mal einen Kommentar hinterlassen und die Zeit haben, die Beiträge intensiver zu lesen. Ich verzichte auf Gefälligkeitslikes: weniger Likes, aber dafür ehrliche – alles andere ist nicht in meinem Sinne.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start in das kommende Wochenende. Wir lesen uns in der nächsten Woche.

Eure Sylvia Kling

„Abschied von Harry“ und ein großes Dankeschön an Euch und die Menschlichkeit


Heute geht es um Geschichten über und um Menschen, Tiere und andere, uns im Leben begegnende Dinge. Wer es noch nicht wusste: Ich schreibe auch Prosa und orientiere mich am Alltag, all jenem, was uns Menschen ausmacht und uns bewegt. Daher unterhalte ich mich gern mit Menschen in der Alltäglichkeit, hinterfrage, möchte auch das Profunde über sie erkunden. Oft geht es um Hoffnung und um bestimmte Wege, die Menschen finden. Es handelt sich also um Geschichten, in denen immer das Leben mitschwingt. Den Tod und die Trauer, das Abschiednehmen tabuisiere ich – wie auch in den Gedichten – nicht.  

„Abschied von Harry“ (siehe Link unten) wird mit anderen Geschichten in meinem Buch „Zimmer 101“ im Sommer 2017 erscheinen.

Geschichten aus dem Alltag verschiedener Menschen werden erzählt:

Da ist z. B. der alte Mann, der jeden Tag um die gleiche Zeit den Bordstein fegt, auch, wenn dieser sauber ist und niemand weiß, warum er das tut. Da ist das ungleiche Paar, das sich wider der gesellschaftlichen Normen findet, die Fabel über den Fliegenpilz und die Braunkappe und Franz, der in der Psychiatrie seine Mutter besucht, die nicht mehr sprechen möchte und dessen Erinnerungen an die geliebte Mutter seiner Kinder- und Jugendtage die Gegenwart in dem stillen Zimmer berühren.
Da ist auch „Anastasias Kolibri“, der sie lehrt, alte Dinge loszulassen oder auch Julians Mutter, die nach dem Auszug Julians ihr Leben neu finden muss und Seiten an sich entdeckt, die sie nicht kennt und einige andere, allzu menschliche Geschichten.
Nicht zuletzt lasse ich auch in diesen Geschichten den menschlichen Schwächen genügend Raum. Da ist z. B. die Voreingenommenheit und Borniertheit der Menschen eines Dorfes, die einen Obdachlosen zu dem gerade gesuchten Sexualstraftäter abstempeln. Es werden infolge der persönlichen Geschichte einer Freundin der Protagonistin Parallelen zum Fall Marianne Bachmeier aus dem Jahr 1981 hergestellt, die im Gerichtssaal Lübeck den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna erschossen hat.

Nicht zu vergessen ist  „Die Geschichte der Frau H.“, die schon manche Eurer Herzen im Sturm erobert hat:

Die über 80-jährige, gebürtige Ungarin, welche die Protagonistin mit ihrer Weisheit und Sensibilität besticht und sie lehrt, sie aufbaut und sie reifen lässt. Eine Frau, wie wir sie nicht mehr oft antreffen werden: klug, charmant, autark, moderat. Eine Frau, die den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt und viele Entbehrungen und Verluste erlitten hatte und dennoch nie aufgegeben hat. Den letzten Teil von über 70 Seiten hatte ich nie vollständig veröffentlicht (es gibt dazu auf meiner HP eine Leseprobe – dort sind die vorangegangenen Teile vollständig zu lesen):

http://www.sylvia-kling.de/menu/biographien.php#start

 

Hier entlang geht es zur Geschichte „Abschied von Harry“

http://www.sylvia-kling.de/download/abschied_von_harry_1.pdf

Unser Haushund wartet , dass endlich sein Stock geworfen wird... (piqs.de ID: a12207debd193a405e103237f31e853a)

Unser Haushund wartet , dass endlich sein Stock geworfen wird… (piqs.de ID: a12207debd193a405e103237f31e853a)

Foto: http://piqs.de/fotos/71318.html
Lizenz: Creative Commons License
Fotograf: fotodruide

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

in den letzten Tagen durfte ich hier viel Menschlichkeit erfahren. „Eriks Reise“ wurde zwischenzeitlich 1700 Mal aufgerufen. Einige von Euch haben sich entschlossen, Eriks Reise auf dem Blog Eriks weiter zu verfolgen. Auch „Die Reise“ anlässlich des Weltkrebstages hat viele von Euch interessiert und berührt, Euch zu Kommentaren angeregt oder zum Rebloggen. Dafür möchte ich Euch von ganzem Herzen danken!

Wieder einmal trage ich die Hoffnung in mir, dass wir wieder mehr bewusst und reflektierend miteinander leben. Ja, am Ende werden wir uns nicht an unsere „Widersacher“ und diejenigen erinnern, die sich mit den Fäusten und dem Ellenbogen durch das Leben kämpften, ohne nach rechts oder links zu sehen.

Am „Ende“ werden wir uns an unsere Freunde und deren Hilfsbereitschaft und an die Menschlichkeit erinnern! DAS ist es, was bleibt.

In diesem Sinne wünsche meinen Freunden, LeserInnen und BesucherInnen einen guten Start in die neue Woche. Bei uns in Sachsen zieht der Nebel über die Felder und auch sollte man sich mit Gummistiefeln ausrüsten ;-).

Eure Sylvia Kling

Die Reise


Heute ist Weltkrebstag.

Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie die Kraft aufwenden mögen, gegen den Krebs zu kämpfen und immer wieder den Mut aufzubringen, am Leben und der Hoffnung festzuhalten.

Hier geht es nicht darum, den Krebs mit einem „eigenen Tag“ zu würdigen, sondern all jenen Menschen Mut zuzusprechen, die sich beteiligen in Forschung und Entwicklung, in der Ärzteschaft und Betreuung durch Angehörige, um sich diesem äußerst menschlichen Thema zu stellen. Auch ist er dafür gedacht, über die Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen zu informieren.

Krebs darf kein Tabuthema sein – nicht für Betroffene, nicht für Angehörige!

Dieser Beitrag ist etwas länger, doch ich bitte Euch, ihn bis zum Ende zu lesen.

Die Reise

Es ging ihr schlecht
und sie begehrte Rat
bei dem Arzt, dem sie vertraute.
Er untersuchte sie
und schickte sie zu diesem oder jenem,
der ihren Leib durchschaute.

Nach bangen Wochen
bat sie der Doktor zum Gespräch
und sie wünschte, sie wär taub.
Das alles sei nicht zu ihrem Besten,
sagte er betrübt,
sie zitterte wie Espenlaub.

Der Krebs hätte sich
in ihren Leib gebohrt,
sie hätte noch zu leiden.
Sie dachte an ihr Leben,
dieses reife, schöne,
um das so viele sie beneiden

Sie müsse dies und jenes
noch ertragen und die Hoffnung
solle sie behalten.
Angst und Trauer,
tausend unerfüllte Träume
auf sie prallten.

Sie ging nach Haus und die Lieben
sahen ihr Gesicht.
Und sie wussten,
diese Gegenwart
verliert fortan
ihr Gleichgewicht.

In vielen Monaten und Wochen
hat das Schicksal ihr Leben
bedroht.
Hässlich ist der Tod,
der nie ein Mensch gewesen,
gestiegen in ihr Lebens-Boot

Der Krebs hat gar vergnüglich
seinem Werke
zugeschaut.
Das schöne Haar floh in
die Winde
und grau war ihre Haut.

Die Leute sahen das nicht gern
und nicht mit Wohlgemut.
Sie stellten dumme Fragen
oder ließen auf ihr nieder
eine Peinesflut.

In dieser Zeit hat
sie an Lehren viel
erfahren.
Die Lieben wurden lieber noch
und die Dummen konnte man sich –
lebendig oder tot
ersparen.

Das Leben gab
ihr viele Rätsel auf,
und der Zeit, die alles
kontrollierte,
gab sie mit letzter
Kraft den Lauf.

Im Schmerz,
im Erbrechen und im
elend trüben Warten,
blühte schon zum
zweiten Mal der Flieder
in ihrem heimatlichen Garten.

Eines Tages sah
der Mediziner
erstaunt auf ihre
Werte,
hob den Kopf und
lächelte sie an,
denn nichts anderes
als Gutes sie begehrte.

Sie sah zum Fenster
hinaus, der Himmel
war so blau wie nie
und selbst der alte
Doktor erschien
ihr heute wie
Magie.

Anders war ihr
zart-erbleichtes Gesicht,
geduldig, gefasst und
weise.
Der Tod war ausgestiegen –
und sie?
Ging, demütig aufrecht.
Auf neue Lebensreise.

Copyright Sylvia Kling

vater

Vater – auf der Reise in Liebe

Foto: Uwe Richter/Copyright

Bitte unbedingt bis zum Ende lesen – ich habe nach Fertigstellung noch eine wichtige Information erhalten, die ich ergänzt habe! Vielen herzlichen Dank!

Der Fotograf Uwe Richter und ich haben gemeinsam darüber nachgedacht, welche Fotografie für diesen Tag geeignet ist. Uwe stellte mir das Foto seines Vaters zur Verfügung. Es hat mich sehr berührt und ich möchte Uwe an dieser Stelle besonders danken.

Am 13.Januar 2017 schreibt Uwe auf seinem Blog:

„Die Welt ist bunt … und so bin Ich !

Wieder einmal habe ich festgestellt, dass mich die Fuji-Farben wahnsinnig begeistern und ich habe einen Entschluss gefasst:

Ich fotografiere in Farbe!

Das Leben ist für mich nicht schwarz und weiß und schon gar nicht grau!

Mein Leben ist bunt, die Welt ist bunt! In diesen Tagen / dieser Zeit vielleicht bunter / farbenfroher denn je. Und so bin ich.
So ist meine Sicht auf die Welt. Farben-Froh und leuchtend.“

Beim Erstellen meines Beitrages hielt ich also inne. Uwe, das passt so wunderbar: Bunt und Farbenfroh, Licht für die Hoffnung!

Uwe und ich arbeiten schon seit einiger Zeit zusammen – viele von Euch kennen ihn und seine wundervollen Arbeiten, die mich immer wieder faszinieren – ganz gleich, ob es Porträt- oder Naturaufnahmen sind. Meinen neuen LeserInnen und BesucherInnen hier der Link:

Hier findet Ihr seine Seite auf WordPress:

https://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/

oder seine Homepage:

www.uwerichterphotography.de

!!! Was man tun kann

Auch die Künstlerin Petra Elsnerschorfheidewald ist betroffen. Ich möchte Euch an dieser Stelle den Beitrag unseres lieben Freundes, des Autors Arno von Rosen ans Herz legen, der alles, was es zu sagen gibt, in wunderbare Worte gefasst hat. Bitte nehmt Euch die Zeit und lest ihn:

https://arnovonrosen.wordpress.com/2017/02/02/was-man-tun-kann/

Ich danke Euch von ganzem Herzen für Eure Aufmerksamkeit und wünsche meinen Freunden, Lesern und Besuchern ein erfülltes Wochenende.

Eure Sylvia Kling

Eriks Reise


„Ich habe bisher ein aufregendes Leben geführt, mit wilden Partys, allem drum und dran, etc., aber ich bin auch ein meisterhafter Einsiedler. Soll heißen, ich kann in Einsamkeit schwelgen, ohne wirklich einsam zu sein und hole mir so – für Außenstehende vielleicht schwer nachvollziehbar – die volle Portion Erholung in Form von Ruhe und Zeit für mich selbst, ohne irgendwelche, äußeren Reize / Einflüsse beachten zu müssen – absolute Erholung und Regeneration garantiert.“

Erik ist 27 Jahre alt. Sein Leben ist so normal, wie das Leben vieler anderer jungen Männer. Er wohnt in Berlin, hat eine Arbeit und Hobbys. Eben „normal“.

 

(c) Erik vor dem 26.12.2016

(c) Erik
vor dem 26.12.2016

Am 26.12.2016 feiert der lebenslustige Erik im Kreise seiner Familie den 2. Weihnachtstag. Wie bei vielen, anderen Familien ist es ein trautes, friedliches Beisammensein mit Kerzen, gutem Essen und freudigen Gesichtern. Alles ist ganz normal.
Bis Erik plötzlich zusammenbricht. Nach einem schweren, epileptischen Anfall verliert er das Bewußtsein. Im Krankenhaus Berlin-Köpenick stellt man einen 2,5 cm großen Hirntumor rechtsseitig fest.

Wie er damit umgeht, wie er die erste Operation übersteht, wie er seinen neuen Alltag verbringt, wie er ganz besondere Menschen kennenlernt, die sonst nie seinen Weg gekreuzt hätten, wie er sich neu orientiert und was er erfährt, was wir von diesem mutigen Jungen lernen können, berichtet er auf seinem Blog und ich hier – in stark gekürzter Form natürlich. Denn alles, was Erik weiterhin zu erzählen hat, könnt Ihr auf seinem Blog lesen, den ich am Ende des Beitrages als Link setze.

In einer persönlichen Mail am 24. Januar 2017 schreibt mir Erik:

„.…dann hab ich mein Ziel erreicht – einfach ein wenig Hoffnung/Positives an Menschen abgeben, die nicht so stark sein können/sind.“

Für den 26.12.2016 trägt er auf seinem Blog nachträglich ein:

„Ich dachte mir ich starte jetzt endlich Mal (rückwirkend) einen Blog, um Freunden und Verwandten eine zentrale Anlaufstelle zwecks Info’s & anderen Betroffenen vielleicht auch ein wenig Hoffnung / Austausch geben zu können 🙂 . Motiviert & kämpferisch bin ich zumindest durch und durch 💪😁 und habe nebenbei schon einiges in’s Handy getippt & dachte mir, ich lass jetzt einfach Mal den Rest der Welt daran teilhaben, wie alles abläuft, man damit umgehen kann usw 😁.“

Verlegung

Erik wird  am 27.12. 16 nach Berlin-Neukölln verlegt. Dort liegt er mit Manfred aus Potsdam im Zimmer. Erik schreibt:

„Für die kommende Zeit war ich seine persönliche Krankenschwester – gern geschehen 😁✌ und er hat mich postwendend nach Potsdam eingeladen – das zeigte mir mal wieder, dass vieles leichter von der Hand geht, wenn man einfach mal auf die Mitmenschen Rücksicht nimmt und sich selbst auf z.B. Empathie besinnt.“

Erste OP

Erster OP-Termin war am 06.01. 17 und da wurde eine radikal Kraniotomie durchgeführt, welche jedoch risikobedingt abgebrochen wurde, da das beim Monitoring während der OP zu gefährlich nahe an wichtige Hirnareale ging.

13.Januar 2017 – Erik berichtet und kann es nicht lassen, uns ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern:

  • Vorläufiger histologischer Befund sagt aus, dass es ein bösartiges Gliom ist – wer sich belesen möchte http://www.gliome.info/ aber bitte nicht hyperventilieren ;)✌
  • Der endgültige wird wohl in den kommenden Tagen erwartet
  • somit steht fest, dass dringender Handlungsbedarf besteht
  • bei der ersten OP wurde Risikobedingt abgebrochen und somit muss nun vor einer möglichen Chemo-/Strahlentherapie so viel Gewebe wie möglich entfernt werden
  • Eingriff ist gefährlich nahe am Teil des Hirns, welcher für die linke Motorik zuständig ist
  • Aber dat muss halt gemacht werden 💪😎

Nebenwirkungen nach dem Eingriff:

  • Wesensveränderungen
  • Im Worst-Case wohl Störungen des (linken) Bewegungsapparats
  • Laut der Ärztin sind dies aber alles temporäre Nebenwirkungen, die sich nach ein / zwei Wochen wieder legen / selbstständig aufheben / trainiert werden können
  • Also alles halb so wild und vielleicht bringt das ja auch, wie mein Vater und Robert einstimmig meinten, was Gutes zum Vorschein 😜😂

Somit steht der weitere Fahrplan fest:

  • Donnerstag, 19.01., ist morgens die OP angesetzt
  • Danach wohl weiterhin ein/zwei Wochen stationäre Behandlung/Überwachung
  • Im Nachgang dann Chemo-/Strahlentherapie

Ich bin gespannt 😁

Auf der Raucherinsel trifft er auf einige, interessante Menschen, wie er schreibt. Er begegnet den unterschiedlichsten Charakteren, die ihn erheitern, nachdenklich stimmen, die ihn auch irgendwie halten.

Operation:

Am 19.01.2017 wird Erik operiert.

Erik nach der Operation

Erik nach der Operation

Am 22.Januar

Heute schreibt Erik wieder über eine Begegnung:

„Ende 50, Schlaganfall, aber Humor bis zum Abwinken 😂 dafür liebe ich diese kleinen Raucherinseln 😂 wie kleine Ausflugsorte. Meist verbunden mit geselligem, stark von Sarkasmus geprägtem Smalltalk über die abscheulichsten Krankheiten & Zustände hier im Krankenhaus 😂 und nun auch die Erkenntnis, dass selbst Privatpatienten hier kein schönes Leben haben 👻😂.“

„… Zum Glück darf ich mittlerweile auch wieder duschen (vorerst noch ohne Kopfwäsche 😪) .“

„… Morgen wird dann auch endlich die Cannabis Methode angesprochen, jetzt wo das schon (medizinisch) legalisiert wurde und Studien seit längerem die Wirksamkeit fundiert belegen.“

Am 22. Januar bringt er die Bloggerwelt erneut zum Lachen:

Eriks Frühstück im Krankenhaus

Eriks Frühstück im Krankenhaus

„Jetzt ist aber gut, mir wurde jetzt Frühstück in fünf Minuten versprochen – die spielen hier nur so mit den Gefühlen der Patienten 😪😂😂😂😂😂;)

Schönen sonnigen Tag euch da draußen!

Update 9 Uhr:

Früüüühstück 😍😍😍😍😍😍😍😍

Der Tag ist gerettet 💖 das mit der Sommerfigur 2017 hab ich erstmal hinten angestellt ;)😂👍“

Zur Ernährung:

„Damit ich mich nicht wieder rausreden kann, oder wie man das bei Vorsätzen üblicherweise versucht, hab ich mir gedacht, ich schreib die hier einfach nieder und lass euch einfach an der Post-Krankenhaus-To-Do-Liste teilhaben, die in mir über die letzten Wochen gereift ist (vielleicht auch zu intim/privat, aber scheiß drauf, Tumor ist nur einmal im Jahr ;)🍻🎶😂)“ …

Am 23.01.2017 liest man wieder von Eriks Humor, der einfach unbestechlich ist und mich schon von Beginn an fesselt. Erik war im Edeka einkaufen, nachdem er einen Freund zum Bus brachte:

„Jetzt kann von mir aus der Krieg ausbrechen – ich bin für alles gewappnet 😂✌ werde mich jetzt über den Tisch hermachen und die Speckröllchen auf den Winterschlaf vorbereiten/füttern,  dann wohl noch kurz unter die Dusche, mich stundenlang peelen (? ;)) und dann glücklich, wie ein Baby in’s Bett fallen. Vorausgesetzt der Herr auf dem Flur/benachbarten Zimmer hört auf um Hilfe zu rufen 😂 ebenso wie die nette ältere Dame am Ende des Ganges mit ihrem stetigen „Haaaaaaaallo“ „hallllllohooooooooo“ 🙈😂 Zustände sind das hier 😁 ein Glück gibt es Schwestern, die sich dennoch bemühen den Leuten tatkräftig zu helfen wo sie nur können – meinen größten Respekt!“

Am 24. Januar trägt Erik auch Folgendes ein:

„Akzeptiere die Diagnose – aber niemals die Prognose“

& das irgendwie eher nach Esoterik usw. klingende:

„Wer von seiner Heilung überzeugt ist, kann Wunder erwarten, die unter >normalen< Umständen, d.h. in der materiellen Welt undenkbar sind.“

Dr. Wighard Strehlow aus seinem Buch „Die Physiotherapie der Hildegard von Bingen“

 

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

heute wird Erik nach 30 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen und er freut sich so sehr, dass nur wenige von uns dies nachvollziehen können. Er hat inzwischen einen Schwerbehindertenausweis beantragt.

Zum Abschlussgespräch mit dem Arzt schreibt Erik Folgendes:

Schlusswort/Empfehlung direkt vom Arzt:

Es ist wichtig, dass man sich jetzt erstmal in der einst gewohnten Welt wieder zurechtfindet, guckt wie man alles managed, mit dem Wissen, (Stand jetzt) dass einem bewusst ist, dass die zur Verfügung stehende Zeit begrenzter, als bei anderen Menschen im selben Alter ist.

Von daher sollte man sich zum Beispiel eine Liste mit Dingen anlegen, die man gern machen möchte – Mount Everest besteigen oder ähnliches muss nicht drauf stehen – aber Kleinigkeiten, die Freude machen, positive Sachen eben.

Auch wenn der Job keinen Spaß macht, sollte man sich nach Alternativen umschauen, sollten allerdings die Kollegen oder gar der Job richtig Spaß machen, sollte man sich das erhalten und ehrlich zu sich selbst sein, wenn man doch an Grenzen stößt / easy wieder einsteigen. Man sollte keinesfalls jetzt anfangen die Tage zu zählen.

Genauso sollte man es auch nicht übertreiben und sich jetzt jeden Abend die Flasche Wein gönnen, einfach weil man sich sagt was soll’s. Ein Bier ist mal OK aber es sollte einem bewusst sein, dass gewisse Dinge nicht mehr wie früher gehen – beim zweiten Bier hört’s dann auch schon auf und kann gefährlich werden, da das Hirn nicht mehr soviel abkann 😪🙈😂

Sport ist wieder erlaubt, Gym, wie auch Fußball, aber Kopfbälle sind erstmal tabu.

In zwei Wochen kann ich wohl wieder zum Friseur 😱😂

Kurz um:

Man sollte sich die Lebensqualität bewahren und die Zeit bestmöglichst genießen 😇✌

#staypositive Leute 😆✌

Und nun möchte ich Euch seinen Blog empfehlen, auf welchem Ihr Erik noch besser kennenlernen könnt. Dieser junge Mann macht allen Mit-Betroffenen Mut. Er hat meinen höchsten Respekt!

https://rummelschubser.wordpress.com/

Was macht man mit einem Leben, das plötzlich aus den Fugen gerät?

Das Leben leben und nicht einfach nur dabeistehen, während es an einem vorüberzieht.

„Sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen bedeutet auch immer, sich mit dem eigenen Leben zu beschäftigen und nach dessen Sinn zu fragen.“ Was war bisher, was soll in Zukunft sein? Wenn das Leben Revue passiert, fallen häufig auch die Unzulänglichkeiten in den Blick. Verpasste Chancen werden herausgefiltert, gute Vorsätze gefasst. Sich nicht mehr so viel über Kleinigkeiten ärgern, ab sofort achtsamer sein, optimistischer.“

Anja Mehnert, Psychoonkologin 

Anmerkung:

Wenn Ihr diesem Beitrag ein „Gefällt mir“ gebt, gebt Ihr es Erik und seinem Mut, seinem Lebenswillen, der Hoffnung und der Liebe.

DANKE

Winterfrei und Gebündeltes


 

Text und Gestaltung: Sylvia Kling

Text und Gestaltung: Sylvia Kling

 

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Winterwoche.

Seit einiger Zeit gestalte ich meine Aphorismen oder auch Auszüge aus meinen neuen Gedichten/Texten in einem Bild/Foto und veröffentliche diese regelmäßig auf Facebook (Rubrik: „Gebündeltes“) Hier findet Ihr mich (sollte es nicht funktionieren, sucht mich bitte unter „Sylvia Kling (Autorin)“:

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010657024918

Wer über keinen Account auf Facebook verfügt und dennoch Interesse an meinen Aphorismen oder Worten aus „Gebündeltes“ hat, der sollte ab sofort ein Mal wöchentlich hier fündig werden.

Ich grüße Euch herzlich,

Eure Sylvia Kling

Ein Beispiel hierzu:

Text: Sylvia Kling Foto: Peter Fischer/Dessau

Text: Sylvia Kling
Foto: Peter Fischer/Dessau

Das gibt es auch auf Fotografien von Yvonne Wagner (Hermsdorf) oder Uwe Richter (hier auf WordPress zu finden: http://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/) – also auch mit farblicher Abwechslung. Allerdings bin ich eher für das Schlichte zu gewinnen.