Leute, wie kann das nur sein oder: Ein Fall für den Notarzt


Liebe Leute, hier sieht man mich das erste Mal mit einer neuen Interpretation meines Songs «Leute» vom Live-Mitschnitt in Leipzig vom 29.09.2017:

 Mein Gedicht «Bettlers Resümee», von HC Schmidt interpretiert, und mein anschließend kleines «Theaterstück» mit Überraschungseffekt seht Ihr hier:

Es folgt unsere gemeinsame Interpretation meines Gedichtes «Die Schöne»:

Einige Worte zur «Wunschballade»:

Die neue Interpretation erfolgte unter der Federführung meines Mentors  – und das kurz vor dem Auftritt in Leipzig. Da hieß es also: fix die neue «Masche» einstudieren.

Wir haben nach dem Auftritt noch lange darüber lachen müssen. Im Publikum saß der wunderbare Leipziger Musiker Thomas Schimke mit seiner Freundin Ina. Thomas wollte tatsächlich aufspringen und mir zur Hilfe eilen – also  habe ich gut gespielt ;-).

In nächster Zeit stelle ich noch mehr Impressionen ein, soweit es mir das zeitweise Vorhandensein von Internetverbindungen erlaubt. Interessierte können jedoch gern folgenden Kanal abonnieren, wo die Videos zu dem Live-Mitschnitt in Leipzig veröffentlicht werden (u.a. das Gedicht: »Das Kleid» – welches nicht so harmlos ist, wie es klingen mag).

https://www.youtube.com/user/henngeli

 

Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger ;-),

vielen herzlichen Dank an jene, die sich tatsächlich die Mühe machen, die Videos (Gesamtzeit ca.15 Minuten) anzusehen und damit meine/unsere Arbeit unterstützen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr vielleicht unter den Videos einen Kommentar hinterlassen würdet oder «den Daumen betätigt» – in welche Richtung, das bestimmt Ihr selbst.

In diesen Zeiten wird es für Künstler immer schwerer, das bekomme auch ich deutlich zu spüren: Da kämpft man einerseits um Auftrittsmöglichkeiten, andererseits darum, die Menschen zu Veranstaltungen zu bewegen.

Das «Klinkenputzen» gehört zum Alltag eines Künstlers.

Auch geht es mir mittlerweile so, dass mich dieses Anbiedern in sozialen Medien (Facebook ist hier ein weites Feld!) anwidert. Die Vorplanung inklusive Proben sind mehr als umfangreich. Immerhin wollen wir den Gästen ein unterhaltsames und anspruchsvolles Programm bieten.

Ja, und dann fährt man zu einer Veranstaltung:

Das Auto ist voll bis unter das Dach mit Technik. Drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn sind wir vor Ort. Der Gitarrist baut auf, Soundcheck. Da ich grundsätzlich unter Lampenfieber leide, setze ich mich in eine Ecke und versuche, mittels Atemübungen meine Nervosität in den Griff zu bekommen (man kann es beinahe schon «Meditation» nennen).

Dann kommt dieser Moment: Fünfzehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung erscheint der erste Gast. Punkt 20.00 Uhr sind drei Gäste eingetroffen. Enttäuschung macht sich breit. Abbauen? Aufgeben? Fehlanzeige. Auch für sechs Gäste geben wir alles! Mit 50,00 Euro Minus in der Kasse fahren wir nach Hause. Trotzdem glücklich! Warum das so ist? Wir sprechen, singen, spielen aus Leidenschaft. Zwei Gäste sind so begeistert, dass sie mich in den Arm nehmen und einer zieht mit Gestik und Mimik den Hut vor mir. DAS, liebe Freunde, ist Glück für mich.

Sonst hätten wir in diesen Zeiten schon längst aufgegeben!

Kaum einer schreibt ehrlich darüber. Man will sich nichts vergeben – wie sieht das denn aus? Ich erzähle den Leuten: «Wir traten vor sechs Gästen auf.» Die denken, ich sei schlecht! Das macht man doch nicht, oder? Und doch wissen wir alle:

Kunst und Kultur nimmt in unseren Zeiten immer weniger Raum ein. Das trifft auch die Veranstalter!

Wir akquirieren über Facebook – einige kündigen sich an. Doch sie kommen nicht. Klar: Man möchte schon die Gedichte und Texte kostenlos und augenfertig serviert konsumieren. Doch die Künstler unterstützen, indem man eine Veranstaltung aufsucht – nein. Lieber jagen wir Woche für Woche eine neue Sau durch die Medien und ereifern uns von früh am Morgen bis zum späten Abend über alles Mögliche. Das ist nicht meine Welt. Meine Welt ist es auch nicht, den Usern zum Gefallen sein zu wollen, um Likes zu erhaschen. Gestern Abend löschte ich über 100 sogenannte «Freunde», die auf meiner «Freundesliste» schlummerten und mich nicht einmal abonnierten. Was brauche ich um Himmels Willen solch einen Irrsinn?

Ich will bleiben, wie ich bin und ich werde mich nicht nach diesen neuen «Richtlinien der Kommunikation» verbiegen.

Ich mache nicht weiter, weil ich nichts anderes kann.

Ich mache weiter, weil ich nicht anders kann.

Ich wünsche allen ein erholsames Wochenende. Passt wie immer gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

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«Die Erwachten» (Tierisch nachgewählt) und hereinspaziert in die Hör- und SehBar, liebe Leute!


Die Erwachten

Die Spatzen pfeifens schon vom Dach:
Die Geier und die Krähen,
beginnen schon zu spähen –
In Deutschland sind jetzt alle wach!

Es schwirrt und fliegt und tiriliert,
was Schnäbel, kleine Hirne hat,
wie krächzt es wild – landesweit,
dass es sogar die Würmer friert!

Die Würmer sahen es nicht ein,
der Erde abzuschwören,
sie ließen sich nicht stören,
sie wollten schließlich nützlich sein!

An Macht sich mächtig weiden –
die Vögel – weiter fliegen,
sie wollen alle kriegen,
die Würmer sollen leiden!

DIE müssen viel mehr fressen,
an Kraft sei zu gewinnen,
man muss sich auch besinnen,
im Schlafe wards vergessen!

Die Spatzen pfeifens schon vom Dach:
Die Großen und die Kleinen,
die ernst es wirklich meinen.
Jetzt ist in Deutschland alles wach!

©Sylvia Kling

«Tierisch nachgeWÄHLt»

Auszug aus dem 2018 erscheinenden Buch «Als die Amsel verstummte»

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

heute ist es wieder einmal soweit – welche Freude: Ich habe einen Tag Internet und so packe ich einiges in diesen Beitrag hinein.

Aus dem Live-Mitschnitt in Leipzig (29.09.2017) könnt Ihr hier drei Stücke hören:

«Geh nicht» – Interpretin: Sylvia Kling/Text: Sylvia Kling/Musik: Volker Wolfram

 

«Unter den Helmen» («Die Verborgenen») – Interpret: HC Schmidt/Musik: Volker Wolfram/Text: Sylvia Kling

 

«Von der Fragenden» Interpret: HC Schmidt/Musik: Volker Wolfram/Text: Sylvia Kling

 

Alle drei Stücke liegen auch als «ogg-Datei» vor – in diesem Fall bitte aufrufen:

http://www.volker-wolfram.de/menu/jigsaw.php

Rechte Seite – unter „Live aus Leipzig“ –

Wer HC Schmidt mit der Interpretation «Die Verborgenen» gern mal sehen möchte und mich daneben lauschend (der Gitarrist ist leider im Video verdeckt), sehe gern hier hinein:

Ich wünsche Euch noch eine wunderbare Woche und wie immer: Passt auf Euch auf!

Eure Sylvia Kling

Wenn Poeten laut werden …


Life is Live …

Ich hörte und las, dass viele von Euch traurig seien, auf Grund der Entfernung nicht an Lesungen teilnehmen zu können. Hier habt Ihr die Gelegenheit, mich – wenn auch mit dem gekürzten Programm – am Bildschirm zu erleben.
»So gespalten, wie ihre Heimat Sachsen in diesen Tagen, so ist auch das Herz der Dresdner Poetin Sylvia Kling. Sie schreibt ohne Unterlass seit frühen Jugendjahren in Sorge um Frieden und Menschlichkeit, gegen das Vergessen von Unrecht und Zerstörung, doch nimmer mit der Feder des Hasses und der Gewalt, sondern mit Liebe und Hoffnung.«

Volker Wolfram:

Der Zweite im Bunde ist der gebürtige Thüringer Volker Wolfram, der immer wieder aufbricht, sein musikalisches Selbst zu finden.
»In seinen Improvisationen ist er mit sich allein. Irgendwo da draußen, findet er in seiner Musik die Anfänge seines Seins.«

Ein kleiner Teil meines Programms „AusgeKLINGt – Im Geiste bleib ich gefräßig, zu vieles ist nur mäßig“ – hier ein Livemitschnitt der Lesung in Klingenberg:
Danke an HC Schmidt und Angelika Wittenbecher-Hennig!

Ich verrate Euch zu diesem Live-Mitschnitt ein Geheimnis:

Während der Lesung fühlte ich mich nicht wohl in meiner Haut. Der Saal war groß, das Licht, welches ich brauchte, da ich ohne Brille las, war sehr kalt und grell (wofür niemand etwas kann). Dennoch bin ich ab dem dritten Text warm geworden und mit meinen Texten „Eins“.

Als ich den Tisch verließ, glaubte ich: Diese Lesung habe ich nicht so gut – wie gewohnt – gemeistert. Doch: diese Einschätzung konnte der »Meister« – HC Schmidt – so gar nicht teilen. Er fand meinen Auftritt phantastisch und ich war absolut überrascht. Soviel zur Selbstreflexion …  ;-).

Ist ein Künstler überhaupt jemals mit sich zufrieden? Welche Erfahrungen habt Ihr damit machen können?

Ich bin gespannt auf Eure Rückmeldungen.

Habt eine wunderschöne Zeit und passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Worte und Lieder


Es handelt sich um eine erste Probeaufnahme von „Kinder (Kleine Hände)“ der Liedermacherin Bettina Wegner.

 

Heimat

Heimat,
welch großes Wort,
ein Zuhause,
eine Liebe,
ein ewiger Ort,

könnt ich dich
nur finden,
die Freiheit,
mein Ich,
mein Sein,
wo mich denn
getroste binden,
in ein Stückchen
Ewigkeit hinein,

wachen Geistes,
zeitfern und real
mich niederlassen,
offenbaren −
mit meinen Schmerzen,
meiner Qual,
mit meinen Freuden,
mit meinen ganzen
fünfzig Jahren,

selbst die Stadt,
in deren Schoße
eines Tages ich
ergraute,
zeigt zuweilen mir ein
KaltGesicht,
die ich liebte,
ihr vertraute,
meine Spuren sind
dort längst verwischt,

Heimat
nirgends,
nirgends fühl ich mich
zu Hause − gehe,
doch ich
kehre niemals heim,
Heimat, die mich
niemals verstehe,
solltest du mich finden,
so lad mich auf die
letzten Jahre ein!

©Sylvia Kling

Ich verweise ausdrücklich auf die Urheberrechte (siehe Impressum).

 

Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger,

endlich gelingt mir heute wieder einmal ein Beitrag. So habe ich Song und Worte in einen Beitrag „gepackt“. Das Gedicht ist ein Auszug des Buches „Von Morgenseelen und Eisbrecherferne“, welches im November erscheinen wird.

Ich möchte Euch auch auf meine/unsere nächsten Programme hinweisen. Die Termine findet Ihr hier:

https://sckling.wordpress.com/lesungentermine/

Ich hoffe, es ist Euch gut ergangen, Ihr hattet eine schöne Sommerzeit und seid gesund. Allen meinen Lesern möchte ich heute ganz besonders danken für die Treue und die Freude, die Ihr mir mit Kommentaren und Zuspruch macht. Daraus schöpfe Mut und Kraft – gerade in Zeiten, in denen die Kraft nicht selbstverständlich ist.

Passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 

 

„Das Wir“ und erste Eindrücke in Bild und Ton (!)


Wir sind sehr wenig –
unser Wort im Winde verhallt.
Wir weinen leise
in einem viel zu kleinen Spalt.

Wir sind allein –
unser Mund fühlt sich so kalt.
Wir lieben das Wort Freiheit,
es spürt sich leblos alt.

Wir sind besudelt –
von blecherndem Gebrüll.
Wir sind gelähmt
im blutgetränkten Müll.

Wir sind zart –
wie Gräser auf der braunen Erde.
Wir säen wirre Zeichen
und hoffen, dass die Erde friedlich werde.

©Sylvia Kling

Zeichnung im Beitrag: Vanessa Ramm/12 Jahre alt – mit freundlicher Genehmigung von Vanessa und ihrer Mutter

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

auf YouTube werden jetzt in Folge einige Videos von unserer Lesung eingestellt. Das erste Video mit der Begrüßung sowie einigen Gedichten findet man hier:

Wenn ich mich auch beim Betrachten solcher Aufnahmen frage, warum ich 23 kg abgenommen haben (FRAUEN! 😉 ), möchte ich nicht so eitel sein, die Videos trotz eigenen Nichtgefallens einzustellen :-). Primär sind die Texte und unsere Vortragsweise, die Stimmung (das ist auch der eitelsten Dame bewusst 😉 ). Die „Wunschballade“ ist nochmals verändert in dieses Video eingefügt worden (diese trage ich im Stehen und natürlich auswendig vor), was man erst in den nächsten Stunden sehen kann. Leider muss ich das heutige, mir mal wieder verfügbare Datenvolumen, nutzen und diesen Beitrag schon jetzt veröffentlichen – zu gern hätte ich noch bis morgen Nachmittag gewartet.

Wer auf Facebook einen Account hat: Dort sieht man noch weitere Videos. Ich bemühe mich wie immer, die folgenden auch hier in den nächsten Wochen zu zeigen.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Sonnenwoche und wie immer: Passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

LiebesErde


Es ist doch immer wieder die Liebe, die uns hält. Diese Woche war sie Hauptthema auf meiner Facebookseite und so wird sie auch – in verschiedenen Varianten – hier in dieser Woche Thema sein.

Karl Miziolek, Autor und literarischer Freund, las mein Gedicht „LiebesErde“ (Veröffentlichung in meinem Buch „AufBruch“) und überraschte mich vor einigen Tagen damit. Seine unverwechselbare Art zu lesen, seine sanfte, beruhigende Stimme und auch der eigene Dialekt lassen den Hörer ganz in seinen Lesungen versinken:

Für alle, die Karl noch nicht kennen:

Sein wunderbarer Blog, auf dem man verweilen kann, ohne das Gefühl zu haben, Zeit zu verlieren:

http://karlswortbilder.wordpress.com

und seine Homepage

http://wortbilder.at/

Dort findet Ihr Wortbilder, Limericks, Haikus, Gedichte, Geschichten und einiges mehr. Wir wollen doch dem „Blogschlafen“ Einhalt gebieten, oder? Der Winter ist vorüber – auf geht es!

Seit Kurzem hat Karl auch einen YouTube-Kanal, auf welchem er wunderschöne Landschaften, auch mit Texten verbunden, präsentiert. Langeweile gibt es bei ihm nicht. Schaut doch mal bei ihm vorbei:

https://www.youtube.com/channel/UCVmImH8blBFp3QCF4KHcrbA

Zur „LiebesErde“:

Der Text befindet sich zum Nachlesen als Anhang zum YouTube-Video (bitte auf das Dreieck unterhalb des Videos klicken).

Ich wünsche Euch einen guten Wochenanfang. Bitte habt Verständnis, wenn ich nicht sofort auf Kommentare reagiere, da ich unterwegs sein werde, um mich um meine Gesundheit zu kümmern. 😉 Ihr wisst, wie das ist: Wer sich selbst liebt, sorgt gut für sich.

Passt gut auf Euch auf und bis in einigen Tagen (vergessen wir die LIEBE und den Frühling nicht …;-) ).

Eure Sylvia Kling

Ballade für Marie


Zu dieser neuen Ballade möchte ich keine weiteren Worte verlieren. Sie sollte für sich sprechen. Nur eines: Hört/seht sie bitte unbedingt bis zum Ende an (6 Minuten):

 

Ich danke für die wundervolle Zusammenarbeit mit der Fotografin Yvonne Wagner, Reichenbach/Thüringen und Volker Wolfram für die Mühe, die er in die Bearbeitung dieses Videos investierte.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die Marie und ihrer Mutter folgen!

 

Die Ballade widme ich dem Projekt der Malerin Petra Pawlofsky „Kinder im Aufwind“. Die Fundgrube im Blog von Petra findet sich hier:

https://pawlo.wordpress.com/home-2/fundgrube-fuer-kinder-im-aufwind/

Petra Pawlofsky:        

Und wie sag ich’s nun meinem Kind?*

                                        Wie die Angst vergeht / How fear disappears*

          Liebevolle Wegbegleiter/Affectionate company*

  Generationenreigen/ Round Dance of Generations

Gemeinsam stark/Strong together*

Random Randomsen:

Liebeserklärung

  Pity the child

      Lebensläufe

Tomine &Tyler

Eternity-in-progress 

Diana Klute:

   You are my home

vro jongliert:

Kinder sind keine Prüfung

Sylvia Kling:

  Kinder erfahren und Eltern sprechen

  Unverbraucht

    Schlüsselerlebnis

Mitzi Irsaj :

und ein kleiner Beitrag von mir

Jeannette Paterakis:

  Kinder Freude Kinder Lachen

Ulrike Sokul:

Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen /  

                                                Titus und der verwunschene Wald/ Buchbesprechungen

Gerda Kazakou:

Wie die Alten sungen

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Ruhe und freie Zeit

Petra  Pawlofsky  Von Zeitdruck, Hektik und Ruhe*

                                  Die Kraft in der Ruhe/Strength in calm 2*

                                  Die Kraft in der Ruhe/ Strength in calm 1*

 

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   Energie und Selbstbewusstsein stärken

 Petra  Pawlofsky: Die Widerstandskraft stärken/ Strengthening resilience 1

                                   Die Widerstandskraft stärken/Strengthening resilience 2

                                   Gemeinsam stark/Strong together*

kinderrechte-nfweb

  Kinder informieren

Petra  Pawlofsky                 Kinderrechte/ Children’s rights*

Anne- Marit                         2 Buchbesprechungen:  

Kinder ausgegrenzt und ausgebeutet

                                                  Punkte

                                             Am Fusse der Leiter6, 2013

 

Malen und Musik

Petra  Pawlofsky         Malen, Singen, Rhythmus: unbedingt!*

Random Randomsen Die Kinderwelt ist Klang

 

 Meine Homepage:

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Darf ich vorstellen VI – Teil II – Jürgen M. Brandtner


Teil II:
1. Gegen das Vergessen
2. „Meine Tante im Keller“ – Schwarzhumoriges
3. Trümmerseele
4.  Theater, Theater, der Vorhang geht auf…
1. Gegen das Vergessen
Jürgen M. Brandtner sieht das Vergessen nicht ein. Ist es für uns schon so viel Vergangenheit, dass wir blind und taub gegenüber dieser Zeit geworden sind? Was ist es? Ist es unsere Eitelkeit der Wohlstandsgesellschaft, unsere Seelenkälte, die ewig kränkelnde deutsche Empathie? Ist es der Überfluss, der uns vergesslich und so verloren kümmerlich macht?

Er gehört zu denen, die es nicht leid werden, die (Ver)Alterung der Geschichte zu verhindern – bis zum letzten Atemzug.

Er möchte erinnern, immer wieder erinnern, Jahr um Jahr. Dieses Thema darf nicht der Vergänglichkeit zum Opfer fallen. Jürgen M. Brandtner bittet uns alle, aus unserer Höhle der Stille und Bequemlichkeit zu kriechen, um die Lasten der Erinnerung mit ihm und den anderen Nichtvergessenden zu tragen:

Auszug von seiner Website:
DIE DUMMHEIT WURDE ZUR EPIDEMIE

Bislang, in Zeiten des Rechtsrucks, …

Jahr für Jahr am 10. Mai jährt sich das Fanal der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten.

In meiner Lesung stelle ich anhand fiktiver Tagebuchaufzeichnungen eines möglichen Zeitzeugen die fürchterlichen Ereignisse vom 30. Januar bis zum 12. Mai 1933 nach.

Neben historischen (Ton-) Dokumenten kommen die „verbrannten Dichter“ selbst zu Wort: u.a. Ernst Toller, Franz Kafka, Erich Mühsam, GertrudKolmar, Stefan Zweig, Klabund und Kurt Tucholsky.

Video-Ausschnitte aus meiner Lesung finden Sie bei YouTube

Jürgen M. Brandtner

Jürgen M. Brandtner

 

Nun kommt einer meiner Lieblingsmomente: Jürgen M. Brandtner liest „Klabund – Ballade des Vergessens“. Es ist ein Erlebnis, welches man nicht versäumen sollte. Mit diesem Werk legt ein Schiff des Erinnerns im Hafen an.  Jürgen trifft mit vollen und tiefen Tönen mitten ins Herz:

Klabund – Ballade des Vergessens: https://youtu.be/PU0b__LFUVI

Hier ist die Website, auf der Ihr ein wenig mehr erfahren könnt:

http://theaterjmb.jimdo.com/gegen-das-vergessen/

 

2. „Meine Tante im Keller“ – Schwarzhumoriges

Schwarzhumorige Lyrik bestimmt einen Teil des Schaffens Jürgen M. Brandtners. Eine Kostprobe der besonderen Art:

HEIMWEG

Es gingen zwei Männer nach lustiger Fete

betrunken nach Hause um Mitternacht.

Sie wählten den Weg über blumige Beete

des Friedhofs, vom Mondenschein angelacht.

Und als sie inmitten der Gräber so gingen,

laut singend und lachend zur Geisterstund‘,

da hörten ein klirrendes Klopfen sie klingen.

Und weit in der Ferne, da bellte ein Hund.

Ihr Lachen erstickte sogleich in den Kehlen.

Dann flatterte flink eine Fledermaus;

ein Uhu uhute das Schlaflied der Seelen,

die tot um sie ruhten. – Sie drängten nach Haus,

behutsam und mit leisest möglichen Schritten,

kein Hälmchen berührend und auch keinen Stein.

Als plötzlich, und wie aus dem Nichts,

stand inmitten der Gräber,

der kalten, in des Mondes Schein,

ein uraltes Männlein mit Meißel und Hammer,

das ruhlos energisch hieb stet den Granit

von einer erbrochenen Totenruhkammer.

„Wer stört mich?“, erklang seine Stimme morbid.

„Du sprichst! Oh, mein Gott! Ist das schön!

Und wir dachten, du wärest womöglich ein Geist und schon tot!“

Der Alte hielt inne, sah auf.

Und da lachten die beiden verlegen in peinlicher Not.

„Idioten!“ drang ’s heiser nun aus seiner Kehle

Dann hieb er erneut auf den Stein wie im Wahn.

Da wurde den beiden ganz leicht.

„Diese Seele trank wohl, wie wir auch, zu viel Enzian.“

„Idioten!“, klang ‘s wieder aus dem Schlund des Alten,

„Die haben mein‘ Namen ganz falsch geschrieben!“

Er hieb. – Und die Männer, die sah man erkalten.

Zwei Frauen zu Haus war’n nun hinterblieben.

© Jürgen M. Brandtner

MEINE TANTE IM KELLER, Manuela Kinzel Verlag 2013

Jürgen M. Brandtner

Jürgen M. Brandtner

Jürgen M. Brandtner

            Erschienen im Manuela Kinzel Verlag
80 Seiten, 10 Illustrationen (Kerstner, Middelberg)
ISBN: 978-3-937367-88-0
Preis: € 8,00

Website dazu (inkl. Rezensionen sowie Rezension von der Schriftstellerin Viola Eigenbrodt):

http://theaterjmb.jimdo.com/mein-buch/

 

3. Trümmerseele

Dieses Buch ist Jürgen M. Brandtner besonders wichtig. In seinem Wirken um Menschlichkeit, beteiligte er sich in „Trümmerseele“ mit vielen anderen Künstlern an einem bewegenden Buch für die Bedürftigen, für die Schicksale jener Menschen, die nicht das Glück hatten, in einem reichen Land geboren zu werden, aufzuwachsen und leben zu dürfen. Mit vielen anderen Menschen möchte er dem Schicksal der Flüchtenden eine neue Requisite geben.

 

 „Unsere Seelen müssen immer wieder fürchterliche Trümmer erleben. Wir sind getroffen, betroffen aber nicht wortlos oder seelenlos. Die Autoren dieses Werkes geben den Flüchtlingsschicksalen eine Plattform, die Trauer und Hoffnung widerspiegelt, ohne Verantwortlichkeiten zu vergessen. Ziel dieser Publikation ist, einen Beitrag zu mehr Toleranz und Verständnis füreinander durch Worte zu leisten, denn nur wenn die wortlose Mehrheit immer wieder wegschaut und schweigt, kann der Terror triumphieren.“

Michael Pilath
Herausgeber

Website:

http://www.sternenblick.org/publikationen/sonderbaende/

 

Wer bis hier her konsequent war, der wird belohnt. Mit Seele, mit herzzereißender Lyrik, mit einem Schmiegen an die schmetternde Wahrheit. Niemand anderes könnte sie besser in unser Herz tragen als Jürgen M. Brandtner:

http://www.youtube.com/watch?v=EpukJDA2_yc&sns=em

 

4.  Theater, Theater, der Vorhang geht auf…

Seine baden-württembergischen Anfänge hatte Jürgen M. Brandtner am „Studio Theater Stuttgart“.

Seit einigen Jahren arbeitet er für das „Stauferpfalz Festspiel Bad Wimpfen e.V.“ – und inszeniert dort mit dem „Volk“ lokalhistorische Stücke, die eigens dafür geschrieben werden.
Aber auch für das „Theater im Bahnhof Rechberghausen e.V.“ – ein kleines, sehr reizvolles Theater, in dem er nicht nur inszeniert, sondern auch immer wieder liest und gelegentlich – wie jüngst – sogar noch selbst spielt.

In dem Stück „IMMER WIEDER NADA“ konnte man Jürgen M. Brandtner spielen sehen:

http://theaterjmb.jimdo.com/news/immer-wieder-nada/kritiken/


Auf seinem YouTube-Kanal findet Ihr noch mehr dieser schauspielerischen Köstlichkeiten.

Bilder und Momente aus seinem Leben am Theater kann ich nur empfehlen:

http://theaterjmb.jimdo.com/galerie/

Hier ist die Website zum Stöbern – aus seinem Theaterleben, Gefühltes, Gedachtes, Geschichten – ein berauschender Spaziergang mit einem WortJongleur:

http://theaterjmb.jimdo.com/blog-1/

Nun möchte ich mich verabschieden. Schade, ich hätte noch so viel berichten können. Auch das Theaterleben Herrn Brandtners würde ausreichenden Stoff für mehrere Teile bieten. Wer im Raum Stuttgart zu Hause ist, dem dürfte es nicht schwer fallen, die Vorstellungen im Theater  zu besuchen und diesem  Mann mit der umwerfenden Aura persönlich zu begegnen. 
Jürgen ist nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch – wie „Du und ich“ – ganz einfach und bodenständig.

Ich denke, in diesen zwei Teilen sind einige Links und Hinweise enthalten, so dass Ihr in deren Inhalten versinken könnt. Auch auf Facebook und Google Plus ist Jürgen M. Brandtner zu finden.

So kann ich also beruhigt diese Vorstellung VI beenden und mich auf weitere künstlerische Sinnesgelüste Jürgens freuen.

Es hat mir große Freude bereitet, Euch in die betörende Welt von Jürgen M. Brandtner zu führen und ich danke Euch von ganzem Herzen für Euer Interesse und die Aufmerksamkeit.

Eure Sylvia Kling