So eine Schweinerei!


 

Es sagt sich schnell «Du dummes Schwein»,
dabei soll es so dumm nicht sein,
sogar gleichts Schwein im Intellekt
den Primaten längst – perfekt.

Wälzt sich im Schlamm, weil es reinigt,
von Parasiten gar gepeinigt,
weil das Schwein will senken nur
seine Körpertemp‘ratur.

Es weiß genau’stens um sein ICH,
sogar im Spiegel sich erkennt,
manchem Menschen bleibt – freilich,
der eigne Anblick ewig fremd.

Das Schwein, es wird beschimpft – fatal!
Dabei ists überaus sozial,
es tötet nie im eignen Stall,
kein Schwein bringt es mit Hass zu Fall.

So lasst euch heute mal belehren:
Das Schwein, es sei viel mehr zu ehren.
Und jene, die sich Menschen nennen,
solln am Schweine Vorbild kennen!

©Sylvia Kling

Für das Buch «Als die Amsel verstummte» – Veröffentlichung 2018

Aus dem Satirekabinett

Hinweise zum Urheberrecht finden sich wie immer im Impressum.

Hallo, liebe Freunde, Leser und Besucher,

mit diesem Gedicht wünsche ich Euch noch eine gute Restwoche. Der Herbst hat endgültig Einzug gehalten und die warme Kleidung wird bereitgelegt.

In dieser Woche werde ich am Sonntag 50 Jahre alt, was überhaupt keine Schweinerei ist. 😉 Ich freue mich auf diesen Geburtstag, den ich im engen Kreis mit meiner Familie verbringen werde. Vielleicht besuchen wir auch das „Panometer Dresden“. Wer es nicht kennt: Es ist ein ehemaliger Gasometer in Dresden, in dem seit 2006 verschiedene Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi ausgestellt werden.

Auch das „Grüne Gewölbe“ steht bei mir auf dem Wunschzettel.  Es gibt acht Räume der Schatzkammer von August des Starken. Es wird bewusst auf museale Beschriftungen verzichtet und lässt den Ort dadurch umso authentischer erfahrbar werden.

Damit verabschiede ich mich. Passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Wer noch mag, für den habe ich einen Auszug aus dem Live-Mitschnitt aus Leipzig:

 

 

 

 

Beitragsbild:

https://pixabay.com/de/jahrgang-edward-lear-comics-1801816/

Advertisements

Der Spatz


Der Spatz

Der Spatz ist frech auf deinem Dach,
und er macht selbstgefällig krach,
er glaubt, es müssten alle hören,
er will die Friedlichen nur stören,

wie wäre es schön, wenn er flöge,
wenn man ihn doch vertreiben möge,
statt geduldig abzuwarten,
dass er kackt in deinen Garten,

womöglich stiehlt er dir Vorräte
er andre Spatzen holen täte,
damit sie grausam Stück für Stück
rauben dir dein reiches Glück,

und bist du gar nicht willig,
der Spatz ist schmutzig billig,
dann sei ihm doch zum Ebenbild,
sei endlich frei, bunt und wild,

steig auf das Dach, zeig nur Geschick,
dort hast du einen andren Blick,
mit Spatzen hat man manchmal Spaß,
und trotzdem schmeckt der eigne Fraß.

Copyright Sylvia Kling

Aus „Neue Gedichte“ („Eigenwilliges im ZeitenWandel“) 

 

Das Kopieren und die Weiterverwendung sind ohne meine Zustimmung ausdrücklich untersagt!

Beitragsfoto: https://pixabay.com/de/tier-mann-junge-v%C3%B6gel-wasservogel-1975189/

„Der Spatz“ wird zum Songtext ausgearbeitet. Nun muss ich nur noch die wunderbare Musikerin Mila Georgiewa ins Boot holen, die den Spatz musikalisch fliegen lassen kann :-). Mila spielte das Pianostück für „Leute“. Wer es noch nicht kennt, hier singe ich es:

 

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende. Ich fliege zwischen meinen Umzugskartons umher. 😉

Bleibt gesund.

Eure Sylvia Kling