Wenn törichte Weiber …


 

erzählen, dann klingt das so:

 

Ihr erinnert Euch noch an dieses Gedicht? Ich hatte es vor einigen Wochen veröffentlicht. Wie habt Ihr dieses Gedicht gelesen?

Oft eröffnen sich durch die Interpretationen des Autors neue Sichtweisen auf das Gedicht. Geht es Euch so?

Es wird in meinem Buch «Von Morgenseelen und Eisbrecherfernen» erscheinen.

Und wenn törichte Weiber Bücher schreiben, ist das so:

In der letzten Woche wurde mein fünftes Buch mehrfach dem Korrektorat und Lektorat unterzogen. Es war eine arbeitsreiche, aber auch spannende Zeit, liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger. Ich bin über das Ergebnis glücklich. Nicht nur, dass der Lektor meine Wünsche und Intentionen berücksichtigte, noch intensiver an das Lektorat heranzugehen, sondern auch ich bin meinen Gedichten kritischer gegenübergetreten. 

Stillstand ist für mich undenkbar. Es sei denn, er führt zum Weiterkommen.

Am Samstag vergangener Woche kam jene Frage: die Gestaltung des Covers. Wir befanden uns bereits in den «letzten Zügen» der Überarbeitung des Inhaltes, als uns bewusst wurde, dass wir unsere ursprüngliche Vorstellung für das Cover verwerfen mussten.

Und nun? Doch ich wäre nicht Sylvia, die (Uner-)Schreckbare, wenn ich nicht eine zündende Idee gehabt hätte! Seit Jahren arbeite ich mit dem Fotografen Uwe Richter zusammen. Warum ihn nicht einfach fragen, ob er uns helfen könne?

Ergo nahm ich das Handy zur Hand und kontaktierte den Fotografen. Uwe war sofort bereit, dies zu tun. Gestern Abend lag es uns vor. Ich kann Euch nur sagen:

Lasst Euch überraschen!

Dieses Buch ist erstmalig nur als Hardcover-Ausgabe erhältlich. Auch in Zukunft wird es bei mir kein Softcover mehr geben. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Immerhin gibt es einige meiner Leser, die alle Bücher von mir in ihrem Besitz haben und ein einheitliches Bild in ihrem Bücherregal, speziell auf das Brett mit meinen Ausgaben ;-),  nicht missen möchten. Das kann ich gut verstehen.

Bedenkt bitte Folgendes:

Jede Ausgabe, Soft- und Hardcover,  bekommt ihre eigene ISBN-Nummer. Das hat zur  Folge, dass jede Ausgabe jedes Mal neu bei Änderungen überarbeitet werden muss und so ein erheblicher Mehraufwand pro Ausgabe nach sich zieht. Auch für die Rezensionen der Bücher wäre es einfacher, dass sich diese auf die Gesamtausgabe und nicht nur in der Bewertung der einzelnen Variante erscheint.

Der Preis unterscheidet sich natürlich vom Softcover. Doch auch muss und möchte ich der Tatsache Rechnung tragen, dass in Buchhandlungen Bücher im Softcover keineswegs gern gesehen sind. Dies hat man mir in einer Buchhandlung in der Dresdner Neustadt deutlich zu verstehen gegeben. Und ich bin ehrlich: Auch ich mag lieber ein Buch mit Hardcover in den Händen halten.

Was erwartet  Euch in diesem Buch?

Gute Frage?

Zäumen wir doch einmal das Pferd von hinten auf! Wer mich und meine Arbeiten kennt, weiß: Ich spanne immer wieder einen bunten Bogen, den ich versuche so zu kolorieren, dass sein Spektrum, seine Farben, von den warmen Tönen bis zum kalt-brennenden Violett unser Menschsein umschließen.

Erstmalig wird es im Buch eine gesonderte Kategorie «Gebündeltes» geben.

«Von Morgenseelen und Eisbrecherfernen» wird in den nächsten 10 Tagen erscheinen. Gern informiere ich Euch, sobald es erworben werden kann.

Ich wünsche Euch eine angenehme Woche und wie immer: Passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 

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So eine Schweinerei!


 

Es sagt sich schnell «Du dummes Schwein»,
dabei soll es so dumm nicht sein,
sogar gleichts Schwein im Intellekt
den Primaten längst – perfekt.

Wälzt sich im Schlamm, weil es reinigt,
von Parasiten gar gepeinigt,
weil das Schwein will senken nur
seine Körpertemp‘ratur.

Es weiß genau’stens um sein ICH,
sogar im Spiegel sich erkennt,
manchem Menschen bleibt – freilich,
der eigne Anblick ewig fremd.

Das Schwein, es wird beschimpft – fatal!
Dabei ists überaus sozial,
es tötet nie im eignen Stall,
kein Schwein bringt es mit Hass zu Fall.

So lasst euch heute mal belehren:
Das Schwein, es sei viel mehr zu ehren.
Und jene, die sich Menschen nennen,
solln am Schweine Vorbild kennen!

©Sylvia Kling

Für das Buch «Als die Amsel verstummte» – Veröffentlichung 2018

Aus dem Satirekabinett

Hinweise zum Urheberrecht finden sich wie immer im Impressum.

Hallo, liebe Freunde, Leser und Besucher,

mit diesem Gedicht wünsche ich Euch noch eine gute Restwoche. Der Herbst hat endgültig Einzug gehalten und die warme Kleidung wird bereitgelegt.

In dieser Woche werde ich am Sonntag 50 Jahre alt, was überhaupt keine Schweinerei ist. 😉 Ich freue mich auf diesen Geburtstag, den ich im engen Kreis mit meiner Familie verbringen werde. Vielleicht besuchen wir auch das „Panometer Dresden“. Wer es nicht kennt: Es ist ein ehemaliger Gasometer in Dresden, in dem seit 2006 verschiedene Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi ausgestellt werden.

Auch das „Grüne Gewölbe“ steht bei mir auf dem Wunschzettel.  Es gibt acht Räume der Schatzkammer von August des Starken. Es wird bewusst auf museale Beschriftungen verzichtet und lässt den Ort dadurch umso authentischer erfahrbar werden.

Damit verabschiede ich mich. Passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Wer noch mag, für den habe ich einen Auszug aus dem Live-Mitschnitt aus Leipzig:

 

 

 

 

Beitragsbild:

https://pixabay.com/de/jahrgang-edward-lear-comics-1801816/

unErhört!


Das ist unErhört!
Nämlich unErhört gute Arbeit. Die erste Zusammenarbeit mit dem phantastischen Musiker Thomas Schimke, der es geschafft hat, an nur einem Tag meinen Songtext «Frage an den Soldaten» zu vertonen. Es ist das Ergebnis von zwei aufregenden und arbeitsreichen Tagen, liebe Freunde, Leser und Besucher.

Die Künstlerin und Fotografin Eva Maria Horstick aus Dortmund war so freundlich, uns ein Foto für das Video zur Verfügung zu stellen. Es stellt einzelne anonyme Gräber im Kosovo dar, die leider den Menschen nicht mehr zuzuordnen waren. Sie kamen aus Massengräbern.

Hört unErhört mit diesem unglaublich berührenden Song:

 

Der Musiker, der sich hinter „unErhört“ verbirgt, Thomas Schimke, schrieb heute dazu auf Facebook:

«Hallo, Thomas hier.

Ina und ich hatten das große Vergnügen, im Mühlkeller Leipzig Sylvia Kling und HC Schmidt mit Ihrem aktuellen Programm: „Mit Zuckerbrot und Peitsche“ live kennenlernen zu dürfen. Wir waren von dem Abend weit mehr als nur begeistert. Dementsprechend überwältigt war ich, als mich Tage später Sylvia Kling kontaktierte und bat, einen Text von Ihr zu vertonen.
Ich hoffe, ich bin der großen Herausforderung gerecht geworden.»

 

Es war eine tolle und fruchtbare Zusammenarbeit, lieber Thomas und was es uns in diesen zwei Tagen alles an Erfahrung gebracht hat – neue Betrachtungen gewonnen, alte gefestigt, über Kunst diskutiert und über Krieg und Frieden gesprochen, unsere Herzen weiter für jenes geöffnet, was uns in diesen Zeiten unter den Nägeln brennt. Ich danke Thomas von ganzem Herzen für sein Engagement und seinen Fleiß.

Wir brauchen wieder mehr Helfer, Heiler, Friedensbeweger, Gutmacher. Wir brauchen Menschen mit Rückgrat.

 
Thomas schreibt auf Facebook:
«Ich habe zu danken. Es ist ein wunderbares Gefühl, die Augen zu schließen und auf der Gitarre einen Text zu vertonen, den man selbst in diesem Moment erst beginnt, zu begreifen. Ich fühl mich reich!»
Ich fühle mich auch reich.
Es macht mich reich, wenn ich solche Menschen kennenlernen darf, die sich so wie Thomas unermüdlich in der Friedensbewegung engagieren und nicht aufhören, die Finger in die Wunde zu legen, ohne die Menschen dabei zu überreizen. Ich lernte Thomas als kraftvoll und unverstellt kennen. Bodenständig und völlig auf Attitüden verzichtend landet er nicht etwa in Charts, sondern im Leben und in den Herzen der Menschen.
Leidenschaftlich und gefühlvoll ist er ganz bei sich und den Themen, die ihn umtreiben.
 
Den Musiker mit seinen Songs über das Sein, das Finden, das Leben, die Sinnsuche, die Nähe zum Menschen und zum Alltag, findet Ihr auf YouTube (siehe Song) und hier entlang geht es zu seiner Webseite, die auch einiges zu bieten hat:
 

 

Beitragsfoto:

Thomas Schimke/unErhört – gezeichnet von:

©Alina Fontain

Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Jugendfreund Holger in der Ferne,

herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Ich hoffe, Ihr konntet Euch berühren lassen. Ich wünsche Euch ein zauberhaftes Wochenende. Erholt Euch gut und – Ihr wisst es (ich schreibe es dennoch jedes Mal 😉 ) – passt auf Euch auf.

Ein kleiner Nachtrag:

Es sieht so aus, dass wir in den nächsten sechs Wochen endlich einen vernünftigen Internetzugang bekommen. Drückt uns bitte die Daumen. Denn ich möchte auch Eure Beiträge wieder ausreichend beachten dürfen und mich an ihnen erfreuen. Momentan heißt es immer nur „Datenvolumen sparen“. Ich hoffe, Ihr habt noch ein wenig Geduld mit mir.

Eure Sylvia Kling

«Die Erwachten» (Tierisch nachgewählt) und hereinspaziert in die Hör- und SehBar, liebe Leute!


Die Erwachten

Die Spatzen pfeifens schon vom Dach:
Die Geier und die Krähen,
beginnen schon zu spähen –
In Deutschland sind jetzt alle wach!

Es schwirrt und fliegt und tiriliert,
was Schnäbel, kleine Hirne hat,
wie krächzt es wild – landesweit,
dass es sogar die Würmer friert!

Die Würmer sahen es nicht ein,
der Erde abzuschwören,
sie ließen sich nicht stören,
sie wollten schließlich nützlich sein!

An Macht sich mächtig weiden –
die Vögel – weiter fliegen,
sie wollen alle kriegen,
die Würmer sollen leiden!

DIE müssen viel mehr fressen,
an Kraft sei zu gewinnen,
man muss sich auch besinnen,
im Schlafe wards vergessen!

Die Spatzen pfeifens schon vom Dach:
Die Großen und die Kleinen,
die ernst es wirklich meinen.
Jetzt ist in Deutschland alles wach!

©Sylvia Kling

«Tierisch nachgeWÄHLt»

Auszug aus dem 2018 erscheinenden Buch «Als die Amsel verstummte»

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

heute ist es wieder einmal soweit – welche Freude: Ich habe einen Tag Internet und so packe ich einiges in diesen Beitrag hinein.

Aus dem Live-Mitschnitt in Leipzig (29.09.2017) könnt Ihr hier drei Stücke hören:

«Geh nicht» – Interpretin: Sylvia Kling/Text: Sylvia Kling/Musik: Volker Wolfram

 

«Unter den Helmen» («Die Verborgenen») – Interpret: HC Schmidt/Musik: Volker Wolfram/Text: Sylvia Kling

 

«Von der Fragenden» Interpret: HC Schmidt/Musik: Volker Wolfram/Text: Sylvia Kling

 

Alle drei Stücke liegen auch als «ogg-Datei» vor – in diesem Fall bitte aufrufen:

http://www.volker-wolfram.de/menu/jigsaw.php

Rechte Seite – unter „Live aus Leipzig“ –

Wer HC Schmidt mit der Interpretation «Die Verborgenen» gern mal sehen möchte und mich daneben lauschend (der Gitarrist ist leider im Video verdeckt), sehe gern hier hinein:

Ich wünsche Euch noch eine wunderbare Woche und wie immer: Passt auf Euch auf!

Eure Sylvia Kling

«Dichtergehabe», Gebündeltes und das Leben ist: Lernen


DichterGehabe

Ach, Flüchtigkeit!
Du uns verginge,
beschwichtigend ich denk und schreib,
ach,
ist des Menschen Wesen zu geringe,
ich brauche prallen Geist und Seel,
nicht Leib.

Die Herkunft

Die Lüge wird oft dort geboren,
wo man sie nie gewahr,
weil niederträchtig sie beschworen,
bleibt sie oft unsichtbar.

 

Führung

Tätig zu sein
uns sehr erfreut,
wer tätig ist und läuft,
der muss nicht spüren,
und wer die Stille und
leisen Töne scheut,
den kann man schnell und
leichte hinters Lichte
führen!

 

Gejammertes II

Ich wünschte mir, kein Berg sei mir zu hoch,
nur ein Stück von der Erde fortgetragen,
(ich will entmenscht nicht am Boden heften),
ich könnt den Vögeln oder Gott ein MenschenLeide klagen.

 

Hinweg

In den Fernen unsre Sehnsucht lieget,
in der Weiten ewig lockend Schoß,
doch die Heimat ist es, die uns wieget,
ach, das Unbekannte. Es ist unser Los.

Irriges

Sei doch der Irrende
der Herr der Welt,
sofern seine Sinne
wach!
Der sich nicht irrt,
sei wohl geprellt
im Leben tausendfach.

©Sylvia Kling

Auszüge aus „Gebündeltes“ des im November erscheinenden Lyrikbandes „Von Morgenseelen und Eisbrecherferne“.

Alles hier Veröffentlichte unterliegt dem Urheberrecht. Bitte dazu Hinweise im Impressum beachten! Kopieren und Weiterverwendung ist ausdrücklich nicht gestattet!

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

gerade gelingt es mir noch, einen weiteren Beitrag einzustellen, bevor das Internet mich morgen wieder „verlässt“. Bald jedoch sollte es eine Lösung geben und wir können es kaum noch erwarten.

Wie Ihr seht, kann ich mich auch kurz halten. «Gebündeltes» ist eine noch recht junge Variante der Poesie für mich. Nicht nur, dass ich mich damit schule, jedes einzelne Wort so zu wählen, dass es »sitzt», konkret ist, dass es sich auch am richtigen Platz befindet (hier sind Klangunebenheiten nicht günstig, man erkennt sie in der Kürze eher, als in einem längeren Gedicht), sondern damit eine entscheidende Aussage zu treffen. Eine gute Schule für Poeten, die ich nur empfehlen kann. Interessant dabei ist: Ich arbeite an diesen Kurzversen länger, als an einem Gedicht von mehreren Versen.

Im Moment ist eine meiner Aufgaben, ein Sonett zu schreiben. Nein, nein! Lobt mich nur nicht!

Es ist die hohe Kunst des Dichtens und mein erster Versuch war zwar nicht schlimm, doch aber auch nicht gut (er genügte u.a. einfach nicht den Anforderungen von Hebungen und Senkungen). Ich bin sehr froh, dass ich hier meinen – leider räumlich zu entfernten – Literaturfreund und Autor  Johannes G. Klinkmüller – an meiner dichterischen Seite zu haben, der mich mit Ratschlägen und für das Sonett mit Arbeitsblättern versorgt. Ihm kann ich auch «Proben» schicken, wenn ich unsicher bin und muss keine Sorgen haben, mich zu blamieren (oder doch, Johannes? 😉 ).

Für mich bleibt das Schreiben meine Lebensleidenschaft. Doch es ist notwendig, dass man immer wieder lernt. Dichten ist letztendlich ein Handwerk. Ich möchte meine Gedichte nie zu verkopft schreiben und doch ist die Technik absolut wichtig. Wörter werden in ungewohnter Weise kombiniert, neue Bedeutungen entstehen. Man kann Begriffe erfinden oder vorhandene zerlegen sowie mit Buchstaben und Lauten spielen.

Man kann auf manche Grammatikregel verzichten, doch nie auf seine Inspirationen.

In diesem Kontext möchte ich den Schreibern oder Interessierten das Buch von Johannes G. Klinkmüller empfehlen:

http://gedichtinterpretationen-gestalten.blogspot.de/

Es wird bald auch in meinem Besitz sein und ich freue mich darauf.

Ich wünsche Euch eine gute Restwoche.

Eure Sylvia Kling

Der Spatz


Der Spatz

Der Spatz ist frech auf deinem Dach,
und er macht selbstgefällig krach,
er glaubt, es müssten alle hören,
er will die Friedlichen nur stören,

wie wäre es schön, wenn er flöge,
wenn man ihn doch vertreiben möge,
statt geduldig abzuwarten,
dass er kackt in deinen Garten,

womöglich stiehlt er dir Vorräte
er andre Spatzen holen täte,
damit sie grausam Stück für Stück
rauben dir dein reiches Glück,

und bist du gar nicht willig,
der Spatz ist schmutzig billig,
dann sei ihm doch zum Ebenbild,
sei endlich frei, bunt und wild,

steig auf das Dach, zeig nur Geschick,
dort hast du einen andren Blick,
mit Spatzen hat man manchmal Spaß,
und trotzdem schmeckt der eigne Fraß.

Copyright Sylvia Kling

Aus „Neue Gedichte“ („Eigenwilliges im ZeitenWandel“) 

 

Das Kopieren und die Weiterverwendung sind ohne meine Zustimmung ausdrücklich untersagt!

Beitragsfoto: https://pixabay.com/de/tier-mann-junge-v%C3%B6gel-wasservogel-1975189/

„Der Spatz“ wird zum Songtext ausgearbeitet. Nun muss ich nur noch die wunderbare Musikerin Mila Georgiewa ins Boot holen, die den Spatz musikalisch fliegen lassen kann :-). Mila spielte das Pianostück für „Leute“. Wer es noch nicht kennt, hier singe ich es:

 

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende. Ich fliege zwischen meinen Umzugskartons umher. 😉

Bleibt gesund.

Eure Sylvia Kling

Die Zwei-Varianten-Verserei (Heimat) und du einst verträumtes Tal, wie trägst du diese Last?


Die Zwei-Varianten-Verserei
(Heimat)

Geboren bin ich um Dresden –
in Sachsen,
50 Jahre war der Heimat ich zugetan,
vom Heimatgefährt sind gebrochen
die Achsen,
so such ich neue Lebensbahn.

Geboren bin ich um Dresden –
in Sachsen,
einst wollte gar ich hier sterben,
vom Heimatgefährt sind gebrochen
die Achsen,
so werd ich vorm Tod hier verderben.

(c) Sylvia Kling

„Der Mann sah zu mir, beugte sich zu seiner Beifahrerin herunter und sagte deutlich vernehmbar, mit Blick in meine Richtung: „Jetzt fahren diese Ausländerschlampen schon unsere Autos.“
Mit aggressivem Blick begutachtete er mich. Die Freundin sah angewidert zu mir herüber und lachte abfällig.

Er ging um mein Auto herum, sah mein Kennzeichen, stellte sich dicht an dieses und spuckte lautstark und demonstrativ vor sich hin.“

Wer mehr darüber lesen möchte, folge mir bitte hier entlang:

https://wiedaslebenklingt.wordpress.com/2017/03/04/alltag-in-sachsen-einer-an-den-ich-mich-nie-gewoehnen-werde/

Jedem dürfte klar sein, was Menschen in Sachsen zuweilen blüht, sind sie tatsächlich nicht in Deutschland geboren.

Du einst verträumtes Tal, wie trägst du diese Last?

Sachsen war immer meine Heimat. Ich wurde in Radeberg geboren, wohnte über 40 Jahre in Dresden und liebte diese Stadt. Wie es für mich ist, wenn ich in diesen Jahren nach Dresden fahre, habe ich mehrfach mit einem poetischen Gewand bekleidet – wie hier:

dresden

– enthalten in „BruchStücke“, Band II).

Auf Facebook schrieb ich vor über einem Jahr:

„In Sachsen sind meine Wurzeln, an Dresden hängt noch immer mein Herz.
Als ich kürzlich am Abend durch Dresden fuhr, kamen mir vor Rührung die Tränen.
Eine Stadt – trotz aller Widrigkeiten voller Charme, eine noch ungebrochene Schönheit, eine Stadt der Kunst und Kultur.
Sie hat sich erkältet, leidet unter einem Virus-Infekt. Für sie gibt es kein Antibiothikum, kein Wundermittel. Liebe und Fürsorge könnten sie wieder heilen.
Momentan zittert Dresden noch in braunbeperlter, schwachgeistiger Nässe.“

Leider bedarf es immer wieder dieser Hinweise:

Das Kopieren oder die Weiterverwendung der Gedichte ohne meine Zustimmung ist ausdrücklich untersagt! Ich verweise auf das Impressum und die Seite „Zu meiner Person“.

Das Frühlingsgedicht wird natürlich nicht vergessen. Ich warte auf die wiederkehrenden Sonnenstrahlen. Meinen Freunden, LeserInnen und BesucherInnen wünsche ich eine angenehme Woche.

Eure Sylvia Kling

„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ – GEGEN DAS VERGESSEN


Gegen das Vergessen – Teil IX
 
Bitte nehmt diesen, zu dem unten eingefügten Link, Klick zu Anne-Marits Homepage bzw. ihren Beitrag in Kauf.
Ich finde in Anbetracht der kürzlich stattgefundenen Wahlen in Österreich und den weiteren Ereignissen in Deutschland nicht, dass wir uns eine Resistenz leisten können und dürfen!
Eine gewisse Politik(er)müdigkeit ist für mich durchaus nachvollziehbar. An manchen Tagen scheint es mir, als habe ich keine Kraft mehr. Es ist wichtig, dass wir uns Nischen suchen, in denen wir uns erholen können, um Kraft zu sammeln und für den Alltag und die Wirrnisse gerüstet zu sein. Es ist wichtig, dass wir auch die vielen angenehmen Seiten des Lebens genießen und diese thematisieren. Doch es ist auch wichtig, nicht zu vergessen, dass wir diese angenehmen Seiten gern behalten möchten!
Anne-Marit schrieb mir dazu:
„Wir haben keine politischen Vorbilder mehr, niemanden, mit dem man sich identifizieren kann. Und da man sieht, dass sie alle nur ihr eigenes Süppchen kochen, droht man abzustumpfen.“
Doch abstumpfen bedeutet, nichts mehr wahrzunehmen und unempfindlich zu werden. Wer möchte unseren Kindern und Enkelkindern solch ein Erbe übergeben?
 
Zur Person:
Anne-Marit Strandborg wurde 1964 in Rostock geboren. Dort ist sie aufgewachsen und hat ihr Leben verbracht, bis es sie 2001 der Liebe wegen an die Nordsee verschlagen hat.
Anne-Marit Strandborg - Gestaltung: Joseph Dahlhaus-Erichsen, Gründer der Gruppe: "Fremdenhass - Nein Danke" auf Facebook

Anne-Marit Strandborg – Gestaltung: Joseph Dahlhaus-Erichsen, Gründer der Gruppe: „Fremdenhass – Nein Danke“ auf Facebook

 
Anne-Marit ist eine geborene Leseratte, die Bücher über alles liebt. Während sie früher die Bücher aus der Bibliothek leihen und sie dann oftmals mit der Taschenlampe unter der Decke zu Ende lesen musste, um keine Strafe zahlen zu müssen, kann sie sich ihre Schätze heute ins Haus holen. In ihrem Blog „Annes Lesetagebuch“ stellt sie Bücher vor, die ihr ans Herz gewachsen sind.
 
Einen besonderen Platz bekommen jetzt aber auch „Bücher gegen das Vergessen“. Die liegen Anne-Marit besonders am Herzen, obwohl das ein sehr schweres Thema ist. Aber gerade heute ist es wieder so wichtig, an das zu erinnern, was nie mehr passieren darf.
(Quelle: Anne-Marit Strandborg)

 

“GEGEN DAS VERGESSEN”

wird von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen,
wenn es um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen” (Zitat: Jürgen M. Brandtner).
Ich möchte nun alle nicht vergessenden Künstler, Kreative und Blogger bitten, sich mit dieser Überschrift an dem Projekt zu beteiligen!  Eine Verlinkung in den entsprechenden Beiträgen zu denen anderer Künstler/Teilnehmer würde ich für sinnvoll erachten.
Vielen herzlichen Dank!
Sylvia Kling

Eigene Beiträge:

https://sckling.wordpress.com/2016/02/09/egal/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/11/als-die-alte-erzaehlte-ballade-gegen-das-vergessen/

https://sckling.wordpress.com/2016/04/12/verzweiflung-gegen-das-vergessen/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/16/untroestlich/

Weitere Teilnehmer_innen und Beiträge:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/
https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/19/70-jahre-frieden-zu-lang-fuer-die-deutschen/ – Ein Beitrag von Martin Schauerte (kein Blogger – daher steht sein Beitrag auf meiner Seite)

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/05/15/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Auch weiterhin können Beiträge eingereicht werden – ich freue mich über Eure Beteiligung!

Egal


Teilnahme am Projekt „Gegen das Vergessen“

Teil I

Egal

Zu vielen
ist zu viel egal,
ich schreibe,
die Gleichgültigkeit
zu vertreiben,
vielleicht bin
ich zu emotional,
unter den lebenden
Heiden

Die Künste
als Ideale,
doch liegt
da auf der Lauer,
die Schärfe und
das Reale,
der Schmerz,
die elende Trauer

Das hungrige Sein
nach der Liebe,
nach dem Leben
zu Zweit,
es ewig wohl so
bliebe,
wir Menschen sind
eben gescheit

Das Schaffen von
Häusern und Brücken,
zu messen
gut in Geld,
das Füllen lichtener
Lücken,
sie ist doch UNS,
diese Welt

Alte Narben sind
noch nicht verheilt,
schon sieht man
blutendes Fleisch,
darin hat der Mob
sich verkeilt,
welch präzeitliches
Gekreisch

Zu vielen
ist zu viel egal,
der braune Gestank
führt zum Tode,
nicht nur noch
ein deutscher Skandal,
Es ist Premiere,
nicht Probe.

©Sylvia Kling

Mit diesem Gedicht starte ich innerhalb von WordPress ein Projekt, was sich dem gesamtdeutschen Projekt „Gegen das Vergessen“ anschließt und hoffe inständig auf rege Beteiligung.

“GEGEN DAS VERGESSEN“

wird von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen,
wenn um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen” (Zitat: Jürgen M. Brandtner).

Ich möchte nun alle nichtvergessenden Künstler, Kreative und Blogger bitten, sich mit dieser Überschrift an dem Projekt zu beteiligen!  Eine Verlinkung in den entsprechenden Beiträgen zu denen anderer Künstler/Teilnehmer würde ich für sinnvoll erachten.

Vielen herzlichen Dank!

Eure Sylvia Kling

Den Anfang macht Robert:

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

Es folgt Poeta:

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

Lotar Martin Kamm:

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/ sowie

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

Auch Petra Pawlofsky (Licht Farbe Klang) hat sich beteiligt:

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

Die liebe Belana Hermine hat sich auch sofort bereit erklärt:

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

Die liebe Monika-Maria hat auch einen wundervollen Beitrag dazu geleistet:

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/

Buchautor Arno von Rosen hat ebenfalls ein sehr berührendes Gedicht geschrieben:

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

Khalid Aouga mit diesem Gedicht:

https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/

Gegen das Vergessen

Lyrifant hat sich ebenfalls mit einem tollen Text beteiligt:

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

Und auch sugar:

https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/03/28/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/05/15/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

Jamel - Bildrechte: Deutschlandradiokultur - zum untenstehenden Link gehörend

Jamel – Bildrechte: Deutschlandradiokultur – zum untenstehenden Link gehörend

http://www.deutschlandradiokultur.de/rechtsextremismus-wie-neonazis-das-dorf-jamel-erobert-haben.1001.de.html?dram:article_id=328595

Auszug:

„Jamel liegt nur wenige Kilometer von der Ostseeküste entfernt. Kaum ein Navigationsgerät führt dieses winzige Sackgassendorf zwischen Wismar und Grevesmühlen. Das Künstlerehepaar Lohmeyer hat es dennoch vor zwölf Jahren gefunden und lebt seitdem im ehemaligen Forsthaus. Dabei:

„Es ist, wenn man das Dorf betritt, ganz schnell zu bemerken und zu sehen, dass es ein von Nazis dominiertes Dorf ist, weil die sich nicht entblöden, hier an jeder Ecke oder Hauswand ihre Nazi-Insignien zu malen oder aufzustellen. Also es ist schon richtig ein Freilichtmuseum des Neonazitums geworden, sagen wir mittlerweile.“

Da sind Wegweiser unter anderem für Adolf Hitlers Geburtsstadt Braunau. Runen hier, ein Kohlegrill in Form eines KZ-Verbrennungsofens da. Auf einer Garagenwand zwischen zwei völkisch anmutenden Malereien: „Dorfgemeinschaft Jamel – frei, sozial, national“. In mindestens sieben der zehn Häuser leben Leute, die rechts bis rechtsextrem ticken. Im Mittelpunkt: Ein vorbestrafter Abriss-Unternehmer und Kopf der Neonazi-Szene, sagt Birgit Lohmeyer.

Ich könnte noch hunderte Links und Videos anfügen. Doch es reicht eigentlich, wenn man diesen Artikel liest. Dennoch hier noch einige, winzige Zugaben:

https://www.facebook.com/WELTVideo/videos/vb.608286412552308/962239407157005/?type=2&theater

 

„Mancher Funktionär überschreitet die Grenze zum rechten Rand. Beim Bundesparteitag wurde ein Antrag eingebracht. Darin definieren Mitglieder präzise, wer als Deutscher gelten darf. Deutsch sei nur, wer „seine Abstammung von einem Vorfahren, der vor dem 1. Januar 1914 im europaischen Gebietsstand des Deutschen Reiches (…) geboren ist, durch lückenlose (…) Abstammungsnachweise nachgewiesen hat“. Der Antrag wurde abgelehnt. Unterzeichnet hat ihn allerdings Thomas Fügner, der im vergangenen Jahr in den Landesvorstand gewählt wurde.“

Hier mehr dazu:

http://www.merkur.de/politik/afd-bayern-eine-zweifelhafte-alternative-6087125.html

 

 

Beitragsfoto:

Khalid Aouga – Khalid hat es mir für dieses Projekt freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Sein Blog findet Ihr hier:
https://aouga.wordpress.com/

Darf ich vorstellen VI – Teil II – Jürgen M. Brandtner


Teil II:
1. Gegen das Vergessen
2. „Meine Tante im Keller“ – Schwarzhumoriges
3. Trümmerseele
4.  Theater, Theater, der Vorhang geht auf…
1. Gegen das Vergessen
Jürgen M. Brandtner sieht das Vergessen nicht ein. Ist es für uns schon so viel Vergangenheit, dass wir blind und taub gegenüber dieser Zeit geworden sind? Was ist es? Ist es unsere Eitelkeit der Wohlstandsgesellschaft, unsere Seelenkälte, die ewig kränkelnde deutsche Empathie? Ist es der Überfluss, der uns vergesslich und so verloren kümmerlich macht?

Er gehört zu denen, die es nicht leid werden, die (Ver)Alterung der Geschichte zu verhindern – bis zum letzten Atemzug.

Er möchte erinnern, immer wieder erinnern, Jahr um Jahr. Dieses Thema darf nicht der Vergänglichkeit zum Opfer fallen. Jürgen M. Brandtner bittet uns alle, aus unserer Höhle der Stille und Bequemlichkeit zu kriechen, um die Lasten der Erinnerung mit ihm und den anderen Nichtvergessenden zu tragen:

Auszug von seiner Website:
DIE DUMMHEIT WURDE ZUR EPIDEMIE

Bislang, in Zeiten des Rechtsrucks, …

Jahr für Jahr am 10. Mai jährt sich das Fanal der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten.

In meiner Lesung stelle ich anhand fiktiver Tagebuchaufzeichnungen eines möglichen Zeitzeugen die fürchterlichen Ereignisse vom 30. Januar bis zum 12. Mai 1933 nach.

Neben historischen (Ton-) Dokumenten kommen die „verbrannten Dichter“ selbst zu Wort: u.a. Ernst Toller, Franz Kafka, Erich Mühsam, GertrudKolmar, Stefan Zweig, Klabund und Kurt Tucholsky.

Video-Ausschnitte aus meiner Lesung finden Sie bei YouTube

Jürgen M. Brandtner

Jürgen M. Brandtner

 

Nun kommt einer meiner Lieblingsmomente: Jürgen M. Brandtner liest „Klabund – Ballade des Vergessens“. Es ist ein Erlebnis, welches man nicht versäumen sollte. Mit diesem Werk legt ein Schiff des Erinnerns im Hafen an.  Jürgen trifft mit vollen und tiefen Tönen mitten ins Herz:

Klabund – Ballade des Vergessens: https://youtu.be/PU0b__LFUVI

Hier ist die Website, auf der Ihr ein wenig mehr erfahren könnt:

http://theaterjmb.jimdo.com/gegen-das-vergessen/

 

2. „Meine Tante im Keller“ – Schwarzhumoriges

Schwarzhumorige Lyrik bestimmt einen Teil des Schaffens Jürgen M. Brandtners. Eine Kostprobe der besonderen Art:

HEIMWEG

Es gingen zwei Männer nach lustiger Fete

betrunken nach Hause um Mitternacht.

Sie wählten den Weg über blumige Beete

des Friedhofs, vom Mondenschein angelacht.

Und als sie inmitten der Gräber so gingen,

laut singend und lachend zur Geisterstund‘,

da hörten ein klirrendes Klopfen sie klingen.

Und weit in der Ferne, da bellte ein Hund.

Ihr Lachen erstickte sogleich in den Kehlen.

Dann flatterte flink eine Fledermaus;

ein Uhu uhute das Schlaflied der Seelen,

die tot um sie ruhten. – Sie drängten nach Haus,

behutsam und mit leisest möglichen Schritten,

kein Hälmchen berührend und auch keinen Stein.

Als plötzlich, und wie aus dem Nichts,

stand inmitten der Gräber,

der kalten, in des Mondes Schein,

ein uraltes Männlein mit Meißel und Hammer,

das ruhlos energisch hieb stet den Granit

von einer erbrochenen Totenruhkammer.

„Wer stört mich?“, erklang seine Stimme morbid.

„Du sprichst! Oh, mein Gott! Ist das schön!

Und wir dachten, du wärest womöglich ein Geist und schon tot!“

Der Alte hielt inne, sah auf.

Und da lachten die beiden verlegen in peinlicher Not.

„Idioten!“ drang ’s heiser nun aus seiner Kehle

Dann hieb er erneut auf den Stein wie im Wahn.

Da wurde den beiden ganz leicht.

„Diese Seele trank wohl, wie wir auch, zu viel Enzian.“

„Idioten!“, klang ‘s wieder aus dem Schlund des Alten,

„Die haben mein‘ Namen ganz falsch geschrieben!“

Er hieb. – Und die Männer, die sah man erkalten.

Zwei Frauen zu Haus war’n nun hinterblieben.

© Jürgen M. Brandtner

MEINE TANTE IM KELLER, Manuela Kinzel Verlag 2013

Jürgen M. Brandtner

Jürgen M. Brandtner

Jürgen M. Brandtner

            Erschienen im Manuela Kinzel Verlag
80 Seiten, 10 Illustrationen (Kerstner, Middelberg)
ISBN: 978-3-937367-88-0
Preis: € 8,00

Website dazu (inkl. Rezensionen sowie Rezension von der Schriftstellerin Viola Eigenbrodt):

http://theaterjmb.jimdo.com/mein-buch/

 

3. Trümmerseele

Dieses Buch ist Jürgen M. Brandtner besonders wichtig. In seinem Wirken um Menschlichkeit, beteiligte er sich in „Trümmerseele“ mit vielen anderen Künstlern an einem bewegenden Buch für die Bedürftigen, für die Schicksale jener Menschen, die nicht das Glück hatten, in einem reichen Land geboren zu werden, aufzuwachsen und leben zu dürfen. Mit vielen anderen Menschen möchte er dem Schicksal der Flüchtenden eine neue Requisite geben.

 

 „Unsere Seelen müssen immer wieder fürchterliche Trümmer erleben. Wir sind getroffen, betroffen aber nicht wortlos oder seelenlos. Die Autoren dieses Werkes geben den Flüchtlingsschicksalen eine Plattform, die Trauer und Hoffnung widerspiegelt, ohne Verantwortlichkeiten zu vergessen. Ziel dieser Publikation ist, einen Beitrag zu mehr Toleranz und Verständnis füreinander durch Worte zu leisten, denn nur wenn die wortlose Mehrheit immer wieder wegschaut und schweigt, kann der Terror triumphieren.“

Michael Pilath
Herausgeber

Website:

http://www.sternenblick.org/publikationen/sonderbaende/

 

Wer bis hier her konsequent war, der wird belohnt. Mit Seele, mit herzzereißender Lyrik, mit einem Schmiegen an die schmetternde Wahrheit. Niemand anderes könnte sie besser in unser Herz tragen als Jürgen M. Brandtner:

http://www.youtube.com/watch?v=EpukJDA2_yc&sns=em

 

4.  Theater, Theater, der Vorhang geht auf…

Seine baden-württembergischen Anfänge hatte Jürgen M. Brandtner am „Studio Theater Stuttgart“.

Seit einigen Jahren arbeitet er für das „Stauferpfalz Festspiel Bad Wimpfen e.V.“ – und inszeniert dort mit dem „Volk“ lokalhistorische Stücke, die eigens dafür geschrieben werden.
Aber auch für das „Theater im Bahnhof Rechberghausen e.V.“ – ein kleines, sehr reizvolles Theater, in dem er nicht nur inszeniert, sondern auch immer wieder liest und gelegentlich – wie jüngst – sogar noch selbst spielt.

In dem Stück „IMMER WIEDER NADA“ konnte man Jürgen M. Brandtner spielen sehen:

http://theaterjmb.jimdo.com/news/immer-wieder-nada/kritiken/


Auf seinem YouTube-Kanal findet Ihr noch mehr dieser schauspielerischen Köstlichkeiten.

Bilder und Momente aus seinem Leben am Theater kann ich nur empfehlen:

http://theaterjmb.jimdo.com/galerie/

Hier ist die Website zum Stöbern – aus seinem Theaterleben, Gefühltes, Gedachtes, Geschichten – ein berauschender Spaziergang mit einem WortJongleur:

http://theaterjmb.jimdo.com/blog-1/

Nun möchte ich mich verabschieden. Schade, ich hätte noch so viel berichten können. Auch das Theaterleben Herrn Brandtners würde ausreichenden Stoff für mehrere Teile bieten. Wer im Raum Stuttgart zu Hause ist, dem dürfte es nicht schwer fallen, die Vorstellungen im Theater  zu besuchen und diesem  Mann mit der umwerfenden Aura persönlich zu begegnen. 
Jürgen ist nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch – wie „Du und ich“ – ganz einfach und bodenständig.

Ich denke, in diesen zwei Teilen sind einige Links und Hinweise enthalten, so dass Ihr in deren Inhalten versinken könnt. Auch auf Facebook und Google Plus ist Jürgen M. Brandtner zu finden.

So kann ich also beruhigt diese Vorstellung VI beenden und mich auf weitere künstlerische Sinnesgelüste Jürgens freuen.

Es hat mir große Freude bereitet, Euch in die betörende Welt von Jürgen M. Brandtner zu führen und ich danke Euch von ganzem Herzen für Euer Interesse und die Aufmerksamkeit.

Eure Sylvia Kling