Weil ich geweint habe – die ganze Nacht oder: Als Ruth Elias ihrem Schicksal verzieh


In Memorien of Ruth Elias

1944 – Konzentrationslager Auschwitz

 

Auf langem Tisch in düsterkalter Halle,
weitab vom Lagergeschehen –
wie ein Tier im vergessnen Stalle,
dort lag sie in den Wehen.

Kein warmes Wasser, kein sauberes Tuch,
auf kaltem, hartem Brett,
weit weg von Liebe, nahe dem Fluch,
auf dem Hemd das Judenetikett.

Sie gebar ein Mädchen groß und schön,
gesund trotz der quälenden Zeit,
selbst im Dunklen wars rosig anzusehen,
rein – und zum Leben bereit.

«Die Brust wird sofort abgeklebt!
Sie darf das Kind nicht stillen.
Ich will wissen, wie lange es überlebt.»
Mengele schrie seinen Willen.

Das Kind schrie Tag und Nacht,
von der Suppe sie heimlich ihm reichte,
streute Brot hinein – wohlbedacht,
nicht den Hunger des Kindes begleichte.

Die Brüste entzündet, das Fieber stieg
und das Baby schrie sich puterrot,
ohne Windeln, in diesem Auschwitzkrieg,
lag es im eigenen Kot.

Jeden Tag sah Mengele vorbei,
denn er wollte sichergehen,
dass das Baby dünner und kränker sei,
seine Tage als Letzter zählen.

Sie bitterlich weinte in Schmach,
wünschte sich einfach nur fort.
Als der Totenarzt kam und sprach:
«Morgen ist Transport.»

Sie wusste, es wird das Ende sein,
schrie Seelenqualen in die Dunkelheit.
Es trat eine polnische Ärztin ein,
die fragte nach ihrem Leid.

Sie sagte: «Das Kind liegt im Sterben,
wenns bis morgen am Leben bleibt,
schicken sie euch ins Verderben
und die Hände sich Mengele reibt.»

Eine Spritze legte sie in ihre Hand,
mit einer Dosis fürs ewige Ende,
sie sollte zerschneiden das Lebensband –
für die Mutter nur blieb eine Wende.

Sie weinte in dieser Nacht für zwei Leben,
wollte mit ihrem Mädchen sterben,
in die Ewigkeit mit ihm entschweben,
für ein glückliches helles Werden.

Keinen Ausweg gab es, kein einzig Heil,
das Baby schon ward im Entschwinden,
fortan ward ewger Schmerz ihr zuteil
und ließ sie seelisch erblinden.

Im Hallenschwarz wurde notselektiert,
das kleine Mädchen weggebracht,
so als hätte es nie existiert –
in dieser auschwitzmodrigen Nacht.

Das Kind lag auf kalten Leichenbergen,
zwischen nackten Männern und Frauen,
getötet von eisigen Nazischergen,
hilflos im deutschen Grauen.

Am Morgen kam der Mörderdespot,
er roch nach Grabesschwere,
an seinen Händen klebte der Tod,
im Herzen metallische Leere.

Schrie «Schwein gehabt» wie angestochen.
Der Gaskammer war sie entgangen,
doch war sie längst gebrochen,
im Schmutz dieser Bestien gefangen.

Alles in ihr ward taub und gelähmt,
mit dem Kind starb der letzte Glanz,
von Mördern gebrannt und gezähmt,
selbst geflochten den Todeskranz.

Israel – Jahre später

In Israel wurd ihr ein Sohn geboren,
man nahm ihn, um ihn zu versorgen,
sie glaubte, auch er wäre ihr verloren,
im neuen, beginnenden Morgen.

Sie schrie und weinte, doch niemand verstand,
unwissend, was ihr geschen war –
in jener Zeit im deutschen Land.
Für sie war es unsichtbar.

Ein Arzt kam, mit ihr zu sprechen:
Sie erzählte verzweifelt die Qualen,
von grausamen Verbrechen,
von Hakenkreuz-Radikalen.

Er legte neben sie den kleinen Jungen,
sie ließ ihn nicht aus dem Sinn,
sie schliefen eng umschlungen,
im Leben. Mittendrin.

Israel ward ihr Seele und Kraft,
sie liebte das Land, die Menschen, ihr Sein,
es war ihr Wunder, einfach zauberhaft,
wie ein heilender Edelstein.

Mit der Ärztin aus Auschwitz war sie verbunden,
ihre neue Mutter – im Herzen so weit,
diese Frau aus den bittersten Stunden
nähte mit ihr ein Menschenkleid.

 

Der Sommer kam, auch der Winter,
und das Licht ging aus und an jedes Jahr,
In Israel sie nicht nur zwei freie Kinder,
auch ihr neues Leben in Frieden gebar.

 

© Sylvia Kling

Gewidmet dem Projekt
«Gegen das Vergessen»

© Sylvia Kling

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

dieses Gedicht war meine intensivste Arbeit in den letzten Wochen. Nicht nur, dass ich mich an Fakten halten musste, sondern auch das Zusammenführen dieser mit lyrischen Komponenten, welche nicht völlig außer Acht gelassen werden sollten. Ein schwieriges Unterfangen bei diesem emotional berührenden Thema.

Eine Frau, die so unglaublich viel durchgemacht hat und dennoch zum Zeitpunkt des Filmes ein für mich unvergessliches Lächeln hatte und eine positive Aura, über die nur wenige Menschen verfügen.
Sie war nicht voller Hass – trotz dieser furchtbaren Erlebnisse. Sie strahlte Liebe und Frieden aus.

Ihr eigenes Kind musste sie töten, welches dem Tod bereits geweiht war.

Es ist gleich, wie viel wir weinen und wie viele Nächte wir nach solchen Berichten von Zeitzeugen nicht schlafen werden.

Denn das ist nichts gegen das Leid dieser Menschen.
Unsere Verantwortung ist es zu erinnern und genau diese Geschichten zu erzählen, immer und immer wieder!

Eure Sylvia Kling

Gewidmet dem Projekt #gegendasvergessen – Facebook

https://sckling.wordpress.com/portfolio/gegen-das-vergessen/ – WordPress

Angelehnt an Berichte/Interview mit Ruth Elias – ausgestrahlt von ARTE:

Claude Lanzmanns Lebenswerk „Shoah“ gilt als Meilenstein in der filmischen Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Juden. In dieser Reihe widmet er vier Frauen – Ruth Elias, Ada Lichtman, Paula Biren und Hanna Marton – hier zu sehen:

https://www.arte.tv/de/videos/068408-001-A/vier-schwestern-1-4/

Ruth Elias wurde am 6. Oktober 1922 in Mährisch-Ostrau geboren und starb am 11. Oktober 2008 in Beit Yitzhak-Shaár Hefer, Israel.
In diesem Zusammenhang möchte ich ihr Buch «Die Hoffnung erhielt mich am Leben» empfehlen.

 

Advertisements

«Mit großem Talent deutscher Genauigkeit» – Um diese Rede hat Frank Weidauer drei Wochen gerungen


«Verehrte Anwesende,

bereits unmittelbar nach dem Sieg über den Faschismus und der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschlands am 8.Mai 1945 entwickelten sich deutschlandweit Formen des Gedenkens und der Erinnerung an die Opfer und den Widerstand.
Bereits am 3.August 1945 rief der Magistrat von Berlin zum „Tag der Opfer des Faschismus“ am 9.September 1945 auf.
In der DDR wurde der 2.Sonntag im September als „Tag der Opfer des Faschismus begangen, 1996 wurde bundeseinheitlich der 27. Januar zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ proklamiert und 2005 von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt.
Das waren und sind wichtige und notwendige Schritte des Gedenkens, der Mahnung und zur Auseinandersetzung mit der Geschichte…

Am 27.Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz und das dazu gehörige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und deren Nebenlager.
Was sie vorfand waren cirka 8.000 ausgemergelte, kranke, halb verhungerte und apathische Menschen.
Das Wort Überlebende hat in diesem Zusammenhang einen faden und bitteren Beigeschmack, haben doch viele von ihnen ,bei eisigen Temperaturen von -20°C, trotz aufopferungsvoller Hilfe ihrer Befreier, den Tag ihrer Rettung nur um Stunden oder wenige Tage überlebt .
Es waren 8.000 transportunfähige Zurückgelassene des letzten Abendappells vom 17.Januar 1945.
Die restlichen 59.000 Häftlinge des KZ einschließlich seiner Nebenlager wurden von der SS in der Agonie des Hitlerreiches auf unterschiedlichste Transporte getrieben.
Wie viele dieses Martyrium überlebten und wo die Umgekommenen und Ermordeten verscharrt wurden – wer kann es sagen ?!

Über Auschwitz zu sprechen, heißt an die noch weiter östlich liegenden Lager Belzec, Treblinka und Sobibor zu erinnern. Deren alleiniger Zweck war der Massenmord und die Vernichtung von Menschen, vor allem Juden, Angehörige der slawischen Völker , Sinti und Roma.

Das Grauen und die Verbrechen von Auschwitz verbieten jeden pietätlosen Streit um Opferzahlen.
Erwiesen ist, weit über 1 Million Menschen wurden in Auschwitz ermordet. Juden, Angehörige der slawischen Völker, Sinti und Roma, Kriegsgefangene (auf der Asche von 13.000 sowjetischen Kriegsgefangenen wurde das Lager errichtet), politische Häftlinge und Widerstandskämpfer, Behinderte …
Diese Opfer wurden zusammengetrieben in allen Ländern im Herrschaftsbereich der deutschen Faschisten, mit Hilfe kleiner und großer einheimischer Helfer wie zum Beispiel der Vichy-Regierung in Frankreich.
Zusammengepfercht in Viehwaggons, ohne ausreichend Nahrung, unter hygienischen und medizinischen Bedingungen die diesen Namen nicht verdienen !
Nach tagelangen Fahrten angekommen am Tor zur Hölle – der Rampe von Auschwitz:
Von SS-Ärzten und Offizieren selektiert , mit deutscher Gründlichkeit und Präzision. Fast erinnert es an ein Märchen „die Guten ins Töpfchen , die Schlechten ins Kröpfchen“ .
Aber es waren keine Linsen sondern Menschen !
Nach rechts die Alten, Kranken, Frauen mit Kindern, Schwangere, Kinder ohne Eltern- bestimmt zur sofortigen Vergasung und Verbrennung, ohne Namen getilgt aus dem Gedächtnis der Menschheit.
Nach links die Männer, kräftige Frauen und Jugendliche, arbeitsfähige Kinder- verurteilt zu einer unbestimmten Spanne Lebens an dessen Ende für die meisten der sichere Tod stand.
Und dieser Tod hatte viele Gesichter: in den Arbeitskommandos zu Tode geschuftet, zu Tode geprügelt, in Wasserlöchern zum Spaß ersäuft, in den Hochspannungsdraht gerannt um der Leiden ein Ende zu machen, an der „Schwarzen Wand“ im Block 11 per Genickschuß hingerichtet, mit Phenolspritzen ins Herz getötet , bei Selektionen innerhalb des Lagers zur Vergasung bestimmt, zu medizinischen Zwecken mißbraucht oder im Stehbunker verhungert oder verdurstet.

Auschwitz- das war die Kombination aus Profitmacherei und industriell geplanter Vernichtung sogenannten „unwerten“ Lebens , vor allem der europäischen Juden und der slawischen Völker !
Profitmacherei durch Auspressen noch des letzten Quentchens Arbeitskraft in den Außenkommandos und in den Betrieben der Landwirtschaft und der Industrie, bis hin zur Verwertung menschlicher Überreste, Haare, Zähne, Knochen und des gesamten persönlichen Eigentums der Häftlinge- Bekleidung, Schuhe, Brillen, Uhren, Kinderwagen…

Und darum heißt von Auschwitz sprechen die Auftraggeber,Nutznießer und Profiteure der Vernichtung zu benennen:
Nicht nur die SS mit ihren Wirtschaftsunternehmen, nein auch große deutsche Konzerne, kleine und mittlere Betriebe:
Die IG Farben AG, die selbst das Lager Auschwitz – Monowitz errichtete für ihre Arbeitssklaven im Werk Buna-IV, errichtet mit Hilfe von Ingenieuren und Fachkräften ganz aus unserer Nähe –Leuna/Buna. Allein in diesem Lager sind 25- 30.000 Menschen umgekommen oder ermordet worden.
Ihr Tochterunternehmen Degesch das das Zyklon-B lieferte, die Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt Degussa die das Zahn-und Schmuckgold einschmolz um den Vernichtungskrieg finanziell zu verlängern, Siemens und Krupp und ganz in der Nähe , in Thüringen , Topf & Söhne.
Deren Patent der Krematoriumsöfen hat heute noch Bestand !
Und ebenso darf nicht vergessen werden, wie die Herren Aufsichtsräte und Vorstandsvorsitzenden nach dem Sieg über den Hitlerfaschismus und kurzer Unterbrechung, mit Persilscheinen ausgestattet, an alte Wirkungsstätten in der Bundesrepublik zurückkehrten. Mancher von Ihnen später mit Bundesverdienstkreuzen ausgezeichnet…

Der heutige Tag soll uns Mahnung und Verpflichtung sein so etwas nie wieder geschehen zu lassen, die aktuellen Entwicklungen erfordern dies mit aller Deutlichkeit !

Lassen sie mich an dieser Stelle einen der weiblichen Häftlinge zitieren, ihre Aussage niedergeschrieben in

Vladimir Pozner – Abstieg in die Hölle, erschienen 1980 in Paris, in deutscher Erstausgabe 1982
Verlag Volk und Welt , Berlin, DDR

Pelagia, Häftlingsnummer 32 292:

„ Ich hatte angenommen, dass das Konzentrationslager eine Art Bestrafung durch Isolierung wäre, durch Entzug der Freiheit, durch harte Arbeit, durch ein elendes Leben.
Habe ich nicht das Gefängnis kennengelernt ?
Und dennoch, das deutsche Konzentrationslager ist etwas anderes, es ist der Ort eines langsamen und unausweichlichen Todes.
Was mir zuerst als Nachlässigkeit erschien, war im Grunde Perversion. Was den Eindruck von Unordnung machte, war im voraus bedacht, was als Unwissenheit erschien, war Raffinesse.
Man hatte in die Organisation des Konzentrationslagers das ganze große Talent der deutschen Genauigkeit gesteckt, die ganze degenerierte Kultur des germanischen Geistes, die ganze absolute Brutalität des Hitlerismus.
Da gab es nichts Zufälliges, alles war bewußt, alles verfolgte ein Ziel.
Endlich habe ich es entdeckt, ich habe es erfaßt, ich habe es begriffen!
Ich habe die wahre Bedeutung des Lagers begriffen!
Es handelte sich darum, die Menschen systematisch krepieren zu lassen.
…“

Es handelt sich hierbei um die Rede von Frank Weidauer zu der gestrigen Gedenkveranstaltung am Denkmal «Opfer des Faschismus» in Hohenmölsen. Dazu schreibt er:

«Was ist zu konstatieren? Neben den Mitgliedern meiner Partei haben nur unser Bürgermeister und ein älteres Ehepaar dieser Einladung Folge geleistet, Ihnen sei herzlich gedankt .Von den Fraktionen kein einziges Mitglied… Sollte das wirklich repräsentativer Ausdruck der Verfasstheit unserer Demokratie sein ? Es wäre für mich eine erschreckende Entwicklung ! Da ich in der Öffentlichkeit gesprochen habe, besteht kein Grund zum Verschweigen.»

Portrait Frank Weidauer

 

Ich kenne Frank bereits vierzig Jahre. Mit seiner kleinen Schwester besuchte ich eine Klasse und war mit ihr befreundet. Auf Facebook fanden wir uns wieder, worüber ich heute noch sehr dankbar bin.

Frank ist das, was ich einen «Gentleman» nenne – immer höflich und dazu mit gesundem Humor ausgestattet. Rundum ist er das, was ich «einen feinen Kerl» nenne.

Er ist sehr engagiert – auch in der von mir initiierten Facebook-Gruppe «Gegen das Vergessen», der nun schon über 420 Mitglieder angehören.

Frank schrieb in einem Kommentar:

«Du kannst mir glauben, ich habe 3 Wochen um diese Rede gerungen. Als ich sie vortrug musste ich teilweise aufgrund von Emotionen innehalten…»

Erwähnen möchte ich noch, dass Franks Großvater Walter Weidauer von 1946 bis 1958 als Oberbürgermeister der Stadt Dresden amtierte. Außerdem gehörte er von 1946 bis 1951 auch dem Sächsischen Landtag an. In den Jahren 1958 bis 1961 bekleidete er schließlich noch das Amt des Vorsitzenden des Rats des Bezirkes für den Bezirk Dresden. Weidauer ist Ehrenbürger der Stadt Dresden.

Dieser Beitrag ist dem Projekt «Gegen das Vergessen» gewidmet:

https://sckling.wordpress.com/portfolio/gegen-das-vergessen/

Bitte vergesst es nicht: Gegen das Vergessen.

Wenn Beiträge erstellt werden, bitte ich um eine Mitteilung – ich kann leider nicht ununterbrochen alle Beiträge absuchen – dies ist auch dem unzureichenden Internet bei Meißen geschuldet.

DANKE

Kommt morgen gut in die Woche und passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

«Und jetzt redet Ihr! Redet!»


 spricht HC Schmidt – laut und deutlich, eindringlich – doch nicht aufdringlich.

Ja, tun wir es!

Reden wir – für unsere Vorfahren und unsere Nachkommen.

Am vergangenen Wochenende hatte ich die Gelegenheit einer Hörprobe aus dem Hörbuch «Stalingrad» meines Kollegen HC Schmidt.

Texte im Hörbuch: © Walter Battisti/Künstler aus Dresden

Reicht es aus zu schreiben:
«Ich hatte Gänsehaut, ein Schauer nach dem anderen jagte über meinen Rücken, meine Augen wurden feucht, ich hätte gern mehr gehört – doch verkrafte ich all das? Ist es aushaltbar?»

Wir verkraften es, zumal, wenn es mittels solcher Kunst in unser Ohr und unsere Seele dringt.
Wenn HC Schmidt schließlich zu singen beginnt und uns nach dem Gehörten wieder ein wenig «an die Hand nimmt» – wir also nicht das Gefühl haben, mit diesen überwältigenden Gefühlen alleine gelassen zu werden.
Wenn wir uns «fallenlassen» können – mit der Sicherheit, wir werden aufgefangen.

Liebe Freunde, Leser und Besucher, ich empfehle dieses Hörbuch nicht, weil es die Arbeit meines Kollegen ist. Vielmehr empfehle ich dieses Hörbuch mit einem Versprechen, dass Ihr nicht enttäuscht, aber unsagbar ergriffen sein werdet, weil es uns auf dem Weg des Erkennens und Erfühlens zu begleiten weiß. Selbst HC Schmidt hat beim Sprechen für das Hörbuch immer wieder eine Pause gebraucht, da es ihn sehr berührte. Man kann auch als Künstler nie eine «nötige Distanz» zu derartigen Themen finden.

Der Text und die Dichtung von Walter Battisti beeindruckte mich gleichwohl – eine Wortgewalt, die durch dramatische Effekte verstärkt wird und tiefe Spuren hinterlässt.

Lernen wir mit Hilfe der künstlerischen Aufarbeitung im Hörbuch Demut und Hochachtung.
Lernen wir: kämpfen, dass niemand – niemals solche Infernos erleben muss.

Einige persönliche Worte noch von mir:

Wenn man diesem Hörbuch lauscht, versteht man ganz sicher, warum der Gitarrist Volker Wolfram und ich HC Schmidt «Meister» nennen. Natürlich wird es bei privaten Treffen oder zu Probeterminen/Veranstaltungen meist scherzhaft gebraucht. Doch es hat durchaus einen ernst gemeinten Hintergrund:

Ich durfte in eineinhalb Jahren so unglaublich viel von ihm lernen. Als ich begann, meine Gedichte bei Lesungen vorzutragen (meine erste Lesung fand 2015 in Dresden statt), las ich sie so, wie ich die Rezitation einst in der Schule lernte. Sicher wisst Ihr, was ich meine ;-). Inzwischen gibt es viel mehr Facetten in meiner Interpretation. Selbst meine Stimmlage veränderte sich in diesen zwei Jahren. Bei der Rezitation von Texten ist es ungeheuer wichtig, bei sich selbst zu bleiben und dieses SELBST zu transportieren.

Die Art der Interpretation von Texten oder Songs durch HC Schmidt ist nicht nur für mich faszinierend. Er  vermag es immer wieder aufs Neue, mit seinem unvergleichlichen Charisma die Gäste zu Veranstaltungen in seinen Bann zu ziehen. Man kann gar nicht anders, als ihm zuzuhören und -zusehen. Kraftvoll, authentisch, emotional berührend. Er ist präsent. Jene Aufrichtigkeit ist deutlich zu spüren, die für meine Begriffe in der Kunst unverzichtbar ist.

Das Hörbuch könnt Ihr beim Künstler HC Schmidt gern über meine E-Mail-Adresse

sylvia-kling@gmx.de

bestellen. Ich leite alle E-Mails umgehend an HC weiter.
Preis: 15,00 Euro zuzüglich Versand: 1,00 Euro.

 

Dieser Beitrag wird dem Projekt GEGEN DAS VERGESSEN hinzugefügt.

Meine gleichnamige Gruppe auf Facebook mit inzwischen über 400 Mitgliedern findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/groups/1053920021363023/

 

Ich wünsche Euch einen friedlichen Wochenausklang. Meine Wenigkeit bereitet sich auf die musikalische Lesung in Dresden am Sonntag, den 10.12.17 vor (s. Termine).

Passt wie immer gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

… Und von vorn … – Brand(t)S(ch)ätze!


… UND VON VORN …

Wie die Flammen herzlos lachen,
wenn der Bücher Rücken krachen –
und die Feuer stürmisch brausen,
wenn die Worte sternwärts sausen.

Wie die Brenner teuflisch schwärmen,
wenn sie sich am Brandschatz wärmen –
und die Schreiber brandig schmauchen,
wenn in Asche sie verrauchen.

Zweimal tausend plus zweihundert
Jahre wahre Weisheit wundert
sich nun schon ob der Zensuren
philiströser Herrscherhuren,

über deren tumbes Mühen,
frei Gedachtes zu verglühen,
freie Worte in Gazetten,
Buch und Flugblatt anzuketten.

Doch nach rotem Wortvergießen
Lettern unverwüstlich sprießen
aus der Asche. Formen Silben
gegen die Verdummungsmilben.

Bilden Worte, Sätze. Hissen
wieder Bücher voll mit Wissen.
Bis erneut dann Dumme rennen,
um die Bücher zu verbrennen …

… und von vorn …

© Jürgen M. Brandtner – 24.04.2017

Das Kopieren und die Weiterverwendung ohne Genehmigung des Urhebers ist nicht gestattet.

Für alle aus der Region oder jene, die die Gelegenheit haben, daran teilzunehmen:

https://theaterjmb.jimdo.com/gegen-das-vergessen/

Diese Vergangenheit ist nicht ewig her! Die Zukunft könnte eher eintreten, als uns lieb ist!

Kürzlich hatten mein Mann und ich die große Ehre, Jürgen persönlich kennenzulernen:

Ein Mann, der zu seinem Wort steht, einer, der mit seinen Ansichten nicht „hinter dem Berg hält“, einer, der andere Menschen sofort im positiven Sinne für sich einzunehmen vermag. Wer denkt, dass Intellekt verschroben wirken muss, der irrt! Damit ich jetzt nicht zu emotional werde und mich Jürgen noch freundschaftlich digital zwicken muss, empfehle ich Euch gern noch eine unglaublich gelungene Geschichte aus seiner Feder, zer-reißend, fühlend, aufwühlend:

https://theaterjmb.jimdo.com/2017/04/27/der-vogel/

Auszug:

„Der Vogel saß im Käfig. Ab und zu hob jemand das schwere Tuch. Und er sah die weite Welt, den Horizont, Berge und Täler. Und er hub an zu singen. Doch nach den ersten Tönen warf man das Tuch wieder über den Käfig. Und dieses zermürbende Spiel wiederholte und wiederholte sich. Woche für Woche. Es entstand im Käfig, unter demselben Himmel, in derselben Luft, eine andere Welt. Und diese war nicht seine.“

Für meine neuen Leser:

Wenn man diesen Links folge, erfährt man einiges über den inszenierenden, spielenden, lehrenden, schreibenden und sogar singenden

Jürgen Brandtner:

https://sckling.wordpress.com/2016/02/04/darf-ich-vorstellen-vi-teil-i-juergen-m-brandtner/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/05/darf-ich-vorstellen-vi-teil-ii-juergen-m-brandtner/

Dieser Beitrag ist dem Projekt „Gegen das Vergessen“ gewidmet. Das Projekt leitete ich nach Anregung Jürgen Brandtners auf WordPress ein. Auch auf Facebook gibt es eine Gruppe mit inzwischen über 250 Mitgliedern.

Portfolio – Bitte nicht vergessen …das „Gegen das Vergessen“:

https://sckling.wordpress.com/portfolio/gegen-das-vergessen/

Endlich


habe ich die wieder die große Freude, ein Gedicht meines Lieblingslyrikers der aktuellen Zeit, Jürgen Brandtner, vorzustellen.

Es wird nun jeden Monat einen Beitrag mit Lyrik oder Getextem, mit Theater und „brandigem Brandtner“ geben, worüber ich mich sehr freue.

Jürgen M. Brandtner (c)

Jürgen M. Brandtner (c)

Ich hatte Jürgen M. Brandtner bereits auf meinem Blog vorgestellt. Für meine neuen LeserInnen und BesucherInnen hier die Links:

https://sckling.wordpress.com/2016/02/04/darf-ich-vorstellen-vi-teil-i-juergen-m-brandtner/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/05/darf-ich-vorstellen-vi-teil-ii-juergen-m-brandtner/

Hier entlang geht es zu seiner Webseite, auf welcher es sich lohnt zu stöbern:

https://theaterjmb.jimdo.com/%C3%BCber-mich/

Über Jürgen habe ich u.a. geschrieben:

„Wer im Raum Stuttgart zu Hause ist, dem dürfte es nicht schwer fallen, die Vorstellungen im Theater  zu besuchen und diesem  Mann mit der umwerfenden Aura persönlich zu begegnen.
Jürgen ist nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch – wie „Du und ich“ – ganz einfach und bodenständig.“

ja_rgen_m-_brandtner

ER war es, der mich mit seinem Engagement dazu animierte, hier und auf Facebook das Projekt „GEGEN DAS VERGESSEN“ zu beginnen, manch einer von Euch kann sich sicher noch daran erinnern.

„1. Gegen das Vergessen
Jürgen M. Brandtner sieht das Vergessen nicht ein. Ist es für uns schon so viel Vergangenheit, dass wir blind und taub gegenüber dieser Zeit geworden sind? Was ist es? Ist es unsere Eitelkeit der Wohlstandsgesellschaft, unsere Seelenkälte, die ewig kränkelnde deutsche Empathie? Ist es der Überfluss, der uns vergesslich und so verloren kümmerlich macht?

Er gehört zu denen, die es nicht leid werden, die (Ver)Alterung der Geschichte zu verhindern – bis zum letzten Atemzug.“

Ich bin glücklich, einen solchen Menschen und Künstler kennengelernt zu haben. Vielleicht gibt es in naher Zukunft eine gemeinsame szenisch-musikalische Lesung. Spannend ist sie, diese Zeit.

Ich wünsche Euch ein wunderschöne Restwoche und für uns alle Frieden, der bekanntlich bei sich selbst, in den eigenen Räumen, stets im Kleinen beginnt.

Eure Sylvia Kling

Die Ballade vom unvergessenen Tag


Die Ballade vom unvergessenen Tag

Kürzlich traf ich
in der MittagsHitze
auf einen kleinen Alten,
zwei fremde Augen,
wie blaue Blitze,
die in meinen Alltag
prallten.

Unter tiefen Narben
kaum zu erkennen,
ein schmalgeformter Mund,
ein kurzer Blick,
ein leises Brennen,
auf gelittenem Untergrund.

Er las in der Zeitung,
einer Regionalen
und schüttelte
das weiße Haar,
„Die werden noch bitter
bezahlen,
das ist doch sonnenklar!“

Ich stand in der Nähe,
beschäftigt mich zeigte,
schielte neugierig
zu dem Alten,
müde er den Kopf
nur neigte,
es trafen sich
zehn Mal zehn Falten.

„Junge Frau, was meinen
Sie dazu,
vielleicht können Sie
es mir sagen,
brauchen Sie eine
zirkusbunte Kuh,
für ein bisschen
Milch im Magen?

Wie schätzen sie
das Leben ein,
muss Großes immer
größer werden,
brauchen sie stets
den teuren Wein,
wie diese gepflegten
Derben?

Sie quatschen und
lamentieren,
sind alle
aus gutem Stall,
doch verblöden sie
in ihrem Gieren,
schlappe Hirne
essen gern prall

Die sollten erstmal
barfuß laufen,
Gott segne ihr
Gemüt
und solange
klares Wasser saufen,
bis das erkaltete
Herz wieder
glüht

Ach, junge Frau,
verzeihen sie mir,“
sprach er weiter,
vor Aufregung matt,
„das Schweigen ist
heut eine Zier,
vorallem im Trocknen
und satt.“

Er lachte bitter
und leise,
„Ich bin nicht mehr
lange hier,
ich geh bald auf
erlösende Reise,
der Tod hat mich schon
im Visier.

Da treff ich wieder
die Eltern
als Sohn,
die Geschwister,
zu jung gestorben –
unter der Hitlernation,
die auch Lebende
bis heut verdorben.

Da dreht sich auf
dieser Welt
das Kriegsrad unentwegt,
glauben Sie mir,
die Seele des
Menschen fällt,
bevor die Erde
sich nicht mehr regt.“

Ich grüßte
den Alten und ich lief,
mein Herz stand schon
in Flammen,
ich vertrug ihn
nicht mehr, den Mief,
trage nun
meine Worte zusammen.

Was soll ich euch
denn noch erzählen,
pazifistisch
menschenerschöpft,
ich beginne mich
zu schälen
hab das elende
Schweigen geköpft.

©Sylvia Kling

sk_initialien_1

 

Zum Projekt „GEGEN DAS VERGESSEN“ – hier das Portfolio dazu:

https://sckling.wordpress.com/portfolio/gegen-das-vergessen/

Bitte weiterlesen!

Gestern waren Wahlen in MVP. Das Wahlergebnis war zwar zu erwarten, hat dann uns, als Gegner der AfD, doch zutiefst erschüttert.
Meine Meinung dazu:

Sie werden sich von selbst auflösen. Sie sind sich nicht einig, haben kein politisch tragfähiges Konzept.
Man sollte aufmerksam sein und sich vor diesem gesellschaftlichen Phantom nicht verschließen.
Es ist Teil unserer Gesellschaft und bedarf auch unserer Beachtung.
Aber wir dürfen davor keine Angst bekommen und in Panik oder Hysterie verfallen. Primär sollten wir mit Argumenten und sachkundigen Meinungen der AfD und ihren Anhängern den Boden entziehen. Das setzt in uns eine solide, moralische und politische Bildung voraus.

Ich möchte meinen Lesern und Besuchern hier dringend einen Ausschnitt aus dem Artikel in der Telepolis – von Florian Rötzer empfehlen. Ich gebe den gesamten Artikel unter dem Auszug als Leseempfehlung weiter:

„Abzusehen ist, dass die AfD bald in sich zusammenbrechen und sich als
Phantom erweisen wird, das eine Zeitlang die anderen Parteien vor sich
hertreiben konnte, die sich um „die Mitte“ drängelten, also auch um den
Erhalt des Bestehenden. Deprimierend ist, dass es offenbar in Deutschland
wie in vielen anderen Ländern als Alternative nur diese kreischende
Erhaltungsstimmung gibt, die Veränderung als solche fürchtet und Mauern,
Grenzen und Zurück zur Nation ersehnt, selbst im Einwanderungsland USA.
Fortschritt ist derzeit bestenfalls noch technischer Fortschritt, der das
Heil bringen soll, alles andere ist desavouiert. Höchste Zeit, den
sozialen, machbaren, aber postsozialistischen Fortschritt wieder zu
erfinden.“

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49326/1.html
Das Beitragsbild wurde mir von Doreen K. aus Rostock zur Verfügung gestellt – vielen herzlichen Dank. Bitte das Foto nicht kopieren und weiterverwenden.

Weitere Hinweise zum Urheberrecht:

Dieser Beitrag darf rebloggt und im Rahmen des Projektes verteilt werden. Das Prosagedicht darf nicht an anderen Stellen ohne meine Einwilligung ohne Angabe des Urhebers verwendet oder zitiert werden.

„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ – GEGEN DAS VERGESSEN


Gegen das Vergessen – Teil IX
 
Bitte nehmt diesen, zu dem unten eingefügten Link, Klick zu Anne-Marits Homepage bzw. ihren Beitrag in Kauf.
Ich finde in Anbetracht der kürzlich stattgefundenen Wahlen in Österreich und den weiteren Ereignissen in Deutschland nicht, dass wir uns eine Resistenz leisten können und dürfen!
Eine gewisse Politik(er)müdigkeit ist für mich durchaus nachvollziehbar. An manchen Tagen scheint es mir, als habe ich keine Kraft mehr. Es ist wichtig, dass wir uns Nischen suchen, in denen wir uns erholen können, um Kraft zu sammeln und für den Alltag und die Wirrnisse gerüstet zu sein. Es ist wichtig, dass wir auch die vielen angenehmen Seiten des Lebens genießen und diese thematisieren. Doch es ist auch wichtig, nicht zu vergessen, dass wir diese angenehmen Seiten gern behalten möchten!
Anne-Marit schrieb mir dazu:
„Wir haben keine politischen Vorbilder mehr, niemanden, mit dem man sich identifizieren kann. Und da man sieht, dass sie alle nur ihr eigenes Süppchen kochen, droht man abzustumpfen.“
Doch abstumpfen bedeutet, nichts mehr wahrzunehmen und unempfindlich zu werden. Wer möchte unseren Kindern und Enkelkindern solch ein Erbe übergeben?
 
Zur Person:
Anne-Marit Strandborg wurde 1964 in Rostock geboren. Dort ist sie aufgewachsen und hat ihr Leben verbracht, bis es sie 2001 der Liebe wegen an die Nordsee verschlagen hat.
Anne-Marit Strandborg - Gestaltung: Joseph Dahlhaus-Erichsen, Gründer der Gruppe: "Fremdenhass - Nein Danke" auf Facebook

Anne-Marit Strandborg – Gestaltung: Joseph Dahlhaus-Erichsen, Gründer der Gruppe: „Fremdenhass – Nein Danke“ auf Facebook

 
Anne-Marit ist eine geborene Leseratte, die Bücher über alles liebt. Während sie früher die Bücher aus der Bibliothek leihen und sie dann oftmals mit der Taschenlampe unter der Decke zu Ende lesen musste, um keine Strafe zahlen zu müssen, kann sie sich ihre Schätze heute ins Haus holen. In ihrem Blog „Annes Lesetagebuch“ stellt sie Bücher vor, die ihr ans Herz gewachsen sind.
 
Einen besonderen Platz bekommen jetzt aber auch „Bücher gegen das Vergessen“. Die liegen Anne-Marit besonders am Herzen, obwohl das ein sehr schweres Thema ist. Aber gerade heute ist es wieder so wichtig, an das zu erinnern, was nie mehr passieren darf.
(Quelle: Anne-Marit Strandborg)

 

“GEGEN DAS VERGESSEN”

wird von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen,
wenn es um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen” (Zitat: Jürgen M. Brandtner).
Ich möchte nun alle nicht vergessenden Künstler, Kreative und Blogger bitten, sich mit dieser Überschrift an dem Projekt zu beteiligen!  Eine Verlinkung in den entsprechenden Beiträgen zu denen anderer Künstler/Teilnehmer würde ich für sinnvoll erachten.
Vielen herzlichen Dank!
Sylvia Kling

Eigene Beiträge:

https://sckling.wordpress.com/2016/02/09/egal/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/11/als-die-alte-erzaehlte-ballade-gegen-das-vergessen/

https://sckling.wordpress.com/2016/04/12/verzweiflung-gegen-das-vergessen/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/16/untroestlich/

Weitere Teilnehmer_innen und Beiträge:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/
https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/19/70-jahre-frieden-zu-lang-fuer-die-deutschen/ – Ein Beitrag von Martin Schauerte (kein Blogger – daher steht sein Beitrag auf meiner Seite)

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/05/15/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Auch weiterhin können Beiträge eingereicht werden – ich freue mich über Eure Beteiligung!

Ein Mensch, wie stolz das klingt


GEGEN DAS VERGESSEN – Teil VIII – Eine außergewöhnliche Geschichte

Ein Mensch, wie stolz das klingt… (1999/2003) – von Peter Petereit –

Droben auf seiner Wolke saß unser aller Schöpfer, ließ seine Beine baumeln und besah sich, teils gelangweilt, teils grübelnd, das Treiben auf jenem Planeten, den einige seiner Bewohner später Erde nennen sollten. Die Sache mit den Sauriern war ihm gründlich aus dem Ruder gelaufen. Gar zu ungeschlacht waren die im Laufe der Jahrmillionen geraten, reinste Freß- Sauf- und Kackmaschinen. Es stank geradezu zum Himmel.

„Naja, und ein bißchen Ästhet darf man wohl auch als Schöpfer sein,“ ging ihm wohl durch den Kopf. Und mit einem Fingerschnips war die Sache bereinigt. Zugegeben, der Rex fehlte ihm irgendwie ….

Höchste Zeit also, neue Experimente zu wagen, einem anderen der Wesen dort unten einen Stups zu geben und bei Gelegenheit mal nachzuschauen, worauf die Sache hinausläuft. Nur, wem? Er grübelte und sann, und die Jahre gingen ins Land.

… Bis jene Zeit kam, als die Wipfel der Baumriesen auch von haarigen Geschöpfen bewohnt wurden, ewig lärmenden, zänkischen Wesen, die sich zumeist von den Gaben Floras ernährten, aber auch Artgenossen nicht verschmähten, wenn sich Gelegenheit bot. Den Erdboden mieden sie, so es nur ging, diesen Tummelplatz anderer kurioser Einfälle des Schöpfers wie Säbelzahntiger oder Höhlenbär. Wild ging’s daher, wie es sich für eine ordentliche Nahrungskette gehört.

Und es begab sich, daß eines jener haarigen Geschöpfe vom Baume stieg, Adam geheißen, um von einem mickrigen Bäumchen im Unterholz eine Kostbarkeit zu ergattern. Einen Apfel. Wurmstichig und nur wenig angefault, aber noch rotbäckig, kurzum, zu jener Zeit das probateste Mittel, das andere Geschlecht zu ködern, damit abzulenken und die Schlemmerin von hinten zu bespringen. Danach, nur danach stand sein Sinn in jener schicksalhaften Stunde, und auf allen Vieren wieselte er hechelnd auf das lustverheißende Ziel zu. Auge in Auge standen sie sich da plötzlich gegenüber, unser Ur…ahn und ein ziemlich langzähniges Exemplar der Katzenfamilie.

Ohrenbetäubend kreischend und halb besinnungslos vor Angst, nahm Adam Reißaus, brach durch’s Gestrüpp, den Tiger dicht auf den Fersen. Endlich, der langersehnte Kletterbaum, und mit dem Geschick des hoffnungslos Verzweifelten sprang Adam nach einem Ast in ziemlicher Höhe. Es gab einen trockenen Knacks. Nicht sehr laut. Und vom Fauchen der Katze beinahe übertönt, die sich, ihrer Beute sicher, zum Sprunge duckte …

… und gerade dieser Knacks schreckte den Schöpfer aus seiner Lethargie. Schmunzelnd rieb er sich die Hände. Da war sie endlich, die Gelegenheit. Und spontan beschloß er, zu Gunsten jenes putzigen Wesens in die Nahrungskette einzugreifen…

… welches mit blöd – ergebener Miene da saß, den abgebrochenen Ast in seiner haarigen Faust anstarrte und eigentlich zu keiner Regung mehr fähig war. Doch, wie von Zauberhand gelenkt, erhob sich nun dessen Arm und ließ das dicke Ende des Knüppels vehement zwischen die erwartungsvoll aufgerissenen Augen des anspringenden Räubers sausen. Und, wie ein nasser Sack ging der zu Boden.

Und dann erhob sich Adam, kratzte sich den pelzigen Hintern, unstet noch irrte sein Blick zwischen Baum, Tiger und Knüppel umher. Lauf oder Drauf, so stand die Frage, denn der Gestreifte begann sich bedrohlich zu regen… Da besann sich Adam des knorrigen Etwas zwischen seinen Fingern, und als wäre es die Erleuchtung, überzog ein Grinsen sein Gesicht. Weit ausholend, den Ast nun mit beiden Händen führend, schlug er zu. Und wenig später war er der Erste seiner Spezies, der seine Zähne genüßlich in das noch warme Fleisch eines Säbelzahnigen schlug, der nicht an Altersschwäche krepiert war …

Alsdann, die Überreste der Zufallsbeute geschultert, den Knüppel in der freien Hand, schwankend ob seines vollen Wanstes aber aufrecht, begab sich Adam auf den Weg zu seinen Artgenossen. Seiner angesichtig, stiegen die denn auch aus dem Laube und umkreisten ihn, weniger um dem Helden zu huldigen, denn nach seinen Mitbringseln gierend. Ein haariger Riese mit gewaltigem Muskelspiel, in der Hackordnung Lichtjahre vor Adam, riß ihm auch alsbald das blutige Bündel von der Schulter. Adam grinste nur mitleidig. Und ließ dann den Knüppel sprechen …

… und der Schöpfer lachte herzhaft. Ein gelehrig Ding, schau an! Vielversprechend. Und, Zeit für ein Nickerchen nach all der Mühe. Wir werden später nach dem Rechten schauen …

… und siehe, fürderhin war Adam der Boß. Klein und mickrig, aber mit Knüppel. Dieser wurde nun mit allerlei Zierat geschmückt und in ein Beutelchen aus Tigerfell verpackt … Und Adam? Der soff, fraß und zeugte nach Leibeskräften. Vergessen war das Äpfelchen. Und, man glaubt es kaum, durch einen Knacks wurde er zum ersten lebenden Gott seiner Art …

Bei aller Völlerei entging ihm anfangs, daß sich, so nach und nach, immer mehr seiner Artgenossen in den Feinheiten des Totschlags mit „anderen Mitteln“ übten. Der Begriff „Konkurrenz“ kam in Mode, in der damaligen Sprache freilich für den heutigen Menschen unverständlich. Das Hauen und Stechen um die fettesten Pfründe untereinander raffte die Horde allmählich dahin. Zwar bewegte sich, ob seines nun stattlichen Wanstes, Adams Drang nach körperlicher Aktivität, dem absoluten Nullpunkt entgegen, doch die Erleuchtung wirkte nach: Er versammelte sein Restvolk und sprach zu ihm: „Nun sehet nur, was da so um uns kreucht und fleucht. Es sei euch untertan und (mir) von Nutzen. Knüppel aus dem Sack!“ Vielleicht, doch das ist nicht so genau überliefert, wählte Adam auch andere Worte. Sicher aber ist, daß alsbald seine Gefolgschaft gegen alles und jeden, was sich fressen oder anderweitig gebrauchen ließ, zu Felde zog.

Der denkende Mensch war nun erschaffen und hinterläßt immer bleibendere Spuren auf dem Planeten Erde …

… bis zum heutigen Tag, und die konkurrierende Lebensform Mensch wird, sorgfältig gezählt wie Geld mal weniger, meist mehr. Krieg und Nachkrieg. Immer mal wieder. Den Schöpfer betreffend, gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen hockt er noch immer auf seiner Wolke und hält sein Mittagsschläfchen, zum anderen ist er der Sache mit der Erde längst leid und werkelt auf einem anderen Planeten. Um dort seine Sache besser zu machen.

©Peter Petereit

nix (piqs.de ID: a10e6f731c8e4333178dabb91cffcdff)

nix (piqs.de ID: a10e6f731c8e4333178dabb91cffcdff)

Peter Petereit, geb. 1956, lebt in Güstrow. In Vorbereitung zu diesem Beitrag hatte ich die Ehre, seine „literarischen Versuche“ lesen zu dürfen. Von Gedichten über Geschichten, unverschnörkelt oder mit WortOrnamenten verziert – es war eine Wohltat für meine Augen. Ich bitte Euch herzlich, weiterzulesen.

Zur Person (teilweise zitiert):

Ich bin ein in Sachsen-Anhalt geborener Thüringer Mischling aus Katholizismus (Ostpreußen) und Evangelismus (Thüringen), folgerichtig strikt atheistisch, liebevoll, mit vier Gefährten und von hunderten Büchern umgeben aufgewachsen, den Beruf und Liebe einst ins plattdeutsche Flachland verschlug.

Lesen konnte ich mit Fünf, Schreiben zur Einschulung, Sütterlin noch vor Russisch, Englisch und Französisch. Ein paar tausend Bücher hab ich wohl in meinem Leben gelesen und bin immer noch fleißig dabei.

Ich wollte mit Macht vom Tellerwäscher zum Millionär werden und hab nacheinander eine Baufirma und zwei Ingenieurbüros in den Ostseesand gesetzt. Hätte nicht sein müssen. Wäre ich skrupellos geworden. Das ging nicht.

Peter Petereit orientiert sich an Hemingway. Dennoch zieht er Hemmingways Konsequenz nicht in Betracht, hingegen will er seine Schreibleidenschaft wieder aufleben lassen.

Vielleicht fragt Ihr Euch, warum ich über ihn schreibe? Nun, ich weiß es und doch nicht. Etwas verwirrend ist für mich, da ich die Klarheit – gepaart mit Individualismus – mag und mich selbst als „realistische Idealistin“ bezeichne, seine hintergründige Kondensierung von Gedanken. Peters Schreibstil zumindest ist das, was mich reizt. So habe ich mich entschlossen, hin und wieder in Form von Gastbeiträgen Gedichte und Geschichten von ihm zu veröffentlichen.

Peter Petereit - Quelle: Facebook-Profil

Peter Petereit – Quelle: Facebook-Profil

Da ist „Eltern. Haus. 2“, was mich fesselt. Er schreibt über sich, über Erinnerungen, über das Sein – auf seltsame Weise instrinsischen Geschriebenen. Ist es das? Oder ist es die Verwundbarkeit, die aus seinen Zeilen spricht – die Verwundbarkeit eines einst Gescheiterten, wieder Aufgestandenen oder gar die profunde Ambivalenz in seinen Geschichten.

Ein engagierter, ehemaliger NVA-Offizier (ich ließ es bewusst aus meiner obigen Beschreibung heraus, um es nun doch zu erwähnen), der sich gegen Krieg und Rassismus wendet. Ein Kind, welches aus der Friedenswärme der Nachkriegszeit entstand.

Bei Peter Petereit sollte man schon genau hinlesen – sonst versäumt man das Wesentliche ;-).

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit und wünsche meinen Lesern und Besuchern noch einen schönen Tag.

Eure Sylvia Kling

Weitere Teilnehmer_innen und Beiträge:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/

https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/19/70-jahre-frieden-zu-lang-fuer-die-deutschen/ – Ein Beitrag von Martin Schauerte (kein Blogger – daher steht sein Beitrag auf meiner Seite)

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/05/15/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

Zum Foto:

http://piqs.de/fotos/185574.html

Creative Commons License

Fotograf: josef-t-rezaie
Titel: Schöpfer

„Verzweiflung“ – Gegen das Vergessen


GEGEN DAS VERGESSEN – TEIL VII –

Verzweiflung

Mein Atem haucht
inmitten meiner Heimat
über finstere Chöre,
nicht der Wind
über sie fegt,
die schweren Lippen störe

Über dem Land
bricht das Licht,
ein Lächeln glimmt
in meiner Hand,
über dem trostleeren
MenschenGesicht
entfacht es keinen Brand

Unendliche Worte
in Überschwang
demokratisch gesprochen,
in meiner Hand das Lächeln
stirbt,
mein Atem scheint gebrochen.

©Sylvia Kling

Uwe Richter, g. U.

Uwe Richter, g. U.

Foto: ©Uwe Richter/http://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/

 

Weitere Informationen zum Projekt findet Ihr hier:

https://sckling.wordpress.com/portfolio/gegen-das-vergessen/

Es ist auf Grund der aktuellen politischen Entwicklung in unserem Land und Europa unsere Aufgabe, sich gegen den Nationalsozialismus zu stellen! Wenn auch mein obiges Gedicht eine gewisse Traurigkeit offenbart, einen Ausdruck von Resignation: Es ist lediglich eine lyrische Momentaufnahme meines Empfindens. Jeder Mensch hat Augenblicke, in denen er sich schwach und hilflos fühlt. Auch das gehört zu unserem SEIN. Für mich ist es nach wie vor eine Möglichkeit, diese Situationen zum Anlass zu nehmen, mit ihnen zu „arbeiten“. Denn in jenem Moment, in welchem sich diese Gedanken den Weg nach Außen suchen, haben wir uns ihnen gestellt.

Auch weiterhin freue ich mich über Beiträge. Damit ich sie auch als solche erkenne, bitte ich darum, mich zu informieren. Eine automatische Informationen bekomme ich, wenn Ihr die folgende Liste der bisherigen Beiträge unter Euren Beitrag setzt.

Eure Sylvia Kling

Weitere Teilnehmer_innen und Beiträge:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/

https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/19/70-jahre-frieden-zu-lang-fuer-die-deutschen/ – Ein Beitrag von Martin Schauerte (kein Blogger – daher steht sein Beitrag auf meiner Seite)

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

 

Zum Foto:

Lizenz: Creative Commons License

http://piqs.de/fotos/153289.html

Fotograf: David Shankbone
Titel: Tough Times Tough Shit: The Republican philosophy

„Deine Welt“ – GEGEN DAS VERGESSEN


GEGEN DAS VERGESSEN – TEIL VI – ein Beitrag von Rainer Woltmann

Deine Welt

Du bist in eine Welt geboren,
Eine Welt aus offenen Toren,
Solltest froh sein, statt zu klagen,
sie durchschreiten, denn sie zuzuschlagen.

Willst nicht teilen, sondern siegen,
die Welt Dir so zurecht verbiegen,
dass das Fremde in der Stadt
darin keinen Platz mehr hat.

Du legst Feuer in den Häusern,
in denen Menschen sich nicht äussern,
Rechtfertigst Dein Verbrechen,
weil sie nicht Deine Sprache sprechen.

Du jagst Menschen hinterher,
machst das Leben ihnen schwer,
Meinst, Du darfst sie schlagen, treten,
weil sie einen anderen Gott anbeten.

Doch bist Du nur ein kleines Licht,
die Welt um Dich verstehst Du nicht,
denn zu Liebe und zu Herzlichkeit,
bist Du bei Weitem nicht bereit.

©Rainer Woltmann

Rainer Woltmann, geb. 4.5.1967, wohnhaft in Gießen an der Lahn – Moderator und Gründer der Gruppe: „GEGEN DAS VERGESSEN – Kein 4. Reich“ auf Facebook.

Ein kleines, unschuldiges und hilfloses Blümchen wird von einem Schuh zertreten. Dies soll eine kritische Anspielung auf rechte politiksche Orientierung sein. (piqs.de ID: 738e77a518e345fb95957d5b7571b8b8)

Ein kleines, unschuldiges und hilfloses Blümchen wird von einem Schuh zertreten. Dies soll eine kritische Anspielung auf rechte politiksche Orientierung sein. (piqs.de ID: 738e77a518e345fb95957d5b7571b8b8)

Weitere Teilnehmer_innen:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/

https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

Zum Foto:

Creative Commons License

http://piqs.de/fotos/126153.html

Fotograf: Lisa Spreckelmeyer
Titel: Keine Chance