© Gedichte Rudi Riemann – Bunt erzählt 25 # – Lasst uns helfen. Bitte rebloggen oder teilen – danke


«Der vergessene Schlitten»

Auf dunk´lem Speicher steht versteckt,
mein alter Schlitten staubbedeckt.
Von Spinnenweben grau umwoben,
so steht vergessen er dort oben.

(Auszug aus dem Gedicht
© Rudi Rieman – Bunt erzählt)

«Es gab in diesem Pflegeheim nur eine Schwester, die ihn verstand.
In unendlich langen Gesprächen musste sie ihm die Gedichte Wort für Wort entlocken.
Er war ein großes Vorbild für viele Menschen – wegen seiner fröhlichen Art und vor allem oder gerade wegen der Texte.»

Luke Elljot schreibt weiter:

«Mit Hilfe dieser Gedichte will ich nun der Lebenshilfe in Stadthagen – Schaumburg Lippe – und damit behinderten Menschen helfen.
Dort habe ich hochseriöse Kontakte, unter anderem zu einen Notar.
Ich selber hatte ja nun viel Glück mit meinem Schlaganfall und will etwas davon weitergeben.»

Bitte seid so lieb und lest den Beitrag von Luke, der mich wieder sehr berührt hat. Es ist überhaupt ein sehr lesenswerter und inspirierender Blog.
Wer von Euch hat Ideen zu seinem Anliegen, wer kann weiterhelfen?

Die Gedichte von Rudi Riemann sind wirklich zauberhaft. Auch finde ich die Metrik einfach wunderbar und gekonnt.

Ich danke Euch von Herzen für Eure Aufmerksamkeit und das Interesse.

Eure Sylvia Kling

GEDANKENKRAFTBLOG - manche Geschichte, wissenswertes und hoffentlich hilfreiches

In dieser Serie gibt es jetzt jedes mal zuerst diesen oder einen ähnlichen Text! Am Ende immer ein Gedicht.

Hallo ihr Lieben!

Mein Onkel Rudi ist schon lange Tod. Er war ein schwerst behinderter Heimatdichter. Er wurde nicht sehr bekannt. Es war halt noch eine andere Zeit.

Die Sprache und das Versmaß sind aus den 50ern. Ich finde es sehr bezaubernd.

Immer wieder wünschte er sich mit seinem alten Rollstuhl hinausgeschoben zu werden. Dort stand er Stundenlang und genoß was er sah!

Er ist, und wird es immer sein. Mein Vorbild!

In jungen Jahren verdiente er sein Geld als Kirchenmaler. Konnte sehr gut zeichnen und kam im damaligen Deutschland ziemlich herum.

Eine Verletzung am Fuß, die ihm, so vermuten wir , eine schwere Sepsis und eine Schwerstbehinderung einbrachte, beendete sein normales Leben. Die Medizin damals, war eben noch nicht so weit.

Er konnte sich danach kaum mehr bewegen und…

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Sie hatte, sie war und – sie ist


 

Das Gebet der Bettlerin
(Sie hatte, sie war und – sie ist)

Ich hatte ein gutes Leben,
es war wie eures so normal,
mit täglich Arbeit und Streben,
ging zum Tanz und Karneval.

Ich hatte ein Haus aus Ziegeln,
vier Zimmer, einfach – und schön,
auf dem Boden konnten sich spiegeln
heimatliche Berge der Rhön.

Ich hatte Freunde und Gäste,
und kochte wie jede Frau
für große und kleine Feste,
hatte mehr als nur Knowhow.

Ja, schön war ich sogar,
glanzäugig und attraktiv,
mit manch modischem Accessoire
trank ich in Bars Aperitif.

Nur Kinder hatte ich keine,
das Schicksal mirs nicht gewährte,
blieb mit dem Gatten alleine,
ein Hund war uns treuer Gefährte.

Ich komme von dort, wo ihr noch seid,
war weder faul noch asozial,
kannte nicht Mangel oder Neid,
mein Leben fand ich ideal.

Nun hör ich euch hinter mir raunen:
«Die kauft sich nur Alkohol.»
Ja, ich kaufe mir Braunen,
so wird es mir warm und wohl.
Und wenn ihr es nicht versteht,
dann geht einfach still vorbei.
Ich spreche für euch ein Gebet –
inmitten der Bettelei.

Ich hatte und hatte und hatte,
mir wars nicht vergönnt für immer,
das Schicksal, das nimmersatte,
lud ein zum Ewigkeits-Dinner.

Ich verlor Haben und Sein,
alles, was mir teuer und lieb –
mit dem ELEND zum Stelldichein,
mir nur noch Erinnerung blieb.

Jeden Morgen ich erwache,
ohne Freunde, Gatte und Hund,
sehe aus wie ein zahnloser Drache
und bin mehr als ungesund.

So streune ich durch die Straße
mit meinem letzten Hut,
bitte um Gaben nicht zum Spaße.
Meint ihr, ich sei dissolut?

Zum Abend such ich ein ObDach,
um die Nacht zu überstehen,
bleibe oft in der Kälte wach,
will den Tagesanbruch sehen.

An fremden Leibern mich reibe,
in alten Decken auf der Erde,
egal, ob Männlein, Weibe,
nur dass es warm mir werde.

Nun hör ich euch hinter mir raunen:
«Die kauft sich nur Alkohol.»
Ja, ich kaufe mir Braunen,
so wird es mir warm und wohl.
Und wenn ihr es nicht versteht,
dann geht einfach still vorbei.
Ich spreche für euch ein Gebet –
inmitten der Bettelei.

©Sylvia Kling

Dieser Text wird in einem Song Verwendung finden.

 

© Eva Maria Horstick, Künstlerin aus Dortmund – das Foto unterliegt dem Urheberrecht und darf nicht kopiert werden! Eva Maria ist eine sehr engagierte Künstlerin, die mich immer wieder mit ihren Fotografien und Arbeiten zu begeistern vermag. Auch sie ist stets «nah am Menschen». Die Homepage der Künstlerin findet Ihr hier: http://www.photoarchitektur.de/

 

Nicht selten werden Bettler auf der Straße angepöbelt. Es wird die Nase gerümpft.

Nicht selten erlebe ich, wie eben diese Menschen ihren Kaufmarathon beschwingt weiter führen – in der Weihnachtszeit und Zeit der Kälte besonders zu beobachten.
Darüber steht mir keineswegs ein Urteil zu. Ich bin keine Richterin.
Ein bitterer Beigeschmack bleibt mir dennoch.

«Ich würde ihm ja was geben. Aber der kauft sich sowieso nur Alkohol – ich kenne ihn!», sagte kürzlich eine Frau vor dem «REWE» in Meißen zu mir.
«Ja, das stimmt – ich kenne ihn nicht, aber sehe ihn hin und wieder. Und er hält dieses Leben ohne diesen eben nicht mehr aus. Verständlich, oder nicht?» Die Frau sah mich mit großen Augen an, nickte und meinte: «Darüber muss ich nachdenken.» Mein Gott! Sie wollte darüber nachdenken! Ich bin glücklich über solche Menschen, die darüber nachdenken und ich meine das nicht im Geringsten sarkastisch.

Kürzlich wurde ein Bettler auf der Straße von einer Mitarbeiterin des Amtes beim Betteln gesichtet und ihm wurden die Leistungen gekürzt. Man kann das drehen und wenden, wie man will:
Nach meiner Auffassung ist es entwürdigend: die Hartz IV-Gesetze und das Betteln in unserem reichen Land.

Die Zahl von Armut betroffener Frauen steigt.

Ich sehe es als einen weiteren Grund, sich endlich mal mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Zunächst rede ich dabei nicht einmal von der Verantwortung der PolitikerInnen (das würde endlos werden), sondern um Mitmenschlichkeit, Empathie, um HerzensBildung!
Selbst Freunde auf meiner Freundesliste auf Facebook setzten unter den Artikel der Zeitung, die darüber berichtete, Kommentare, die ich ihnen nicht zugetraut hätte. Freunde, die jede Woche in die Kirche gehen und wissen müssten, was das Wort «Nächstenliebe» bedeutet.

Ich bitte Euch, denkt darüber nach. Denkt. Empfindet. Urteilt nicht.

Ich wünsche meinen Freunden, Lesern, Besuchern und meinem lieben Freund Holger einen guten Wochenstart.

Eure Sylvia Kling

Zu den Fakten:

Über acht Millionen Menschen bewegen sich in Deutschland – trotz Wirtschaftsaufschwung – am Existenzminimum.
Ca. jeder zehnte Einwohner hängt am Tropf einer Sozialleistung, die nicht mehr als die minimalen Lebensbedürfnisse deckt.
Eine große Zahl von Menschen schafft es auch in guten Zeiten nicht, aus der Armut herauszufinden.

Für Sozialforscher geht der «Armutsbegriff» noch weiter. Für sie gilt jeder als armutsbedroht, dem weniger als 60 Prozent
des mittleren Einkommens zur Verfügung steht.

Wie der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen mitteilt, sind immer mehr Frauen in Hessen und Thüringen von Altersarmut
betroffen. «Pflege von Kindern und Angehörigen, Minijobs und Arbeit im Niedriglohnsektor – es gibt viele Gründe, warum Frauen besonders im Alter betroffen sind.» (KarinWagner, VdK).

 

Brauchst du mich?


Zeichnung: Vanessa Ramm
Text: Sylvia Kling

Auszug aus meinem Buch «BruchStücke» – Band I:

https://www.amazon.de/BruchSt%C3%BCcke-Sylvia-Kling/dp/3741841145/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1511440724&sr=8-1&keywords=BruchSt%C3%BCcke+Sylvia+Kling

Eine Rezension von «Ninde»:

«Was ich wirklich besitze…..die ersten Worte eines Gedichts welches mich so sehr berührt. Bruchstücke von Sylvia sind Bruchstücke, die in jedem neuen Text wieder und wieder die Bruchstücke der Gesellschaft und auch von einem selbst in Erinnerung rufen.
Wenn die Erde reißt, bleibt uns nicht viel über, vielleicht aber, dass wir Worte, Gedanken und Texte von Sylvia im Kopf und in der Seele behalten.

Zeit
du melodisch schwingende,
melancholisch stumme, vertraut…

( Ungewissheit)

Gewiss ist mir, dass deine Bruchstücke auf ewig in meinen Gedanken sind.

Danke für diese wundervollen Texte.»

Wenn ich zweifelnde Zeiten erlebe, in denen ich mich und meine Kunst hinterfrage (jeder Künstler kennt sie), so stöbere ich in den Rezensionen meiner Leser auf Amazon zu meinen Büchern. Spätestens dann fühle ich dieses Glück in mir, spreche Zweifeln keinen weiteren Bestand zu.

Kürzlich erhielt ich bereits eine Rezension zu meinem Buch „Von Morgenseelen und Eisbrecherfernen» (auf das inzwischen nicht mehr verfügbare Exemplar vom 07.11.2017 – es gibt auf Grund eines Verlagsfehlers eine neue Auflage vom 21.11.2017 mit neuer ISBN – bitte DRINGEND beachten) von Angela. Mein Tag ward sogleich schöner geworden und meine «Feuerfeder» glühte wieder. 🙂

 

Liebe Freunde, Leser, Besucher und lieber Holger,

mit diesem Gedicht wünsche ich Euch noch einen guten Wochenausklang und ein erholsames Wochenende. Der «schmuddelige» November lädt förmlich ein zu gemütlichen Stunden bei Kerzenschein, einem Glühwein (doch, können wir uns schon gönnen, oder? 😉 ) und Kuschelstunden auf dem Sofa.

Passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 

 

 

Meine Webseite:

www.sylvia-kling.de

Mein YouTube-Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UC3u09hrTq66YVKux9TFegvQ/videos

Meine Bücher:

https://sckling.wordpress.com/publizierungen/

Auf Facebook findet man mich hier:

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010657024918

Die Schuhe


 

Als Kind war vieles mühelos
manches war verschwommen, endlos schwer,
Zeit fiel sanft heraus aus meinem Schoß,
so, als ob sie unvergänglich wär.

John Lennon, den ich früh verehrte:
ER war Kämpfer und mein Ideal,
die Frau, die mich die Sprache lehrte,
war mir Trost im Leide manches Mal.

Als man John zu Tode brachte,
weinte ich, weil sie Tapf`re hassen,
ich versuchte, ungesehen, sachte,
ob die Kinderschuhe mir noch passten.

Was ich auch tat, sie waren mir zu klein,
hätten keinen Schritt mich noch getragen,
mit neuen stürzt ich über manchen Stein,
Schwätzerworte auf dem Wege lagen.

Trommeln schlug ich und blies ins Horn
benässte die abgeliebten Lippen,
begann manches Jahr einfach von vorn,
und ich zog an ausgezerrten Strippen.

Ich lispelte manch flatternde Gebete
(Gesuche an einen Regungslosen),
und die heimatliche Fahne wehte,
ich lief ja in Schuhen, riesengroßen.

Als Kind, war vieles mühelos,
milchfeiner Glaube in der Stimme lag.
Heute sind nicht nur meine Schuhe groß –
auch Zweifel, ob ich lange mich erinnern mag.

©Sylvia Kling

Der vorerst letzte Auszug aus dem Buch «Als die Amsel verstummte», welches 2018 erscheinen wird.

 

Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger,

momentan sind die Gedichte zu meinem Buch «Von Morgenseelen und Eisbrecherferne» im Lektorat. Khalid Aouga ist dabei, weitere Zeichnungen anzufertigen. So kann das Buch noch im November erscheinen.

Was erwartet Euch in meinem fünften Buch?

Gefühltes aus dem Leben, Hoffnungen und Träume, Sehnsucht nach Heimat, Atmen der Liebe, Verbindung mit der Natur, mein erstes Gedicht im Alter von 12 Jahren, Scharfgewürztes (es wird bei mir nicht fehlen) und Leichtfüßiges.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenverlauf. Erholt Euch heute gut und passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Beitragsfoto:

© Uwe Richter

Schaut doch mal auf seiner Seite vorbei:

http://minoltagrafie.wordpress.com/

 

So eine Schweinerei!


 

Es sagt sich schnell «Du dummes Schwein»,
dabei soll es so dumm nicht sein,
sogar gleichts Schwein im Intellekt
den Primaten längst – perfekt.

Wälzt sich im Schlamm, weil es reinigt,
von Parasiten gar gepeinigt,
weil das Schwein will senken nur
seine Körpertemp‘ratur.

Es weiß genau’stens um sein ICH,
sogar im Spiegel sich erkennt,
manchem Menschen bleibt – freilich,
der eigne Anblick ewig fremd.

Das Schwein, es wird beschimpft – fatal!
Dabei ists überaus sozial,
es tötet nie im eignen Stall,
kein Schwein bringt es mit Hass zu Fall.

So lasst euch heute mal belehren:
Das Schwein, es sei viel mehr zu ehren.
Und jene, die sich Menschen nennen,
solln am Schweine Vorbild kennen!

©Sylvia Kling

Für das Buch «Als die Amsel verstummte» – Veröffentlichung 2018

Aus dem Satirekabinett

Hinweise zum Urheberrecht finden sich wie immer im Impressum.

Hallo, liebe Freunde, Leser und Besucher,

mit diesem Gedicht wünsche ich Euch noch eine gute Restwoche. Der Herbst hat endgültig Einzug gehalten und die warme Kleidung wird bereitgelegt.

In dieser Woche werde ich am Sonntag 50 Jahre alt, was überhaupt keine Schweinerei ist. 😉 Ich freue mich auf diesen Geburtstag, den ich im engen Kreis mit meiner Familie verbringen werde. Vielleicht besuchen wir auch das „Panometer Dresden“. Wer es nicht kennt: Es ist ein ehemaliger Gasometer in Dresden, in dem seit 2006 verschiedene Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi ausgestellt werden.

Auch das „Grüne Gewölbe“ steht bei mir auf dem Wunschzettel.  Es gibt acht Räume der Schatzkammer von August des Starken. Es wird bewusst auf museale Beschriftungen verzichtet und lässt den Ort dadurch umso authentischer erfahrbar werden.

Damit verabschiede ich mich. Passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Wer noch mag, für den habe ich einen Auszug aus dem Live-Mitschnitt aus Leipzig:

 

 

 

 

Beitragsbild:

https://pixabay.com/de/jahrgang-edward-lear-comics-1801816/

„Ansicht“ und: Ist es interessant, berührt es? Dann ist es Kunst.


Für Lotte – als Erweiterung von „Ecken und Kanten“ – mit großer Freude:

Ansicht

Ich bin,
ich bleibe,
werde
für euch
niemals ent-icht,
ich pass nicht
in eure Herde
mit meinem
ZweifelsGesicht.

Ich bin
ich bleibe,
werde
nicht wie ihr erkaltet spröde,
ich halte mich
kantig,
bis ich sterbe,
nur rund ist
mir zu (bl)öde!

Ich bin,
ich bleibe,
werde
mit euch nicht
ins Niemandsland
gehen.
Denn wer immer
läuft mit der Herde,
wird stets nur die
Hintern sehen!

😉

Copyright Sylvia Kling

Kopieren und Weiterverwendung ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet!

Eine bemerkenswerte Dichterin ist mir begegnet: „Lotte“. Lotte veröffentlicht in dem Forum „Lyrikecke“ einige ihrer Gedichte und wird immer wieder von manchen Poeten kritisiert. Ich finde ihre Gedichte faszinierend. So bat ich um einen Kontakt zu ihr, den mir meine liebe Freundin Alex herstellte.

Bevor ich Euch einige Auszüge meiner Gedanken mitteile (obwohl vieles davon den meisten Lesern und Freunden schon bekannt ist), möchte ich Euch den Link zu Lottes Gedicht „Ecken und Kanten“ dringend empfehlen (das Kopieren ist dort ebenfalls nicht gestattet!):

https://www.lyrikecke.de/gedicht/264727


Die Frage ist nicht: Sind Gedichte technisch immer einwandfrei. Die Frage ist: Sind sie interessant? Berühren sie?

Was ich nicht möchte: immer den gleichen Reim, immer den gleichen Rhythmus – wenn sich mir nichts Neues eröffnet. So möchte ich Gedichte nicht lesen. Ich will Ecken und Kanten, möchte die Persönlichkeit des Poeten erkennen, möchte mich auch ein wenig am Gedicht reiben dürfen!

Wir können uns an der Metrik orientieren, doch ist das alles? Ich mache oft Gedichtanalysen, belese mich – aus Freude, aber auch zur Übung. Ich wende verschiedene Reimformen an, verwende als Stilmittel häuftig BinnenMajuskel. Doch niemals möchte ich mich theoretisieren lassen – so nämlich werden Gedichte „verkopft“ und das Gefühl, die Stimmung wird nicht mehr ausreichend transportiert. Der Leser verzeiht uns alle kleinen UngeREIMtheiten, nur verzeiht er uns nicht eine gestellte, aufgesetzte Poesie – eine Poesie ohne Reflexion.

Der folgende Text kann – wie meine, mir länger treuen LeserInnen wissen – nicht anders stehen von mir, als so:


Natürlich brauchen wir auch die heilsame Welt, die uns allen das Leben erträglich macht, die uns geduldig werden lässt, uns bis zum tiefsten Grunde der Verheißung führt. Ja, wir brauchen in der Lyrik auch den Idealismus. Doch es wird nach meiner Ansicht nicht so sein, dass er allein tragend ist. Auf Dauer ist es für mich nicht stimmig, wenn wir die Realität umdeuten, um uns einen Kokon zu (er)schaffen, in welchem wir uns vor den Gegebenheiten des Lebens schützen.

Das Leben ist nicht ideal. Das Leben ist bunt. Das Leben ist nicht nur schön, vor Glück triefend. Das Leben ist auch oft schmerzhaft, lässt uns viele Fragen stellen. Wir erleiden Verluste, wir trauern, wir entbehren, wir erkranken, wir verarmen und vieles mehr. Als Humanistin sehe ich immer den Menschen im Mittelpunkt – mit all seinen Stärken und Schwächen – ja, mit seinen „Ecken und Kanten“.
So sehe ich die Kunst auch. Heute noch mehr als noch vor 20 Jahren. Ich empfinde es so, dass wir als Menschen – und Künstler – auch die Verpflichtung haben, die Menschen an Wesentliches zu erinnern. Sie sollten an dieser Welt teilhaben, an diesem Sein. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in einer Zeit des Werteverlustes, in einer Zeit der emotionalen Unterkühlung.

Die Kunst ist für mich ein Weg, Dinge zu verändern und unsere Gedanken, erst recht in diesen fragilen Zeiten, selbstkritisch zu hinterfragen.
Wir brauchen das Leichte, wir brauchen auch das Schwere. Wir brauchen in der Poesie LEBEN. Und was wäre sie ohne Hoffnung?

„Lang lebe die Lyrik“ sagte Michael Krüger. Recht hat er!

In diesem Sinne, meine lieben Freunde, LeserInnen und BesucherInnen, schreibt Euch in die Herzen und in den Geist Eurer LeserInnen, nicht in die Eurer Kritiker und Neider. 😉

Habt einen guten Start in die neue Woche.

Herzlichst,

Eure Sylvia Kling

Beitragsfoto: Hans

https://pixabay.com/de/schafherde-schafe-herde-herdentier-49669/

ACHTUNG

Neue Termine zu Veranstaltungen („Poetisch-musikalische Szenen mit Zuckerbrot und Peitsche“ und „AusgeKLINGt“) sind hier zu finden:

https://sckling.wordpress.com/lesungentermine/

Facebook:

Sylvia Kling (Autorin)

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010657024918

YouTube:

https://www.youtube.com/channel/UC3u09hrTq66YVKux9TFegvQ

Instagram – hier auch mit einigen privaten Impressionen:

sylvia.kling.autorin

Fortgeträumt und Wolkenkinder – Darf ich vorstellen (VII)?


Von Liebeskummer
bis Weltenbrand,
von Trost
bis über den Tellerrand,
von Sehnsucht und Krieg
bis über Terror und Tod,
von Hoffnung, dem Hass
und dem, was uns bedroht …

(S.K. über Alexandra)

Umfassend und feinsinnig,
brennend und traurig, lebensmutig und melancholisch
schreibt sie:
Alexandra Breuer.

Folgt mir doch bitte zunächst hier, um Alexandra etwas näher kennenzulernen. Sie hat jede Aufmerksamkeit verdient, wie ich finde.

Rose im Scherbenhaufen

Wie schwer sie wiegen, deine Tränen.
Als stummes Zeugnis, Winterzeit.
Dein Blick ist traurig, stilles Flehen.
Gewitterwolken, Dunkelheit.

Du stehst im Regen, Echohall.
Sturmgepeitscht, ein Maskenspiel.
In deinen Nächten, Albtraumschall.
Wirst du erdrückt, dein Schmerzgefühl.

Verzweiflung packt dich, ausgwegslos.
Die Welt zerbricht, dein Niedergang.
Dein Herz zerrissen, Seelenschloss.
Der Schlüssel weg, kein Neuanfang.

Ich kann dich sehen, schneebedeckt.
Ich kann dich hören, wo du bist.
Ich kann dich finden, dein Versteck.
Ich kann dich halten, was auch ist.

Die Rose wächst im Scherbenhaufen.
Ich zeig es dir, nimm meine Hand.
Gemeinsam vor der Nacht weglaufen.
Find ich den Schlüssel, der dich bannt.

Die Sonne scheint im Wolkenmeer.
Auf die Nacht folgt neuer Morgen.
Licht vertreibt das Schattenheer.
Die Zeit wird lindern deine Sorgen.

Verlier dich nicht, kein Sündenpfad.
Nicht weiter durch das Feuer laufen.
Leg ab dein schweres Bußgewand.
Die Rose wächst im Scherbenhaufen.

Copyright: Alexandra Breuer.

„Das Verwenden und Weiterverarbeiten meiner Texte ist, auch Auszugsweise, nicht oder nur mit meiner Genehmigung gestattet. Eine Weiterverbreitung ist bitte mit entsprechendem Hinweis auf mich zu erfolgen. Danke!“ (Alexandra Breuer)

Wie sie sie sich selbst sieht

„Hin-und-wieder-Einsiedlerin –
Viel zu oft Dunkelwesen –
Wortspielerin –
sensibel durch die Wand Läuferin – Querkopf –
Musikvernarrte –
Wissenaufsaugerin –
Manchmal Intelligenzflüchtling – verpeilte Diskutiererin –
– Perfektionistin – Gedankenkreiselschubserin.“

Mit einer Präzision und doch mit filigraner Zeichnung erzählt sie in Wolkenkinder mit so viel Seele, dass ich sogar heute beim Walken noch über dieses Gedicht nachsann (AUSZUG):

„Die Wolkenkinder im zarten Gewand,
im wattig fragilen Körperkleid.
In weißer Haut mit weißem Tand,
und dunklem endlosen Schweif.

Vielleicht sind sie die Fortgespülten,
die, deren Weg verloren ging.
Vielleicht sind sie die Ungefühlten,
die, von denen niemand singt.“

Ich mag die blumige und zugleich die klare Sprache in Alexandras Gedichten. Gedichte als Seelenheil, als Wortwaffe, als Spiel mit den Lebenskapriolen, als Fragezeichen, Ausrufezeichen, als Hafen, auch als eine Tür, die sich öffnet, um in das eigenen Ich vorzudringen, als Ausdruck einer tiefen Freiheit der Gedanken. In ihrem Gedicht „Fortgeträumt“ zum Projekt „Gegen das Vergessen“ wird sie konkret und lässt uns seelenzittern (AUSZUG):

„Im Winter des Lebens, gelebter Zeit,
sitzt sie alleine im Kerzenlicht.
Sie ist nicht nur müde, sondern auch alt.
Die Jungen der Welt, sie brauchen sie nicht.

Verzweifelte Seele, ein Blick voller Sorgen,
der Hunger ist nur eine Frage von Tagen.
Die Dürre ist lang, hat die Ernte verdorben.
Und sie wird ein weiteres Kind begraben.“

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Wir alle werden in unserem Leben mit Verlust und der Trauer konfrontiert.

Die Trauerarbeit ist nach meiner Auffassung die wichtigste und schwierigste Aufgabe, der wir uns in unserem Leben stellen müssen. Wir können sie nicht dauerhaft mit Arbeit verdrängen, nicht vor uns herschieben, nicht im Alkohol ertränken, nicht einem anderen Menschen überlassen.
Unsere Seele lässt sich nicht lange belügen.

Wer kreativ ist, hat einen großen Vorteil:

Er gibt der Trauer und dem Schmerz einen ganz besonderen Platz. In jenem Moment, in welchem der Trauer in Bildern, Handarbeiten, Worten oder Liedern eine ganz eigenen Dynamik verliehen wird, hat sie eine Chance sein zu dürfen und angenommen zu werden.

Alexandra schreibt über ihre Trauer HIER

(AUSZUG)

„Es gibt jetzt einen neuen Stern am Firmament,
dort bist du nun sicher und frei.
Wir bleiben zurück, mit Trauer, die brennt,
und Sehnsucht um gestohlene Zeit.“

Aus: „Ein neuer Stern“
(Für meinen Papa, † 07.02.2016 im Alter von 58 Jahren)

Als ich von Alexandra und Julita erfuhr, mit welchem Schmerz um den Verlust ihres Vaters, der nicht „einfach so aus dem Leben schied“ sie zu ringen hatten – noch begreifen wollend, noch „zu wenig“ weinend, noch „zu wenig“ erfassend, was die geliebten Menschen bewegte, dem Tod vorzugreifen, schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel „Vater“. Monatelang hielt ich es zurück. Weder Alexandra noch Julita wollte ich damit belasten. Wer kann schon so tief in trauernde Menschen blicken, um zu wissen, ob jene geschriebenen Worte Trost sein könnten oder ihnen die Gewissheit gibt: Ich verstehe dich, ich kann mich in dich hineinfühlen, ich beworte deine Trauer, um dir zu zeigen: Du bist nicht allein?

Das Gedicht „Vater“ brauchte Zeit, seine ganz eigene Zeit. Worte sind unvergänglich:

Vater

 

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

damit möchte ich mich verabschieden. Ich hoffe, Ihr findet beim Stöbern auf Alexandras Blog ebenso viel Gewortetes, was Euch gefällt, inspiriert oder neugierig auf mehr werden lässt und bedanke mich sehr herzlich für Eure Aufmerksamkeit.

Ich wünsche Euch eine angenehme Woche. Der März läutet den Frühling ein und wer freut sich nicht auf Sonnenstrahlen, Frühlingsblumen und den Geruch von Frische, dem Erwachen des Lebens?

Unseres Geliebten.

Eure Sylvia Kling

 

„Denkst du noch“ – und mehr


Denkst du noch

Denkst du noch an die Frühlingsnacht
wir sahen sinnend aus dem Fenster
zum Garten hin, er lag in sanfter Tracht
des langsamen Erweckens

Wie sanft selbst unser Atem war
der in die Anemonen sich verliebte
des Nachbars Kirsche wiegte sich im Schlaf sogar
und der Mond kredenzte uns den Tee

Mit Botschaften aus Gartenzweigen
da war es unsre Heimat auch im Lenz
Weißt du noch? Da konnten wir noch schweigen
da klang die Nacht noch wie ein Wiegenlied.

©Sylvia Kling

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Ich wünsche meinen Leser_innen und Besucher_innen einen angenehmen Wochenstart.

Jene Leser_innen, die im sächsischen Raum wohnen, möchte ich auf meinen nächsten Lesungstermin aufmerksam machen:

In der «Original Eisbar», Inh. Heidi Haselbauer, findet am

Sonnabend, den 25.06.2016 um 20.00 Uhr

eine Buchlesung mit musikalischer Begleitung statt. An der Gitarre ist «mobwish» zu hören.

Ich lese aus meinem Gedichtband «AusGeatmet» und stelle einige, neue Arbeiten vor.

Es freut mich sehr, den Künstler HC Schmidt begrüßen zu dürfen, der einige Gedichte von mir lesen wird. Wer ihn nicht kennt:
„Urgestein ostdeutscher Musikerszene. Sänger, Sprecher, Musiker, Schauspieler. Er agierte unter anderem bei Generator, Elektra, Zwei Wege und Gualaceo und vielen anderen Projekten. Seine neues Interesse ist die Produktion von Hörbüchern sowie szenisch musikalische Lesungen und diverse Moderationen auf seine persönlich unverwechselbare Art.“ – Angelika Wittenbecher-Henning

Ja, und auf diese unverwechselbare Art freue ich mich ganz besonders!

Auf Facebook ist die Veranstaltung hier zu finden:

https://www.facebook.com/events/156213538113993/

Plakat zur Lesung in Dresden

Plakat zur Lesung in Dresden

 

«Original Eisbar» Heidi Haselbauer
Sankt Petersburger Str. 32
01069 Dresden
Tel.: 03 51 - 49 76 22 82
eMail.: info@original-Eisbar-Dresden.de

„Deine Welt“ – GEGEN DAS VERGESSEN


GEGEN DAS VERGESSEN – TEIL VI – ein Beitrag von Rainer Woltmann

Deine Welt

Du bist in eine Welt geboren,
Eine Welt aus offenen Toren,
Solltest froh sein, statt zu klagen,
sie durchschreiten, denn sie zuzuschlagen.

Willst nicht teilen, sondern siegen,
die Welt Dir so zurecht verbiegen,
dass das Fremde in der Stadt
darin keinen Platz mehr hat.

Du legst Feuer in den Häusern,
in denen Menschen sich nicht äussern,
Rechtfertigst Dein Verbrechen,
weil sie nicht Deine Sprache sprechen.

Du jagst Menschen hinterher,
machst das Leben ihnen schwer,
Meinst, Du darfst sie schlagen, treten,
weil sie einen anderen Gott anbeten.

Doch bist Du nur ein kleines Licht,
die Welt um Dich verstehst Du nicht,
denn zu Liebe und zu Herzlichkeit,
bist Du bei Weitem nicht bereit.

©Rainer Woltmann

Rainer Woltmann, geb. 4.5.1967, wohnhaft in Gießen an der Lahn – Moderator und Gründer der Gruppe: „GEGEN DAS VERGESSEN – Kein 4. Reich“ auf Facebook.

Ein kleines, unschuldiges und hilfloses Blümchen wird von einem Schuh zertreten. Dies soll eine kritische Anspielung auf rechte politiksche Orientierung sein. (piqs.de ID: 738e77a518e345fb95957d5b7571b8b8)

Ein kleines, unschuldiges und hilfloses Blümchen wird von einem Schuh zertreten. Dies soll eine kritische Anspielung auf rechte politiksche Orientierung sein. (piqs.de ID: 738e77a518e345fb95957d5b7571b8b8)

Weitere Teilnehmer_innen:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

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http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/

https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

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Zum Foto:

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Fotograf: Lisa Spreckelmeyer
Titel: Keine Chance