«Zeitenrauschen» oder: Einkehr – nach Innen


 

Das Kalenderblatt wendet sich so schnell,
aus den Tagen wird ein Bittersaft gepresst,
wahrhaft, mir fehlt ein schützend Zeitenfell,
sogar mein Kaktus seine Eitelblüten fallen lässt.

Die Uhren habe längst ich abgestellt,
erinnerte ihr Ticken mich ans Zeitenmaß,
täglich tönt es fordernd aus dieser Welt,
und ich zu viel in philosophischer Erkenntnis las.

Viele reden (auch mit) mir zu wenig oder viel,
laut brüstend manche – bodenfern,
das Rauschen in meinen Ohren kennt sein Ziel.
ReinGehört – dringe ich zu meinem Kern.

©Sylvia Kling

Januar 2018 – Kopieren ist untersagt!

Hier sind meine Bücher aufgelistet zu finden.

 

Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger,

meine Zeit ist leider momentan stark begrenzt, doch ich hoffe sehr, noch zwei Beiträge zu veröffentlichen, bevor ich mich für einige Zeit in eine künstlerische Pause begebe. Die Tage sind gefüllt und lassen mich nur schwer zur Ruhe kommen. Doch auch diese Zeit geht vorüber.

Ich ermahne mich immer wieder, für kleine Erfolge und schöne Dinge dankbar zu sein.

Als ich gestern das Gedicht «Zeitenrauschen» schrieb, war ich selbst überrascht, was in diesen Tagen aus meiner Feder fließt.

Da ist sie, die «Einkehr – nach Innen».

Damit ist Zeit für diesen Aphorismus:

Ich wünsche Euch eine gute und nicht zu anstrengende Woche. Achtet bitte gut auf Euch.

Eure Sylvia Kling

 

Meine Webseite:

www.sylvia-kling.de

Mein Profil auf der Seite https://www.aphorismen.de/:

https://www.aphorismen.de/autoren/person/11399/Sylvia+Kling

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Es erinnert mich daran, was ich niemals verlieren möchte


 

Wieder gab es noch eine Zugabe. Der Veranstalter kam nun schon zum dritten Mal, um uns die Rosen zu überreichen.

Hier seht Ihr mich nicht zu einer Veranstaltung, sondern zum 65. Geburtstag von HC Schmidt am 31.12.2017. Wir sahen ein Udo-Lindenberg-Konzert und ich gestehe, seit meinem 13. Lebensjahr in Udos Musik vernarrt zu sein (er kam sogar zeitweise noch vor John Lennon):

© Mary Musikfreak

Also – wie dem auch sei: Ich konnte mich nicht bremsen, trällerte mit und schon beeilte man sich, mir einen Hut und Sonnenbrille zu holen. Da auch eine beliebte Fotografin von Musikern «Mary Musikfreak» zu Gast war, zückte sie sogleich den Fotoapparat und machte eine Aufnahme.

HC Schmidt schüttelte lachend den Kopf und meinte: «Wir kennen nur verrückte Leute.»

Jo, dazu stehe ich. Ich brauche es immer häufiger, einfach albern zu sein, einfach ICH sein zu dürfen – ohne Bewertungen, ohne Ansprüche, ohne Leistungsdenken. Das Foto hat mich daher besonders gefreut – es erinnert mich daran, was ich niemals verlieren möchte: Mensch zu sein, witzig, albern, verrückt und weitab von Sorgen – ganz bei mir, mir selbst nah und unbeschwert.

Wem heute noch nicht genug damit ist, dem biete ich unsere zweite Zugabe vom 30.12.2017 (Live-Aufnahme) an, in welcher die Metapher der zu kleinen Schuhe in Musik besprochen und besungen wird:

Hier befindet sich die Datei auch im ogg-Format:

 

Mit diesem Beitrag möchte ich mich für heute verabschieden und wünsche Euch eine tolle Woche mit vielen glücklichen Momenten.

Passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Ein unErhörter LebensLauf!


War das eine Überraschung! Vor wenigen Tagen erhielt ich eine Nachricht vom Singer/Songwriter Thomas Schimke, der sich selbst mein Buch „BruchStücke“, Band I, zu Weihnachten schenkte und daraus spontan mein Gedicht „LebensLauf“ vertonte.

„Ich habe zur Gitarre gegriffen und diesmal kein einziges Wort in deinem Gedicht ändern müssen.“ Seine Musik und meine Worte flossen ineinander.

Hört selbst:

Damit wünsche ich Euch ein erholsames Wochenende. Passt wie immer gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

unerhoert_und_kling

(Gestaltung der Collage: Ferenco)

Mein Buch „BruchStücke“, Teil I, findet Ihr hier:

https://www.amazon.de/BruchSt%C3%BCcke-Sylvia-Kling/dp/3741841145/ref=asap_bc?ie=UTF8

Wenn aus dem Topf der kritischen Hoffnungsvollen ausgeteilt wird oder «Die Schuhe» werden besungen …


Liebe Freunde, Leser, Besucher und lieber Holger,

ich wünsche Euch ein friedvolles neues Jahr, vor allem Gesundheit und Liebe und Kraft genug, nie aufzugeben. Ich wünsche Euch Zuversicht und Hoffnung – in jedem Bereich Eures Lebens.

Uns allen wünsche ich FRIEDEN. Wir können ihn nicht einfach stillschweigend erwarten.

Ich wünsche uns allen Demut vor dem Leben, den Erfahrungen unserer Vorfahren und der Zukunft unserer Kinder.

Unser Handeln ist unsere beste Tat – schon voriges Jahr hatte ich es geschrieben und es ist nach wie vor aktuell.

Was gibt es neues aus der Klingschen Schreib- und Musikfabrik?

Hier hört Ihr einen Live-Mitschnitt vom 30.12.2017 (Saxstall Pohrsdorf) «Die Schuhe» im Sprechgesang zur Musik von Volker Wolfram und könnt, hört Ihr es bis zum Ende, sicher verstehen, was ich noch hinsichtlich des Applauses ansprechen werde.

http://www.sylvia-kling.de/download/die_schuhe_3.ogg

Hier im mp3-Format:

 

Wir verlebten am 30.12.2017 im Saxstall Pohrsdorf einen gelungenen, künstlerischen Jahresabschluss in unserer Veranstaltung mit einem bezaubernden Publikum. Es waren beinahe alle Plätze besetzt. Ich erinnere mich gern an den Beifall – während unseres Programms und am Ende der Veranstaltung – und ja, ich gebe zu:

Man könnte durchaus süchtig danach werden. Es ist unbeschreiblich…

Ich bin sehr dankbar und nehme dieses Gefühl mit in meine Zeit zur Operation und REHA Anfang Februar.

Trotz kleiner Patzer – Live ist nun einmal Live, die das Publikum und wir gerne mit Humor trugen, flogen uns die Herzen der Gäste zu – nicht sofort, aber nach und nach konnten wir es sehen, hören, fühlen.

Unser Programm «Mit Zuckerbrot und Peitsche» ist ein üppig gefüllter Kessel mit scharfen, süßen, bitteren, salzigen und sauren Zutaten, die gerne mit der großen Kelle aus dem Topf der kritischen Hoffnungsvollen auf dem Teller ausgeteilt werden.

Meine Ziele für den weiteren Verlauf des Jahres sind klar gesteckt: Ich werde professionellen Gesangsunterricht in Dresden nehmen. Der Fokus liegt auf Chanson/Kabarett/Blues. Es ist geplant, den Anteil des gesungenen Wortes zu erhöhen, um den Veranstaltungen noch mehr Dynamik zu verleihen.

Es macht mir riesige Freude, alles von mir zu geben, denn das Singen ist noch eine andere «Liga» als das Rezitieren, wenn ich auch nicht im herkömmlichen Sinne nur rezitiere, sondern die Schauspielerei einen großen Stellenwert einnimmt.

Weitere Impressionen folgen nach der weiteren Sichtung der mitgeschnittenen Veranstaltung. Die liebe Fotografin Anna war zugegen und wird uns sicher einige gute Aufnahmen zur Verfügung stellen. Auch bei Angelika Wittenbecher-Hennig wird es demnächst Impressionen geben.

Damit möchte ich mich für diese Woche verabschieden und wünsche Euch eine gute erste Woche. Das Jahr ist noch jung und unverbraucht – packen wir es an. 🙂

Passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling


Nachtrag:

Ich freue mich sehr, Euch mitteilen zu können, dass ich seit Kurzem auch auf der viel gelesenen Seite für Aphorismen als Autorin zu finden bin. Ab dem 18.01.2018 sind dort von mir in regelmäßigen Abständen Aphorismen und Kurzlyrik zu finden. Hier ist mein Autorenprofil:

https://www.aphorismen.de/autoren/person/11399/Sylvia+Kling

 

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Liebe atmet und: Die kleine Frau in meinem Haus


Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger,

schon ist es vorbei – das Weihnachtsfest 2017. Ich hoffe, Ihr hattet besinnliche Stunden im Kreise Eurer Lieben und konntet die Zeit genießen.

Ich danke Euch herzlich für Eure Likes und Kommentare in diesem Jahr. 

Es wird auch 2018 viel zu tun sein.
Ich persönlich habe mir – außer der Option, wieder besser laufen zu können und ohne Hilfe Treppen zu steigen – nichts vorgenommen, was ich nicht dieses Jahr schon vollzogen hätte:

Mit kritischen und differenzierten Blicken versuche ich, mir die Welt zu erklären und ich lasse Euch gern an meinen Betrachtungen teilhaben.
Es versteht sich von selbst, dass ich für das kommende Jahr hoffe, die Kräfte um das Ringen von Frieden und Verständigung im gegenseitigen Respekt würden weltweit wachsen können.

Ein jeder Mensch sollte sich verinnerlichen, dass unsere Gier makroskopisch wie mikroskopisch (damit meine ich jeden Menschen selbst) das Verderben der Menschheit in sich trägt.

Auch ich übe mich immer wieder in Selbstreflexion. Es ist völlig normal und liegt schließlich in unserer Natur, dass wir nach einem «Mehr» streben.

«Alles ist gut, solange es besser werden kann.«

Vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere an diesen Satz, welchen ich vor einiger Zeit erwähnte. Er fiel mir in einem Moment ein, da ich mich ein wenig der Jammerei hingab. WAS ich alles besser MACHEN könnte, WIE ich es besser HABEN könnte, WIE es mir besser GEHEN könnte! Das sind jene Augenblicke, in denen ich mich selbst mahne.

Es ist leicht, nach dem Mehr und dem Besser zu streben, wenn doch so vieles da ist, was schon besser IST!

Bitte lest bis zum Ende.

Da wäre die Liebe – die Liebe zum Partner, zum Kind, zur Mutter oder einfach die Liebe zu der netten Dame in unserem Haus, die mit ihren 70 Jahren und vielen gesundheitlichen Defiziten ein Temperament besitzt, mit welchem kaum noch eine 30-Jährige mithalten kann und eine Güte, eine Liebe in sich trägt, die nicht so schnell wiederzufinden ist. Und doch wird sie vergessen und nicht be- und geachtet von ihren Kindern. Oft weint sie allein in ihrer Wohnung vor Kummer. Dann steht sie wieder auf, flechtet Kränze und bäckt Blätterteigstangen mit Käse und Schinken.

Sie geht durch unser Haus, um alle Bewohner mit ihrem freundlichen Wort und Lächeln zu erfreuen, ihnen ihre (im Übrigen sehr geschmackvollen) Kränze an unsere Türen zu hängen oder uns neues Backwerk zu bringen. Dann bitten wir sie herein, trinken mit ihr eine Tasse Kaffee, plaudern mit ihr und hoffen, sie nimmt unser Lächeln und unsere Liebe mit: hinein in ihre kleine Einsamkeit. Und schon rinnen mir die Tränen, wenn ich von dieser kleinen zierlichen Frau spreche, die nicht daran denkt aufzugeben oder sich von Hass und Bitterkeit erfüllen zu lassen!

DAS ist LIEBE.

Liebe ist Frieden.

Frieden ist Liebe.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderbaren Jahreswechsel. Bleibt gesund und passt wie immer gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 Achtung! 

MEINE VORERST LETZTE VERANSTALTUNG BIS APRIL FINDET AM 30.12.2017 STATT (S. TERMINE)!

Die Kommentarfunktion bleibt vorerst deaktiviert. Ich bin über E-Mail erreichbar.

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Frieden ist oder: «Der Weihnachtsmann braucht ein Navi!»


Auszug aus meinem Lyrikband «Aufbruch»:

https://www.amazon.de/AufBruch-Sylvia-Kling/dp/3741883875/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1513442572&sr=8-2&keywords=Aufbruch+von+Sylvia+Kling

 

Liebe Freunde, Leser, Besucher und lieber Holger,

dieses Jahr zu Weihnachten kehren in mir die Erinnerungen an frühere Weihnachten ein – und die Sehnsucht nach einer Wiederkehr. Etwas melancholisch denke ich an die Schwibbögen, die meine Mutter in unserer Neubauwohnung in Dresden-Süd aufgestellt hat, an die Räuchermännchen in unzähligen Formen und Farben, an die Holzfiguren, Strohsterne, an die echten Kerzen am Weihnachtsbaum.

Am Weihnachtsabend bekam ich ab einem gewissen Alter Geschenke zur «Aussteuer», d.h. mundgeblasene Gläser, Bettwäsche, Handtücher u.a., damit ich schon etwas für den späteren Hausstand vorrätig habe. Aber auch persönliche Geschenke kamen nicht zu kurz. Ein, zwei Geschenke, die von Herzen kamen und über die wir uns freuten. Meine Mutter gab sich stets besondere Mühe beim Weihnachtsteller, der mit vielen Leckereien aus der DDR-Süßwarenfabrik Zeitz gefüllt war, mit Tannenzweigen, Mandarinen (die mussten rechtzeitig erstanden werden, denn sie gab es teilweise nur auf Zuteilung) und Nüssen.

Wenn meine Oma mir Socken strickte, habe ich so getan, als ob ich diese als unentbehrlich und wunderschön empfand. In Wirklichkeit überlegte ich, wie ich sie vor meinen Freundinnen am besten verstecken könnte, um mich nur nicht zu blamieren.

Wir hatten nicht viel. Doch wir hatten Stille, sogar Sicherheit und Liebe.

Heute würde ich sonstwas für ein paar dieser Socken meiner Großmutter oder für das Weihnachten von einst geben.

Draußen lag meist Schnee und wir verabredeten uns zum Gleitschuhlaufen. Ich lief sogar ohne Hand- Knie- und Ellenbogenschützern. Helm hatte ich auch keinen auf. Ich weiß gar nicht, wie das meine Mutter überlebte ;-). Wir gingen in den nahegelegten Park zum Schlittenfahren und nicht selten kam ich mit einem kaputten Schlitten zurück – in Angst vor der Schimpfe, die ich dann auch bekam, weil ich mir meist ziemlich weh getan hatte. 🙂

Am ersten Weihnachtsfeiertag freuten wir uns auf die Sendung im DDR-Fernsehen: «Zwischen Frühstück und Gänsebraten» mit Heinz Quermann und Margot Ebert. Mein Vater und ich saßen gespannt davor, aus der Küche drang der Duft der Weihnachtsgans und meine Mutter kam immer wieder in die Stube, um auch etwas von der beliebten Weihnachtssendung zu erhaschen.

Ab September schon sehen uns im Handel die Weihnachtsmänner an. Da ist der Sommer gerade noch dabei, sich bis zum nächsten Jahr zu verabschieden, werden wir mit Weihnachtskonsum gelockt. Als ob das nicht noch Zeit hätte! Will man die Menschen damit absichtlich stressen?

Heute blinkt spätestens Mitte November an den Häusern die Weihnachtsdeko. Oft sind die Häuser und Außenbereiche so mit Lichtdeko vollgepackt, dass es mir zu aufdringlich und kitschig ist. Vieles davon sehen die Leute gar nicht selbst. Wahrscheinlich ist es ein Zeichen von Wohlstand für die Nachbarn. Gummiweihnachtsmänner, Weihnachtsmänner, die an Häusern empor klettern, riesige Schwibbögen, fast so breit wie die Häuser und ich bin so belichtet, dass ich eigentlich nur noch nach Hause möchte.

In Städten sind die Menschen nervös, gereizt und gestresst und kaum hört man noch Kinder Weihnachtslieder vor sich hin summen.

Am Weihnachtsbaum hängt die LED-Beleuchtung – die ist nicht so gefährlich. Denn sind wir alle ausreichend versichert? 😉

Ist Weihnachten eigentlich so noch schön? Früher klopfte der Weihnachtsmann an der Tür. Ist das Glöckchen ertönt, beschleunigte sich unser Herzschlag. Heute muss er sich wahrscheinlich durch das Lichtgedöns kämpfen und benötigt ein Navigationssystem.

Kommt es nur mir so vor oder ist viel von dieser Freude verloren gegangen – obwohl es überall glitzert und leuchtet?

Wir waren im Besitz einer Schallplatte «Peter Schreier singt Weihnachtslieder» und im frühpubertären Alter machten wir uns darüber lustig. «Peter Singer schreit Weihnachtslieder» scherzten wir, weil der Gesang von Schreier «etwas für Omas war». Heute höre ich Weihnachtslieder von Helene Fischer und sehe, wie viele Musiker sich an modernen Weihnachtsliedern versuchen, für meine Begriffe jedoch kläglich scheitern. Zu viel Mainstream, zu flach, zu wenig ernst gemeint – zu künstlich und stiliert.

Und da wünsche ich mir Schreier zurück.

Wir sangen früher, spielten Flöte oder ein anderes Instrument. Heute gibt es dafür eine App. Das Handy ist Ersatz für vieles.

Alles ist irgendwie perfekter als damals. Aber es ist platt, innerlich leer.

IM VIELEN HABEN 

VERLIERT SICH UNSER SEIN.

Und dann wäre der Frieden, der uns abhanden gekommen ist. Der Frieden in uns.

Hoffen wir, dass sich die Menschen wieder mehr darauf besinnen, dass wir ohne Frieden nicht leben können.

Dieser beginnt im eigenen Herzen, in den eigenen vier Wänden, im Umgang mit den Nachbarn, im kurzen Gespräch mit der Verkäuferin, im Lächeln, welches wir der Krankenschwester für ihre Mühe schenken, im freundlichen Wort für den Postboten – in so vielen alltäglichen Momenten, die wir oft gar nicht mehr bewusst erleben in der Schnelllebigkeit der Zeit.

Nur, was im Kleinen Bestand hat, kann zu etwas Großem werden.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche und friedliche Vorweihnachtszeit.

Ich bedanke mich für Eure Treue in diesem Jahr und wünsche Euch von Herzen Gesundheit – und Frieden im Herzen.

Eure Sylvia Kling

Update am 17.12.2017:

Liebe Leser,

als Ergänzung möchte ich hinzufügen:

Vielleicht hatte ich es nicht ausreichend herausgestellt: Ich hatte sehr jung zwei Kinder und auch als Mutter viel Arbeit. Selbst da war mir Weihnachten keineswegs so stressig und beladen vorgekommen wie es heute der Fall ist.

Ich hatte nicht – wie viele Mütter heute – ein Auto, um die Kinder in die Einrichtungen zu schaffen. Ich stand um fünf auf, um den Ofen anzuheizen, die Kinder zu Fuß oder per Bahn und Bus in die Einrichtungen zu bringen, um 7 Uhr auf der Arbeit zu sein. Oft arbeitete ich bis kurz vor Weihnachten. Dennoch: Weihnachten war nicht derartig konsumträchtig. Geldmangel hatte ich oft – als alleinerziehende Mutter – und doch war genug da: Zeit (Entschleunigung) und Liebe. Und darum geht es.

Ein Kommentar eines Facebook-Freundes Axel S. bringt mich zum Nachdenken:

« Als um die Weihnachtszeit das Staunen und die innigliche Stimmung noch vorhanden waren – auch da hat man schon gewusst, wieviel Lüge hinter diesen Geschichten steckt. Aber es gab viele, die das Ritual liebten und auch praktizierten. Auch heute versucht man sich darin – aber die Umstände haben sich gänzlich geändert: kollektiv ist das Grauen in der Welt bekannter, die Informationsflut massiver, die berufliche Unsicherheit höher, die Selbstdarstellung im Vordergrund … alles unter dem Druck einer rasend schnellen Technikentwicklung … Roboter steuern die Kurse an der Börse, Autofahrer bekommen Angst, wenn die Abstandserkennung piept, die Handy-Gesichtserkennung wird gängig, … umso heftiger und surrealer wird der Wunsch/die Sucht nach Ruhe … die Zahl der Flüge ins Ausland steigt, man freut sich über die neu festgelegte Ausland-Flatrate … es ist das ‚Laufen des Hamsters im Rad‚ …»

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Ist es


Liebe Freunde, Leser und Besucher, lieber Holger,

mit diesem Gedicht wünsche ich Euch noch eine schöne Woche und möglichst stressfreie Weihnachtsvorbereitungen. Bevor es für mich ab Januar 2018 in die Phase des «Ärztemarathons» geht (zur Vorbereitung auf die Operation im Februar und anschließende REHA), werde ich die Wochen im Dezember mit meiner Familie noch zu genießen wissen.

Seit heute habe ich ein Autorenprofil auf Amazon – man kann mir auch dort folgen:

https://www.amazon.de/Sylvia-Kling/e/B078788FGZ/ref=ntt_dp_epwbk_0

Vielleicht sucht Ihr noch nach einem Geschenk für jene Lieben, die sich an Büchern erfreuen können?

Mein Buch «Von Morgenseelen und Eisbrecherfernen», auf welches ich wegen der intensiven Arbeit des Lektors und meiner Wenigkeit besonders stolz bin, findet Ihr hier:

https://www.amazon.de/Von-Morgenseelen-Eisbrecherfernen-Sylvia-Kling/dp/3745053419/ref=pd_rhf_dp_p_img_5?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=GXSDV0VVXWZ028PNJ62K

Wie auf dem Buchdeckel u.a. beschrieben steht:

«Sorgsam befühlt die Autorin das scheinbar in Stein Gemeißelte, reibt sich daran, schleift es behutsam oder spaltet es krachend – setzt es neu zusammen.»

So wird es immer sein, liebe Freunde. Dazu stehe ich und sobald ich mich aufmache, meinem Inneren nicht mehr zu folgen, dafür jedoch dem Mainstream, könnte ich mir im Spiegel nicht mehr in die Augen sehen.

Eine Rezension zum Buch:

 

«Sylvia Kling gelingt es zu berühren, zu bewegen. Es sind zeitlose Texte und sprechen tiefe Themen an. Dinge die bewegen, damals, heute, morgen. Sie regt zum Nachdenken an, ohne erhobenen Zeigefinger. Sie erinnert daran, Gewisses nicht zu vergessen und auch mal inne zu halten und in sich zu blicken. Es ist gewiss ein Buch, dass ich häufiger zur Hand nehmen werde und auch mal daraus rezitieren. Ich persönlich kann es sehr empfehlen!»

Bitte bleibt gesund und passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 Update 15.12.2017:

Aus persönlichen Gründen bleibt die Kommentarfunktion vorerst deaktiviert.

Bei Nachrichten/Anfragen bitte ich darum, meine veröffentlichte E-Mail-Adresse zu nutzen. 

Vielen Dank!

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«Und jetzt redet Ihr! Redet!»


 spricht HC Schmidt – laut und deutlich, eindringlich – doch nicht aufdringlich.

Ja, tun wir es!

Reden wir – für unsere Vorfahren und unsere Nachkommen.

Am vergangenen Wochenende hatte ich die Gelegenheit einer Hörprobe aus dem Hörbuch «Stalingrad» meines Kollegen HC Schmidt.

Texte im Hörbuch: © Walter Battisti/Künstler aus Dresden

Reicht es aus zu schreiben:
«Ich hatte Gänsehaut, ein Schauer nach dem anderen jagte über meinen Rücken, meine Augen wurden feucht, ich hätte gern mehr gehört – doch verkrafte ich all das? Ist es aushaltbar?»

Wir verkraften es, zumal, wenn es mittels solcher Kunst in unser Ohr und unsere Seele dringt.
Wenn HC Schmidt schließlich zu singen beginnt und uns nach dem Gehörten wieder ein wenig «an die Hand nimmt» – wir also nicht das Gefühl haben, mit diesen überwältigenden Gefühlen alleine gelassen zu werden.
Wenn wir uns «fallenlassen» können – mit der Sicherheit, wir werden aufgefangen.

Liebe Freunde, Leser und Besucher, ich empfehle dieses Hörbuch nicht, weil es die Arbeit meines Kollegen ist. Vielmehr empfehle ich dieses Hörbuch mit einem Versprechen, dass Ihr nicht enttäuscht, aber unsagbar ergriffen sein werdet, weil es uns auf dem Weg des Erkennens und Erfühlens zu begleiten weiß. Selbst HC Schmidt hat beim Sprechen für das Hörbuch immer wieder eine Pause gebraucht, da es ihn sehr berührte. Man kann auch als Künstler nie eine «nötige Distanz» zu derartigen Themen finden.

Der Text und die Dichtung von Walter Battisti beeindruckte mich gleichwohl – eine Wortgewalt, die durch dramatische Effekte verstärkt wird und tiefe Spuren hinterlässt.

Lernen wir mit Hilfe der künstlerischen Aufarbeitung im Hörbuch Demut und Hochachtung.
Lernen wir: kämpfen, dass niemand – niemals solche Infernos erleben muss.

Einige persönliche Worte noch von mir:

Wenn man diesem Hörbuch lauscht, versteht man ganz sicher, warum der Gitarrist Volker Wolfram und ich HC Schmidt «Meister» nennen. Natürlich wird es bei privaten Treffen oder zu Probeterminen/Veranstaltungen meist scherzhaft gebraucht. Doch es hat durchaus einen ernst gemeinten Hintergrund:

Ich durfte in eineinhalb Jahren so unglaublich viel von ihm lernen. Als ich begann, meine Gedichte bei Lesungen vorzutragen (meine erste Lesung fand 2015 in Dresden statt), las ich sie so, wie ich die Rezitation einst in der Schule lernte. Sicher wisst Ihr, was ich meine ;-). Inzwischen gibt es viel mehr Facetten in meiner Interpretation. Selbst meine Stimmlage veränderte sich in diesen zwei Jahren. Bei der Rezitation von Texten ist es ungeheuer wichtig, bei sich selbst zu bleiben und dieses SELBST zu transportieren.

Die Art der Interpretation von Texten oder Songs durch HC Schmidt ist nicht nur für mich faszinierend. Er  vermag es immer wieder aufs Neue, mit seinem unvergleichlichen Charisma die Gäste zu Veranstaltungen in seinen Bann zu ziehen. Man kann gar nicht anders, als ihm zuzuhören und -zusehen. Kraftvoll, authentisch, emotional berührend. Er ist präsent. Jene Aufrichtigkeit ist deutlich zu spüren, die für meine Begriffe in der Kunst unverzichtbar ist.

Das Hörbuch könnt Ihr beim Künstler HC Schmidt gern über meine E-Mail-Adresse

sylvia-kling@gmx.de

bestellen. Ich leite alle E-Mails umgehend an HC weiter.
Preis: 15,00 Euro zuzüglich Versand: 1,00 Euro.

 

Dieser Beitrag wird dem Projekt GEGEN DAS VERGESSEN hinzugefügt.

Meine gleichnamige Gruppe auf Facebook mit inzwischen über 400 Mitgliedern findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/groups/1053920021363023/

 

Ich wünsche Euch einen friedlichen Wochenausklang. Meine Wenigkeit bereitet sich auf die musikalische Lesung in Dresden am Sonntag, den 10.12.17 vor (s. Termine).

Passt wie immer gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

Geh nicht!


Foto und Text:
©Sylvia Kling

 

Von mir gelesen hört Ihr das Gedicht mit Instrumentalbegleitung nochmals hier (aus einem Live-Mitschnitt):

Liebe Freunde, Leser, Besucher und lieber Holger,

mit diesem Gedicht wünsche ich Euch einen gelungenen Wochenbeginn. Schon ist der erste Advent vorüber. Jetzt beginnt die Zeit für Liebe, Besinnlichkeit, Entschleunigung und ausgedehnte Spaziergänge, die sich besonders in der Abenddämmerung lohnen, wenn in uns die Lichter der weihnachtlich geschmückten Häuser ein Gefühl der Freude erzeugen vermögen . So empfinde ich es zumindest.

Am Sonntag besuchten wir mit Freunden einen kleinen Weihnachtsmarkt in Sachsen. Die größeren meide ich momentan – nicht aus Angst vor Anschlägen, sondern, weil es mir keinen Spaß macht, an den Buden «vorbeigeschoben» zu werden und kaum noch etwas wahrnehmen zu können, was mich tatsächlich an Weihnachten erinnern mag. Der schöne Striezelmarkt in Dresden ist für mich schon seit Jahren kein Ort mehr, an welchem ich noch gern verweile: überladen mit Buden, teilweise zu fettigem und «altöligem» Essen (wovon mir meist übel wird 😉 ) und überfüllt mit Menschen.

Da kommt in mir kein wirklich weihnachtliches Gefühl auf.

Herzliche Grüße an Euch und passt wie immer gut auf Euch auf!

Eure Sylvia Kling

© Gedichte Rudi Riemann – Bunt erzählt 25 # – Lasst uns helfen. Bitte rebloggen oder teilen – danke


«Der vergessene Schlitten»

Auf dunk´lem Speicher steht versteckt,
mein alter Schlitten staubbedeckt.
Von Spinnenweben grau umwoben,
so steht vergessen er dort oben.

(Auszug aus dem Gedicht
© Rudi Rieman – Bunt erzählt)

«Es gab in diesem Pflegeheim nur eine Schwester, die ihn verstand.
In unendlich langen Gesprächen musste sie ihm die Gedichte Wort für Wort entlocken.
Er war ein großes Vorbild für viele Menschen – wegen seiner fröhlichen Art und vor allem oder gerade wegen der Texte.»

Luke Elljot schreibt weiter:

«Mit Hilfe dieser Gedichte will ich nun der Lebenshilfe in Stadthagen – Schaumburg Lippe – und damit behinderten Menschen helfen.
Dort habe ich hochseriöse Kontakte, unter anderem zu einen Notar.
Ich selber hatte ja nun viel Glück mit meinem Schlaganfall und will etwas davon weitergeben.»

Bitte seid so lieb und lest den Beitrag von Luke, der mich wieder sehr berührt hat. Es ist überhaupt ein sehr lesenswerter und inspirierender Blog.
Wer von Euch hat Ideen zu seinem Anliegen, wer kann weiterhelfen?

Die Gedichte von Rudi Riemann sind wirklich zauberhaft. Auch finde ich die Metrik einfach wunderbar und gekonnt.

Ich danke Euch von Herzen für Eure Aufmerksamkeit und das Interesse.

Eure Sylvia Kling

GEDANKENKRAFTBLOG - manche Geschichte, wissenswertes und hoffentlich hilfreiches

In dieser Serie gibt es jetzt jedes mal zuerst diesen oder einen ähnlichen Text! Am Ende immer ein Gedicht.

Hallo ihr Lieben!

Mein Onkel Rudi ist schon lange Tod. Er war ein schwerst behinderter Heimatdichter. Er wurde nicht sehr bekannt. Es war halt noch eine andere Zeit.

Die Sprache und das Versmaß sind aus den 50ern. Ich finde es sehr bezaubernd.

Immer wieder wünschte er sich mit seinem alten Rollstuhl hinausgeschoben zu werden. Dort stand er Stundenlang und genoß was er sah!

Er ist, und wird es immer sein. Mein Vorbild!

In jungen Jahren verdiente er sein Geld als Kirchenmaler. Konnte sehr gut zeichnen und kam im damaligen Deutschland ziemlich herum.

Eine Verletzung am Fuß, die ihm, so vermuten wir , eine schwere Sepsis und eine Schwerstbehinderung einbrachte, beendete sein normales Leben. Die Medizin damals, war eben noch nicht so weit.

Er konnte sich danach kaum mehr bewegen und…

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