Puppenmädchen


©Christine: Christine vom Blog Deine Christine – Link zu ihrem wunderbaren Blog: https://deinechristine.wordpress.com/

Puppenmädchen
Für B.

Wie es damals war, als wir Kinder waren,
weiß ich noch sehr genau:
Gänseblümchen steckten in deinen Haaren,
deine Augen verträumt im Meeresblau.

Du warst still und klug, voller Lieblichkeit,
ich war jungenhaft wild und am Plagen,
es war eine arglos fröhliche Zeit,
du warst meine Sonne in den Kindertagen.

Du spieltest mit Puppen, ich mit Soldaten,
wir waren verschieden und doch warn wir gleich,
denn wenn wir unsere Traumwelt betraten,
waren wir kleine Mädchen im eigenen Reich.

Vierzig Jahre sind inzwischen vergangen,
und ich weine und ich weine bitterlich,
die Zeit hat sich hat sich im Nebel verhangen,
mein Puppenmädchen, für dich.

Du blickst aus dem Bett, wo dein Leben jetzt ist,
du kannst nicht gehen, nichts greifen, nicht lachen,
als ob jeder Muskel in dir vergisst,
die normale verdammte Arbeit zu machen.

Das Sprechen fällt dir elend schwer,
die Krankheit ist teuflisch gnadenlos,
deine Augen sind immer noch blau wie das Meer,
und deine Stille ist größer noch als groß.

Manchmal trägt man dich in einen Rollstuhl hinein,
damit das Leben dich ein wenig zu streifen vermag,
du siehst zu, wie es ist, der Anderen Sein,
wie es ist: so ein kraftvoller Lebenstag.

Dein Haar glänzt lebendig, so wie einst,
wenn du blickst in die Lebensidylle –
durch ein Fenster hindurch (ungebrochen du scheinst)
bist du Teil dieser buntsüßen Fülle.

Ich weiß nicht, wie lang dich das Leben noch hält,
nichts weiß ich. Ich fühle mich hilflos und leer,
hab im Traum letzte Nacht die Zeit verstellt.
Auf Anfang, mein Mädchen. Für ein Immer. Und mehr.

©Sylvia Kling

Vorbereitet für meinen Gedichtband „Als die Amsel verstummte“

Erscheinungsdatum: voraussichtlich Ende 2018

Gewidmet ist dieses Gedicht allen Frauen,
die an Multipler Sklerose erkrankt sind – der Krankheit
mit den 1000 Gesichtern.

Ich danke heute besonders Christine, die mir das Beitragsfoto gern zur Verfügung stellte.

Christine wurde 1972 geboren, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Die Diagnose MS hat sie mit 15 Jahren erhalten.

Mittlerweile lebt  sie bereits 30 Jahre mit der MS = Multiple Sklerose. Die MS hat sich nach 13 Jahren Ruhe zu Wort gemeldet und Christines Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Hier findet ihr den Blog von Christine – für Betroffene, Angehörige und Interessierte:

https://deinechristine.wordpress.com/

Ich möchte Euch folgende Geschichte nicht vorenthalten, die mich dazu bewegte, das „Puppenmädchen“ zu schreiben:

Das Leben ist …

Heute war ich unterwegs, um Vorbereitungen für die Entlassung meiner Mutti aus der Klinik zu machen. Dabei besuchte ich meine alte Heimat und den Ort, an welchem ich aufgewachsen war: Dresden.
Ich hatte Bücher als Geschenke in der Tasche und suchte meine alte Nachbarin auf, die meine Kindheit als gute Seele begleitete.
Kennt Ihr das? Es gibt Menschen, die man nie im Leben vergisst.

Anschließend wollte ich noch für meine beste Jugendfreundin Bea bei deren Eltern mein Geschenk für sie abgeben.
Wir hatten in den letzten 5 Jahren auf Grund diverser Lebensumstände, auch auf meiner Seite, den Kontakt verloren.

Ich wusste, dass Bea in den Neunzigern an MS (Multiple Sklerose) erkrankte. Als wir uns das letzte Mal hörten, lief sie an einer Krücke und klagte über massive Gleichgewichtsstörungen. Sie wohnte mit ihrem Lebensgefährten, mit dem wir gemeinsam in einem Haus aufgewachsen waren und der sie seit seinem 14. Lebensjahr vergötterte, in Bayern.
Als Schwerbehinderte hatte sie eine gute Arbeit in einem Großunternehmen, die ihr auch während ihrer Schübe und demzufolge Krankheitszeiten immer den Arbeitsplatz sicherten.

Nach 27 Jahren traf ich auf Beas Eltern, die mich nicht wiedererkannten und sich riesig freuten, mich zu sehen. Doch lange hielt die Freude nicht an, denn bald hatten wir alle, die Eltern, ich und mein Mann Tränen in den Augen.

Die Mutter erklärte mir, dass Bea ans Bett gefesselt ist. Sie kann nicht mehr zufassen, nicht mehr aufstehen, demzufolge nicht mehr laufen. Sie sieht nur noch sehr schlecht.
Ihr Gesundheitszustand hat sich in den letzten Jahren rapide verschlechtert.
A., unser Jugendfreund und ihr Lebenspartner, pflegt sie. Sie wohnen nun wieder in der Nähe unserer alten Heimat. A. hat seine Arbeit aufgegeben, um sich voll und ganz der Pflege meiner Freundin zu widmen.

„Sie mag nicht mehr“, sagte ihre Mutter. „Ich könnte den ganzen Tag, von früh bis abends weinen.“
Sie überreichte mir die Telefonnummer von Bea.
„Sylvia, vielleicht kannst Du etwas erreichen? Sie lässt uns nicht mehr an sich ran. Niemanden lässt sie ran, nur noch A. Ich glaube, sie gibt auf.“

Betreten stand ich in ihrem kleinen Korridor, wo ein Foto von Bea hing. Es war aus neunziger Jahren und ich erkannte sie sofort.
In diesem Moment hatte ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.
Ich bin kein Mensch vieler Tränen. Weinen ist etwas, was ich nicht so gut kann. Ich weine eher in meinen Worten.

Ewig war ich nicht mehr in diesem Haus mit der Nummer 93. Jetzt gibt es dort einen Fahrstuhl. Viel hat sich verändert, auch die Menschen darin. Alt sind sie geworden, kämpfen gegen den Krebs, leben mit den Folgen von Herzinfarkten und Muskelabbau.

Ich versprach Bea Mutter, gleich morgen Bea anzurufen. Dieses Versprechen werde ich halten.

Still war es dann im Auto. Ich starrte aus dem Fenster. Mein Magen krampfte sich zusammen. Wenn ich doch nur heulen könnte!
Unbeschreibliche Wehmut kroch in mir hoch, eine unsagbare Trauer.

Ich sah den Park, der sich gleich gegenüber unseres Hauses befand. Dort spielten wir gemeinsam, wollten Kriminelle jagen, die es nicht gab, suchten Kastanien, fuhren im Winter Schlitten, klauten in den angrenzenden Gärten Kirschen.

Bea war mein Pendant. Sie war eher ein ruhiges, ausgeglichenes Mädchen und immer ein wenig langsam – auch in ihren Entscheidungen. Ich dagegen war temperamentvoll, ein wahres Energiebündel, sprühte vor Ideen (die sie nicht immer verstand …), wollte sie unbedingt mitreißen in meine Welt der Phantasie und der Erlebnisse.

Wenn es Bea zu viel wurde, bremste sie mich und meistens sah ich dann ein, dass ich wohl übertrieb. Ich liebte sie, gerade weil sie so still und überlegt, so ganz anders als ich, war.

Ich sah Bea vor mir: mit ihren klaren, blauen Augen, ihren brünetten Locken, ihrer schlanken Gestalt. Ich sah Bea, wie sie den Puppenwagen durch den Park schob und dann in den Busch zum Austreten gehen wollte. „Passt Du bitte auf meinen Puppenwagen auf?“, fragte sie.
„Na gut“, sagte ich halbherzig und stellte mich einen Meter von dem Wagen entfernt hin, stocksteif, die Hände salopp in die Hosentaschen gesteckt. Meiner Auffassung nach reichte das vollkommen.
„Nee, Du musst ihn schon anfassen!“, bestand Bea darauf, schob den Puppenwagen vor meine Beine und sah mich herausfordernd an. Wenn es um ihren Puppenwagen ging, kannte sie keine Gnade.

„Was?“, rief ich entsetzt aus. „Ich soll das komische Ding hier aaaaaaanfassen?“, schüttelte ich mich, um meine Aussage dramatisch zu bekräftigen.
Ich hielt nichts von Puppen und solcherlei Mädchenspielzeug und fasste das „Zeuch“, wie ich es abfällig nannte, auch nicht an.
Im Falle von Bea und mir zogen sich die Gegensätze in der Tat an, wie ein Sprichwort besagt.
Jetzt sah ich UNS. Nicht mehr die Strenge dieses Lebens. Nicht mehr unsere verstreuten Jahre. Nicht mehr die Wehmut oder die Zweifel.

Danach fuhren wir in die Klinik zu meiner Mutter. Ich hätte noch mehrere Stunden Auto fahren können, um meinen Gedanken und Gefühlen nachzuhängen. Meine Gedanken überschlugen sich. Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Zu den Menschen, die alles so hinnehmen, wie es ist, gehöre ich nicht.
Als ich sie anrief, musste ich jede Träne, die rollte, unterdrücken. Sie kann kaum noch sprechen (ihre Sprache gleicht der einer Schlaganfallpatientin). Sie kann kaum noch zufassen. Sie liegt fast ausschließlich oder wird mit dem Rollstuhl gefahren. Es geht ihr sehr schlecht. Die MS hat einen schnellen Verlauf genommen. Sie hat ihr häßlichstes Gesicht gezeigt.

Meine Bea, meine zarte, feine und sensible Bea.
In diesem Moment, heute, fühle ich mich hilflos. Nichts wird noch so sein wie es mal war.

Wir sollten Demut lernen. Jeden Tag aufs Neue. Wir sollten jeden Tag, den wir gesund verbringen, als ein Geschenk betrachten.

Aber:
Warum ist dieses Leben manchmal so ein Schwein?

©Sylvia Kling

Zur Krankheit Multiple Sklerose:

  • Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Krankheit, die das zentrale Nervensystem betrifft
  • Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer. Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen 20 und 40 Jahren
  • Ursache ist vermutlich eine Autoimmunreaktion: Das Immunsystem greift fälschlicherweise körpereigene Strukturen an, in diesem Fall die Hüllschicht der Nervenfasern
  • MS ist „die Krankheit mit den vielen Gesichtern“, da die Symptome so vielfältig sind
  • Die Krankheit verläuft zunächst häufig in Schüben und kann später in eine chronisch fortschreitende Form übergehen. Es gibt verschiedene Verlaufsformen
  • MS lässt sich bislang nicht heilen. Die Therapie zielt darauf ab, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Multiple-Sklerose

Ich danke allen, die sich die Mühe gemacht haben, diesen Beitrag bis zum Ende zu lesen. Habt eine wunderbare Woche.

Eure Sylvia Kling

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89 Gedanken zu „Puppenmädchen

  1. Liebe Sylvia,
    an solchen oder auch anders gearteteten Schicksalen stellt sich mir reflexartig die Frage, wenn es einen Gott gibt, warum lässt er das zu? Welchen Sinn soll es haben, wenn Menschen derart leiden, oft ein Leben lang?
    Der kürzlich verstorbene Heiner Geißler schreibt zum Beispiel in seinem kleinen Band „Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss“: „Was für ein Gott, der sich trotz täglichem millionenfachem Leid in Gebeten und mit Liedern loben und preisen lässt!“ Aber, bei diesem Thema könnte man noch endlos weiterreden und zu keinem Ende kommen. Man kann glauben oder auch nicht glauben.
    Jedenfalls hat Georg einen sehr guten Satz gesagt: „Das Leiden ist der Fels des Atheismus“.
    Liebe Grüße
    Hubert

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  2. Liebe Sylvia,
    dein Gedicht berührt mich.
    Das unerträgliche Schicksal deiner Freundin,
    die Hilflosigkeit im Umgang mit ihr und ihrer Familie,
    die unendliche Emphatie deiner Worte,
    die Grausam- und Unberechenbarkeit dieser Krankheit,
    das Deja Vu, meine Bettnachbarin während meines Krankenhausaufenthaltes im Juli, 42jährig und ähnlich schlimm betroffen,
    meine persönlichen Ängste,
    der momentan dritte Schub innerhalb der letzten vier Monate und die vorhandene Progredienz verbunden mit erheblichen körperlichen Verschlechterungen und Einschränkungen lassen meinen sonstigen Optimismus beachtlich schrumpfen.
    Fühle dich ganz lieb gegrüßt
    Elke

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    • Liebe Elke,
      keineswegs wollte ich, dass es Deinen Optimismus schrumpfen lässt. 😯😢
      Was Du berichtest, berührt mich wiederum sehr und lässt mich betroffen zurück.
      Bitte gib die Hoffnung nicht auf.
      💜
      Den letzten Vers habe ich mit der Feder der Verzweiflung und Angst geschrieben – das muss ich zugeben.

      Ich folge Dir nun auch und hoffe, ich kann Dich mit anderen Worten wieder etwas aufbauen.

      Sei herzlich umarmt 💛

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  3. Pingback: Puppenmädchen – Deine Christine!

  4. Ich war sehr erstaunt, wieviele hier geschrieben haben!
    Es gibt Ungerechtigkeit und das zuhauf. Ich denke, nicht wenige müssen Vorlieb nehmen mit schnöden und unliebsamen Bedingungen, durch die sie durchs Leben müssen.
    Vielleicht kann man Klagen sein lassen, wenn man härtere Schicksale im einzelnen kennt.
    Nichtsdestotrotz sollte man kämpfen, den Kopf oben zu halten und das Leben zu feiern, wenn man Abstand hat.
    Ich hoffe, das wird richtig verstanden.
    Danke!

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    • In der Tat: Es ist wirklich sehr erstaunlich, wie viele dieses Gedicht berührt hat.

      Jeder wird im Laufe seines Lebens mit dem Thema „Krankheit“ und „Tod“ konfrontiert. Wie hart oder anders formuliert: wie „unweich“ das Schicksal treffen kann, ist relativ!

      Beispiel gefällig?
      Ich kenne einen Soldaten aus dem II. WK, der mit offenem Rücken einen toten Kameraden aus dem Schützengraben unter feindlichem Beschuss schleppte. Ist sein Schmerz über den Verlust seines Kameraden im Vergleich zu seinem offenen und blutenden Rücken zu relativieren?
      Oder ist es es relativierbar zu sagen, lieber einen Verwandten tot zu wissen, als ihn sein Leben lang im Rollstuhl oder im Bett zu pflegen?

      Was ist schon wirklich schwer und was ist wirklich hart? Einem Kranken Mut zu machen, wird nicht leichter, wenn man ihn auf vermeintlich relativ härtere Schicksale aufmerksam macht.
      Dies kann nur zur Folge haben, dass der Betroffene es so wahr nimmt, nicht ernst genommen und er selbst denkt, mit seinen Sorgen alleine gelassen zu werden.
      Dies kann nur der Betreffende selbst für sich entscheiden, ob die „relativ härteren“ Schicksale ihn selbst aus dem Tal der Trübnis und Ausweglosigkeit herausführen können.

      Das „Klagen“ gehört zu jeder Erkrankung hinzu. Denn wir sind Menschen und ein Klagen fordert Anteilnahme ein – sei es die eines Arztes, der Familienangehörigen oder der Gesellschaft.
      Für mich ist nichts menschlicher als der Mensch mit seinen Schwächen.

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      • Auf härtere Schicksale würde ich auch nie verweisen.
        Das macht kaum Sinn!
        Ab und an fahre ich eine gehbehinderte Frau nachhause,wenn sie bei mir klingelt.
        Sie jammert viel. Ich sage ihr dann meist: „jammere nicht!“
        Ich sehe ja ihr Leid, aber das jammern über gebühr ist kontraproduktiv- für sie!
        Ich habe seit früher Kindheit mit Angst und Depression zu tun und vergleiche mich nicht mit anderen. Schwierig müssen wir alle durchs Leben.
        Danke f deine umfangreiche Antwort!

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      • Ja, es ist immer ein differenzierter Blick notwendig. Es gibt Menschen, die jammern schon über eine Erkältung und erwarten, dass alle sie Umgebenden mit einstimmen. Es gibt auch Menschen, die jammern noch nicht einmal nach zig Chemotherapien – so unterschiedlich ist das leider – menschlich eben.
        Insgesamt sind wir uns, denke ich, einig.
        Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
        Beste Grüße aus Meißen (die Sonne schaut gerade hervor und verheißt ein Kaffeetrinken vor unserer heutigen Probe auf der Terrasse – wie schön! 🙂 ).

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  5. Pingback: Wenn wir … | seelenglimmern

      • Zusatz:
        Mir fiel zu Deinem Kommentar noch ein:
        Es gibt ein Gedicht von mir (ich hatte es vor 14 Tagen zur letzten Veranstaltung gelesen), in welchem es heißt:
        Die Helfer sind die Leisen –
        noch nie musste Menschlichkeit sich preisen.

        Insofern kann ich Dir nur beipflichten. Wir haben auch in Sachsen viele Menschen, die sich für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten (jene, die tatsächlich Hilfe brauchen) kümmern oder sich um Obdachlose sorgen. Über die berichtet man kaum, sondern die Medien berichten vorwiegend die Aufmärsche von Nazis und die Angriffe auf Flüchtlinge und Heime (selbstredend auch wichtig).
        Doch über die Helfer, die Helden des Alltags wird nicht berichtet.
        Warum wohl? …

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  6. Liebe Sylvia,
    jetzt sitze ich auch am PC und habe noch einmal in voller Größe das wunderschöne Gedicht, die wunderbaren Kommentare durchgelesen.
    Da geht mir wirklich das Herz ❤ auf und ich empfinde es als eine sehr gr0ße Ehre mit meinem Foto einen Teil dazu beigetragen zu haben…. Danke dafür. ❤

    Außerdem finde ich es sehr bemerkenswert, wie du deine Gefühle zum Ausdruck bringst und finde es sehr schön, dass du deine Freundin in dieser schweren Zeit nicht alleine läßt. Das ist nicht immer selbstverständlich, denn das kann ich wirklich aus eigener Erfahrung berichten.

    Alles Liebe und Gute für B. und natürlich für DICH,
    Deine Christine! ❤

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  7. Liebe Sylvia, es ist nicht das erste Mal, dass du solch herzzerreissende und aufschreckende Beiträge und Gedichte schreibst. Du bist mit Leib und Seele bei denen, die es gerade trifft und die es nötig haben. Du widmest ihnen deine Gedanken in einem Mass, das gerade heutzutage bemerkenswert ist. Du bist fähig mitzufühlen, weil du weisst, was es bedeutet, krank und hoffnungslos zu sein. Dein Beitrag hier hat mich tief erschüttert und im Gegensatz zu dir, bin ich nicht fähig, meine Tränen zurückzuhalten. Du bist ein Mensch, dem ich nur das Beste – das Allerbeste – wünsche. Es ist so schön, dass es dich gibt. Nachdrücklicher kann ich meine Gefühle nicht beschreiben, da mir die Worte fehlen bei so viel Herzenswärme.

    Ganz ❤ Grüsse, Christel

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    • Liebe Christel,

      Deine Worte gehen mir unter die Haut. 💜
      Es ist eigenartig: Ich empfinde das, was ich spüre und schreibe, als normal. Ich bin zwar nicht mehr erstaunt darüber, dass es herzlose und gefühlskalte Menschen gibt (vom Idealismus bin ich als Realpoetin weit entfernt), doch bin ich jeden Tag erschüttert, wenn ich lese und höre, wie respektlos oftmals miteinander umgegangen wird. Lieblos nenne ich es auch. Und da fällt mir ein: Wer für sich selbst keine Liebe empfinden kann, wird auch für andere keine empfinden. Man kann Liebe nicht im Internet bestellen.
      Liebe ist nicht verhandelbar.
      Wenn wir – so wie Bäume – uns untereinander versorgen würden, wäre Friede auf dieser Welt.

      Zum Frieden gehört für mich auch der Friede im eigenen Haus und mit sich selbst. Nur so kann Liebe ihre Existenz finden.
      Die Voraussetzungen für „Empathie“ sind somit geschaffen ….
      Wenn wir diese entwickeln und anderen Menschen helfen (sei es mit Zuhören, einem Gespräch, einer Umarmung, Brot oder Butter, einer kleinen Münze oder mit Arbeit ALS VERGEGENSTÄNDLICHTE LIEBE, dann wären wir Menschen weiter.
      Ach, liebe Christel, jetzt schreibe ich Dinge, die Du längst weißt. Aber ich schreibe einfach meine Gedanken zu Deinem mich so berührenden Kommentar.
      Ich hoffe, Du verübelst es mir nicht.

      Ich wünsche Dir auch das Beste, Allerbeste. Und uns, uns allen. Liebe und Respekt und ein Miteinander.

      Ich umarme Dich,
      Sylvia

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      • Danke, liebe Sylvia, du sprichst mir aus dem Herzen. Und ich liebe deine „Bildsprache“:
        „Wenn wir – so wie Bäume – uns untereinander versorgen würden…“, Bäume gehen Wurzelvernetzungen untereinander ein … was für ein schönes Bild! Auch wenn ich einiges weiss, wenn DU schreibst, dann lerne ich meistens etwas Neues dazu. Irgendwie auch schön, dass wir vernetzt sind, wenn auch nur virtuell, nicht wahr? 🙂

        Für dich auch eine ganz liebe Umarmung,
        Christel

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      • Es ist ein Aphorismus von mir, den ich auf einem schönen Foto von Peter Fischer plazierte. Da steht auch direkt „über unsere Wurzeln“ (habe gerade nachgesehen 😊). Wenn Du magst, veröffentliche ich es demnächst. Da kannst Du es gern kopieren.

        Ich freue mich auch unsagbar, so feine Menschen wie Dich hier kennenlernen zu dürfen.
        Vielleicht lernen wir uns auch mal persönlich kennen? 😊🌹🌻

        Ja, auch ich lerne immer gern bei anderen Menschen. Das ist gut so.
        Wer aufhört zu lernen, beginnt mit dem Ende.

        Eine innige, virtuelle Umarmung.

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      • Oh ja, es wäre sehr schön, wenn du es veröffentlichen würdest, da würde ich mich sehr freuen. Und über ein persönliches Kennenlernen natürlich auch, das wäre zu schön … mal schaun, wie wir das verwirklichen können 🙂

        Dann gäbe es eine echte, innige Umarmung ❤ 🙂

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  8. Das musste ich jetzt erstmal in der Morgen Dämmerung mit einer Zigarette sacken lassen.. Ein sehr trauriges Gedicht und dennoch mit einem Funken Hoffnung und ganz viel Herz geschrieben. Ich wünsche dir viel Kraft bei deiner Begegnung mit Bea und wünsche ihr sehr das sie ihren Lebensmut nicht ganz verliert. Ganz viele Herzensgrüße von mir zu dir, Michi

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  9. Jede Zeile vermittelt Trauer und Schmerz und zeigt in allen Facetten die Hoffnungslosigkeit dieser Krankheit. Am Ende Deiner Worte bin ich zutiefst erschüttert und „humbled.“ Humbled vor deiner Freundin, die ihrem Schicksal grausam ausgeliefert ist und humbled…. dass ich noch leben darf. Es ist ein Geschenk, das Wertvollste, das uns je gegeben wird, und wir vergessen es so an vielen Tagen, zu beschäftigt, zu unachtsam, zu, zu….
    Die wärmsten Gedanken zu Deiner Freundin und Dir ein großes Dankeschön. Priska

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  10. Ehrlich fehlen mir die Worte, da mich deine sehr berühren, liebe Sylvia. Dennoch möchte ich nicht einfach nur ein Gefällt mir klicken.
    Dein Gedicht ist eine Liebeserklärung an Bea, nur ehrliche Worte können so berühren! Traurige Ernüchterung über diese furchtbare Krankheit lassen Wut hochkommen und eine Ohnmacht drückt schwer auf die Schultern! Das Leben kann so furchtbar sein, einfach so und gnadenlos! Wir alle, die von solch schlimmer Krankheit verschont bleiben, sollten dankbar sein!
    Liebe Sylvie, wenn du Bea besuchst, kannst du nichts falsch machen, solange du dir nicht vornimmst, wie du sein wirst. Ich meine, du bist ein ehrlicher und feiner Charakter, dass wird dir helfen. Entschuldige bitte, falls ich evtl. zu persönlich geworden bin. 🤗
    Ich wünsche dir viel Kraft und ein dennoch schönes Wiedersehen mit deinem Puppenmädchen.
    Liebste Grüße Gaby 🙂

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    • Liebe Gaby,
      Deine Worte berühren mich sehr. Ja, Wut empfinde ich oft.
      Geht es nur mir so, dass ich empfinde, nur die feinen Menschen erkranken so schwer? Jene, die über Leichen gehen, die sich im Sprachgebrauch „Charakterschweine“ nennen, die trifft es nicht? Ist es so oder kommt es mir nur so vor? Ich weiß es nicht und diesbezüglich bin ich, die sich so viel mit Menschen und deren Schwächen und Stärken beschäftigt, ratlos.
      Ich bin gegenüber Gläubigen respektvoll. Doch ich frage mich oft: Wo ist denn Gott? Warum lässt er so viel Elend zu?
      Die Christen begründen es damit, dass nur den Guten diese Prüfung auferlegt wird.
      Ich hadere doch stark mit solchen platten Erklärungen – da bin ich ehrlich.
      Gott sei nicht für den Menschen verantwortlich – die Menschen selbst machen sich krank.
      Ist das so?
      Ich weiß, es sind zu viele Fragen.

      Ja, Du hast so recht – ich kann nichts falsch machen, wenn ich so bin, wie ich bin. Aber ich habe etwas Angst. Was, wenn ich weinen muss. Ich, die so wenig weint? Wenn es mich just in dem Augenblick packt? Davor würde mir grauen. Bea braucht doch keine Heulsuse um sich ….

      Ich freue mich trotzdem auf ein Wiedersehen und keine Krankheit kann mich davon abbringen – ist es auch noch so schwer. Es geht nicht um mich – es geht um Bea.

      Du bist keineswegs zu persönlich geworden – bei diesen Themen und Gedichten, die direkt mein Leben und meine Erfahrungen betreffen (es gibt ja auch andere Gedichte, bei welchen ich mit dem lyrischen Ich nur arbeite), ist nichts verkehrt, liebe Gabi.

      Sei herzlich gegrüßt aus Meißen,
      Sylvia

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      • Liebe Sylvia,
        Du schreibst: „Geht es nur mir so, dass ich empfinde, nur die feinen Menschen erkranken so schwer? “
        Nein, mir geht es GENAU so. Die nicht so feinen Menschen scheinen die besseren Immunkräfte zu haben. Aber trotzdem möchte ich deshalb kein böser Mensch oder übler Charakter sein. Wird das Gute etwa von Gott bestraft? Oder von der Natur, oder von wem auch immer?
        Liebe Grüße – Hubert

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      • 🤗 vielen Dank, liebe Sylvia….
        Ich glaube, schlimme Schicksale bei feinen Menschen empfinden wir sehr viel stärker und halten es auch für absolut ungerecht; wir leiden mit Ihnen und es trifft uns quasi mitten ins Herz und wir fragen uns gleichzeitig, warum es nicht die Bösen trifft?!
        Wer ist Gott und vor allem, wo ist er, wenn wir ihn brauchen? Bis heute sind mir diese Fragen unbeantwortet geblieben. Ich kenn eine Person, die sehr gläubig ist, aber auch sie wusste keine Antworten und sagte zu mir:“ Ich „glaube“ halt und das hilft mir!“ Diese Antwort hat mir dann aber insofern geholfen, dass ich für mich entschieden habe, Gott ist nicht mein Glaube, aber ich „glaube“ und zwar an mein Bauchgefühl. Und das hilft mir! Und auf das Weihnachtsfest freue ich mich trotzdem jedes Jahr. 🤗 Ich meine auch, das wir keinen Gott verantwortlich machen können, das wäre ein wenig zu einfach, der Mensch selbst ist verantwortlich, nur leider hat er es „das Schicksal “ oftmals nicht in der Hand.
        Was, wenn du weinen musst? Liebe Sylvia, natürlich weinst du dann, das ist nichts Schlimmes! Könnte es nicht sein, dass Bea eine Freundin bräuchte, mit der sie gemeinsam weinen kann? Weinen kann auch sehr befreien! Ich selbst habe beim Tod eines sehr nahestehenden Menschen das Weinen verloren. Viele Jahre später beim Versterben meines Vaters glücklicherweise wieder bekommen. Ich bin so dankbar, wenn es „weh“ tut, weinen zu können bzw. zu dürfen! Du hast Recht, Bea braucht keine Heulsuse, aber ehrliche Gefühle einer lieben Freundin. Ich selbst bin nicht wirklich nahe am Wasser gebaut, aber dankbar, mich nicht mehr zu schämen, wenn ich weinen muss. Kennst du das, vor Wut weinen? Das fällt mir tatsächlich leichter. Verrückt, oder?
        Ich finde es ganz wundervoll, dass du Bea sehen wirst.
        Alles wird gut! Auch, wenn es weh tut. 😊

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      • Liebe Gaby,
        leider habe ich erst jetzt Deinen Kommentar – wie viele anderer von anderen Lesern und Freunden – im Papierkorb gefunden. Dort habe ich weder Deinen, noch die anderen Kommentare hin verfrachtet und bin gerade ziemlich entsetzt. Ich muss mal jemanden beauftragen, nachzusehen, was da los ist. Ich selbst bin mit so etwas überhaupt nicht vertraut.
        Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deinen tiefgehenden Kommentar, der mich sehr berührt. Du hast Recht: Ich darf weinen, wenn mir danach ist und es ist schon selten genug. So wie Du das machst: vor Wut zu weinen – das finde ich gar nicht verrückt. Es ist weitaus besser, als vor Wut etwas kaputtzuschlagen. 🙂
        Im November werde ich Bea sehen und ich bleibe jetzt ruhig und konzentriere mich darauf, mich zu freuen auf sie und unser Wiedersehen. Es ist verdammt lange her, als ich sie das letzte Mal sah. Ich spüre auch regelrecht, dass sie sich davor fürchtet ….
        Schon vor Jahren sagte sie, dass sie zu keinem Klassentreffen gehen wird. Alle würden erzählen, wie gut es ihnen geht, wieviele Kinder sie haben, welche Autos sie fahren und Bilder ihrer glücklichen Familie und ihres schönen Heimes zeigen. „Und was mache ich da? Ich komme da hin, humpelnd, mit Krücken und habe nichts. Kein Kind. Kein besonders schönes Auto, kein übermäßig schönes Heim. Ich komme nur mit mir und dem, was ich noch habe.“ Das hat mich damals sehr berührt. Sie wollte nicht als Versagerin gesehen werden. Als sie in den Neunzigern die Diagnose erhielt, stand der Entschluss fest, kein Kind zu haben. „Was soll ich mit einem Kind bzw. was soll das Kind mit mir? Wenn es größer wird, kann ich nichts mit ihm unternehmen. Es hätte eine Krüppelin zur Mutter!“
        Als hätte sie es geahnt.

        Nun, Du weißt sicher schon aus anderen Gedichten, dass ich mit Gott hadere.
        „Wenn ich Gott wäre“ ist auch so ein Gedicht, aus welchem dieses Mißtrauen meinerseits zum Tragen kommt.

        Ich grüße Dich ganz herzlich, liebe Gaby und wünsche Dir eine schöne Zeit.

        Sylvia

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  11. Eine sehr berührende und nachdenklich machende Geschichte. Wie lange Bea noch will…? Ich kann auch nur sagen: das Leben ist manchmal ein Schwein. Das Leben trifft höchst selten die, die es verdienen würden. Die Frage nach einer auch nur halbwegs annehmbaren Gerechtigkeit stellt man besser nicht. Die Antwort weiß nicht mal der Wind.

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  12. Dieser Beitrag ist für mich ganz großes Kino wie man die Sitiuation nicht besser beschreiben kann. Es ist immer schrecklich für diejenigen die die Krankheit trifft als auch für diejenigen die davon unerwartet erfahren und dem Menschen sehr nahe stehen ,egal in welcher Form.
    Ich habe Christine auf ihrem Blog geschrieben dass speziell dieses Foto mit traurig macht und die Sitiuation von ihr zu 100 % spiegelt. Besser kann ein Foto einfach nicht sein ! Einfach nur traurig !! Ich danke dir für diesen Beitrag und wir alle Nichtbetroffenen sollten jeden Tag dankbar sein dass wir uns bewegen, reden, essen und lachen können ! Danke Sylvia !!

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    • Für diesen Kommentar danke ich Dir ganz besonders, denn besser hätte ich es selbst nicht schreiben können.
      Ich schrieb vor wenigen Tagen Christine in einer Mail, dass ich genau nach solch einem Foto schon länger suche. Dabei wäre es mir vor allem wichtig gewesen, dass das Foto nicht von „irgendwoher“ kommt, sondern eines ist, aus welchem die Seele spricht.

      Ja, du hast so recht. Oft vergessen wir im Alltag, wie es eben NICHT selbstverständlich ist, dass wir laufen, essen, sprechen und einfach nur leben können. Wir (auch ich!) brauchen leider immer wieder diese Erinnerung, oft auch die ganz persönliche. Nach meiner Nahtoderfahrung in jungen J ahren habe ich das schon erfahren und siehe da: Es kommt die Normalität und wir werden wieder nachlässig.

      Ich danke DIR auch und grüße Dich aus Meißen herzlich,

      Sylvia

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      • Dankeschön ! mehr kann ich nicht dazu sagen !
        Dein Hobby ist es Gedichte zu schreiben, Bücher ect. und diese in der Öffentlichkeit vorzustellen und dies mit großem Erfolg. Darauf kannst du sehr stolz sein, ist jedenfalls meine Meinung !!!

        Mein Hobby ist die Fotografie in eine bestimmte Richtung. Ich bin sicherlich kein Profi und möchte dies auch nicht sein, sondern ganz labidar gesagt ein „Hobbyfotograf“ ! Ich mag keine Menschen fotografieren sondern die Natur und andere Bereiche die mich einfach interessieren. Dafür muss ich beweglich sein und es wäre der größte Alptraum für mich wenn ich wegen einer Krankheit dieses Hobby nicht mehr ausüben könnte. Ich hatte ja als mein größtes Hobby früher die Berge. Durch einen Bandscheibenvorfall wurde ich vor Jahren stark eingeschränkt und kann gewisse Tourenanforderungen einfach nicht mehr machen.OK damit muss ich leben und kann das eigentlich heute ganz gut. Ich kann mich aber trotzdem an der Bergwelt erfreuen und tue dies auch wenn auch nicht mehr so wie früher. Wenn ich mir aber vorstelle „bettlägerig“ zu sein dann ist das das schlimmste was einem Menschen wiederfahren kann.
        Denke wir sind uns da einig !!! LG Manni

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      • Deine Beschreibungen kenne ich. Als ich an Borreliose erkrankte und seitdem nie wieder etwas so wurde, wie es mal war, kann ich es mehr als nachvollziehen. Im Moment kann ich kaum noch 100 Meter laufen und warte ein halbes Jahr auf ein neues Hüftgelenk.
        Meinen alten Beruf habe ich durch diese Krankheit verloren.
        Auch meine Leidenschaft: das Wandern und Bergsteigen (wenn auch im kleinen Rahmen – bis zur Mittelspitze des Watzmann habe ich es auch in jüngeren Jahren im gesunden Zustand nicht geschafft) kann ich seit 2003 nicht mehr ausführen. Dennoch bin ich nicht hadernd, sondern glücklich, dass ich das Leben leben darf und es mir heute besser geht, als noch vor einigen Jahren.
        Ja, und da sind wir uns absolut einig, lieber Manni und ich freue mich sehr, dass Du das auch so siehst und LEBST.

        Herzlichst,
        Sylvia

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      • Also das mit der Borreliose wusste ich nicht . Das tut mir sehr leid und dass du auf ein Hüftgelenk wartest auch nicht ! Hoffe ich habe durch meinen Kommentar da nicht was losgetreten !
        Mittelspitze Watzmann finde ich schon eine Leistung. Ich war leider noch nie dort aber mit ca. 100 anderen Touren kann ich schon ein wenig mitreden.
        Man kann die Bergwelt auch mit den Augen bestauen und eine Freude daran haben ohne auf irgendeinem Gipfel stehen zu müssen und sich dabei verausgaben bis aufs letzte !
        Wünsche dir auf jeden Fall eine gute Zeit und hoffentlich bald gute Besserung

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      • Nein, Du hast nichts losgetreten. Ich ruhe diesbezüglich. Denn ich hatte Zeiten, da ging es mir so schlecht, dass ich in Krankenhäusern Dauergast war.

        Die Berge haben mich immer faszinierend – ich habe sogar Gedichte darüber geschrieben. Diese Stille in den Bergen, die unberührte Natur, dieses „Mit-sich-und-den-Bergen-eins-sein“, die klare Luft und so vieles mehr haben mir immer sehr gefallen. Ich mochte noch nie Hektik und Stadtleben, es strengt mich einfach an.

        Danke für die guten Wünsche, die ich gern zurückgebe, lieber Manni!

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    • Liebe Sarah, ich danke Dir so sehr für Deine lieben Worte.
      Ich werde Bea bald sehen und weiß noch gar nicht, wie es sein wird. Dabei ist für mich sekundär, wie es MIR geht (auch nachher), sondern mir geht es primär darum, wie ich mich verhalte – dass ich nichts „verkehrt“ mache.
      Das ist ein seltsames Gefühl ….

      Ich grüße Dich herzlich,
      Sylvia

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  13. Wenn ich Deinen Bericht lese, wird mir wieder bewusst, wie unberechenbar meine Krankheit sein kann! Mir geht es im Moment mal relativ gut und ich will diese Zeit auskosten solange es geht! Ich denke ganz selten daran, wie brutal die MS zuschlagen kann, bin in keiner Selbsthilfegruppe und habe, außer mit Christine, keine Kontakte zu MS-Kranken.

    Jeder neue Tag, ist der Erste Tag vom Rest Deines Lebens. (Dale Carnegie) Oder Sorge Dich nicht, lebe-Buch Dale Carnegie.

    Natürlich kann ich nicht immer nach diesem Prinzip leben, ich kann nur ständig daran arbeiten!
    Und dankbar sein, für alles Gute, was mir widerfährt!

    Liebe Sylvia,
    wie mit einem Menschen umgehen, der sich in dieser Situation befinden, dafür gibt es keine Worte! Vielleicht ist Schweigen und die Hand halten, mehr als jedes Wort!

    Du hast mit diesem gefühlvollen Gedicht, die Vergänglichkeit der Unbeschwertheit gezeigt und daran erinnert, wie wertvoll diese Zeiten sind.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Energie, die Du Deiner Freundin weitergeben kannst!

    Sei ganz ❤lich gegrüßt Babsi

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    • Ach, meine liebe Babsi,
      kaum bin ich imstande, auf Deinen intensiven Kommentar so zu antworten, wie ich gern möchte. Du berührst mich so sehr mit Deinen Worten.
      Ja, ich denke, manchmal muss man auch schweigen. Ich werde Bea bald sehen und muss mich stark machen dafür.

      Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir weiter so geht wie jetzt und freue mich so sehr, Dich, Christine und Katrin kennenlernen zu dürfen. Ihr seid so starke Frauen!

      Fühl Dich umarmt, liebe Babsi,

      Sylvia

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  14. Ich kann es sehr gut nachempfinden. Mein bester Freund, ein Lebensgefährte über viele, viele Jahre, mein allerbester Freund … und so erschreckend viele andere … es ist nicht zu verstehen. Es ist schlicht und ergreifend nicht zu verstehn. Dir die allerherzlichsten Grüße, liebe Sylvia, das Gedicht ist wunderschön.

    Gefällt 4 Personen

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