Gefährlichkeiten


Gefährlichkeiten

Was bin ich vor Tieren weggerannt,
so jeder Verwandte mich gekannt,
war es eine Kröte, jeglich Insekt,
was kroch, was schlich, ward ausgestreckt,

ICH hatte Angst und einmal war:
Mir nach lief eine Kückenschar,
man dorfesweit mein Zetern hörte,
so laut, dass es die Nachbarn störte,

bis meine Mutter mich erlöste,
mit mir geschwind vom Hofe döste
und mir erklärte: «Die Babys sind von der Henne,
vom Opa Franz», die ich doch kenne,

«die legen mal dein Frühstücksei!»
Ha! Das war MIR doch einerlei!
Kreischende Küken rannten mir hinterher,
das war unmenschlicher Verkehr.

Egal, ob Hund, ob Katze,
ob zarte Pfötchchen oder Tatze,
das Tier schien mir, ob groß, ob klein,
ein Ungeheuer nur zu sein.

Längst entschlüpft der Kinderhaut,
von Tieren wurd ich nie verSAUt.
Inzwischen wurd mir – eiskalt – klar:
NICHT Tier – der Mensch ist die Gefahr!

©Sylvia Kling

 

Drum liebe bloß die Tiere mehr,
der Mensch liebt sich alleine – sehr. 😂💟

Fortsetzung folgt!

BEITRAGSFOTO: pixabay.com

„werdepate“

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

zum Gedicht muss ich nichts weiter schreiben – es spricht für sich. Es gibt noch ein weiteres Gedicht, welches ich als eine Art Fortsetzung sehe („TIERisch“) und Euch auch in den nächsten Wochen zeige.

Heute schaffte ich es, mal nach einer erfolgten Nachbuchung von 500 MB einen Beitrag zu veröffentlichen. Auf Facebook ist dies täglich leichter für mich, da ich dort per Smartphone poste – hier ist dies leider nicht erfolgversprechend. Der Aufbau von WP ist nicht dafür geeignet. Es kommt zu Fehlern und immer wieder musste ich feststellen, dass die meisten meiner Follower meinen Beitrag nicht angezeigt bekommen. Also lasse ich das und warte lieber, bis sich eine Möglichkeit ergibt, die für mich und Euch zufriedenstellender ist.

Ich hoffe, es geht Euch allen gut und Ihr könnt Euch am Sommer erfreuen. Bei uns in Sachsen beginnt am kommenden Montag wieder die Schule. Auf ein Neues! Bald hat mein „Kurzer“ Jugendweihe, was ich kaum fassen kann. 😉

Mein Buch „Von Morgenseelen und Eisbrecherferne“ ist nicht vergessen – nur hängt momentan wirklich alles am fehlenden Internet. Dennoch sind wir bemüht, diesen Lyrikband bis November zu veröffentlichen. Auch mein erster Prosaband „Zimmer 101“ wartet auf die Beendigung des Lektorats und die neugierigen Augen von Lesern.

Bleibt gesund und passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 

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37 Gedanken zu „Gefährlichkeiten

  1. Nach einem „Überfall“ durch einen Boxer in meinem dritten Lebensjahr hatte ich bis zu meinem elften latente Angst vor Hunden…wie hätte ich damit rechnen können, das mir unser Cocker-Spaniel „Paddy“ jemals so ans Herz wachsen könnte…?
    Sei lieb gegrüsst
    Guido

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    • Danke für den Kommentar.

      Ganz sicher ist das so.
      Jede Sicht kann und möchte ich in einem Gedicht auch gar nicht darlegen, zumal es auch mein Anliegen ist, hin und wieder mit Überspitzungen zum Nachdenken anzuregen.

      Als Humanistin glaube ich ja daran, dass der Mensch, der auch dazu fähig ist, sich selbst hilft. „Helfen“ beinhaltet ein nicht zerstörerisches Verhalten. Ich glaube noch immer daran, wenn es mir auch manche Tage schwer fällt.

      Liebe Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

  2. Oh je, Du Arme! Ein schönes Gedicht und wie wahr! Das Tier ist wohl der bessere Mensch. 🤔 Nichtsdestotrotz amüsiere ich mich, liebe Sylvia, bei der Vorstellung, lauter flauschige Küken 🐣 watscheln piepsend der kleinen Sylvia hinterher… 🐥🐥🐥🐥🐥💃🏻 Aber ich kann Dich gut verstehen. 🤗 Keine zehn Pferde bekommen mich auf einen Pferderücken! Ein Zaun zwischen Pferd und mir finde ich großartig! 😁 Ich wünsche Dir eine schöne Woche, liebe Grüße Gaby 🙂

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    • Liebe Gaby,
      ich habe wohl bei einigen mit diesem Gedicht Kopfkino ausgelöst 🙂 – lach.
      Auf ein Pferd würde ich schon steigen, aber leider würde das schon an meiner Hüfte scheitern.
      Dagegen finde ich Kühe zwar schön, aber hier möchte ich möglichst einen Zaun dazwischen haben :-). Als ich 15 Jahre alt war, bin ich meiner Freundin Heike zuliebe zur Ferienarbeit in einen Kuhstall gegangen. Ich hatte drei Tage lang damit zu kämpfen, meine Angst vor dem Viehzeug zu verlieren. Man gab mir gute Hinweise, wie ich das machen muss. So habe ich gemolken, den Kuhtanz im Stall vollzogen und die Arbeiter dort erheitert. Ich war eine moppelige Jugendliche und mit dem Melkschemel am Hintern sah das schon lustig aus, zumal ich nicht gerade grazil wirkte.
      Ich hatte dann ein Lieblingskälbchen, dem ich die Flasche gab. Doch leider holten sie es eines bösen Tages ab. Es war blind und krank und ich habe bitterlich geweint. Das war meine erste hautnahe Begegnung mit Tieren.
      Meine Angst vor Hunden blieb jedenfalls sehr lange, bis ich mir eben selbst einen anschaffte.

      So, genug geplaudert, liebe Gaby.
      Ich wünsche Dir einen wunderbaren Wochenbeginn und grüße Dich herzlich!

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  3. Wunderschöne Worte! Danke! Schön wieder einmal was von dir hier zu lesen. Bei den Internetproblemen schliesse ich mich traurigerweise gerne an. Hatten hier dasselbe Problem. Nun liegen drei Funksticks unterschiedlicher Anbieter parat, um im Notfall doch Online zu sein. ;-( LG, und beste Wünsche für die kommende Woche. Freu dich, wenn erst mal erklärt wird, dass Deutschland überall Hochgeschwindigkeitsinternet hat, dann dürfte den bisherigen Feststellungen zufolge überhaupt nichts mehr funktionieren. Wie war das noch was mit dem „Land der Dichter und DENKER“? LOL

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  4. Was hier bei dir wieder so schön zu lesen ist, kann ich sehr gut nachvollziehen und auch bestätigen liebe Sylvia!
    Eine liebe Freundin sagte mir mal „wer Menschen kennt, liebt Tiere“, was ich erst später wirklich verstand.
    Liebe Grüße, Danke💞 wünsche dir auch noch einen schönen Tag🌞🌺🌻🍀

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  5. Dein Gedicht gefällt mir sehr gut. Ich habe jetzt das Bild der Syliva als kleines Mädchen im Kopf, die schreiend vor den Kücken flüchtet. 😀 Als Kind muss das ja echt der Horror für dich gewesen sein. Ich bin immer vor einen Putengruppe weggelaufen – bis zu meinem 5. Lebensjahr haben meine Eltern mit uns auf einem Bauernhof als Mieter gewohnt.
    Ich wünsche dir auch eine schöne Sommerzeit. Liebe Grüße…

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  6. Zum Schmunzeln schön 🙂 Es tut so richtig gut, wieder bei dir lesen zu können (dieses „Internet-Problem“ hatte ich die letzten sechs Wochen auch).
    Dir schreibt gerade ein Mensch, der NICHT gefährlich ist – also, du musst dich nicht fürchten 😉
    Ein wundervolles Gedicht, gefällt mir sehr! 🙂

    Herzliche Grüsse zu dir ❤

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  7. Ein kluger Kopf sitzt auf deinen Schultern liebe Sylvia und vermag es das Grausige in gestzte Worte zu fassen. Doch die Wahrheit bleibt. Der Mensch ist das gefährlichste Tier unserer Erde. Ich hatte nie Angst vor Tieren (Spinnen und Schlangen ausgenommen), doch Menschen fürchte ich immer. Liebste Grüße zu dir!

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  8. Kannst Du Deinen Facebook Beitrag nicht auch auf WordPress teilen? Ich bin z.B. nicht bei Facebook angemeldet, könnte ich es dann überhaupt auf WordPress öffnen?😏
    Google+ wäre auch noch eine Möglichkeit und dann kannst Du es an WordPress weiterleiten, vielleicht ist das noch eine Option.

    Dein Gedicht ist super, musste schmunzeln!😊 Du warst ja ein richtiger Hasenfuß als Kind!🙊😜

    LG Babsi

    Gefällt 1 Person

    • Ich weiß nicht, ob das alles geht. Ich schaue mal. Auf Google Plus bin ich, doch da ist ja „tote Hose“. Wenn Du dort bist, können wir uns verbinden. Vielleicht wird es dann besser dort für mich. 😊😍Ich sehe mal, was da alles geht.

      Du hast das gut erkannt (das Autobiographische 😀). Ich war so ein Angsthase! 😂
      Damit ich diese Angst verliere, schaffte ich mir sogar vor einigen Jahren einen Hund an. Seitdem bekomme ich keinen Fastherzanfall mehr, wenn Hunde unterwegs sind. Das war richtig schlimm. Nennt man das im Psychologischen nicht „Konfrontationstherapie“?
      Allerdings mag ich Katzen lieber. Sie sind eigensinnig – eine Eigenschaft, die ich sehr mag …. 😉.

      Herzliche Grüße an Dich
      Sylvia

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