Mengenangaben


So viele, längst vergessne Lieder,
vergilbte Schriften, gut bewacht,
so viele längst entmenschte Glieder,
die irgendwann ein Leben mal vollbracht.

So viel gutes, schlechtes Sinnen,
Gedanken, die uns weiter brachten,
so viel Weisheit, tief von Innen,
die für uns das Heute machten.

So viele Ahnenforscher so viel fanden,
tausend Worte, Klänge, Noten.
So wenig haben wir verstanden.
So viele. Moderne. Idioten.

Copyright Sylvia Kling

Kopieren und Weiterverwenden nicht gestattet.

Das Gedicht erscheint in „Morgenseelen und Eisbrecherferne“ – geplante Veröffentlichung November 2017.

 

Liebe Freunde, Leser und Besucher,

die Premiere unseres Programms „Poetisch-musikalische Szenen mit Zuckerbrot und Peitsche“ mit dem Künstler HC Schmidt fand am vergangenen Sonntag beim Literaturfest Meißen statt. Es war ein wunderbares Erlebnis und ich habe viele Eindrücke gewonnen.

Ich hoffe, Euch demnächst einige Impressionen zeigen zu können (noch sind nicht alle Fotos/Videos aufbereitet). Wer auf Facebook einen Account hat, kann auf meiner Seite unter dem gestrigen Tag einen kleinen Zusammenschnitt sehen. Wir lasen und sangen vor einer zauberhaften Kulisse der Altstadt Meißens, unterhalb des historischen Doms, der Albrechtsburg und in unmittelbarer Nähe zur Kirche St. Afra. Unter pinkfarbenen Rosen, mit einem herrlichen Blick auf das Elbtal bei wunderbarem Sonnenschein fanden sich zahlreiche Zuhörer rings um die Herberge „Kleines Haus“ ein.

Ich verrate Euch, ich hatte vor Beginn einen beachtlichen Puls! 😉

Doch Künstler erholen sich vom Lampenfieber, wenn der Beifall ertönt – so geschah es :-).

Ich wünsche Euch eine gute Woche und passt auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

 

 

Beitragsfoto: 1820796

https://pixabay.com/de/studie-buch-japan-anime-bildung-1616655/

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31 Gedanken zu „Mengenangaben

  1. Ah, ein wunderbares Gedicht. Dieser leichtfüßIge Rhythmus macht unsere Herzen offen für die knallharte Konfrontation „So viele. Moderne. Idioten“ und wir sind nicht ganz sicher, wie uns geschehen und sind bereit zu denken. Ich finde das ein einmaliges Talent von Dir.
    Sei herzlich gegrüßt. Priska

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für dieses Gedicht. Der letzte Absatz gefällt mir dabei besonders.

    Ein Künstler, eine Künstlerin ohne Lampenfieber, ich glaube, das gibt es nicht. Somit befindest Du dich, so glaube ich in guter Gesellschaft.

    Auf Facebook bin ich nicht und mag ich auch nicht sein. Doch ich hoffe sehr, bald etwas von Deinem Auftritt hier zu sehen. 🙂

    Gefällt 2 Personen

  3. Kommen, gehen und vergehen. Das ist wohl der Lauf des Lebens. Und in der Tat könnte man manchmal den Eindruck haben, dass aus den vielen Erfahrungen nichts gelernt (und eher noch die Hälfte wieder vergessen) wird. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass es doch nicht so ist 😉
    Danke für Dein schönes Gedicht.

    Gefällt 3 Personen

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