„Abschied von Harry“ und ein großes Dankeschön an Euch und die Menschlichkeit


Heute geht es um Geschichten über und um Menschen, Tiere und andere, uns im Leben begegnende Dinge. Wer es noch nicht wusste: Ich schreibe auch Prosa und orientiere mich am Alltag, all jenem, was uns Menschen ausmacht und uns bewegt. Daher unterhalte ich mich gern mit Menschen in der Alltäglichkeit, hinterfrage, möchte auch das Profunde über sie erkunden. Oft geht es um Hoffnung und um bestimmte Wege, die Menschen finden. Es handelt sich also um Geschichten, in denen immer das Leben mitschwingt. Den Tod und die Trauer, das Abschiednehmen tabuisiere ich – wie auch in den Gedichten – nicht.  

„Abschied von Harry“ (siehe Link unten) wird mit anderen Geschichten in meinem Buch „Zimmer 101“ im Sommer 2017 erscheinen.

Geschichten aus dem Alltag verschiedener Menschen werden erzählt:

Da ist z. B. der alte Mann, der jeden Tag um die gleiche Zeit den Bordstein fegt, auch, wenn dieser sauber ist und niemand weiß, warum er das tut. Da ist das ungleiche Paar, das sich wider der gesellschaftlichen Normen findet, die Fabel über den Fliegenpilz und die Braunkappe und Franz, der in der Psychiatrie seine Mutter besucht, die nicht mehr sprechen möchte und dessen Erinnerungen an die geliebte Mutter seiner Kinder- und Jugendtage die Gegenwart in dem stillen Zimmer berühren.
Da ist auch „Anastasias Kolibri“, der sie lehrt, alte Dinge loszulassen oder auch Julians Mutter, die nach dem Auszug Julians ihr Leben neu finden muss und Seiten an sich entdeckt, die sie nicht kennt und einige andere, allzu menschliche Geschichten.
Nicht zuletzt lasse ich auch in diesen Geschichten den menschlichen Schwächen genügend Raum. Da ist z. B. die Voreingenommenheit und Borniertheit der Menschen eines Dorfes, die einen Obdachlosen zu dem gerade gesuchten Sexualstraftäter abstempeln. Es werden infolge der persönlichen Geschichte einer Freundin der Protagonistin Parallelen zum Fall Marianne Bachmeier aus dem Jahr 1981 hergestellt, die im Gerichtssaal Lübeck den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna erschossen hat.

Nicht zu vergessen ist  „Die Geschichte der Frau H.“, die schon manche Eurer Herzen im Sturm erobert hat:

Die über 80-jährige, gebürtige Ungarin, welche die Protagonistin mit ihrer Weisheit und Sensibilität besticht und sie lehrt, sie aufbaut und sie reifen lässt. Eine Frau, wie wir sie nicht mehr oft antreffen werden: klug, charmant, autark, moderat. Eine Frau, die den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt und viele Entbehrungen und Verluste erlitten hatte und dennoch nie aufgegeben hat. Den letzten Teil von über 70 Seiten hatte ich nie vollständig veröffentlicht (es gibt dazu auf meiner HP eine Leseprobe – dort sind die vorangegangenen Teile vollständig zu lesen):

http://www.sylvia-kling.de/menu/biographien.php#start

 

Hier entlang geht es zur Geschichte „Abschied von Harry“

http://www.sylvia-kling.de/download/abschied_von_harry_1.pdf

Unser Haushund wartet , dass endlich sein Stock geworfen wird... (piqs.de ID: a12207debd193a405e103237f31e853a)

Unser Haushund wartet , dass endlich sein Stock geworfen wird… (piqs.de ID: a12207debd193a405e103237f31e853a)

Foto: http://piqs.de/fotos/71318.html
Lizenz: Creative Commons License
Fotograf: fotodruide

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

in den letzten Tagen durfte ich hier viel Menschlichkeit erfahren. „Eriks Reise“ wurde zwischenzeitlich 1700 Mal aufgerufen. Einige von Euch haben sich entschlossen, Eriks Reise auf dem Blog Eriks weiter zu verfolgen. Auch „Die Reise“ anlässlich des Weltkrebstages hat viele von Euch interessiert und berührt, Euch zu Kommentaren angeregt oder zum Rebloggen. Dafür möchte ich Euch von ganzem Herzen danken!

Wieder einmal trage ich die Hoffnung in mir, dass wir wieder mehr bewusst und reflektierend miteinander leben. Ja, am Ende werden wir uns nicht an unsere „Widersacher“ und diejenigen erinnern, die sich mit den Fäusten und dem Ellenbogen durch das Leben kämpften, ohne nach rechts oder links zu sehen.

Am „Ende“ werden wir uns an unsere Freunde und deren Hilfsbereitschaft und an die Menschlichkeit erinnern! DAS ist es, was bleibt.

In diesem Sinne wünsche meinen Freunden, LeserInnen und BesucherInnen einen guten Start in die neue Woche. Bei uns in Sachsen zieht der Nebel über die Felder und auch sollte man sich mit Gummistiefeln ausrüsten ;-).

Eure Sylvia Kling

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20 Gedanken zu „„Abschied von Harry“ und ein großes Dankeschön an Euch und die Menschlichkeit

  1. Wenn es die Lehrerin gesagt hat, gibt es doch kaum noch einen Hinderungsgrund. Ich hatte auch meine alte Deutschlehrerin besucht, als ich mein erstes Buch draußen hatte. Sie hat schon lange darauf gewartet. Es war ein unglaublicher, emotionaler Moment für mich (auch, da ich diese Frau verehrte und schließlich sie diejenige war, die mich an die Literatur so führte, dass ich nie wieder davon los kam) – hier auf WP nachzulesen (Wiedersehen mit Boxi).

    Keine Scheu – mehr als schiefgehen kann es doch nicht. Wenn Du noch unsicher bist, kann ich Dir Testleser empfehlen. Ich habe das mit dem Buch „Zimmer 101“ und „Frauenwunder“ (Prosa) so gemacht und bin total gut damit gefahren.
    Der Vorteil:

    Sie beurteilen das Buch aus der Sicht des Lesers, nicht aus der eines Germanistikgurus. Denn was will man, wenn man Bücher schreibt? Man will die Leser erreichen, nicht die Bedürfnisse von Literaturexperten befriedigen. Das heißt nicht, dass man schnoddrige, dilettantische Arbeit abliefern soll – keineswegs.
    Es heißt nur: Zielgruppe definieren 😉 und DIE weiß in der Regel, was sie will.

    Liebe Grüße
    Sylvia

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  2. Liebste Sylvia, Deine Prosa gefällt mir ausgesprochen gut. Ich dachte, Harry würde sterben, was war ich erleichtert, dass es nur ein trauriges Ende „light“ war. Danke für die lieben Wünsche, auch Dir wünsche ich eine wunderschöne Woche, liebste Grüße, Ann

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