Fortgeträumt und Wolkenkinder – Darf ich vorstellen (VII)?


Von Liebeskummer
bis Weltenbrand,
von Trost
bis über den Tellerrand,
von Sehnsucht und Krieg
bis über Terror und Tod,
von Hoffnung, dem Hass
und dem, was uns bedroht …

(S.K. über Alexandra)

Umfassend und feinsinnig,
brennend und traurig, lebensmutig und melancholisch
schreibt sie:
Alexandra Breuer.

Folgt mir doch bitte zunächst hier, um Alexandra etwas näher kennenzulernen. Sie hat jede Aufmerksamkeit verdient, wie ich finde.

Rose im Scherbenhaufen

Wie schwer sie wiegen, deine Tränen.
Als stummes Zeugnis, Winterzeit.
Dein Blick ist traurig, stilles Flehen.
Gewitterwolken, Dunkelheit.

Du stehst im Regen, Echohall.
Sturmgepeitscht, ein Maskenspiel.
In deinen Nächten, Albtraumschall.
Wirst du erdrückt, dein Schmerzgefühl.

Verzweiflung packt dich, ausgwegslos.
Die Welt zerbricht, dein Niedergang.
Dein Herz zerrissen, Seelenschloss.
Der Schlüssel weg, kein Neuanfang.

Ich kann dich sehen, schneebedeckt.
Ich kann dich hören, wo du bist.
Ich kann dich finden, dein Versteck.
Ich kann dich halten, was auch ist.

Die Rose wächst im Scherbenhaufen.
Ich zeig es dir, nimm meine Hand.
Gemeinsam vor der Nacht weglaufen.
Find ich den Schlüssel, der dich bannt.

Die Sonne scheint im Wolkenmeer.
Auf die Nacht folgt neuer Morgen.
Licht vertreibt das Schattenheer.
Die Zeit wird lindern deine Sorgen.

Verlier dich nicht, kein Sündenpfad.
Nicht weiter durch das Feuer laufen.
Leg ab dein schweres Bußgewand.
Die Rose wächst im Scherbenhaufen.

Copyright: Alexandra Breuer.

„Das Verwenden und Weiterverarbeiten meiner Texte ist, auch Auszugsweise, nicht oder nur mit meiner Genehmigung gestattet. Eine Weiterverbreitung ist bitte mit entsprechendem Hinweis auf mich zu erfolgen. Danke!“ (Alexandra Breuer)

Wie sie sie sich selbst sieht

„Hin-und-wieder-Einsiedlerin –
Viel zu oft Dunkelwesen –
Wortspielerin –
sensibel durch die Wand Läuferin – Querkopf –
Musikvernarrte –
Wissenaufsaugerin –
Manchmal Intelligenzflüchtling – verpeilte Diskutiererin –
– Perfektionistin – Gedankenkreiselschubserin.“

Mit einer Präzision und doch mit filigraner Zeichnung erzählt sie in Wolkenkinder mit so viel Seele, dass ich sogar heute beim Walken noch über dieses Gedicht nachsann (AUSZUG):

„Die Wolkenkinder im zarten Gewand,
im wattig fragilen Körperkleid.
In weißer Haut mit weißem Tand,
und dunklem endlosen Schweif.

Vielleicht sind sie die Fortgespülten,
die, deren Weg verloren ging.
Vielleicht sind sie die Ungefühlten,
die, von denen niemand singt.“

Ich mag die blumige und zugleich die klare Sprache in Alexandras Gedichten. Gedichte als Seelenheil, als Wortwaffe, als Spiel mit den Lebenskapriolen, als Fragezeichen, Ausrufezeichen, als Hafen, auch als eine Tür, die sich öffnet, um in das eigenen Ich vorzudringen, als Ausdruck einer tiefen Freiheit der Gedanken. In ihrem Gedicht „Fortgeträumt“ zum Projekt „Gegen das Vergessen“ wird sie konkret und lässt uns seelenzittern (AUSZUG):

„Im Winter des Lebens, gelebter Zeit,
sitzt sie alleine im Kerzenlicht.
Sie ist nicht nur müde, sondern auch alt.
Die Jungen der Welt, sie brauchen sie nicht.

Verzweifelte Seele, ein Blick voller Sorgen,
der Hunger ist nur eine Frage von Tagen.
Die Dürre ist lang, hat die Ernte verdorben.
Und sie wird ein weiteres Kind begraben.“

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Wir alle werden in unserem Leben mit Verlust und der Trauer konfrontiert.

Die Trauerarbeit ist nach meiner Auffassung die wichtigste und schwierigste Aufgabe, der wir uns in unserem Leben stellen müssen. Wir können sie nicht dauerhaft mit Arbeit verdrängen, nicht vor uns herschieben, nicht im Alkohol ertränken, nicht einem anderen Menschen überlassen.
Unsere Seele lässt sich nicht lange belügen.

Wer kreativ ist, hat einen großen Vorteil:

Er gibt der Trauer und dem Schmerz einen ganz besonderen Platz. In jenem Moment, in welchem der Trauer in Bildern, Handarbeiten, Worten oder Liedern eine ganz eigenen Dynamik verliehen wird, hat sie eine Chance sein zu dürfen und angenommen zu werden.

Alexandra schreibt über ihre Trauer HIER

(AUSZUG)

„Es gibt jetzt einen neuen Stern am Firmament,
dort bist du nun sicher und frei.
Wir bleiben zurück, mit Trauer, die brennt,
und Sehnsucht um gestohlene Zeit.“

Aus: „Ein neuer Stern“
(Für meinen Papa, † 07.02.2016 im Alter von 58 Jahren)

Als ich von Alexandra und Julita erfuhr, mit welchem Schmerz um den Verlust ihres Vaters, der nicht „einfach so aus dem Leben schied“ sie zu ringen hatten – noch begreifen wollend, noch „zu wenig“ weinend, noch „zu wenig“ erfassend, was die geliebten Menschen bewegte, dem Tod vorzugreifen, schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel „Vater“. Monatelang hielt ich es zurück. Weder Alexandra noch Julita wollte ich damit belasten. Wer kann schon so tief in trauernde Menschen blicken, um zu wissen, ob jene geschriebenen Worte Trost sein könnten oder ihnen die Gewissheit gibt: Ich verstehe dich, ich kann mich in dich hineinfühlen, ich beworte deine Trauer, um dir zu zeigen: Du bist nicht allein?

Das Gedicht „Vater“ brauchte Zeit, seine ganz eigene Zeit. Worte sind unvergänglich:

Vater

 

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

damit möchte ich mich verabschieden. Ich hoffe, Ihr findet beim Stöbern auf Alexandras Blog ebenso viel Gewortetes, was Euch gefällt, inspiriert oder neugierig auf mehr werden lässt und bedanke mich sehr herzlich für Eure Aufmerksamkeit.

Ich wünsche Euch eine angenehme Woche. Der März läutet den Frühling ein und wer freut sich nicht auf Sonnenstrahlen, Frühlingsblumen und den Geruch von Frische, dem Erwachen des Lebens?

Unseres Geliebten.

Eure Sylvia Kling

 

Die gute Einsamkeit – Teil III


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einsamkeit_zeitenlos

Teil I zur „Die gute Einsamkeit“:

https://sckling.wordpress.com/2017/02/10/die-gute-einsamkeit/

Teil II zur „Die gute Einsamkeit“:

https://sckling.wordpress.com/2017/02/16/die-gute-einsamkeit-teil-ii/

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

mit diesem Beitrag verabschiede ich mich in das Wochenende. Stürme fegen über das Land – die Natur hat ihren Willen. Jene unter Euch, die meinen Lyrikband „AusGeatmet“ besitzen, erinnern sich vielleicht an das Gedicht „Willen“.

Passt gut auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

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Meine Homepage:

www.sylvia-kling.de

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Sylvia Kling (Autorin)

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Instagram:

sylvia.kling.autorin

Das kleine Schwarze, François Villon und Kunst als Mittel, mich der „Wahrheit“ zu nähern


Es wird verwunde(r)n – oh nein, ich veröffentliche jetzt kein Foto von mir mit dem kleinen Schwarzen ;-).

Meine Homepage trägt ein neues Kleid – „das kleine Schwarze“ eben. Ein völlig neues Design erwartet Euch (auch ein anderer Titel) sowie neue Gedichte und ähnliches. Ihr könnt mir nun mit Eintragung der E-Mail-Adresse folgen.

Demnächst wird es dort Arbeiten von mir zu lesen geben, die ich weder hier, noch auf Facebook präsentiere (nur in Büchern oder im Programm „Poetisch-musikalische Szenen“). Wie definiere ich meine Arbeiten in der zeitgenössischen Poesie? Dazu komme ich in diesem Beitrag später noch. Deshalb: Lest bitte bis zum Ende.

Auf meiner Homepage wird es  zu lesen geben, was mich literarisch oder musikalisch noch so umtreibt. Man bekommt über neue Beiträge und Änderungen eine Nachricht, wenn man mir folgt. Ist das ein Angebot?

Hier ist sie nun:

http://www.sylvia-kling.de/

Ich würde mich sehr freuen, den einen oder anderen, der sich gern überraschen lässt, auf meiner Homepage begrüßen zu dürfen und lade Euch herzlich zu einem Spaziergang in den Gefilden einer RealPoetin ein.

Was spreche ich heute an? Bitte lest bis zum Schluss. Es geht um Balladen, die an jene von

François Villon

angelehnt sind. Ja, ich gestehe:  Ich bin seit einem Jahr „Villon-Liebhaberin“, was ich nur sagen kann, weil der gute Mann schon Jahrhunderte tot ist (sonst würde ich wohl mit einer Klage rechnen müssen 😉 ). Durch HC Schmidt, jenen Künstler, mit welchem ich ab April 2017 auch ein gemeinsames Programm habe (AusgeKLINGt – Poetisch musikalische Szenen mit Zuckerbrot und Peitsche), lernte ich die Balladen von Villon kennen und schätzen. Mit seiner besonderen Art, Villon zu lesen, hat HC Schmidt mich für dessen Balladen in ein Boot geholt, auf welchem ich nun auf den Wellen der Renitenten reite.

Wenn der gute François wüsste, dass sich noch nicht viel geändert hat! Und darum geht es. Ich spreche ihn an, lasse ihn auf meine Art wieder auf-leben und ver-mische Vergangenheit mit der Gegenwart. Ich schätze durchaus die klare Sprache und die Satire, auch die wortgemachte Eindringlichkeit in den Balladen Villons und den Spott, der aus seinen Zeilen springt. Mir ist es bewusst, dass vielen Menschen die „Abgerissenheit“ in der Sprache nicht gefällt. Doch auch diese ist für mich ein Teil des Lebens, mag es auch dem Einen oder Anderen zu vulgär erscheinen.

So ist es gut und richtig, dass wir uns in eine Poesie begeben, in welcher wir uns eben desillusionieren lassen müssen.

Für mich jedoch besteht die Poesie nicht nur aus der blumenreichen Sprache und aus der Vorstellung, mich mit idealistischen Wortgebilden zu füllen. Sie ist für mich besonders faszinierend, wenn ich mich in ihr nicht beständig vom Realismus entfernen muss, sondern diesem durch die Sprache näher komme und ihm besondere Bewortungen und eine kraftvolle Vielfalt, ganz eigene Note verleihe. Nietzsche sagte: „Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen“.

Ich ergänze: „Für mich ist die Kunst das sensibelste und zugleich konkreteste Mittel, mich der Wahrheit zumindest zu nähern.“

Im philosophischen Sinne ist der Begriff „Wahrheit“ ohnehin umstritten. WAS ist WAHRHEIT? Es gibt sie nicht. Doch dies würde hier zu weit führen, so beschränke ich mich auf das Thema.

Ich zähle mich nicht zu den „Lyrikern“, wenn ich auch hin und wieder einen lyrischen WortAusflug unternehme und meine Feinsinnigkeit belebe. Gerade zu den Themen LIEBE und NATUR präferiere ich die sanftsüße Bewortung.

Doch diese Spaziergänge gönne ich mir als Dessert. So beglückt es mich überaus, Lyrik bei „echten“ Lyrikern zu lesen und mich von ihrer wohlgefeilten, rosigen Sprache tragen zu lassen. Wer mag es nicht: die Flucht aus dem Realen, hinein in Seelenwärme und einen süßen Geschmack auf der Zunge? Es ist für mich keineswegs konträr – es ist das Leben: süß und zugleich bitter.

Wenn man mich liest, sollte man also wissen:

Als philosophiebegeisterte Poetin und Liebhaberin der Menschen mit all ihren Schwächen reise ich nicht in das Land der Worte, um mich von dem realen Leben zu entfernen. Da liest man auch bei mir durchaus von „Katzenkot“ und „fetten Ratten“, von „Höllengift“, „versüfften Gedärmen“ und „alkoholgetränkten Gehirnen“, von den Lieblosigkeiten und Absonderlichkeiten des Alltags jener Menschen, denen es nicht gelungen ist, ihre Gesellschaftsmasken zugunsten des Mammon aufzubehalten. Da liest man das, was man sich nicht vorstellen kann. Und doch existiert es. Am Rande. Für uns oft nicht sichtbar. Und daneben ein süffisantes Lächeln jener, die glauben, „sie werfen Münzen in den Kleiderstaat, damit es sich weiterdreht, das GierigRad“ (aus „Sättigung“)…. Es ist nicht nur, dass ich „Schwachen eine Stimme gebe“, wie die Rezensentin Anne-Marit Strandborg in ihrer Rezension zu „BruchStücke I“ schrieb.

Durch „die Entfernung des Ichs“, wie der Schauspieler, Regisseur und Lyriker Jürgen Brandtner in seiner Rezension zu „AusGeatmet“ schrieb, komme ich mir wieder näher. Ich möchte sie verstehen, möchte ihnen näher rücken, möchte erfahren, was ich sonst nie erfahren würde und es ist nicht selten so, dass es mich glücklich erschöpft zurück lässt. Denn hier erfahre ich von der wirklichen Stärke der scheinbar Schwachen. Hier lerne ich. Vom LEBEN. Von Vergänglichkeit. Vom Sinn. Von Trivialitäten.

Ich bedanke mich bei Euch herzlich für Euer Interesse und wünsche Euch noch eine angenehme Februarwoche.

Eure Sylvia Kling

Und nun – für alle, die meine „Liebelei“ noch nicht kennen – eine der Balladen von Villon:

François Villon (Darstellung aus Grand Testament de Maistre François Villon, 1489)

François Villon (Darstellung aus Grand Testament de Maistre François Villon, 1489)

Eine nette Ballade, die Villon dem König aus der Verbannung sandte

Ich, François Villon, ein Dichter und Vagant,
Franzose und verbannt aus seinem Vaterland,
mich kitzelt der Geruch der großen Stadt,
ich brauche Raum und habe nicht einmal
für meinen Kopf ein Futteral.
Ich hab den Hetzhund endlich satt,
der mich durch die verfaulten Wälder treibt.
Ich bin ein ganzes Jahr schon unbeweibt.

Du aber weißt, wie reißend mich das Blut bewegt,
wie mein Gehirn durch alle Himmel fegt,
ich hab dir mehr als einen Reim geschenkt,
da war noch Würze drin und Salz.
Jetzt klebt ein Schandfleck rot an meinem Hals,
und wer mich fängt und henkt,
streicht hundert Gold-Dukaten ein;
soll das mein Leben lang dein Wille sein?

Du, sieh her, ich trage auf der grauen Haut
nur diesen Rock, der ist geklaut
und stinkt nach Muff und Mottenfraß.
Sieh hier, am Knie ein Loch, so groß
wie eine Faust … Wer bin ich bloß,
daß ich zu Mist und Aas
verdammt bin, ich, Villon, ein rauer Knecht,
der auch zu dichten sich erfrecht.

… mein Bruder hör: Wozu bist du so stolz
auf einen Thron gesetzt, wenn du wie Holz
dich anfühlst und nicht schreist:
„Schafft den Villon mir her, zieht ihm ein Kleid
von Seide an. Ist höchste Zeit,
daß dieser Kavalier mit mir zu Abend speist!“
Mein Bruder, hör: Ich habe Wind im Darm
und bin wie keine Laus, so arm.

 

Bert Brecht übernahm mehrere Balladen daraus leicht verändert in seine Dreigroschenoper.

Einer der eindrucksvollsten Interpreten Zechscher Villon-Texte (in der Version von 1931) war der Schauspieler Klaus Kinski, der auch Lesungen auf Schallplatte einspielte.

Quelle: Wikipedia – dort kann man über Villon viel erfahren!

Spendenaufruf / Charity Appeal 


Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

kürzlich berichtete ich über Erik.
Erik ist 27 Jahre jung und leidet an einem bösartigem Hirntumor. Den Beitrag könnt Ihr hier nachlesen (ich hatte die Geschichte von Erik in einem Beitrag zusammengefasst):

https://sckling.wordpress.com/2017/01/26/eriks-reise/

Erik

Erik

Ich war begeistert über den Zuspruch, den Erik erhalten hat. Über 1700 Mal wurde der Beitrag aufgerufen, was mir deutlich zeigt: Wir rücken wieder mehr zusammen!
Nun hat die Mama von Erik ein Spendenkonto eingerichtet. Ihr Lieben, jeder Beitrag hilft. Jetzt können wir etwas TUN. Meine Meinung: Selbst wenn sehr viele Menschen nur einen kleinen Betrag spenden, kommt am Ende ein großer Betrag zustande oder mit dem Volksmund ausgedrückt: „Kleinvieh macht auch Mist.“

Bitte lest den Beitrag von Erik zum Spendenaufruf. Auch Rebloggen macht für Erik Sinn. Von Facebook aus wird schon fleißig reagiert, was mich sehr freut.

Vielen lieben Dank und allen einen guten Wochenbeginn,

Eure Sylvia Kling

rummelschubser & sein Hirntumor / Glioblastom - Reisebericht

Kurzform:

Spenden für Erik

Klimmek
DE 56 17054040 1014301439
BIC: WELADED1MOL

Jeder Betrag hilft

ausführliche Form:
Meine Mum ist aufgrund meiner aktuellen Situation (böser Hirntumor) verständnisvoller Weise besorgt und versucht alles mögliche, um mich zu entlasten / mir zu helfen.

Nachdem im letzten Arztbrief (Ausschnitt ist der FB-Seite zu entnehmen oder kann ich euch gern zuschicken) festgehalten wurde, dass es zwar alternative Behandlungsmethoden (z.B. Immuntherapie in Köln) gibt, diese allerdings im Beispielfall um die 35.000€ kosten können (die von der Krankenkasse nicht übernommen werden🙈) hat sie ein Spendenkonto für mich eingerichtet und dieses bereits unter ihren Freunden und Bekannten verteilt, woraufhin es schon massig positives(nur wenig negatives🙄🙈) Feedback gab und sogar Spenden eingegangen sind 😱

Vielen Dank dafür!!! 😇👍

Ich wollte die Mühen meiner Mum und den entsprechenden Aufruf nun auch meinerseits teilen 🙂

Da es kein Pflichtprogramm und das alles für uns das auch eine ungewohnte Situation ist…

Ursprünglichen Post anzeigen 52 weitere Wörter

Die gute Einsamkeit – Teil II


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Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

mit diesem Beitrag wünsche ich Euch schon jetzt einen guten Wochenausklang und ein erholsames Wochenende. In Sachsen scheint seit drei Tagen die Sonne, die ich nach Tagen der Zeit „Kreis zu Hause, Ortsteil Sofa“ 😉 hoffentlich mit einem ausgedehnten Walking genießen kann, um mich weiter zu erholen.

Wir lesen uns nächste Woche. Bleibt gesund und passt bitte auf Euch auf.

Eure Sylvia Kling

An die DAME, die glaubt, mich nach 1,5 Jahren weiter terrorisieren zu müssen:

Entscheiden Sie sich doch endlich mal für die „GUTE Einsamkeit“. Vielleicht erkennen Sie dann, dass das Leben ohne Bitterkeit und in Harmonie MIT SICH SELBST ganz angenehm sein kann! Vielleicht haben Sie auch schon festgestellt, dass ich Ihre dümmlichen und grenzüberschreitenden sowie gleichermaßen lächerlichen Kommentare lösche. Inzwischen tragen Sie zur Erheiterung bei, keineswegs erreichen sie das, was SIE beabsichtigen.  Ist das nicht langsam ermüdend für Sie?

Aufbruch


Ich breche auf –
schon der Gedanke mich befreit,
ich breche auf –
ja, in eine unvergrämte Zeit.

Ich breche auf –
und hinterlass der MachtesLeute Härme,
ich breche auf –
ja, in eine neue SeelenWärme.

Ich breche auf –
und nehm mein stilles Lüftchen mit,
ich breche auf –
ich hinterlasse meinen ausgedienten Tages-Schritt.

Ich breche auf –
und nehm meinen Stolz im Huckepack,
ich breche auf –
in dem Jammertal hier brennt schon bald der letzte Frack.

Ich breche auf –
und lass hinter mir die Falsch-Gebote,
ich breche auf –
ohne jeden, der mir lächelnd lieblos drohte.

Ich breche auf –
der letzte Zug geht mit dem Sonnenuntergang,
ich breche auf –
denn der dümmste Sieger hat den schrillsten Klang.

Ich breche auf –
um mein Leben doch zum Guten zu bekehren,
ich breche auf –
um den LebensRest an der Liebe mich zu nähren.

Copyright Sylvia Kling

Auszug aus dem Buch „AufBruch“, erschienen im Januar 2017

Das Gedicht wird zu  „Poetisch-musikalische Szenen zwischen Zuckerbrot und Peitsche“ mit dem Künstler HC Schmidt aus Meißen und im eigenen Programm „AusgeKLINGt“ – Wortpeitschen und Zuckerguss – unter dem Motto: „Im Geiste bleib ich gefräßig, zu vieles ist nur mäßig“ zu hören sein.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf eine jener Aufnahmen, die die wunderbare Fotografin Eike Bode aus Ebersbach gemacht hat (die mit mir auf Facebook Verbundenen kennen es seit wenigen Tagen). Ich habe zum Shooting tatsächlich trällern müssen, damit die Aufnahmen authentisch werden. Wir haben viel gelacht. Allerdings war ich nach 2,5 Stunden auch „scheintot“ und habe „HÜÜÜÜLFE“ geschrien. 🙂 Aber man nannte mich tapfer – ist doch was, oder? 😉

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Wer Interesse hat, kann mir auf meinem neuen YouTube-Kanal folgen:

https://www.youtube.com/channel/UC3u09hrTq66YVKux9TFegvQ

Ich würde mich sehr freuen.

Das Buch „AufBruch“ kann bei mir bestellt werden (mit persönlicher Widmung, wenn gewünscht) oder auf amazon unter folgendem Link:

https://www.amazon.de/AufBruch-Sylvia-Kling/dp/3741883875/ref=pd_rhf_dp_p_img_2?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=3J87ZPJQK863913BKKH1

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich danke Euch von Herzen für Euer Interesse und wünsche Euch noch eine gute Woche. In Sachsen sind momentan Ferien und so herrscht wohl in so manch sächsischer Stube reges Leben (so auch in der meinigen 😉 ).

Bleibt gesund und passt gut auf Euch auf. Wir lesen uns zum Ende der Woche.

Eure Sylvia Kling

Die gute Einsamkeit


Die Einsamkeit hat einen schlechten Leumund. Wer ist schon gern einsam, erst recht nicht in dieser Zeit, in der es schon suspekt zu sein scheint, einsam zu sein und sich nicht ständig in die Spaßgesellschaft einzureihen?

Den Ruf der Einsamkeit kann man verbessern – dem Ruf der Einsamkeit kann man folgen.
So beginne ich heute mit einer Einführung, in der ich die Einsamkeit in die „gute Einsamkeit“ und „schlechte Einsamkeit“ einteile.

Foto und Text - Sylvia Kling

Foto und Text – Sylvia Kling

Foto und Text - Sylvia Kling

Foto und Text – Sylvia Kling

Nächste Woche setze ich die Reihe fort.

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

es wird sich einiges bei mir ändern. Ich habe jetzt alle Blogs, vorallem fremdsprachige (Textblogs – Fotografien und Zeichnungen ausgenommen) aus meinem Reader entfernt. Es wurde offensichtlich, dass es sich bei vielen Blogs um „gegenseitige Gefälligkeitslikes“ handelte. Auch ich kann nicht 500 Blogs folgen und täglich alle lesen, geschweige denn verstehen. Es ist für mich zeitlich einfach nicht mehr machbar, was mir meine Gesundheit alarmierend aufzeigt.

Jenen Blogs, die mir wichtig sind, möchte ich wieder genügend Aufmerksamkeit schenken können – auch mal einen Kommentar hinterlassen und die Zeit haben, die Beiträge intensiver zu lesen. Ich verzichte auf Gefälligkeitslikes: weniger Likes, aber dafür ehrliche – alles andere ist nicht in meinem Sinne.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start in das kommende Wochenende. Wir lesen uns in der nächsten Woche.

Eure Sylvia Kling

„Abschied von Harry“ und ein großes Dankeschön an Euch und die Menschlichkeit


Heute geht es um Geschichten über und um Menschen, Tiere und andere, uns im Leben begegnende Dinge. Wer es noch nicht wusste: Ich schreibe auch Prosa und orientiere mich am Alltag, all jenem, was uns Menschen ausmacht und uns bewegt. Daher unterhalte ich mich gern mit Menschen in der Alltäglichkeit, hinterfrage, möchte auch das Profunde über sie erkunden. Oft geht es um Hoffnung und um bestimmte Wege, die Menschen finden. Es handelt sich also um Geschichten, in denen immer das Leben mitschwingt. Den Tod und die Trauer, das Abschiednehmen tabuisiere ich – wie auch in den Gedichten – nicht.  

„Abschied von Harry“ (siehe Link unten) wird mit anderen Geschichten in meinem Buch „Zimmer 101“ im Sommer 2017 erscheinen.

Geschichten aus dem Alltag verschiedener Menschen werden erzählt:

Da ist z. B. der alte Mann, der jeden Tag um die gleiche Zeit den Bordstein fegt, auch, wenn dieser sauber ist und niemand weiß, warum er das tut. Da ist das ungleiche Paar, das sich wider der gesellschaftlichen Normen findet, die Fabel über den Fliegenpilz und die Braunkappe und Franz, der in der Psychiatrie seine Mutter besucht, die nicht mehr sprechen möchte und dessen Erinnerungen an die geliebte Mutter seiner Kinder- und Jugendtage die Gegenwart in dem stillen Zimmer berühren.
Da ist auch „Anastasias Kolibri“, der sie lehrt, alte Dinge loszulassen oder auch Julians Mutter, die nach dem Auszug Julians ihr Leben neu finden muss und Seiten an sich entdeckt, die sie nicht kennt und einige andere, allzu menschliche Geschichten.
Nicht zuletzt lasse ich auch in diesen Geschichten den menschlichen Schwächen genügend Raum. Da ist z. B. die Voreingenommenheit und Borniertheit der Menschen eines Dorfes, die einen Obdachlosen zu dem gerade gesuchten Sexualstraftäter abstempeln. Es werden infolge der persönlichen Geschichte einer Freundin der Protagonistin Parallelen zum Fall Marianne Bachmeier aus dem Jahr 1981 hergestellt, die im Gerichtssaal Lübeck den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna erschossen hat.

Nicht zu vergessen ist  „Die Geschichte der Frau H.“, die schon manche Eurer Herzen im Sturm erobert hat:

Die über 80-jährige, gebürtige Ungarin, welche die Protagonistin mit ihrer Weisheit und Sensibilität besticht und sie lehrt, sie aufbaut und sie reifen lässt. Eine Frau, wie wir sie nicht mehr oft antreffen werden: klug, charmant, autark, moderat. Eine Frau, die den ersten und zweiten Weltkrieg überlebt und viele Entbehrungen und Verluste erlitten hatte und dennoch nie aufgegeben hat. Den letzten Teil von über 70 Seiten hatte ich nie vollständig veröffentlicht (es gibt dazu auf meiner HP eine Leseprobe – dort sind die vorangegangenen Teile vollständig zu lesen):

http://www.sylvia-kling.de/menu/biographien.php#start

 

Hier entlang geht es zur Geschichte „Abschied von Harry“

http://www.sylvia-kling.de/download/abschied_von_harry_1.pdf

Unser Haushund wartet , dass endlich sein Stock geworfen wird... (piqs.de ID: a12207debd193a405e103237f31e853a)

Unser Haushund wartet , dass endlich sein Stock geworfen wird… (piqs.de ID: a12207debd193a405e103237f31e853a)

Foto: http://piqs.de/fotos/71318.html
Lizenz: Creative Commons License
Fotograf: fotodruide

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

in den letzten Tagen durfte ich hier viel Menschlichkeit erfahren. „Eriks Reise“ wurde zwischenzeitlich 1700 Mal aufgerufen. Einige von Euch haben sich entschlossen, Eriks Reise auf dem Blog Eriks weiter zu verfolgen. Auch „Die Reise“ anlässlich des Weltkrebstages hat viele von Euch interessiert und berührt, Euch zu Kommentaren angeregt oder zum Rebloggen. Dafür möchte ich Euch von ganzem Herzen danken!

Wieder einmal trage ich die Hoffnung in mir, dass wir wieder mehr bewusst und reflektierend miteinander leben. Ja, am Ende werden wir uns nicht an unsere „Widersacher“ und diejenigen erinnern, die sich mit den Fäusten und dem Ellenbogen durch das Leben kämpften, ohne nach rechts oder links zu sehen.

Am „Ende“ werden wir uns an unsere Freunde und deren Hilfsbereitschaft und an die Menschlichkeit erinnern! DAS ist es, was bleibt.

In diesem Sinne wünsche meinen Freunden, LeserInnen und BesucherInnen einen guten Start in die neue Woche. Bei uns in Sachsen zieht der Nebel über die Felder und auch sollte man sich mit Gummistiefeln ausrüsten ;-).

Eure Sylvia Kling

Die Reise


Heute ist Weltkrebstag.

Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie die Kraft aufwenden mögen, gegen den Krebs zu kämpfen und immer wieder den Mut aufzubringen, am Leben und der Hoffnung festzuhalten.

Hier geht es nicht darum, den Krebs mit einem „eigenen Tag“ zu würdigen, sondern all jenen Menschen Mut zuzusprechen, die sich beteiligen in Forschung und Entwicklung, in der Ärzteschaft und Betreuung durch Angehörige, um sich diesem äußerst menschlichen Thema zu stellen. Auch ist er dafür gedacht, über die Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen zu informieren.

Krebs darf kein Tabuthema sein – nicht für Betroffene, nicht für Angehörige!

Dieser Beitrag ist etwas länger, doch ich bitte Euch, ihn bis zum Ende zu lesen.

Die Reise

Es ging ihr schlecht
und sie begehrte Rat
bei dem Arzt, dem sie vertraute.
Er untersuchte sie
und schickte sie zu diesem oder jenem,
der ihren Leib durchschaute.

Nach bangen Wochen
bat sie der Doktor zum Gespräch
und sie wünschte, sie wär taub.
Das alles sei nicht zu ihrem Besten,
sagte er betrübt,
sie zitterte wie Espenlaub.

Der Krebs hätte sich
in ihren Leib gebohrt,
sie hätte noch zu leiden.
Sie dachte an ihr Leben,
dieses reife, schöne,
um das so viele sie beneiden

Sie müsse dies und jenes
noch ertragen und die Hoffnung
solle sie behalten.
Angst und Trauer,
tausend unerfüllte Träume
auf sie prallten.

Sie ging nach Haus und die Lieben
sahen ihr Gesicht.
Und sie wussten,
diese Gegenwart
verliert fortan
ihr Gleichgewicht.

In vielen Monaten und Wochen
hat das Schicksal ihr Leben
bedroht.
Hässlich ist der Tod,
der nie ein Mensch gewesen,
gestiegen in ihr Lebens-Boot

Der Krebs hat gar vergnüglich
seinem Werke
zugeschaut.
Das schöne Haar floh in
die Winde
und grau war ihre Haut.

Die Leute sahen das nicht gern
und nicht mit Wohlgemut.
Sie stellten dumme Fragen
oder ließen auf ihr nieder
eine Peinesflut.

In dieser Zeit hat
sie an Lehren viel
erfahren.
Die Lieben wurden lieber noch
und die Dummen konnte man sich –
lebendig oder tot
ersparen.

Das Leben gab
ihr viele Rätsel auf,
und der Zeit, die alles
kontrollierte,
gab sie mit letzter
Kraft den Lauf.

Im Schmerz,
im Erbrechen und im
elend trüben Warten,
blühte schon zum
zweiten Mal der Flieder
in ihrem heimatlichen Garten.

Eines Tages sah
der Mediziner
erstaunt auf ihre
Werte,
hob den Kopf und
lächelte sie an,
denn nichts anderes
als Gutes sie begehrte.

Sie sah zum Fenster
hinaus, der Himmel
war so blau wie nie
und selbst der alte
Doktor erschien
ihr heute wie
Magie.

Anders war ihr
zart-erbleichtes Gesicht,
geduldig, gefasst und
weise.
Der Tod war ausgestiegen –
und sie?
Ging, demütig aufrecht.
Auf neue Lebensreise.

Copyright Sylvia Kling

vater

Vater – auf der Reise in Liebe

Foto: Uwe Richter/Copyright

Bitte unbedingt bis zum Ende lesen – ich habe nach Fertigstellung noch eine wichtige Information erhalten, die ich ergänzt habe! Vielen herzlichen Dank!

Der Fotograf Uwe Richter und ich haben gemeinsam darüber nachgedacht, welche Fotografie für diesen Tag geeignet ist. Uwe stellte mir das Foto seines Vaters zur Verfügung. Es hat mich sehr berührt und ich möchte Uwe an dieser Stelle besonders danken.

Am 13.Januar 2017 schreibt Uwe auf seinem Blog:

„Die Welt ist bunt … und so bin Ich !

Wieder einmal habe ich festgestellt, dass mich die Fuji-Farben wahnsinnig begeistern und ich habe einen Entschluss gefasst:

Ich fotografiere in Farbe!

Das Leben ist für mich nicht schwarz und weiß und schon gar nicht grau!

Mein Leben ist bunt, die Welt ist bunt! In diesen Tagen / dieser Zeit vielleicht bunter / farbenfroher denn je. Und so bin ich.
So ist meine Sicht auf die Welt. Farben-Froh und leuchtend.“

Beim Erstellen meines Beitrages hielt ich also inne. Uwe, das passt so wunderbar: Bunt und Farbenfroh, Licht für die Hoffnung!

Uwe und ich arbeiten schon seit einiger Zeit zusammen – viele von Euch kennen ihn und seine wundervollen Arbeiten, die mich immer wieder faszinieren – ganz gleich, ob es Porträt- oder Naturaufnahmen sind. Meinen neuen LeserInnen und BesucherInnen hier der Link:

Hier findet Ihr seine Seite auf WordPress:

https://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/

oder seine Homepage:

www.uwerichterphotography.de

!!! Was man tun kann

Auch die Künstlerin Petra Elsnerschorfheidewald ist betroffen. Ich möchte Euch an dieser Stelle den Beitrag unseres lieben Freundes, des Autors Arno von Rosen ans Herz legen, der alles, was es zu sagen gibt, in wunderbare Worte gefasst hat. Bitte nehmt Euch die Zeit und lest ihn:

https://arnovonrosen.wordpress.com/2017/02/02/was-man-tun-kann/

Ich danke Euch von ganzem Herzen für Eure Aufmerksamkeit und wünsche meinen Freunden, Lesern und Besuchern ein erfülltes Wochenende.

Eure Sylvia Kling