Neujahrsklang


Neujahrsklang

An diesem ersten
Tag des Jahres
streift sorglos mich
der Klang der Uhr

Der Himmel ist
trübe,
das Feld liegt düster
in alter
Herbstmontur

Die Menschen sind
in Stuben
verkrochen,
in stillmüder
NeujahrsVision

Ich befinde mich
außerhalb der Zeit,
pack sie mutig
an beiden Enden,
lass dem Jahr
den unschuldigen Ton.

Copyright Sylvia Kling

Auszug aus meinem Buch „BruchStücke“ – Band I

neujahrZum Beitragsfoto:

Foto: eaglyeeye

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48 Gedanken zu „Neujahrsklang

  1. Mir gehts auch wie „Sternchen“! In letzter Zeit bin ich immer mehr re-aktiv, denn aktiv. 😉 Besten Dank für diese schönen Zeilen, und ja: Frieden gehört auch mit dazu, auch wenn ich persönlich nicht denke, dass der in diesem Staat noch lange herrschen wird. ;-( Alles Gute euch im „nahen Osten“. 😉 LG Michael

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  2. Liebe Sylvia, herzlichen Dank für Deine wunderbaren Wünsche. Mögen alle in Erfüllung gehen. Wie Du richtig festgestellt hast, liegt es letztendlich auch an uns! Ich wünsche Dir das Allerbeste für dieses Jahr ( ich bin immer ein wenig später dran;-))

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  3. Frieden ist viel mehr als Abwesenheit von Krieg! Wir sind gehalten jeden Tag aktiv am Frieden zu arbeiten. Das fängt schon an, bei der Wahl der Worte, die wir im Alltag nutzen. Wahlkampf, Wettkampf, Wettbewerb sind nur ein paar wenige Alltagsbegriffe, die unseren „Unfrieden“ dokumentieren. Und so stimme ich dir zu, wenn du Handeln einforderst, denn nur dann kann sich etwas verändern.
    Auch dein Erlebnis in der Silvesternacht zeigt, Gleichgültigkeit und Sorglosigkeit sind Anzeichen einer Abwesenheit des Krieges, zeugen aber keinesfalls von Frieden.
    Alles Gute für 2017
    WoMolix war da 😊

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  4. Schöne Worte und gut verpackt.

    Ich wünsche einen wundervollen Start in das neue Jahr und alles Gute,

    Übrigens eine (fast) unglaubliche Geschichte (das mit dem Evergreen). Bestätigt das aber auch nur meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Ich hatte schon vor einigen Wochen sehr junge Kinder (die man normal auch nicht alleine lassen sollte) erleben dürfen, die vor dem Haus der Eltern, schwere und explodierende Böller auf die vorfahrenden Autos warfen. Ich kam auch gerade vorbei, als ein Böller kurz mir in die Luft ging (jemand schreckhaftes könnte in solchen Momenten das Steuer verreißen und einen Unfall bauen) hielt an. Die Kinder rannten ins Haus. Ich überlegte noch kurz, zu den Elten zu gehen, aber verzichtete darauf, da diese m. M. nach, selber die Kinder vor dem Haus sehen (und natürlich erst recht auch hören) mussten.

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    • Vielen herzlichen Dank! Wie ich heute erfuhr, ging gestern eine dieser Raketen noch los in Richtung des Kindes, hatte es – zum Glück – „nur“ gestreift (am Hals). Mehr konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.

      Vielen Dank auch für die Schilderung Deines Erlebnisses – ich schüttele nur noch mit dem Kopf und kann es kaum fassen. 😦

      Hab ein gutes und friedliches, aber auch gesundes, neues Jahr.

      Herzliche Grüße,

      Sylvia

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    • Wie wahr das ist! Beginnen wir alle mit uns selbst.
      Heute Nacht allerdings fiel ich vom Glauben ab.
      Das habe ich heute auf FB veröffentlicht:

      Unbegreiflich!
      BIN ICH ZU ALT FÜR SO EINE SCHEIßE?

      Für mich begann das neue Jahr im Kreise meiner Familie und (eigentlich) harmonisch. Zumindest war es so, bis ich mit „meinen zwei Männern“ aus dem Evergreen in der Dresdner Neustadt trat und mit meinen fast 50 Jahren etwas sehen musste, was ich noch nie sah. Ich dachte ja, ich habe schon sehr viel erlebt und sei mit den Menschen vertraut – doch weit gefehlt!
      Wenige Meter vom Evergreen entfernt stand eine Familie mit zwei Kindern.
      Es begann damit, dass der Vater auf der Straße vor den Augen der Kinder mehrfach durch eine Funkenfontäne sprang.
      Der ca. 4- bis 5-jährige Sohn zündete dann Raketen an, hielt sein Köpfchen unmittelbar über die Raketen. Mir wurde übel. Die Eltern standen in einiger Entfernung und freuten sich. Zwei Mal pfiffen die Raketen knapp am Kopf des Kleinen vorüber.
      Die ungefähr 6-jährige Tochter bekam die glimmende Zigarette der Mutter in die Hand gedrückt, damit sie Böller anzünden konnte, die sie dann auf die Straße warf.

      Die Eltern, die sich immer in sicherer Entfernung der Raketen aufhielten, legten für den kleinen Jungen die Raketen nach. Nach der letzten Rakete, die ich sah, verfehlte diese wirklich nur sehr knapp den Kopf des Kleinen.
      Was zuviel war, war zuviel. Mein Mann brüllte dauernd: „Geh da weg“. Mir war so übel, dass ich ich in das Evergreen zurück ging und Eva, der Inhaberin, entsetzt berichtete, was da draußen los war.

      Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass dieses verantwortungsvolle Tun in dieser Gegend zur Normalität gehört. Niemand wunderte sich besonders!

      Leute! Wie kann das sein? Wir leben in einem Land, welches so auf Sicherheit bedacht ist, wie kein anderes Land. Wir haben Angst vor Terrorismus und riskieren selbst das Leben unserer Kinder?

      Mir hat es gereicht. Als wir fuhren, zielte man mit den Leuchtkugeln in die Fenster der gegenüberliegenden Häuser.

      Mein 13-Jähriger murmelte: „Fahren wir bitte? Das ist doch hier nicht mehr feierlich!“

      Nein, war es nicht. Mich bekommt jedenfalls niemand mehr zu Silvester in die Dresdner Neustadt!

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      • Oh, das ist heftig!
        Ich feiere Silvester seit Jahren zu Hause, weil in den Straßen der Stadt, vor allem in den stark belebten, wo ich wohne, habe ich das Gefühl, dass ein Krieg ausgebrochen ist oder das Ende der Welt eingeläutet wurde! Sonst ist es friedlich, aber es gibt Zeiten, wo die Menschen Seiten ihres Wesens ausleben, die besser verborgen blieben; und Silvester ist jedes Jahr so eine Zeit. Da kann mann nicht in die Innenstadt gehen.
        Die Kinder dieser Eltern tun mir wirklich leid, wie sollen sie Verantwortung lernen und vor allem , wie sollen sie ihre Kindheit ohne größere Schäden überleben!

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      • Ich schrieb es gerade: Heute erfuhr ich, dass sich eine Rakete im waagerechten Start löste und ein Kind verletzte – zum Glück sind wohl schwere Verletzungen ausgeblieben (ich kann es auch nur vom HörenSagen weitergeben und weiß nichts Genaues) – es ist so unglaublich. 😦

        Nun ja, auch für mich wird Silvester wohl nicht mehr in der Stadt verbracht, sondern eher mit Freunden. DAS jedenfalls braucht kein Mensch.

        Sei herzlich in das neue Jahr gegrüßt,

        Sylvia

        Gefällt 1 Person

      • Es muss wirklich nicht sein, dass Kinder dabei sind, wenn Raketen abgeschossen werden und schon gar nicht, ganz nahe! Es tut weh, solche Meldungen zu hören! Ich hoffe, dass das nächste Silvester besser für dich verläuft! Sei auch herzlich im neuen Jahr begrüßt, Philozit

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