Eriks Reise


„Ich habe bisher ein aufregendes Leben geführt, mit wilden Partys, allem drum und dran, etc., aber ich bin auch ein meisterhafter Einsiedler. Soll heißen, ich kann in Einsamkeit schwelgen, ohne wirklich einsam zu sein und hole mir so – für Außenstehende vielleicht schwer nachvollziehbar – die volle Portion Erholung in Form von Ruhe und Zeit für mich selbst, ohne irgendwelche, äußeren Reize / Einflüsse beachten zu müssen – absolute Erholung und Regeneration garantiert.“

Erik ist 27 Jahre alt. Sein Leben ist so normal, wie das Leben vieler anderer jungen Männer. Er wohnt in Berlin, hat eine Arbeit und Hobbys. Eben „normal“.

 

(c) Erik vor dem 26.12.2016

(c) Erik
vor dem 26.12.2016

Am 26.12.2016 feiert der lebenslustige Erik im Kreise seiner Familie den 2. Weihnachtstag. Wie bei vielen, anderen Familien ist es ein trautes, friedliches Beisammensein mit Kerzen, gutem Essen und freudigen Gesichtern. Alles ist ganz normal.
Bis Erik plötzlich zusammenbricht. Nach einem schweren, epileptischen Anfall verliert er das Bewußtsein. Im Krankenhaus Berlin-Köpenick stellt man einen 2,5 cm großen Hirntumor rechtsseitig fest.

Wie er damit umgeht, wie er die erste Operation übersteht, wie er seinen neuen Alltag verbringt, wie er ganz besondere Menschen kennenlernt, die sonst nie seinen Weg gekreuzt hätten, wie er sich neu orientiert und was er erfährt, was wir von diesem mutigen Jungen lernen können, berichtet er auf seinem Blog und ich hier – in stark gekürzter Form natürlich. Denn alles, was Erik weiterhin zu erzählen hat, könnt Ihr auf seinem Blog lesen, den ich am Ende des Beitrages als Link setze.

In einer persönlichen Mail am 24. Januar 2017 schreibt mir Erik:

„.…dann hab ich mein Ziel erreicht – einfach ein wenig Hoffnung/Positives an Menschen abgeben, die nicht so stark sein können/sind.“

Für den 26.12.2016 trägt er auf seinem Blog nachträglich ein:

„Ich dachte mir ich starte jetzt endlich Mal (rückwirkend) einen Blog, um Freunden und Verwandten eine zentrale Anlaufstelle zwecks Info’s & anderen Betroffenen vielleicht auch ein wenig Hoffnung / Austausch geben zu können 🙂 . Motiviert & kämpferisch bin ich zumindest durch und durch 💪😁 und habe nebenbei schon einiges in’s Handy getippt & dachte mir, ich lass jetzt einfach Mal den Rest der Welt daran teilhaben, wie alles abläuft, man damit umgehen kann usw 😁.“

Verlegung

Erik wird  am 27.12. 16 nach Berlin-Neukölln verlegt. Dort liegt er mit Manfred aus Potsdam im Zimmer. Erik schreibt:

„Für die kommende Zeit war ich seine persönliche Krankenschwester – gern geschehen 😁✌ und er hat mich postwendend nach Potsdam eingeladen – das zeigte mir mal wieder, dass vieles leichter von der Hand geht, wenn man einfach mal auf die Mitmenschen Rücksicht nimmt und sich selbst auf z.B. Empathie besinnt.“

Erste OP

Erster OP-Termin war am 06.01. 17 und da wurde eine radikal Kraniotomie durchgeführt, welche jedoch risikobedingt abgebrochen wurde, da das beim Monitoring während der OP zu gefährlich nahe an wichtige Hirnareale ging.

13.Januar 2017 – Erik berichtet und kann es nicht lassen, uns ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern:

  • Vorläufiger histologischer Befund sagt aus, dass es ein bösartiges Gliom ist – wer sich belesen möchte http://www.gliome.info/ aber bitte nicht hyperventilieren ;)✌
  • Der endgültige wird wohl in den kommenden Tagen erwartet
  • somit steht fest, dass dringender Handlungsbedarf besteht
  • bei der ersten OP wurde Risikobedingt abgebrochen und somit muss nun vor einer möglichen Chemo-/Strahlentherapie so viel Gewebe wie möglich entfernt werden
  • Eingriff ist gefährlich nahe am Teil des Hirns, welcher für die linke Motorik zuständig ist
  • Aber dat muss halt gemacht werden 💪😎

Nebenwirkungen nach dem Eingriff:

  • Wesensveränderungen
  • Im Worst-Case wohl Störungen des (linken) Bewegungsapparats
  • Laut der Ärztin sind dies aber alles temporäre Nebenwirkungen, die sich nach ein / zwei Wochen wieder legen / selbstständig aufheben / trainiert werden können
  • Also alles halb so wild und vielleicht bringt das ja auch, wie mein Vater und Robert einstimmig meinten, was Gutes zum Vorschein 😜😂

Somit steht der weitere Fahrplan fest:

  • Donnerstag, 19.01., ist morgens die OP angesetzt
  • Danach wohl weiterhin ein/zwei Wochen stationäre Behandlung/Überwachung
  • Im Nachgang dann Chemo-/Strahlentherapie

Ich bin gespannt 😁

Auf der Raucherinsel trifft er auf einige, interessante Menschen, wie er schreibt. Er begegnet den unterschiedlichsten Charakteren, die ihn erheitern, nachdenklich stimmen, die ihn auch irgendwie halten.

Operation:

Am 19.01.2017 wird Erik operiert.

Erik nach der Operation

Erik nach der Operation

Am 22.Januar

Heute schreibt Erik wieder über eine Begegnung:

„Ende 50, Schlaganfall, aber Humor bis zum Abwinken 😂 dafür liebe ich diese kleinen Raucherinseln 😂 wie kleine Ausflugsorte. Meist verbunden mit geselligem, stark von Sarkasmus geprägtem Smalltalk über die abscheulichsten Krankheiten & Zustände hier im Krankenhaus 😂 und nun auch die Erkenntnis, dass selbst Privatpatienten hier kein schönes Leben haben 👻😂.“

„… Zum Glück darf ich mittlerweile auch wieder duschen (vorerst noch ohne Kopfwäsche 😪) .“

„… Morgen wird dann auch endlich die Cannabis Methode angesprochen, jetzt wo das schon (medizinisch) legalisiert wurde und Studien seit längerem die Wirksamkeit fundiert belegen.“

Am 22. Januar bringt er die Bloggerwelt erneut zum Lachen:

Eriks Frühstück im Krankenhaus

Eriks Frühstück im Krankenhaus

„Jetzt ist aber gut, mir wurde jetzt Frühstück in fünf Minuten versprochen – die spielen hier nur so mit den Gefühlen der Patienten 😪😂😂😂😂😂;)

Schönen sonnigen Tag euch da draußen!

Update 9 Uhr:

Früüüühstück 😍😍😍😍😍😍😍😍

Der Tag ist gerettet 💖 das mit der Sommerfigur 2017 hab ich erstmal hinten angestellt ;)😂👍“

Zur Ernährung:

„Damit ich mich nicht wieder rausreden kann, oder wie man das bei Vorsätzen üblicherweise versucht, hab ich mir gedacht, ich schreib die hier einfach nieder und lass euch einfach an der Post-Krankenhaus-To-Do-Liste teilhaben, die in mir über die letzten Wochen gereift ist (vielleicht auch zu intim/privat, aber scheiß drauf, Tumor ist nur einmal im Jahr ;)🍻🎶😂)“ …

Am 23.01.2017 liest man wieder von Eriks Humor, der einfach unbestechlich ist und mich schon von Beginn an fesselt. Erik war im Edeka einkaufen, nachdem er einen Freund zum Bus brachte:

„Jetzt kann von mir aus der Krieg ausbrechen – ich bin für alles gewappnet 😂✌ werde mich jetzt über den Tisch hermachen und die Speckröllchen auf den Winterschlaf vorbereiten/füttern,  dann wohl noch kurz unter die Dusche, mich stundenlang peelen (? ;)) und dann glücklich, wie ein Baby in’s Bett fallen. Vorausgesetzt der Herr auf dem Flur/benachbarten Zimmer hört auf um Hilfe zu rufen 😂 ebenso wie die nette ältere Dame am Ende des Ganges mit ihrem stetigen „Haaaaaaaallo“ „hallllllohooooooooo“ 🙈😂 Zustände sind das hier 😁 ein Glück gibt es Schwestern, die sich dennoch bemühen den Leuten tatkräftig zu helfen wo sie nur können – meinen größten Respekt!“

Am 24. Januar trägt Erik auch Folgendes ein:

„Akzeptiere die Diagnose – aber niemals die Prognose“

& das irgendwie eher nach Esoterik usw. klingende:

„Wer von seiner Heilung überzeugt ist, kann Wunder erwarten, die unter >normalen< Umständen, d.h. in der materiellen Welt undenkbar sind.“

Dr. Wighard Strehlow aus seinem Buch „Die Physiotherapie der Hildegard von Bingen“

 

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

heute wird Erik nach 30 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen und er freut sich so sehr, dass nur wenige von uns dies nachvollziehen können. Er hat inzwischen einen Schwerbehindertenausweis beantragt.

Zum Abschlussgespräch mit dem Arzt schreibt Erik Folgendes:

Schlusswort/Empfehlung direkt vom Arzt:

Es ist wichtig, dass man sich jetzt erstmal in der einst gewohnten Welt wieder zurechtfindet, guckt wie man alles managed, mit dem Wissen, (Stand jetzt) dass einem bewusst ist, dass die zur Verfügung stehende Zeit begrenzter, als bei anderen Menschen im selben Alter ist.

Von daher sollte man sich zum Beispiel eine Liste mit Dingen anlegen, die man gern machen möchte – Mount Everest besteigen oder ähnliches muss nicht drauf stehen – aber Kleinigkeiten, die Freude machen, positive Sachen eben.

Auch wenn der Job keinen Spaß macht, sollte man sich nach Alternativen umschauen, sollten allerdings die Kollegen oder gar der Job richtig Spaß machen, sollte man sich das erhalten und ehrlich zu sich selbst sein, wenn man doch an Grenzen stößt / easy wieder einsteigen. Man sollte keinesfalls jetzt anfangen die Tage zu zählen.

Genauso sollte man es auch nicht übertreiben und sich jetzt jeden Abend die Flasche Wein gönnen, einfach weil man sich sagt was soll’s. Ein Bier ist mal OK aber es sollte einem bewusst sein, dass gewisse Dinge nicht mehr wie früher gehen – beim zweiten Bier hört’s dann auch schon auf und kann gefährlich werden, da das Hirn nicht mehr soviel abkann 😪🙈😂

Sport ist wieder erlaubt, Gym, wie auch Fußball, aber Kopfbälle sind erstmal tabu.

In zwei Wochen kann ich wohl wieder zum Friseur 😱😂

Kurz um:

Man sollte sich die Lebensqualität bewahren und die Zeit bestmöglichst genießen 😇✌

#staypositive Leute 😆✌

Und nun möchte ich Euch seinen Blog empfehlen, auf welchem Ihr Erik noch besser kennenlernen könnt. Dieser junge Mann macht allen Mit-Betroffenen Mut. Er hat meinen höchsten Respekt!

https://rummelschubser.wordpress.com/

Was macht man mit einem Leben, das plötzlich aus den Fugen gerät?

Das Leben leben und nicht einfach nur dabeistehen, während es an einem vorüberzieht.

„Sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen bedeutet auch immer, sich mit dem eigenen Leben zu beschäftigen und nach dessen Sinn zu fragen.“ Was war bisher, was soll in Zukunft sein? Wenn das Leben Revue passiert, fallen häufig auch die Unzulänglichkeiten in den Blick. Verpasste Chancen werden herausgefiltert, gute Vorsätze gefasst. Sich nicht mehr so viel über Kleinigkeiten ärgern, ab sofort achtsamer sein, optimistischer.“

Anja Mehnert, Psychoonkologin 

Anmerkung:

Wenn Ihr diesem Beitrag ein „Gefällt mir“ gebt, gebt Ihr es Erik und seinem Mut, seinem Lebenswillen, der Hoffnung und der Liebe.

DANKE

Winterfrei und Gebündeltes


 

Text und Gestaltung: Sylvia Kling

Text und Gestaltung: Sylvia Kling

 

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Winterwoche.

Seit einiger Zeit gestalte ich meine Aphorismen oder auch Auszüge aus meinen neuen Gedichten/Texten in einem Bild/Foto und veröffentliche diese regelmäßig auf Facebook (Rubrik: „Gebündeltes“) Hier findet Ihr mich (sollte es nicht funktionieren, sucht mich bitte unter „Sylvia Kling (Autorin)“:

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010657024918

Wer über keinen Account auf Facebook verfügt und dennoch Interesse an meinen Aphorismen oder Worten aus „Gebündeltes“ hat, der sollte ab sofort ein Mal wöchentlich hier fündig werden.

Ich grüße Euch herzlich,

Eure Sylvia Kling

Ein Beispiel hierzu:

Text: Sylvia Kling Foto: Peter Fischer/Dessau

Text: Sylvia Kling
Foto: Peter Fischer/Dessau

Das gibt es auch auf Fotografien von Yvonne Wagner (Hermsdorf) oder Uwe Richter (hier auf WordPress zu finden: http://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/) – also auch mit farblicher Abwechslung. Allerdings bin ich eher für das Schlichte zu gewinnen.

Gemach und nur die Rosen …


Jürgen M. Brandtner, Lyriker/Schauspieler/Regisseur/Rezitator

Jürgen M. Brandtner, Lyriker/Schauspieler/Regisseur/Rezitator

Ich konnte mich heute nicht entscheiden. Jürgen und ich haben uns auf einen Beitrag pro Monat geeinigt, dem ich ihm, respektive seinen wundervollen Arbeiten widme. Hach, ich bin doch klug! Ich nehme einfach noch eins … 😉 und plage mich nicht am Samstagabend mit schweren Entscheidungen … :-).

brandtner_nur_die_rosen

Wer ihn noch nicht kennt (für meine neuen LeserInnen oder BesucherInnen):

https://sckling.wordpress.com/2016/02/04/darf-ich-vorstellen-vi-teil-i-juergen-m-brandtner/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/05/darf-ich-vorstellen-vi-teil-ii-juergen-m-brandtner/

Hier entlang geht es zu seiner Webseite, auf welcher es sich lohnt zu stöbern:

https://theaterjmb.jimdo.com/%C3%BCber-mich/

Über Jürgen habe ich u.a. geschrieben:

„Wer im Raum Stuttgart zu Hause ist, dem dürfte es nicht schwer fallen, die Vorstellungen im Theater  zu besuchen und diesem  Mann mit der umwerfenden Aura persönlich zu begegnen.
Jürgen ist nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch – wie „Du und ich“ – ganz einfach und bodenständig.“

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Ich wünsche Euch ein zauberhaftes Wochenende,

Eure Sylvia Kling

AufBruch


ist erschienen! Mein neues Buch in Hardcover findet Ihr hier:

https://www.amazon.de/AufBruch-Sylvia-Kling/dp/3741883875/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1484847195&sr=8-1&keywords=AufBruch+von+Sylvia+Kling

Softcover:

https://www.amazon.de/AufBruch-Sylvia-Kling/dp/3741884014/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1484851243&sr=8-2&keywords=Aufbruch+von+Sylvia+KLing

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„Ihr nunmehr vierter Lyrikband ist wieder mit Zeichnungen des Düsseldorfer Künstlers Khalid Aouga illustriert.Dieser Gedichtband enthält ca. 130 Arbeiten der Poetin Sylvia Kling. Der weit gespannte Bogen ihrer Gedichte ist beeindruckend groß: von der Liebe der Mutter, dem Tod des Vaters, ihrer Liebe zum Leben, dem Sinnen in der Natur, der Suche nach der Heimat bis zur beißenden Kritik an gesellschaftlichen Zuständen.“

Die LeserInnen unter Euch, die mich schon länger kennen, wissen es – für meine neuen LeserInnen und BesucherInnen folgende Information:

Das Buch kann in Hard- oder Softcover bei mir bestellt werden, wenn eine persönliche Widmung gewünscht ist. Ich signiere die Bücher nicht einfach nur, sondern lege darauf Wert, für jeden einige persönliche Worte zu hinterlassen. Bei dieser Bestellung kommt nur noch der Versand hinzu, der sich voraussichtlich auf ca. 3,00 Euro beläuft.

Wer dies wünscht, schreibe mir bitte eine Mail an folgende E-Mail-Adresse:

sylvia-kling@gmx.de.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenausklang und eine wundervolle Zeit.

Herzlichst,

Eure Sylvia Kling

 

Symptome


Vor dem Tod fürchte ich mich,
 vor dem HilflosSein,
 nicht vor den Krücken,
 dem Pflegeheim.

Vielleicht ein wenig
 vor Krankheit, Demenz,
 vor geistigem Verfall,
 der Dekadenz.

Es ängstigt mich
 vor dem Krieg alltäglich,
 ich könnt es verschweigen,
 es ist so schändlich.

Kaum wage ich
 es zu ertragen,
 wo ist eigentlich Gott,
 höre ich viele Fragen.

Gott ist dort,
 wo er hingehört,
 vielleicht hat er beim Zusehen
 sich zu sehr empört?

Vor der Zerstörung
 der menschlichen Werte,
 jeder wohl diesen Gott
 entbehrte.

Zornig im November
 Zweitausendundfünfzehn
 krebsen KriegsSymptome
 nicht aus Versehen.

Vor dem Tod fürchte ich mich,
 vor der Angst der Vernunft -
 Unsere Welt hat keine
 neue Unterkunft!

Copyright Sylvia Kling

Auszug aus dem Buch „BruchStücke“, Band I

... (piqs.de ID: fe1369a1f19d17575452a8ff97f18628)

… (piqs.de ID: fe1369a1f19d17575452a8ff97f18628)

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich wünsche Euch von Herzen ein schönes Wochenende. Eine kleine Information an alle Wartenden: Die Veröffentlichung meines neuen Buches „AufBruch“ wird sich um sieben bis zehn Tage verschieben. Wir lesen uns Ende der nächsten Woche wieder.

Passt gut auf Euch auf,

Eure Sylvia Kling

 

Zum Foto:

Fotograf: Quiessel

Titel: Frieden

URL: http://piqs.de/fotos/36598.html

LIZENZ:

Creative Commons License

Was wir brauchen


wir brauchen

ein Lächeln
zum Sein,
um die Seele
zu verwöhnen,
wir brauchen
Vergebung,
Verzeihn,
doch wir
streiten,
anstatt
zu versöhnen,

wir brauchen
Umarmungen,
Sicherheit,
es ist doch
entzückend schlicht,
in dieser
beschleunigten Zeit
brauchen wir
mehr Zuversicht,

wir brauchen
in ewiger
Eifrigkeit
einen kostenlosen
Werteschein,
das Einfachste
seit der
Menschenzeit
ist das Wichtigste
obendrein!

Doch ganz gleich,
was wir
erhalten,
nur mit Herzen
ists
wahre Gabe,
was man gibt,
sei nicht zu
verwalten,
wie die sichtbare
ReichtumsHabe!

Copyright Sylvia Kling

Kopieren und Zitieren ohne meine Genehmigung ist nicht gestattet.

Thomas Seiger - siehe Beschreibung

Thomas Seiger – siehe Beschreibung

Zum Foto:

Mit Genehmigung von Thomas Seiger veröffentlicht – daher bitte nicht ohne dessen Genehmigung kopieren.

Sein Facebook-Profil: https://www.facebook.com/tom.inspiriert?ref=ts&fref=ts

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich wünsche Euch in Eurem Alltag immer wieder mal ein Lächeln. Es fügt uns keine Schmerzen zu, wir müssen dafür nichts bezahlen – es ist, wie im Gedicht geschrieben, so leicht. Heute wird ein Lächeln schon als Anmache aufgefasst – ist das nicht schlimm? Wir sind schon so weit, dass wir Freundlichkeit verwechseln oder ihr misstrauen, da sie so selten geworden ist.

Habt noch eine gute Restwoche.

Eure Sylvia Kling

Holunder


Holunder

Mein roter Kater wanderte
mit mir,
er unterbrach meine Gedanken,
ich schickte ihn nach
Hause –
mit sonnigem Menschenblick.

Heute wollte ich die Welt
in Schwarz oder Weiß
einteilen,
der Sinn stand mir danach,
in dieser trüben Kühle –
die mir saß im Genick.

Meine Kräfte waren gespalten
oder vertrocknet wie der
Holunder,
ich stelle Fragen in das
Nichts –
auch die Leere ist
seltsam schwer.

Als ob ich verstünde
diesen ZeitenWandel,
unwiederbringlich scheint
alter Halt,
meine Hand ist voller
HolunderÜberBleibsel –
als ob nichts verloren
wär.

Copyright Sylvia Kling

Auszug aus dem Buch „AufBruch“ – erscheint am 12.01.2017 –

Hardcover/170 Seiten/Zeichnungen und Coverzeichnung: Khalid Aouga/Düsseldorf

elder-789037_1920

Foto: https://pixabay.com/de/holunder-herbst-fr%C3%BCchte-789037/Fotograf: Morkin

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

ich wünsche Euch ein wunderbares Winterwochenende und eine erfüllte Zeit. 

Eure Sylvia Kling

Es wird in diesem Jahr …


einiges bei mir passieren:
Im Januar (in den nächsten 10 Tagen) erscheint mein 4. Lyrikband mit dem Titel „AufBruch“. Er beinhaltet 131 Gedichte und 10 Zeichnungen des Düsseldorfer Künstlers Khalid Aouga. Hier eine Zeichnung des Künstlers, die mein Buch „bekleiden“ wird:

Khalid Aouga - Zeichnung darf NICHT kopiert werden!

Khalid Aouga – Zeichnung darf NICHT kopiert werden!

Das Programm „AusgeKLINGt“:

Poetisch-musikalische Szenen zwischen Zuckerbrot und Peitsche – mit HC Schmidt läuft an. HC und ich werden bald mit der Auswahl der Texte, der Musik und dann mit den Proben beginnen. Im März wird es dann – so denken wir – einen ersten „SchmidtKling“ in Leipzig geben.

ausgeklingt_hans_und_ich

Mein Solo-Programm:

„Poetisch-musikalische Szenen mit Wortpeitschen und Zuckerglasur“ wird unter dem Namen „Im Geiste bleib ich gefräßig, zu vieles ist nur mäßig“ anlaufen.

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Weitere Projekte sind im Gespräch, unter anderem im April mit der phantastischen Gruppe „Sommerhaus“, Udo Udo J. Siefen, in NRW.
Diese und weitere Termine gebe ich rechtzeitig bekannt.

Literarisch wird auch dieses Jahr aufregend. Es sei einiges zu beenden und weiterzuführen. Um meine zeitintensive Internetarbeit zu verkürzen, wird meine Homepage http://www.sylvia-kling.de und mein Blog hier, bei WordPress, zusammengeführt. Mein Artikelblog „https://wiedaslebenklingt.wordpress.com/&#8220; wird in den nächsten 14 Tagen gelöscht. Alles, was ich zu sagen habe, beworte ich mit meinen Gedichten und anderen, prosaischen Texten und Textfragmenten.

Auf Facebook findet Ihr mich hier:

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010657024918

Instragramm:

sylvia.kling.autorin

Auf youTube bei:

Angelika Wittenbecher-Hennig (ab Mitte des Jahres gibt es einen eigenen Kanal, den ich noch bekannt gebe) mit bisher zwei Stücken:

 „Leute“ – Chanson

und „Sättigung“ – Gesellschaftssatire – (Probemitschnitt zur Lesung in Dresden) – auf diesem Kanal ebenso zu finden.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei meinen Freunden, Lesern und Besuchern sehr herzlich für das Interesse, für die „Sternchen“ und  Kommentare bedanken. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Euch auch in diesem Jahr an meiner Seite weiß, Ihr mich in meiner Arbeit unterstützt und auch in meinem Engagement für mehr Menschlichkeit. Ich möchte anregen zum Widerspruch, zum Nachdenken, zum Handeln. Oft erkennen wir nicht den Sinn, den wir so gern immerzu erkennen wollen – sind wir doch alle Sinnsuchende.

Ich bin dafür, dass wir alle Selbstverantwortung übernehmen, dass wir sagen: „Warum nicht?“ – anstatt: „Es geht nicht, weil …“, dass wir mit Mut, anstelle mit Wut agieren. Ich bin dafür, dass wir erkennen: Nicht nur wir Menschen sind verletzlich, sondern auch diese Erde, auf der wir leben, von der wir mit offenen Händen alles entgegen nehmen, was wir bekommen können.

Welche Visionen haben wir? Enden unsere Visionen in unserer Komfort-Zone? Haben wir zu viel oder zu wenig kritische Distanz zu unserer Gesellschaft, den Mitmenschen? Fühlen wir uns mitverantwortlich für unsere Mitmenschen?

Wir müssen doch keine Helden sein. Es reicht, wenn wir Menschen sind.

Vielen Dank für Euren Besuch,

Eure Sylvia Kling

 

Neujahrsklang


Neujahrsklang

An diesem ersten
Tag des Jahres
streift sorglos mich
der Klang der Uhr

Der Himmel ist
trübe,
das Feld liegt düster
in alter
Herbstmontur

Die Menschen sind
in Stuben
verkrochen,
in stillmüder
NeujahrsVision

Ich befinde mich
außerhalb der Zeit,
pack sie mutig
an beiden Enden,
lass dem Jahr
den unschuldigen Ton.

Copyright Sylvia Kling

Auszug aus meinem Buch „BruchStücke“ – Band I

neujahrZum Beitragsfoto:

Foto: eaglyeeye

URL: http://piqs.de/fotos/34492.h

http://piqs.de/regeln-zur-verwendung-der-fotos/