Des Geschändeten Gedanken


Was wäre das Leben nicht ohne ein wenig Sarkasmus, mit welchem ich hin und wieder pflege, gewissen unschönen Dingen einen neuen Anstrich zu verpassen. Ich wäre nicht Ich, wenn ich nicht dies oder jenes aufgreifen würde, um meine sarkastisch-humorige Ader kräftig pulsieren zu lassen.

Des Geschändeten Gedanken

Wie gut, dass es Künstler gibt,
im Netz, da ist die Auswahl groß
und herrlich ungesiebt
gibt’s Gedanken kostenlos

Diese verarmten Seelen
kämpfen ums Überleben,
und ich kann getroste stehlen,
ohne Fleiß und nächtlichem Streben

Das Denken ist mir zu schwer,
mein Geist längst eingefroren,
so ist es doch nur fair
zu schnorren ungeschoren

Wie gut, dass Apps und Programme
dem Volke Spektakel verschaffen,
so kann ich im eignen Schlamme
mich suhlen und andre beraffen

Fotos, Musik und Gedanken,
was der Bedürftige nur begehrt,
ich muss mich nicht mal bedanken,
nichts zu kaufen heißt: keinen Wert

Da schreibt ein verrückter Gefährte
eines Tages mir eine Mail,
dessen Namen ich nicht ehrte,
wollte geben mir einen Befehl:

Ich sollte dafür blechen,
für die BilligAngebote,
ich lachte über den Frechen,
Unverschämten, der mir drohte

Er zerrte mich vor das Gericht,
wegen Verletzung vom Urheberrecht,
der Richter „Zahlen Sie!“ spricht.
Ich sag Euch: die Welt ist schlecht!

Copyright: Sylvia Kling – ich schreibe das nur der Gewohnheit wegen darunter! 😉

diebstahlPerlinator – https://pixabay.com/de/notlager-raub-diebstahl-steuern-1340048/

Ich bedanke mich herzlich für Euer Interesse und Euer Lächeln. Nun wünsche ich meinen Freunden, Lesern und Besuchern einen wunderbaren Freitag und guten Start in das Wochenende.l Habt es gut.

Eure Sylvia Kling

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34 Gedanken zu „Des Geschändeten Gedanken

  1. Sehr treffend und klar geschrieben, gefällt mir ausgezeichnet. Tja, man muss sich heute in dieser verrückten Welt manchmal auf irgend eine Art Luft verschaffen.
    Ein Betreiber eines ‚Israelmagazins‘ schrieb mich mal freundlich an, ob ich in meinen Reiseberichten aus Israel nicht seine Website im Anhang erwähnen könnte, was ich aus prinzipiellen Gründen freunlich ablehnte. Darauf drohte er mir massiv mit Klagen, weil ich für zwei seiner Fotos trotz Copyright-Angaben keine Bewilligung von ihm hatte.
    Um Ruhe zu haben kippte ich die Foto umgehend aus dem Bericht.
    Auch die ein schönes Wochenende und eine frohe Zeit.
    Liebe Grüsse Ernst

    Gefällt 2 Personen

  2. Sehr gut…liebe Sylvia. ..wo ich meine texte schon entdeckte. ..unglaublich! …leider sind dies die Nachteile im Netz. ..doch die Vorteile überwiegen. .und das zählt. Du hast es dir von der Seele geschrieben. ..wunderbar gelungen!
    Sei lieb gegrüßt. .Karin

    Gefällt 1 Person

  3. Ja, für viele ist das Internet ein rechtsfreier Raum. Und die meisten und meistens kommen sie damit ja auch durch. Man muss sich wirklich gut überlegen, was man digital in die Welt setzt. Komm gut ins Wochenende, liebe Sylvia, und sei herzlichst gegrüßt von
    Anne

    Gefällt 1 Person

    • Ja, genau, bei dem Erlebnis mit dem frechen Klau eines Aphorismus. Man machte einfach den Namen auf dem Bild weg und gab es als Eigenes aus. Dann recherchierte ich ein wenig. Und siehe da: Es gibt viele KünstlerInnen, denen das geschah und noch viel schlimmer. Bei einer Malerin war durch einen Klau SIEBEN JAHRE Arbeit umsonst – im wahrsten Sinne des Wortes. Klagen konnte sie nicht – der Dieb lebte in SONSTWO.

      Liebe Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

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