Schlussfolgerung


Schlussfolgerung

Wir leben diese Zeit,
die für uns so leichtmütig und schwer,
wir sind fortdauernd bereit
  für Größeres und immer mehr

Früher war vielleicht
das Leben ohne WerteGarantie,
die Menschen unverböst geeicht
auf die gutbewährte Harmonie

Oder kommt es mir nur so vor,
denn Macht war immer es schon wert,
dass die Liebe grobverletzt lieget vor dem Tor,
und des Reichen Habe unversehrt

Darum macht lieber einen Bogen
um den lockendgoldenen Palast,
nur die Liebe stoisch ausgewogen –
ist. Was die Habgier flachgetrieben hasst.

©Sylvia Kling

Liebe Freunde, LeserInnen und BesucherInnen,

auf Grund dringender, familiärer Angelegenheiten werde ich in den nächsten vier Wochen leider nicht alle Eure Beiträge lesen und entsprechend beachten können.

Ich habe für jede Woche jeweils einen Beitrag vorbereitet. Ab Ende Oktober steht mir mehr Zeit zur Verfügung und ich bin wieder mehr online.

Bis dahin habt eine wunderbare, gesunde und friedliche Zeit.

Eure Sylvia Kling

Wichtige Hinweise zum Urheberrecht:

Das Kopieren und Weiterverwenden von geistigem Eigentum ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet. Alle Weiterverwendungen -außer im direkten Reblogging – bedürfen meiner Genehmigung (siehe auch Impressum).

 

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Kommen und Gehen


Kommen und Gehen

Endlich Schweigen und Gedanken fließen,
festlich die NachtStille Einzug hält,
Gefühltes kann getrost nun sprießen,
die Tagesschicht ist abgepellt

Ich werd wohl älter und ich registriere,
dass ich in Liebgewordenem verharre
und mag gar sehr alte Reviere,
die Jugend nennt es sicher AltersStarre

Es ziehen Menschen in meinem Leben ein
und machen sich in meinem Herzen unentbehrlich,
doch wenn sie gehen, fühlt mein Herz sich klein,
neuerdings geschieht mir das schon jährlich

Zur vergrämten Alten will ich mich nicht wenden,
bin noch lange nicht am Ende vom Latein,
soll das Kommen und das Gehen auch nie enden
Mein letzter Freund wird der Himbeerstrauch im Garten sein.

©Sylvia Kling

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Dieses Gedicht wird in meinem Lyrikband „AufBruch“ veröffentlicht, welcher ca. Dezember 2016 erscheint.

Ich wünsche meinen Lesern, Freunden und Besuchern einen schönen Restsonntag und morgen einen guten Wochenstart.

Eure Sylvia Kling

Gemenschel


GeMENSCHel

Ein Mensch,
der nicht mehr arbeiten kann,
(womöglich ist es noch ein Mann),
ist einfach nichts mehr wert,
es niemanden wohl schert,
wie er einst gewesen,
nur sollte er bald genesen,
denn nur ein Mensch, der fleißig schafft,
der sich Eigentümer rafft
ist gewappnet gegen Ängstlichkeiten,
den Verlust und die Pleiten,
nur ein Mensch, der kerngesund,
hat im Leben LebensGrund
Im Menscheln sind wir alle groß
und im Urteil rigoros.

©Sylvia Kling

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 Dieses Prosa-Gedicht wird in meinem Lyrikband „AufBruch“ – geplante Veröffentlichung Dezember 2016 – erscheinen.

Liebe LeserInnen, Freunde und BesucherInnen,

ich möchte Euch gern auf meine nächste Lesung hinweisen:

Lesung in der Stephanus- Buchhandlung Moritzburg

In der Stephanus- Buchhandlung in Moritzburg findet am

Dienstag, den 20.09.2016 um 19.00 Uhr

eine Buchlesung statt.

An diesem Abend lese ich eine bunte Mischung aus meinen Büchern „AusGeatmet“, „BruchStücke“ I und II.

Foto: Buchhandlung Moritzburg

Foto: Buchhandlung Moritzburg

Die Veranstaltung ist auf der Homepage der Stephanus-Buchhandlung hier zu finden:

http://www.stephanus-buchhandlung.de/Veranstaltungen/955023180/Ein-poetischer-Lyrikabend-mit-Sylvia-Kling

Stephanus- Buchhandlung Moritzburg
Schlossallee 4
01468 Moritzburg
Tel. 035207 – 999 5 88
info@stephanus-buchhandlung.de

oder auf Facebook:

https://www.facebook.com/events/1046003388818911/

Vielen Dank für Euren Besuch und Eure Aufmerksamkeit. Ich wünsche Euch einen gelungenen Wochenstart und eine wunderbare Woche.

Eure Sylvia Kling

ZeitenLauf


ZeitenLauf

So wie die Zeit
das Leben trägt,
wie der Wind
die Erde umweht,
manche Menschen
ich still verließ,
weil da mein Leben
Jugend hieß

Da trug mich
noch das Ungelernte,
da war meine
Schönheit die
beste Ernte,
ich sah mich
als Antwort auf
alle Fragen,
die Unschuld
auf dem Lebenswagen

So wie die Zeit
das Leben trägt,
die Sonne
leise am Himmel steht,
da war das
Schicksal bedeutungsLos
und weichsüßeTräume
fielen
aus meinem Schoß

Da hörten
noch wenig meine Ohren,
da tanzte ich noch
mit den neuen Toren,
die alten Freunde
gewandert waren,
sie rangen weiter
in eigenen Jahren

Da nehm ich,
ein wenig verblichen
jetzt
so manchen Menschen,
wenn er mich lässt
und tanze mit ihm,
im Lächeln verhangen,
und jede Trübe
im Heute gegangen.

So wie die Zeit
das Leben trägt,
wie jeder Traum
mich hat geprägt,
langsamdurchblutet
geb ich der
Zeit einen Kuss,
überquere
gewandelt
den ZeitenFluss.

©Sylvia Kling

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Ich möchte Euch gern noch auf die Lesung am kommenden Samstag, den 10.09.16 aufmerksam machen:

Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit anderen Autoren findet am

10.09.2016 um 19 Uhr

eine Lesung in Klingenberg/Erz. statt.

Dort werde ich mit den Autoren Jana Peter, Bettina Wohlert, Jennifer Intorre & Janina Göbel und Flo Durden lesen und Arbeiten aus „BruchStücke“ I und II vorstellen – eine bunte Mischung. Die musikalische Umrahmung übernimmt «Whysker».

lesung_klingenberg

Das wird ganz sicher ein interessanter Abend!

Hier könnt Ihr immer die aktuellen Lesungstermine einsehen:

https://sckling.wordpress.com/lesungentermine/

Die Ballade vom unvergessenen Tag


Die Ballade vom unvergessenen Tag

Kürzlich traf ich
in der MittagsHitze
auf einen kleinen Alten,
zwei fremde Augen,
wie blaue Blitze,
die in meinen Alltag
prallten.

Unter tiefen Narben
kaum zu erkennen,
ein schmalgeformter Mund,
ein kurzer Blick,
ein leises Brennen,
auf gelittenem Untergrund.

Er las in der Zeitung,
einer Regionalen
und schüttelte
das weiße Haar,
„Die werden noch bitter
bezahlen,
das ist doch sonnenklar!“

Ich stand in der Nähe,
beschäftigt mich zeigte,
schielte neugierig
zu dem Alten,
müde er den Kopf
nur neigte,
es trafen sich
zehn Mal zehn Falten.

„Junge Frau, was meinen
Sie dazu,
vielleicht können Sie
es mir sagen,
brauchen Sie eine
zirkusbunte Kuh,
für ein bisschen
Milch im Magen?

Wie schätzen sie
das Leben ein,
muss Großes immer
größer werden,
brauchen sie stets
den teuren Wein,
wie diese gepflegten
Derben?

Sie quatschen und
lamentieren,
sind alle
aus gutem Stall,
doch verblöden sie
in ihrem Gieren,
schlappe Hirne
essen gern prall

Die sollten erstmal
barfuß laufen,
Gott segne ihr
Gemüt
und solange
klares Wasser saufen,
bis das erkaltete
Herz wieder
glüht

Ach, junge Frau,
verzeihen sie mir,“
sprach er weiter,
vor Aufregung matt,
„das Schweigen ist
heut eine Zier,
vorallem im Trocknen
und satt.“

Er lachte bitter
und leise,
„Ich bin nicht mehr
lange hier,
ich geh bald auf
erlösende Reise,
der Tod hat mich schon
im Visier.

Da treff ich wieder
die Eltern
als Sohn,
die Geschwister,
zu jung gestorben –
unter der Hitlernation,
die auch Lebende
bis heut verdorben.

Da dreht sich auf
dieser Welt
das Kriegsrad unentwegt,
glauben Sie mir,
die Seele des
Menschen fällt,
bevor die Erde
sich nicht mehr regt.“

Ich grüßte
den Alten und ich lief,
mein Herz stand schon
in Flammen,
ich vertrug ihn
nicht mehr, den Mief,
trage nun
meine Worte zusammen.

Was soll ich euch
denn noch erzählen,
pazifistisch
menschenerschöpft,
ich beginne mich
zu schälen
hab das elende
Schweigen geköpft.

©Sylvia Kling

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Zum Projekt „GEGEN DAS VERGESSEN“ – hier das Portfolio dazu:

https://sckling.wordpress.com/portfolio/gegen-das-vergessen/

Bitte weiterlesen!

Gestern waren Wahlen in MVP. Das Wahlergebnis war zwar zu erwarten, hat dann uns, als Gegner der AfD, doch zutiefst erschüttert.
Meine Meinung dazu:

Sie werden sich von selbst auflösen. Sie sind sich nicht einig, haben kein politisch tragfähiges Konzept.
Man sollte aufmerksam sein und sich vor diesem gesellschaftlichen Phantom nicht verschließen.
Es ist Teil unserer Gesellschaft und bedarf auch unserer Beachtung.
Aber wir dürfen davor keine Angst bekommen und in Panik oder Hysterie verfallen. Primär sollten wir mit Argumenten und sachkundigen Meinungen der AfD und ihren Anhängern den Boden entziehen. Das setzt in uns eine solide, moralische und politische Bildung voraus.

Ich möchte meinen Lesern und Besuchern hier dringend einen Ausschnitt aus dem Artikel in der Telepolis – von Florian Rötzer empfehlen. Ich gebe den gesamten Artikel unter dem Auszug als Leseempfehlung weiter:

„Abzusehen ist, dass die AfD bald in sich zusammenbrechen und sich als
Phantom erweisen wird, das eine Zeitlang die anderen Parteien vor sich
hertreiben konnte, die sich um „die Mitte“ drängelten, also auch um den
Erhalt des Bestehenden. Deprimierend ist, dass es offenbar in Deutschland
wie in vielen anderen Ländern als Alternative nur diese kreischende
Erhaltungsstimmung gibt, die Veränderung als solche fürchtet und Mauern,
Grenzen und Zurück zur Nation ersehnt, selbst im Einwanderungsland USA.
Fortschritt ist derzeit bestenfalls noch technischer Fortschritt, der das
Heil bringen soll, alles andere ist desavouiert. Höchste Zeit, den
sozialen, machbaren, aber postsozialistischen Fortschritt wieder zu
erfinden.“

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49326/1.html
Das Beitragsbild wurde mir von Doreen K. aus Rostock zur Verfügung gestellt – vielen herzlichen Dank. Bitte das Foto nicht kopieren und weiterverwenden.

Weitere Hinweise zum Urheberrecht:

Dieser Beitrag darf rebloggt und im Rahmen des Projektes verteilt werden. Das Prosagedicht darf nicht an anderen Stellen ohne meine Einwilligung ohne Angabe des Urhebers verwendet oder zitiert werden.

Nachklingen lassen: Lyrik von Sylvia Kling


Mein herzlicher Dank gilt der Autorin und Lektorin Michaela Stadelmann. Einige Fragen habe ich beantwortet, wie ihr dem Beitrag von Michaela entnehmen könnt.

Falls Euch dieser Blog, der u.a. auch immer wieder interessante Beiträge zur Schreiberei bietet, noch nicht bekannt ist, schaut doch mal bei Michaela rein.

Aus ihrem Blog:
„Textflash ist im März 2016 aus dem Wunderwaldverlag (gegr. 2007) entstanden. Hier finden sich sowohl die Romane, die ich unter verschiedenen Pseudonymen veröffentliche, als auch News für Autoren.“

Für mich stehen zwei aufregende und schöne Tage im privaten Bereich an. So wünsche ich Euch schon jetzt ein schönes Wochenende.

Wir lesen uns nächste Woche.

Eure Sylvia Kling

Textflash - Mikaela Sandbergs Autorenseite

https://www.amazon.de/BruchSt%C3%BCcke-Band-I-Sylvia-Kling/dp/3741841145/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1471965568&sr=8-1&keywords=BruchSt%C3%BCcke+von+Sylvia+KlingVon Sylvia Kling liegen mir zwei Lyrikbände vor, die ich auch allen Nicht-Lyrikern wärmstens empfehlen kann.

Mit leisen, eindringlichen Worten kehrt sie ihre Innenwelt nach außen. Darüber hinaus lässt sich die Dresdnerin auf die Ereignisse vor ihrer Haustür ein  – etwas, das heutzutage mehr bedeutet, als mit einem Plakat durch die Straßen zu laufen. Sie engagiert sich mit anderen Künstlern auf der Seite Gegen das Vergessen und postet auf ihrem Blog weitere Gedichte, in denen sie deutliche Worte findet. Ganz wunderbar finde ich ihre Antworten auf meine Fragen:

Wie kam es zu meinem Engagement gegen Rechts?

Gegen Rechts zu sein, bedarf es keinen Stein des Anstoßes, sondern ist jedem Menschen mit Gefühl und Verstand naturgegeben. Seit der Entstehung der islamfeindlichen Bewegung „PEGIDA“ fokussierte sich mein Blick insbesondere auf das Mitschwimmen bzw. Radikalisieren der Bürger im Osten Deutschlands.

Gibt es in deinem Umfeld persönliche Geschichten, die dich (zusätzlich) motivieren?

Der Blick…

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