„Denkst du noch“ – und mehr


Denkst du noch

Denkst du noch an die Frühlingsnacht
wir sahen sinnend aus dem Fenster
zum Garten hin, er lag in sanfter Tracht
des langsamen Erweckens

Wie sanft selbst unser Atem war
der in die Anemonen sich verliebte
des Nachbars Kirsche wiegte sich im Schlaf sogar
und der Mond kredenzte uns den Tee

Mit Botschaften aus Gartenzweigen
da war es unsre Heimat auch im Lenz
Weißt du noch? Da konnten wir noch schweigen
da klang die Nacht noch wie ein Wiegenlied.

©Sylvia Kling

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Ich wünsche meinen Leser_innen und Besucher_innen einen angenehmen Wochenstart.

Jene Leser_innen, die im sächsischen Raum wohnen, möchte ich auf meinen nächsten Lesungstermin aufmerksam machen:

In der «Original Eisbar», Inh. Heidi Haselbauer, findet am

Sonnabend, den 25.06.2016 um 20.00 Uhr

eine Buchlesung mit musikalischer Begleitung statt. An der Gitarre ist «mobwish» zu hören.

Ich lese aus meinem Gedichtband «AusGeatmet» und stelle einige, neue Arbeiten vor.

Es freut mich sehr, den Künstler HC Schmidt begrüßen zu dürfen, der einige Gedichte von mir lesen wird. Wer ihn nicht kennt:
„Urgestein ostdeutscher Musikerszene. Sänger, Sprecher, Musiker, Schauspieler. Er agierte unter anderem bei Generator, Elektra, Zwei Wege und Gualaceo und vielen anderen Projekten. Seine neues Interesse ist die Produktion von Hörbüchern sowie szenisch musikalische Lesungen und diverse Moderationen auf seine persönlich unverwechselbare Art.“ – Angelika Wittenbecher-Henning

Ja, und auf diese unverwechselbare Art freue ich mich ganz besonders!

Auf Facebook ist die Veranstaltung hier zu finden:

https://www.facebook.com/events/156213538113993/

Plakat zur Lesung in Dresden

Plakat zur Lesung in Dresden

 

«Original Eisbar» Heidi Haselbauer
Sankt Petersburger Str. 32
01069 Dresden
Tel.: 03 51 - 49 76 22 82
eMail.: info@original-Eisbar-Dresden.de
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48 Gedanken zu „„Denkst du noch“ – und mehr

  1. Pingback: “Denkst du noch” – und mehr — Sylvia Kling – Literatur | nz

    • Nun habe ich beinahe versäumt, auf Deinen Kommentar zu antworten, Rita. Es ist eine recht angespannte Woche für mich, deshalb verzeih mir bitte.
      Ich danke Dir für Deine lieben Worte, die mich sehr freuen. In einem Wintergarten zu nächtigen, ist sicher eine unvergeßliche Zeit. 🙂

      Ich wünsche Dir noch eine angenehme Woche!

      Herzlichst,
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

    • Ich hoffe sehr, dass das mal eintreten wird (ich möchte auch so gern mit Jürgen Brandtner lesen – er wohnt im Stuttgarter Raum) und arbeite fleißig daran, liebe Sylvia.

      Danke für Deine lieben Worte (denn die gehen mir sehr tief!),

      Herzensgrüße von
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

  2. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Lesung, das wird es aber sicher. Deine Gedichte sind wunderbar und so ab und an verliere ich mich in Deinen Wortschöpfungen….es ist immer ein Genuss! LG Ann

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  3. Pingback: Montag, den 20. Juni 2016 | Kulturnews

  4. Auch mich berührt dieses schöne Gedicht und das tieffühlende Schweigen darin! Nur Dichter können uns davon in Worten mitteilen…Das ist dir sehr eindrücklich gelungen!
    Viel Glück, Freude und Gelingen bei deiner Lesung!

    Gefällt 1 Person

  5. Wie zwei Verliebte sich ihres gegenseitigen Erweckens
    erinnern, gewissermaßen sich einander an diese
    Erinnerung erinnern und diese dabei in einer wundervoll
    passenden sanften Tracht im Garten symbolisch
    widergespiegelt sehen! Wie sie das sanfte Wachstum der
    der Zuneigung darin abgebildet sehen …

    Wie es dann weiter geht mit noch mehr schönen inneren
    Bildern, wie sie nur Liebende „begreifen“ können, wenn
    vom sanften Atem, der sich in Anemonen verliebt (in
    welche Blumen auch sonst, als in ein W i n d Röschen?),
    und wenn der Mond kredenzt und die Kirschen sich im
    Schlafe wiegen! Wie dann alles nur noch Frühlingsgefühl
    ist und dann selbst der Tee wie Nektar mundet …

    Wie SchnitzeljagdZeichen aus Zweigen die richtige
    Richtung weisen und schon auf dem Weg die Botschaft geben,
    dass dieser auch genauso schon zum Ziel gehört, dann gibt
    es nichts schöneres, als das gemeinsame Schweigen in Liebe,
    um das Wiegenlied der Nacht noch intensiver zu genießen!
    Wie dann im wortlosen Miteinander Glücksmomente überwältigen …

    Die Erinnerung bleibt …
    Wie wahr!

    Es ist immer wieder überraschend, welch wunderschöne
    Wortschöpfungen Du erschaffst! Und sie generieren so
    überaus treffend reiche innere Bilder. Es ist wieder einmal
    mehr ein schöner Genuss, Dein Gedicht zu lesen!

    Herzlichen Dank dafür!
    Lieben Gruß, M.!

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  6. „… da konnten wir noch schweigen…“
    Ein Schweigen, das viele verlernt haben, und das dann einer ganz anderen Art des Schweigens Platz gemacht hat – eines Schweigens, das nicht mehr fähig ist, die Botschaften aus Gartenzweigen zu vernehmen – und noch zu „wissen“.

    Viel Erfolg bei deiner Lesung!
    W.

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