MundWerkZeug


MundWerkZeug

In meinen Jahren
habe ich gelernt,
auf andrer Worte
nicht zu bauen,
so habe ich mich wohl
bereits entfernt
von dem vielgeprießenen
Vertrauen

In meiner Jugend
wurd ich angehalten,
gesprochne Worte
auch noch wahrzumachen,
es war das Wort
nicht da zum Spalten,
und auch nicht,
den Charakter
abzuflachen

Wir scheinen wohl
zum Einzelgängertum
verbannt,
wie wir die alten Werte
jetzt verdammen,
es windet sich
so schnell heraus
wie es entstand,
was interessieren
schon entstandne
Schrammen

So wird es wohl
vergessen,
wie so viele andre
Werte,
gut gebraucht wird
es als närrisch Handwerkszeug,
für wen bleibt denn
ein Wort das hochverehrte,
welches auch ein Handeln
niemals scheut?

©Sylvia Kling

1

Advertisements

28 Gedanken zu „MundWerkZeug

    • Hm, ich denke nicht, dass es zwingend mit der politischen Lage zu tun hat. Eher ist es eine Entwicklung, die systematisch erfolgt ist.
      In zwei Jahren wird das sicher nicht behoben sein. Es handelt sich eher um eine Werteverschiebung.
      Liebe Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

      • Das gibt mir zu denken liebe Syliva, denn hier ist sicher was dran, hatte ich gar nicht bedacht. Wahrscheinlich wird es ein eher fataler Mix sein zwischen Politik, Emotionen, System, etc. Nicht wirklich überschaubar von der Zusammensetzung aber gut sichtbar in den Konsequenzen. Ich hoffe sehr, dass sich das bis in zwei Jahren behoben hat, soweit es geht. Dass die Jugend und die Alten aufstehen und endlich mal Rückgrad zeigen..
        Liebe Grüße!

        Gefällt 1 Person

  1. Sylvia, man merkt deinemText an, dass du viel drüber nachgedacht hast.
    Und auch mich macht er nachdenklich – über Werte. Über meine Werte und wie sie sich in meinem Leben entwickelt haben. Welche Werte ich — zu Recht oder zu Unrecht – über Bord geworfen habe. Ist es immer gut, überkommenen Werten treu zu bleiben? Müssen nicht immer wieder neue Werte gefunden werden, wenn sich die Welt verändert oder wenn es neue Erkenntnisse über Zusammenhänge unseres Lebens gibt?
    Was bedeutet es eigentlich, wenn in letzter Zeit so oft von einer „Wertegemeinschaft“ gesprochen wird? Wer gehört zu dieser Wertegemeinschaft und wer nicht? Gibt es mehrere solche Gemeinschaften und zu welcher gehöre ich?
    Fragen über Fragen.
    Ich werde darüber nachdenken und bin selbst gespannt ob ich zu einem halbwegs zufriedenstellenden Ergebnis komme.

    Gefällt 1 Person

    • Guten Morgen, lieber Werner,

      hier geht es ja speziell um ein Thema und diesen Werten sollten wir schon treu bleiben.
      Natürlich ändert sich eines jeden Menshen Wertvorstellung im Leben – es wäre auch sehr bedenklich, wenn es nicht so wäre und würde einen Stillstand in unserer Entwicklung bedeuten.
      Den Begriff „Wertegemeinschaft“ mag ich nicht, da er die Suggestion einer aufgezwungenen Wertefestlegung beinhaltet.
      Letztendlich entscheidet das jeder für sich selbst, wer und wo er steht oder stehen möchte.
      Ich finde es gut, wenn „Fragen über Fragen“ entstehen und wenn wir immer wieder nach Antworten suchen. Auch das ist BEWEGUNG.

      Herzliche Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

  2. Traurig aber wahr … aber diese Entwicklung ist nicht neu, sondern existiert bzw. breitet sich schon seit Jahren mehr und mehr aus. Werte, die meiner Person zu viel bedeuten, wurden mir beigebracht und einige natürlich auch durch meine eigene Entwicklung.
    Es ist diese Ellenbogen Gesellschaft, wo man nur noch mit Lug und Trug weiter kommt bzw. auch durchkommt. Unsere sogenannten Vorbilder und Respekt Personen leben es uns ja jeden Tag vor. Also kann es doch nicht so falsch sein, ein wenig an der Wahrheit rum zudrehen.
    Und das nächste ist ja, wenn ich meine Ankündigung, mein gesprochenes Wort tatsächlich umsetze, kann das ja auch absolute negative Folgen und Konsequenzen haben.

    Wieder sehr schöne Zeilen und der Inhalt dieser Worte, scheint dich doch sehr zu beschäftigen und teilweise auch an einer Kraft zu zerren.
    Vielen Dank für deine schönen eilen, die mich wirklich angeregt haben und meinen müden Geist ein wenig wieder in Schwung gebracht haben.
    Und ja, ich bin erschöpft und müde dieser Dinge und diesen ganzen Ereignissen um mich rum.
    Ich muss ganz dolle aufpassen, dass ich mich nicht verliere und auf der Strecke bleibe – und meine eigentlichen Ziele und „Arbeiten“ vergesse.
    Herzliche Grüße zur späten Stunde Ede

    Gefällt 1 Person

    • Das hast Du gut beschrieben, Ede. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
      Ich danke Dir!

      Bei aller Wertebeachtung sollte niemand sich selbst vergessen.
      Man kann nicht von anderen erwarten, dass sie unsere Grenzen kennen.
      Diese müssen wir selbst setzen.

      Herzliche Grüße zur späten Stunde zurück!

      Sylvia

      Gefällt mir

  3. Wohl dem Einzelgänger, der die oder den Einzelgänger findet, dessen Wort er vertrauen …
    Ich sehe das auch so, dass es schwieriger geworden ist, dergleichen zu finden. Um so mehr freue ich mich über jeden Menschen, bei dem ich „fündig“ werde…
    Lieben Gruß, M.

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Donnerstag, den 26. Mai 2016 | Kulturnews

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s