In eigener Sache


Liebe Leser, Freunde und Besucher,

heute möchte ich Euch eine Rezension auf amazon zu meinem Buch „AusGeatmet“ vorstellen, die mich sehr bewegte und mich zu Tränen rührte – ja, auch das, ich bin ehrlich. Ich war beim Lesen der Rezension so ergriffen, dass ich oft innehalten musste, um den Inhalt zu erfassen. Das Bewußtsein, dass diese Rezension von einem Lyriker und zugleich großen Liebhaber der Sprache geschrieben wurde, kam erst viel später.

Doch lest selbst:

am 4. Mai 2016

„Sylvia Kling. Ein guter Name, wenn man sich der klingenden Sprache der Lyrik verschrieben hat. Und sie löst ein, was ihr Name verspricht. Bei ihr klingt es im Reim, es klingt im Rhythmus und es klingt im freien Vers. Sie weiß ihre Worte zu wählen und zu setzen.

Dabei ist Sylvia Kling vielfältig in ihrer Themenwahl. Doch ob sie nun über die Liebe selbst, die Heimat oder auch die Natur schreibt, sie schreibt mit Tiefe. Schnell merkt man, dass hier eine schreibt, die schreiben muss, weil sie etwas zu sagen hat. Eine, die sich verschenkt an das Leben und sich immer wieder auch daran aufreibt, bis sie an ihre Grenzen kommt.

Es sind kleine und große Fragen um unsere Gesellschaft, die sie „ruhelos denken“ – über ihre „zerlaufende Vergangenheit“ bis hin zu den politischen und sozialen Auswüchsen im Jetzt. Fragen um die Lieben(den) in ihrem Leben, die sie immer wieder weinen machen, mal golden flüsternd, mal rot schreiend: „Taut auf das Eis um mein Herz“.

Und es sind Antworten, die sie oft genug in der Natur und durch die Natur erhält. Oder wenigstens die Metaphern zu den Antworten. Da sind Wolken, Stürme und Sterne. Ozeanblaue und feuerrote Himmel. Wälder und Berge. Und immer wieder Wasser. Goldener Regen. Sonnengelbe Flüsse. In die sie oft genug das lyrische Ich hineinwirft, es forttreiben lässt, um so vom Persönlichen zum Allgemeingültigen in ihrer Lyrik zu gelangen.

Die Verknappung der Sprache durch die Entfernung des Ichs, ihre ganz eigene Verwendung von BinnenMajuskeln und bewusst gesetzten rhythmischen Holperern, so wie eine beim Schreiben noch nach einer tieferen Bedeutung suchende Formgebung ihrer Gedichte … zwingen einen förmlich beim Lesen innezuhalten, nochmals zu lesen, Pausen zu denken, voran zu fühlen und rückwärts zu blättern.

„Erzählt allen Sehenden Geschichten der Vergangenheit“, denn „nicht die Vergangenheit ist eine Lüge“, sondern zu „jammern und beklagen den Untergang vom Sonnenland“ ohne etwas dagegen zu tun. Folgt den Zeichen, die „aus rostigen Ketten sich befreien, im WildLeben sich einzureihen“. „Die Spuren entschlüsselt der Blinde“.

Sylvia Kling hat Glaube, Liebe, Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und ihre Gedichte erzählen davon. Sinnenfreudig, tiefgründig, lustvoll. Und nicht zuletzt auch, in vielen ihrer Liebesgedichte, erotisch.

Angereichert wird das Ganze, gewürzt manchmal, manchmal verdeutlicht und bisweilen gar verschleiert durch wundervolle KugelschreiberZeichnungen von Khalid Aouga.

Ich würde sagen: >AusGeatmet< sollte der Liebhaber von Lyrik kaufen. Und lesen. Und wieder lesen. Immer wieder lesen. Linear und kreuzundquer. Hungrig. Und mit weitem Herzen. Denn dies ist Lyrik, die es verdient, geliebt zu werden.“

Alle bisherigen Rezensionen sind hier zu finden:

http://www.amazon.de/product-reviews/3737567611/ref=dp_db_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um meinen Lesern einen ganz besonderen Dank auszusprechen und natürlich auch denen, die sich die Mühe machten, mein „Baby“, wie ich mein Erstlingswerk liebevoll nenne, zu rezensieren. Es macht mich nicht nur glücklich, sondern motiviert mich auch, weiterzuschreiben und die (geneigten) Leser mit meinen WortBrandSätzen, LichtWorten und anderen WortKreationen zu erreichen.

Was mir bleibt

Das Wort,
das nicht vergisst,
zeitlos besessen
Das Wort,
in Freiheit unberührt,
von viel zu engen
Pässen

Das Wort
tanzt kraftvoll
erdenweit,
Das Wort
ist das Wunder
Was mir bleibt.

©Sylvia Kling
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Irdisch


Irdisch

Flügel des Gemüts
ausgebreitet
über der Vorahnung
unsäglicher Wollust
sehnsüchtiger
Schwingungen

Entzückte Leiber
Weiches Schlagen
der Herzen
Wildsüß gehauchte
Klänge
in LeibesSeligkeit

Bedürftig trinkend
aus wohlgefüllten Seelen
Wie Balsam
erquicklich
die perlende Lust
Greifbar

Blasse Weiten
lässt du erröten
Unter meiner Haut
duftet die Nacht
Mit dir geerdet –
LiebesPfleger

©Sylvia Kling

Manfred Will, geschütztes Urheberrecht

Manfred Will, geschütztes Urheberrecht/Zeichnung aus dem Jahre 1984

Ich freue mich heute besonders, Euch einen Künstler der besonderen Art vorzustellen: Manfred Will aus Helmstedt (ursprünglich aus Freiburg – Breisgau). Manfred lernte ich auf Facebook kennen, wo er auch einen Account sowie eine künstlerische Webseite pflegt:

www.facebook.com/MannyArt.Ma

Seine Homepage (mit anderen Künstlern gemeinsam) ist hier zu finden:

http://www.pigmenta-kassel.de

Einige seiner Arbeiten sind hier zu bewundern:

http://www.pigmenta-kassel.de/index.php/manfed-will-48.html

Mehr zu seiner Person:

Manfred Will wurde am 10 Juli 1963 in Osterode/Harz geboren. Er ist Vater von drei Söhnen im Alter von 28 Jahren 20 Jahren und 5 Jahren .

Seit seiner Jugend setzt er sich intensiv mit Kunst, künstlerischen Prozessen sowie Landschafts, -Mode- und Aktfotografie auseinander.

Zwischen Gestalt und Inhalt verarbeitet er in seinen Bildern tief empfundene Gefühle aus alltäglichen Momenten und seiner Arbeit im Hospiz.

Die verborgenen Emotionen werden in seinen fesselnden Werken lebendig und sichtbar. Der Betrachter verliert sich in seinen zumeist abstrakten Werken.

Der Künstler verwendete zunächst Bleistift, Kohle und Acryl als Materialen. Es folgte die Begegnung mit Ölfarbe, wo er sich – mit dem Spachtel und Pinsel in der Hand – zu Hause fühlt.

Neben privaten Ausstellungen in Freiburg , einer Ausstellung in der Braunschweigischen Stiftung KUNST HIER UND JETZT, sowie der Kunststiftung Starke Löwenpalais in Berlin im Jahre 2015, werden weitere Ende Juni 2016 in Luxemburg , Frankreich und Brasilien im Herbst 2017 folgen.

Viele seiner Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen von Kunstliebhabern und Sammlern.

Ich danke Euch/Ihnen für die Aufmerksamkeit, wünsche einen wunderbaren Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche.

Sylvia Kling

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MundWerkZeug


MundWerkZeug

In meinen Jahren
habe ich gelernt,
auf andrer Worte
nicht zu bauen,
so habe ich mich wohl
bereits entfernt
von dem vielgeprießenen
Vertrauen

In meiner Jugend
wurd ich angehalten,
gesprochne Worte
auch noch wahrzumachen,
es war das Wort
nicht da zum Spalten,
und auch nicht,
den Charakter
abzuflachen

Wir scheinen wohl
zum Einzelgängertum
verbannt,
wie wir die alten Werte
jetzt verdammen,
es windet sich
so schnell heraus
wie es entstand,
was interessieren
schon entstandne
Schrammen

So wird es wohl
vergessen,
wie so viele andre
Werte,
gut gebraucht wird
es als närrisch Handwerkszeug,
für wen bleibt denn
ein Wort das hochverehrte,
welches auch ein Handeln
niemals scheut?

©Sylvia Kling

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Hör- und LesBar: „Einmal mit dir“


Hör- und LesBar: „Einmal mit dir“ – im Lyrikband „AusGeatmet“ erschienen im Oktober 2015

 

Einmal mit dir

Einmal mit dir zu schweben im Tanz,
von weißen Lilien umschmückt
Einmal mit dir zu stehen im Glanz,
der trübschweren Welt entrückt

Einmal mit dir durch endlosen Raum,
in schwingende Noten getränkt
Einmal mit dir im sorglosen Traum
in blendendes Licht gelenkt

 

Einmal mir dir auf sanften Flügeln,
dem Himmel lockend nah
Einmal mit dir auf goldenen Hügeln,
die noch nie ein Menschenkind sah

Einmal mit dir die Sonne blenden,
so neidvoll sie erblasst
Einmal mit dir all die Mühsal beenden,
welche unsere Erde umfasst

Einmal mit dir im Tanze zart,
die Luft mit Visionen verzieren
Einmal mit dir auf Seelenfahrt,
im vollkommenen Zauber verlieren.

©Sylvia Kling

HörBar:

„Einmal mit dir“ – gelesen von Karl Miziolek – Autor aus Österreich –

 

Liebe Leser_innen, Freunde und Besucher_innen,

es wird nun hin und wieder auch Gedichte von mir geben, die ich nicht visuell untermale. Ich möchte, dass durch meine Worte in Euch Bilder entstehen, die ich nicht mit einer Fotografie beeinflussen möchte.

Ich wünsche Euch/Ihnen einen wunderschönen Freitag und ein erholsames Wochenende.

Sylvia Kling

Letzte Nacht


Letzte Nacht

Letzte Nacht schimmerte der Mond blutrot durch unser Fenster.

Ein letztes Mal duftete deine weiße Haut nach Rosenperlen, verzückten mich die harmonischen Schwingungen deiner Lippen, die mich immer an eine sanfte Woge erinnerten, von der ich mich gern in den dunkelsten Grund tragen lassen würde.

In diesem Moment der Vergänglichkeit legte ich meine Seele in dich hinein.

Nimm sie mit in dein Leben. Sie könnte deine unerschöpfliche Quelle sein, dein Lebenswasser.
Schöpf aus ihr nicht unbedacht, denn ich gab dir alles, was ich habe.
Schöpf aus ihr mit Achtsamkeit, erlabe dich an ihr. Bade in ihr, lass Dich von ihr in deine Träume betten.

Jeden Augenblick sehe ich den glanzvollen Tanz unserer Augen. Jetzt nehme ich ein kleines Stück von dir mit.
Es sind kleine Sandkörner, die ich in einem kleinen Beutel an meiner Brust trage.

Waren wir jemals am Meer?
Ich hätte jetzt gern die Erinnerungen:

Hand in Hand liefen wir wie die Kinder in das warme Wasser hinein und badeten in Sonnensplittern.
Das Leben empfanden wir wie eine wundersame Überfülle, fühlten uns gesättigt von ungezügelten Gefühlen.

Die stillen Sandkörner könnten ein Zeichen der Unvergänglichkeit sein.

Ich möchte die Zeit einfangen und gebe dir still meine Liebe. Nimm sie und bereite ihr ein weiches Bett, kein Grab.
Vielleicht kann ich so ewig in dir bleiben.

©Sylvia Kling

Tanjung Aan's coarse-grained sand resemble little peppercorns. (piqs.de ID: edd07722313872622de98643201614a9)

 http://piqs.de/fotos/152768.html/

Lizenz: Creative Commons License
Fotograf: Tanti Ruwani
Titel: Sand or Peppercorns?

Beweglichkeit


Beweglichkeit

Du bist mein und ich bin dein,
in der Lebensmitte angelangt,
bauen wir eifrig Stein um Stein,
damit das EndZeitHaus nicht schwankt

Wir wissen doch schon lange,
wie bitter Süßes schmeckt,
vor dem Erkalten ist uns bange,
zu oft aus Träumen erweckt

Niemand über sich hinweg so liebt,
dass er im Frieden nur sein Herz verliert,
sein eignes Ich ins Aus verschiebt,
haltlos nach dem Elend giert

Wir sind wie zwei gestandne Türme,
es sprengten manch enge Ketten,
wir überstanden arge Stürme,
tanzten einst wie Marionetten

Lass uns bei all den Flammen nebenbei
für ein wenig SELBST die kleinen Ritzen
Die Bewegung geht nur frei –
Liebe nicht mit dem Besitzen.

©Sylvia Kling

nurmalich - g. U. siehe Link

Werner Bühler  – g. U.

Hier findet Ihr einen Link des Fotografen Werner Bühler:

https://wittlicher.wordpress.com/

Ich denke, auf seinem Blog ist für Jedermann etwas dabei:
„Erlebt und erdichtet,
geschrieben und berichtet:
menschlich, tierisch und so weiter –
manchmal ernst und auch mal heiter.“
(Werner Bühler)
Dies ist seine Fotoseite:

Zustand


Zustand

Mein Zustand ist kritisch:
ich bin müde,
dem NichtsTun
sollt ich mich verschreiben,
diese ewig lichtlose
Trübe
scheint zum Taumeln mich
zu treiben

Vielleicht den WiderHall
hab ich zu oft vernommen,
die Kälte kriecht von
innen über meinen Leib,
fliehen, fliehen könnte
ich, doch ist beklommen
mir – so dass ich
lieber bleib

Sanfte RosenWolken sollten
den HassGeruch be-decken,
Brücken aus Hoffnung
und Lachen
könnten alle Schläfrigen erwecken –
und wirklich Leidende
mit LiebesDuft bewachen.

©Sylvia Kling

Uwe Richter, g. U.

Uwe Richter, g. U.

Vielleicht ist es mir gelungen, von so manchen unter Euch/Ihnen jenen ZUSTAND zu beschreiben, der einen in diesen aufwühlenden Zeiten immer wieder erreicht. Zumindest auf Facebook erhielt ich viele Rückmeldungen, dass ich mit diesen Zeilen einiger Gefühle und ZustandsMomente gut beschrieben habe.

Kritiken, Anmerkungen oder Gedanken zu meinen Texten können gern per Mail unter der veröffentlichten E-Mail-Adresse mitgeteilt werden. Der Ordnung halber möchte ich jedoch auf einen korrekten Ton hinweisen. Auf persönliche Beleidigungen oder einen unsachlichen (Grund)Ton reagiere ich nicht. Erstere können bei Wiederholung zur Anzeige führen. Autoren/Künstler bewegen sich zwar häufig im öffentlichen Raum, was jedoch nicht heißt, dass sie jedermanns Auswüchse hinzunehmen haben – weder im Netz noch in der Realität.

Ich wünsche meinen treuen Lesern, lieben Freunden und Besuchern einen angenehmen Tag. Genießt noch die letzten Sonnenstrahlen, denn laut Vorhersage soll sich das Wetter massiv verschlechtern.

Sylvia Kling

Foto:

Uwe Richter – – mit freundlicher Genehmigunghier entlang geht es zum Blog des Fotografen:

https://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/

Auch auf Facebook ist Uwe Richter zu finden/Uwe Richter Photography

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