„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ – GEGEN DAS VERGESSEN


Gegen das Vergessen – Teil IX
 
Bitte nehmt diesen, zu dem unten eingefügten Link, Klick zu Anne-Marits Homepage bzw. ihren Beitrag in Kauf.
Ich finde in Anbetracht der kürzlich stattgefundenen Wahlen in Österreich und den weiteren Ereignissen in Deutschland nicht, dass wir uns eine Resistenz leisten können und dürfen!
Eine gewisse Politik(er)müdigkeit ist für mich durchaus nachvollziehbar. An manchen Tagen scheint es mir, als habe ich keine Kraft mehr. Es ist wichtig, dass wir uns Nischen suchen, in denen wir uns erholen können, um Kraft zu sammeln und für den Alltag und die Wirrnisse gerüstet zu sein. Es ist wichtig, dass wir auch die vielen angenehmen Seiten des Lebens genießen und diese thematisieren. Doch es ist auch wichtig, nicht zu vergessen, dass wir diese angenehmen Seiten gern behalten möchten!
Anne-Marit schrieb mir dazu:
„Wir haben keine politischen Vorbilder mehr, niemanden, mit dem man sich identifizieren kann. Und da man sieht, dass sie alle nur ihr eigenes Süppchen kochen, droht man abzustumpfen.“
Doch abstumpfen bedeutet, nichts mehr wahrzunehmen und unempfindlich zu werden. Wer möchte unseren Kindern und Enkelkindern solch ein Erbe übergeben?
 
Zur Person:
Anne-Marit Strandborg wurde 1964 in Rostock geboren. Dort ist sie aufgewachsen und hat ihr Leben verbracht, bis es sie 2001 der Liebe wegen an die Nordsee verschlagen hat.
Anne-Marit Strandborg - Gestaltung: Joseph Dahlhaus-Erichsen, Gründer der Gruppe: "Fremdenhass - Nein Danke" auf Facebook

Anne-Marit Strandborg – Gestaltung: Joseph Dahlhaus-Erichsen, Gründer der Gruppe: „Fremdenhass – Nein Danke“ auf Facebook

 
Anne-Marit ist eine geborene Leseratte, die Bücher über alles liebt. Während sie früher die Bücher aus der Bibliothek leihen und sie dann oftmals mit der Taschenlampe unter der Decke zu Ende lesen musste, um keine Strafe zahlen zu müssen, kann sie sich ihre Schätze heute ins Haus holen. In ihrem Blog „Annes Lesetagebuch“ stellt sie Bücher vor, die ihr ans Herz gewachsen sind.
 
Einen besonderen Platz bekommen jetzt aber auch „Bücher gegen das Vergessen“. Die liegen Anne-Marit besonders am Herzen, obwohl das ein sehr schweres Thema ist. Aber gerade heute ist es wieder so wichtig, an das zu erinnern, was nie mehr passieren darf.
(Quelle: Anne-Marit Strandborg)

 

“GEGEN DAS VERGESSEN”

wird von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen,
wenn es um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen” (Zitat: Jürgen M. Brandtner).
Ich möchte nun alle nicht vergessenden Künstler, Kreative und Blogger bitten, sich mit dieser Überschrift an dem Projekt zu beteiligen!  Eine Verlinkung in den entsprechenden Beiträgen zu denen anderer Künstler/Teilnehmer würde ich für sinnvoll erachten.
Vielen herzlichen Dank!
Sylvia Kling

Eigene Beiträge:

https://sckling.wordpress.com/2016/02/09/egal/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/11/als-die-alte-erzaehlte-ballade-gegen-das-vergessen/

https://sckling.wordpress.com/2016/04/12/verzweiflung-gegen-das-vergessen/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/16/untroestlich/

Weitere Teilnehmer_innen und Beiträge:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/
https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/
https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://sckling.wordpress.com/2016/02/19/70-jahre-frieden-zu-lang-fuer-die-deutschen/ – Ein Beitrag von Martin Schauerte (kein Blogger – daher steht sein Beitrag auf meiner Seite)

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/05/15/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Auch weiterhin können Beiträge eingereicht werden – ich freue mich über Eure Beteiligung!
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23 Gedanken zu „„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ – GEGEN DAS VERGESSEN

  1. Pingback: Reblog: Gegen das Vergessen | Zeitenhund

  2. Ich wandle mal einen Spruch von Klaus Staeck etwas ab. „Nostalgie ist noch lange kein Grund AfD zu wählen“.
    Der Spruch hieß ursprünglich „Nostalgie ist noch lange kein Grund CDU zu wählen“ und klebte in den 70er Jahren an meinem Käfer.

    Die heutige Generation ist mir zu angepasst und nicht zu dem bereit, was die 68er im letzten Jahrhundert gegen den Nachkriegsmief unternahmen.

    Zeitzeugen sterben langsam aus und so ist es schwer, die Erinnerung an die NAZI-Zeit aufrechtzuerhalten. Dabei geht es nicht darum ständig im Büßergewand rum zu laufen, sondern dafür einzutreten, dass so etwas nie wieder geschehen kann. Doch wie möchte man der Generation von brutalen Spielkonsolenspielen die grauen des 2. Weltkrieges nahe bringen? Es ist schwierig jedoch muss man es immer wieder versuchen.

    Deshalb sage und schreibe ich immer wieder, gebt NAZIS keine Chance und Wehret den Anfängen.

    Gefällt 1 Person

  3. Ich danke Dir für das unermüdliche Eintreten gegen das Vergessen!
    Es ist erschreckend und ernüchternd, was derzeit überall –nicht nur in Österreich– passiert.
    (Ein möglicher Österreichischer Bundespräsident oder ein Amerikanischer Präsident aus dieser Ecke stellt schon eine Eskalationsstufe dar, die uns ein eindeutiges Signal gibt!)
    Ich / wir sollten nicht zur schweigenden Mehrheit gehören. Mindestens mit Worten können wir uns gegen die Blindheit auf dem rechten Auge positionieren, bevor es zu spät sein könnte …

    Gefällt 2 Personen

    • Dankeschön, lieber M.
      Ich sehe das ebenso wie Du. Doch erfreut stelle ich fest (in sozialen Netzwerken und auch hier), dass sich wieder mehr Menschen mit den aktuellen „Verhältnissen“ auseinandersetzen.

      Angst – ein schlechter Ratgeber. Ich gebe zu, manchmal beschleicht sie mich. Doch immer wieder haben wir das Recht, sie abzuwerfen wie ein lästiges Insekt und damit handlungsfähig zu werden.

      Liebe Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

    • Liebe Gertrud,

      das ist ein wahrlich vergiftetes Erbe und ich kann Dich sehr gut verstehen. Ja, Du hast unbedingt ein Recht auf ein eigenes Leben.
      Wichtig ist – so sehe ich das – die Aufarbeitung. DU bist nicht SIE und dieses Erbe kannst Du ablehnen.

      Wie schön wäre es doch, wenn wir alle verhindern könnten, dass andere Menschen auch mit solch einem vergifteten Erbe leben müssen – eines Tages, wenn wir nicht mehr sind. Wie wichtig wäre es, unsere Nachfahren zu schützen.

      Da sitze ich hier und ringe nach Worten. Ich möchte Dir gern folgendes empfehlen:

      Auszüge aus u.g. Link:

      „Wir sind noch nicht fertig mit unserer Geschichte

      Wo immer wir leben, haben wir es nicht weit zu einem Lager oder Nebenlager. Auf diesem Boden sind wir geboren worden und aufgewachsen.
      „Opa war kein Nazi“ lautet der Titel einer bekannten Studie des Sozialpsychologen Harald Welzer. Die Enkel- und Urenkelgeneration weiß gut Bescheid über die von Deutschen begangenen Greuel. Und je besser sie Bescheid weiß, desto größer ist ihr Wunsch, die eigene Familie zu entlasten – was umgekehrt das Indiz für ein Schamgefühl ist. Wir sind noch nicht fertig mit unserer deutschen Geschichte, sie verblasst nicht durch den historischen Abstand. Was genau geht sie jeden Einzelnen an? Niklas Frank, Per Leo und Anne Weber geben in ihren Büchern Antworten darauf, die so persönlich sind wie durch ihre Generationszugehörigkeit geprägt. Es werden bestimmt nicht die letzten sein, die kommenden Generationen werden ihre eigenen finden.

      Niklas Frank: „Wir sind durch unseren Holocaust ein auserwähltes Volk. Wir wissen ganz genau, wohin Feigheit führen kann, was am Ende dann ist, nämlich Gasöfen und Morde an Unschuldigen. Ich habe persönlich keine Schuldgefühle, eher dann als Deutscher, dass wir fähig waren. Ich sage auch oft nach den Lesungen, bei der Diskussion: Ich liebe Deutschland, aber Ihnen allen misstraue ich.“

      Ein sehr interessanter Beitrag in:

      http://www.deutschlandradiokultur.de/vergiftete-erbschaft-autobiografische-familienrecherche.976.de.html?dram:article_id=316895

      Ich grüße Dich herzlich,

      Sylvia

      Gefällt 2 Personen

      • Das ist es ja, ich kann nicht behaupten, wäre ich wie meine Eltern aufgewachsen, das ich anders gewesen wäre. Und meiner Generation kann die nächste auch viel vorwerfen, allein was die Atmonkraftwerke angehen, die Umwelt usw.
        Ich danke Dir für die links, ich werde mich wohl langsam an das Thema heranwagen.
        Was ich weiß ist, das meine Eltern, obwohl Nazis, auch viel durchgemacht haben. Das ist das verwirrende. Und ich habe die Menschen geliebt. Ob ich anders als sie bin bezweifel ich. Und sich dem zu stellen, das ist schwer.

        Gefällt 1 Person

      • Liebe Gertrud,

        Du weißt es aber nicht, ob Du anders gewesen wärest. Ich kann Dich nur bitten, zu versuchen, diese Gedanken wie einen lästig schweren Rucksack abzuwerfen. Stell Dir vor, dieser Rucksack behindert Dich beim Gehen. Es sind in ihm nur Dinge enthalten, die Du nicht benötigst. Weg damit, einfach nur weg.

        WAS können wir den Verführten und Fehlgetretenen vorwerfen? Ich sehe das etwas differenziert. Sie wurden damals mit in einen Strudel hineingerissen.
        Viele sind dem Führer gefolgt, da viel versprochen worden ist (kommt uns das nicht bekannt vor ?) – diese Geschichte ist uns allen bekannt. Das muss ich nicht ausweiten.

        Es ist ein sehr diffiziles Thema. Waren sie schlechte Menschen, von Grund auf?
        Niemand wurde als schlechter Mensch geboren. Menschen machen kleine und große Fehler, weil sie falschen Ideologien folgen, leicht manipulierbar sind, weil sie in diesem Moment Entscheidungen treffen, die sich später als „falsch“ herausstellen.

        Müssen Deine Eltern deshalb schlechte Eltern für Dich gewesen sein? Nein. So einfach ist es nicht. Die Welt ist nicht in schwarz-weiß einzuteilen. Wer das macht, sitzt einem großen Irrtum auf.

        Ich pflege immer zu sagen: Jeder Mörder hat eine Mutter. Jeder von ihnen hat Menschen, die ihn lieben – seinetwegen. SIE kennen auch die anderen Seiten dieses Menschen, die feinen, die lieben, die verborgenen. Seiten, die niemand anderes von diesem Mörder wahrgenommen hat.

        Es entsteht natürlich eine Ambivalenz, liebe Gertrud.

        Vielleicht finde ich noch mehr hilfreiches „Material“ – so gern würde ich Dir helfen, Dich von diesen Vergiftungen zu befreien und dennoch Deine Eltern – für Dich (hier geht es mal nur um DICH!!!) – in Deinem Herzen mit Liebe zu bewahren.

        Herzlichst,
        Sylvia

        Gefällt 1 Person

      • Das würde mich freuen. Du kannst mich jederzeit – auch gern per Mail – kontaktieren (eine Öffentlichkeit ist ja nicht in jedem Fall von Vorteil, wenn es um sehr persönliche Dinge geht).

        Hab einen schönen Tag, liebe Gertrud. Die Sonne kriecht in Sachsen aus den Wolken heraus und kitzelt :-).

        Sylvia

        Gefällt 1 Person

    • Liebe Silvia,
      ja, es war vorauszusehen. Stimmt, Du hast es ja „hautnah“ erlebt ….:-(.
      Sonderbarerweise glaubt man bis zum Schluss, es könnte sich noch etwas ändern – wir nennen es Hoffnung.

      An manchen Tagen gelingt sie uns und trägt uns weiter, wenn auch in kleinen Schritten und an manchen Tagen nicht. Ich nehme sie immer wieder auf und freue mich, wenn auch andere dazu imstande sind.

      Herzliche Sonnengrüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

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