Möglichkeit


Möglichkeit

Ich könnte mehr mit der Mode gehen
(nur geht sie auch mit mir?),
mich affig vor dem Spiegel drehen
in weiblich stolzier Zier

Ich könnte die Menschen blenden
mit all dem Glitzergefummel
und mein Geld verschwenden
für immer neues Geschummel

Ich könnte vieles entbehren,
um Interesse auf mich zu lenken,
die Sicht nach Außen kehren
dem Schein ein Gesicht zu schenken

Ich könnte gesteuert handeln,
mit Diäten mich massakrieren,
mich zum Monster verwandeln,
mein Sein mit Farbe lackieren

Doch ist die Idee mir gekommen,
der Selbstbetrug würde das sehen
Drum habe ich begonnen,
von innen nach außen zu drehen.

©Sylvia Kling

Uwe Richter, g.U.

Uwe Richter, g.U.

Foto: Uwe Richter

https://uwerichtersfotoblog.wordpress.com/

Gesund und mit neuen Eindrücken bin ich von meiner Wochenendreise zurückgekehrt und wünsche allen einen schönen Wochenendausklang.

Eure Sylvia Kling

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27 Gedanken zu „Möglichkeit

  1. Pingback: Montag, den 11. April 2016 | Kulturnews

  2. Es ist ein unvergesslicher Augenblick, wenn man den eigenen Spiegel von außen nach innen richtet und dort nach seiner Schönheit sucht. Denn die innere Schönheit ist da, wir müssen diese nur zulassen, um unser Leben und das eines Anderen besser zu machen – danke liebe Sylvia!

    Gefällt 3 Personen

  3. Ich könnte nicht nur, sondern ich sage Dir tatsächlich vielen Dank für dieses denk“würdige“ Gedicht zum Wochenausklang! Es ist ja schon erstaunlich, was wir alles „könnten“. Und ich finde es auch gut, dass wir immer mehrere Möglichkeiten zur Entscheidung offen haben. Da zeigt sich dann, welcher Mensch wir im Inneren sind, auch wenn wir’s kaschieren wollten….
    Dir alles Gute zum Wochenstart morgen!
    Lieben Gruß, M!

    Gefällt 4 Personen

    • Oh ja, so manche Maske könnte fallen, wenn man sie als solche auch selbst zu erkennen vermag.

      Als junge Frau habe ich mich viel und extrem um Mode gekümmert, mich aber auch teilweise stark geschminkt.

      Es war für mich eine Art „Maske“, ein Verbergen vor anderen – eine Art „Schutz“ kann man es schon bezeichnen.

      Irgendwann kommt der Tag, an welchem man sich auch ohne Maske selbst gegenübersteht.
      Vielleicht ist es oft die Reife, die Erfahrung, die dazu führt, gewissen Oberflächlichkeiten keinen Raum mehr zu geben und sich selbst ohne „Rüstung“ – leicht – ertragen zu können.

      Ich danke Dir für Deinen tollen Kommentar, lieber M.

      Herzliche Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

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