DichterSeele


Gestaltung und Foto: Andreas Rüb

Gestaltung und Foto: Andreas Rüb

Andreas Rüb ist hier zu finden: http://dschungelpinguin.com/

Advertisements

30 Gedanken zu „DichterSeele

  1. Es gehört beim Schreiben dazu, dass man auch in die dunklen Seiten der eigenen Seele hineinschreibt – und sie kann ja tiefdunkel bis rabenschwarz sein. Wer diese Seiten schreibend meidet, von dem haben wir ja nicht umsonst das Gefühl, es bleibt alles an der Oberfläche und langweilt mit der Zeit – oder auch sehr schnell. Manchmal berührt man auch diese Seiten nur, aber es ist wichtig, sie kennenzulernen, damit man mit ihnen umzugehen lernt, denn zu glauben, man habe den Teufel oder Mephisto nicht auch in sich, liefert einen diesem hoffnungslos aus. Nicht von ungefähr taucht in Goethes „Faust“ diese Tier- und Ungeziefermetaphorik – Dein Gewürm und saugendes Getier (wie wertvoll, dass Du dieses Saugen wahrnimmst!) – immer wieder auf.
    Ich finde das befreiend, wenn jemand davon schreibt; immer ist es ein Balanceakt, mit all dem und unserer Seele gesundwerdend umzugehen. Bei manchen, wie Stephen King z.B. – andere haben sie einfach auch nur kaschiert -, haben diese Seiten ja eine Oberhand gewonnen, die niemandem gut tut.
    Aber den Mut, ihnen zu begegnen, wie es z.B. Odysseus auf seiner Reise nach Hause im Absteigen in die Unterwelt widerfuhr, ist eben Voraussetzung, um den wahren Weg zu finden.

    LIebe Grüße ins Sachsenland,
    Johannes

    Gefällt 4 Personen

    • Lieber Johannes,

      besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

      Ich hatte zu Beginn die kleinen Schwierigkeiten, dass manche Leser sich wünschten, ich würde mehr und intensiver die schönen Dinge beschreiben.
      Auch dazu gibt es zwei Arbeiten von mir, in denen ich beschreibe, warum ich das nicht realisieren kann und möchte.

      M.E. nach sind gerade jene Autoren die ernstzunehmenden, die sich einer Realität stellen und diese in ihren Arbeiten auch reflektieren. Man sagt Lyrikern eine gewisse Prägung von Idealismus nach.
      Ich denke, diese Prägung trägt jeder in sich und diese darf ebenso ausgelebt werden.
      Doch das Leben hat zu viele Facetten, um sich diesen nicht umfangreich und mit Herz und Seele zu ver-schreiben.
      Ein Auf und Ab, ein Wandel, Bewegung, ein Abtauchen in Seelentiefen – all das gehört dazu.

      Ich bin sehr dankbar, dass erkannt wurde:
      Auch dunkle Seiten gehören zu den Gedanken der LyrikerInnen. In diesen ist besonders die Tiefe des Ichs und das Schwere des Lebens zu finden.

      Gerade das Du Goethes Faust anführst, spricht von Deiner Fähigkeit, in solch großartigen Arbeiten unser heutiges Dasein gespiegelt zu sehen.

      DANKE

      Herzliche Grüße
      Sylvia

      Gefällt 2 Personen

  2. DichterLob

    Es sind der feinen Unterschied‘
    gewahr zu werden
    die Dichter all bei uns hinied‘
    auf unsrer Erden.

    Sie wollen niemals nicht
    mit Menschenblut
    nein mit Herzblut ihre Gedicht‘
    verfassen. Gut!

    Großen Dank euch Meistern
    der Worte und der Zeilen
    uns immer wieder zu begeistern
    statt langzuweilen!

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Donnerstag, den 07. April 2016 | Kulturnews

  4. Und weil des Dichters Seele so empfindlich reagiert,
    die Umwelt lautstark meist ungeniert
    manch Gedanken nicht begreifen will –
    das ist wirklich schade und richtig schrill!

    Danke für Deine tiefsinnigen Gedichte, liebe Sylvia, sie tun einfach gut.

    Gefällt 1 Person

    • Allenfalls ist es das Herzblut des Dichters, welches er durch seine Feder fließen lässt und im besten Falle auf Seelenpapier schreibt. Leider heilt Zeit nie alle Wunden, nur die Menschen versuchen zu vergessen und Zeit hilft dabei. Es hat einen guten Grund warum die Zeit nicht alles heilen kann, denn sonst würden unsere Erlebnisse nie unser Leben beeinflußen und nur so lernt der Mensch.

      Gefällt 1 Person

    • Ich musste das, schreiben mit Menschenblut.
      Ich habe zu viel gesehen an Videos und Fotos… und habe dagegen angeschrieben im Namen der Menschenrechte. So ist das von mir interpretiert worden. Und das war gut so. Es fließt immer noch zu viel Blut, aber immer weniger. Da bin ich mir sicher. Gegen das Vergessen!!! In diesem Sinne!
      LG
      PJP

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s