Angehalten


AnGehalten

Mit glasklaren Augen,
sehnsüchtigem Blick
suche ich nach Worten,
in einer Nische deiner Seele,
den ruhenden,
klagenden Orten.

In meinem Seelenfirmament
gibt es keinen so traumhaften Stern,
wo warst du all jene Zeiten,
hast dich wohl in der Not verirrt,
in bitter erkalteten Weiten.

Du schaukelst sanft im müden Wind,
dein Atem die Frostschatten wärmt
und fühlend hältst du mich an.
Deine bunte Liebe hebt mich hoch,
schweigend scheu bis irgendwann.

©Sylvia Kling

aus meinem Lyrikband „AusGeatmet“

©Alexander Rudeloff

©Alexander Rudeloff

Foto:

©Alexander Rudeloff – https://putetet.wordpress.com/

Vielen herzlichen Dank, Alexander!

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43 Gedanken zu „Angehalten

    • Herzlichen Dank, lieber Ernst. Ja, ich denke auch: Jede Zeit hat ihren eigenen Zauber (wenn man auch den Zauber nach so vielen Jahren nicht immer auf Anhieb erkennt – wie Du schon schreibst: „Man muss es nur selber finden“).

      Ich grüße Dich herzlich,
      Sylvia

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  1. Pingback: Montag, den 15. Februar 2016 | Kulturnews

  2. Liebe Sylvia,
    herzlichen Dank für Dein wunderschönes Gedicht mit Alexander’s freundlichem Bild!
    Der letzte Vers hat’s mir diesmal besonders angetan. Mein Mann und ich haben heute „Kennenlerntag“, das war vor 31Jahren, hihi.
    Wie wenn du es gewußt hättest – Dankeschön 🙂

    Einen feinen Restsonntag und liebe Grüße
    Elisabeth

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Elisabeth,
      vielen herzlichen Dank. Ich freue mich sehr, dass Dich mein Lieblingsvers anGehalten hat und Dich besonders erreichte.
      31 Jahre ist eine lange Zeit – ich gratuliere Euch herzlich.
      (Ich habe das nie geschafft. Wenn ich das mit meinem Partner jetzt schaffen würde, wäre ich dann 80. Oh! Das ist doch machbar … ☺ ).
      Sei lieb gegrüßt von
      Sylvia

      Gefällt mir

      • Liebe Sylvia, Dankeschön für die Gratulation!
        Ja, es ist wirklich eine lange Zeit, voll Höhen und Tiefen😊
        Du schaffst es diesmal genauso locker mit deinem jetzigen Partner😄 Wenn man gerade nicht mehr zwanzig ist, wird man ruhiger, finde ich. Dann läßt man auch mal fünfe gerade sein☺️ Als ich jung war, war ich oft wegen irgendeinem Käse beleidigt und schon gab’s einen lächerlichen Streit. Jetzt muß ich über viele Dinge lachen, wo ich mich früher echauffiert habe☺️
        Bin schon gespannt auf deine Gedichte, die du dann mit 80 Jahren über deine vergangenen 30 Jahre glückliche Beziehung mit Höhen und Tiefen schreibst, hihi😊

        Herzlichst❤️
        Elisabeth

        Gefällt 2 Personen

      • Das klingt alles sehr hoffnungsfroh – vor allem der Gedanke, ich könnte mit 80 Jahren noch Gedichte schreiben. 🙂
        Ja, man wird ruhiger – ich bemerke das schon eine Weile.
        Die Weisheit des Alters ist einfach faszinierend.
        Liebe Grüße
        Sylvia

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  3. Pingback: Sylvia´ s Poesie – Putetets Stöberkiste

  4. Wunderwunderschön! Diese Worte erreichen bestimmt jede Seele (in meiner sind sie drin 🙂 )
    Bild und Text ergänzen sich prima. Ich bin begeistert.

    Ich wünsche dir einen besonders schönen Sonntag, liebe Sylvia. Sei lieb gegrüsst.
    Christel

    Gefällt 3 Personen

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