Egal


Teilnahme am Projekt „Gegen das Vergessen“

Teil I

Egal

Zu vielen
ist zu viel egal,
ich schreibe,
die Gleichgültigkeit
zu vertreiben,
vielleicht bin
ich zu emotional,
unter den lebenden
Heiden

Die Künste
als Ideale,
doch liegt
da auf der Lauer,
die Schärfe und
das Reale,
der Schmerz,
die elende Trauer

Das hungrige Sein
nach der Liebe,
nach dem Leben
zu Zweit,
es ewig wohl so
bliebe,
wir Menschen sind
eben gescheit

Das Schaffen von
Häusern und Brücken,
zu messen
gut in Geld,
das Füllen lichtener
Lücken,
sie ist doch UNS,
diese Welt

Alte Narben sind
noch nicht verheilt,
schon sieht man
blutendes Fleisch,
darin hat der Mob
sich verkeilt,
welch präzeitliches
Gekreisch

Zu vielen
ist zu viel egal,
der braune Gestank
führt zum Tode,
nicht nur noch
ein deutscher Skandal,
Es ist Premiere,
nicht Probe.

©Sylvia Kling

Mit diesem Gedicht starte ich innerhalb von WordPress ein Projekt, was sich dem gesamtdeutschen Projekt „Gegen das Vergessen“ anschließt und hoffe inständig auf rege Beteiligung.

“GEGEN DAS VERGESSEN“

wird von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen,
wenn um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen” (Zitat: Jürgen M. Brandtner).

Ich möchte nun alle nichtvergessenden Künstler, Kreative und Blogger bitten, sich mit dieser Überschrift an dem Projekt zu beteiligen!  Eine Verlinkung in den entsprechenden Beiträgen zu denen anderer Künstler/Teilnehmer würde ich für sinnvoll erachten.

Vielen herzlichen Dank!

Eure Sylvia Kling

Den Anfang macht Robert:

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

Es folgt Poeta:

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

Lotar Martin Kamm:

http://querdenkende.com/2016/02/09/revolutionaere-wesen-taeuschen-uns/ sowie

http://querdenkende.com/2016/02/12/nie-wieder-krieg-papa/

Auch Petra Pawlofsky (Licht Farbe Klang) hat sich beteiligt:

https://pawlo.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessenagainst-forgetting/

Die liebe Belana Hermine hat sich auch sofort bereit erklärt:

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

Die liebe Monika-Maria hat auch einen wundervollen Beitrag dazu geleistet:

https://monikamaria.wordpress.com/2016/02/10/gegen-das-vergessen-2/

Buchautor Arno von Rosen hat ebenfalls ein sehr berührendes Gedicht geschrieben:

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

Khalid Aouga mit diesem Gedicht:

https://aouga.wordpress.com/2015/08/30/verzeiht/

Gegen das Vergessen

Lyrifant hat sich ebenfalls mit einem tollen Text beteiligt:

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

Und auch sugar:

https://sugar4all.wordpress.com/2016/02/12/projekt-gegen-das-vergessen/

https://collectinghappiness.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen-fred-uhlman/

https://rachelgedanken.wordpress.com/2016/02/17/gegen-das-vergessen/

http://seelenglimmern.com/2016/02/19/es-gibt-nur-zwei-menschenrassen-und-die-eine-lebt-ihren-selbstdarstellungswahn-lachend-aus/

https://4alle.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen-ein-projekt/

https://juckplotz.wordpress.com/2016/02/20/gegen-das-vergessen/

http://musikhai.com/2016/02/21/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/22/bitte-einer-duennhaeutigen/

https://maddemaddigger.wordpress.com/2016/02/21/schlussstrich/

http://querdenkende.com/2016/02/22/hinter-den-worten/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/18/puzzle-teile-erinnerungsfetzen/

https://peteremrich.wordpress.com/2016/02/24/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/25/wir-wunderkinder/

https://daswaerdochwas.wordpress.com/2016/02/26/gegen-das-vergessen/

http://dorisbrunkertblog.com/2016/02/27/gegen-das-vergessen-ein-projekt-von/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/03/meine-grossmutter-erzaehlt/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/2016/02/22/gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/03/06/gegen-das-vergessen/

https://zungenkoeder.wordpress.com/2016/03/07/gesan-vom-lager/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/11/die-kraniche-ziehen/

http://querdenkende.com/2016/03/28/aufrechte-streiter-hoch-zu-ross-in-gnadenloser-mission/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/03/31/meine-andere-grossmutter-erzaehlt/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/04/09/juedisches-leben-in-berlin-bis-1945/

https://wittlicher.wordpress.com/2016/04/13/unvergessene/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/04/24/tod-und-schrecken/

https://querdenkende.com/2016/04/26/systemwechsel-in-altbekannte-bahnen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/01/27/die-saat-ist-gelegt/

https://mailprofotoblog.com/2016/04/12/gegen-das-vergessen/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2016/05/05/ein-koffer-gegen-das-vergessen/

https://tomdot.wordpress.com/2016/05/05/gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/05/08/tag-der-befreiung/

https://starlitskythoughts.wordpress.com/2016/05/13/gegen-das-vergessen/

https://cbeachblog.wordpress.com/2016/05/11/was-haben-wir-falsch-gemacht/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/03/28/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2016/05/15/endlich-frieden-teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://tangofiligran.wordpress.com/2016/05/07/gebilligt-und-hingenommen/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/10/02/

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2016/05/22/bertha-baer/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/tag/stolpersteine/

Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

Jamel - Bildrechte: Deutschlandradiokultur - zum untenstehenden Link gehörend

Jamel – Bildrechte: Deutschlandradiokultur – zum untenstehenden Link gehörend

http://www.deutschlandradiokultur.de/rechtsextremismus-wie-neonazis-das-dorf-jamel-erobert-haben.1001.de.html?dram:article_id=328595

Auszug:

„Jamel liegt nur wenige Kilometer von der Ostseeküste entfernt. Kaum ein Navigationsgerät führt dieses winzige Sackgassendorf zwischen Wismar und Grevesmühlen. Das Künstlerehepaar Lohmeyer hat es dennoch vor zwölf Jahren gefunden und lebt seitdem im ehemaligen Forsthaus. Dabei:

„Es ist, wenn man das Dorf betritt, ganz schnell zu bemerken und zu sehen, dass es ein von Nazis dominiertes Dorf ist, weil die sich nicht entblöden, hier an jeder Ecke oder Hauswand ihre Nazi-Insignien zu malen oder aufzustellen. Also es ist schon richtig ein Freilichtmuseum des Neonazitums geworden, sagen wir mittlerweile.“

Da sind Wegweiser unter anderem für Adolf Hitlers Geburtsstadt Braunau. Runen hier, ein Kohlegrill in Form eines KZ-Verbrennungsofens da. Auf einer Garagenwand zwischen zwei völkisch anmutenden Malereien: „Dorfgemeinschaft Jamel – frei, sozial, national“. In mindestens sieben der zehn Häuser leben Leute, die rechts bis rechtsextrem ticken. Im Mittelpunkt: Ein vorbestrafter Abriss-Unternehmer und Kopf der Neonazi-Szene, sagt Birgit Lohmeyer.

Ich könnte noch hunderte Links und Videos anfügen. Doch es reicht eigentlich, wenn man diesen Artikel liest. Dennoch hier noch einige, winzige Zugaben:

https://www.facebook.com/WELTVideo/videos/vb.608286412552308/962239407157005/?type=2&theater

 

„Mancher Funktionär überschreitet die Grenze zum rechten Rand. Beim Bundesparteitag wurde ein Antrag eingebracht. Darin definieren Mitglieder präzise, wer als Deutscher gelten darf. Deutsch sei nur, wer „seine Abstammung von einem Vorfahren, der vor dem 1. Januar 1914 im europaischen Gebietsstand des Deutschen Reiches (…) geboren ist, durch lückenlose (…) Abstammungsnachweise nachgewiesen hat“. Der Antrag wurde abgelehnt. Unterzeichnet hat ihn allerdings Thomas Fügner, der im vergangenen Jahr in den Landesvorstand gewählt wurde.“

Hier mehr dazu:

http://www.merkur.de/politik/afd-bayern-eine-zweifelhafte-alternative-6087125.html

 

 

Beitragsfoto:

Khalid Aouga – Khalid hat es mir für dieses Projekt freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Sein Blog findet Ihr hier:
https://aouga.wordpress.com/

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90 Gedanken zu „Egal

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  17. Liebe Sylvia, das ist ein tolles Projekt und ein Beitrag von mir kommt gewiss. Ein bisschen Zeit brauche ich noch, denn momentan komme ich nicht so rum mit allem, wie ich möchte. Aber ich bleibe dran und verliere es nicht aus dem Blick! Mein Beitrag kommt! Liebe Grüße, Polly ☺

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  18. Liebe Sylvia, da ich das mit dem Verlinken nicht so ganz hinbekomme, veröffentliche ich Dir meinen Text hier. Ich habe überlegt, ob man einen kleinen syrischen Jungen, dessen Bild die Welt erschüttert hat, scheinbar mit einer Blaumeise vergleichen darf. Aber mir ging es nicht um den Vergleich sondern um das Vergessen und Verdrängen, das meinem, unserem Menschsein so sehr zueigen ist…

    KEIN GEWICHT

    Er hat kein Gewicht.
    Der kleine Vogel,
    tot auf meiner Hand.
    Sein Perlauge glänzt
    schwarz zu mir auf
    als würde er jeden Moment
    in dieser ruckartigen Vogeleile
    das Köpfchen heben
    und auffliegen.
    In der Hoffnung,
    dass er vielleicht nur
    das Bewusstsein verlor,
    beim Aufprall
    auf meine Fensterscheibe,
    habe ich ihn hereingeholt.
    Doch er wachte nicht auf.
    Und ich war traurig
    bis zum Mittagessen.
    Das musste gegessen werden,
    das Leben geht weiter.
    Ganz gleich,
    ob ein kleiner Vogel
    sein Leben verliert
    oder ein fliehender Junge,
    angespült im Sand.

    Gefällt 2 Personen

    • Ich habe den Link nun ergänzt, liebe Poeta. Wenn Du noch so nett bist und einfach unter Dein Gedicht meinen Link sowie die Links hinzuzufügen, die ich bisher außer Deinen ergänzt habe? Anders wüsste ich auch nicht, wie wir das gestalten.
      Ich setze nun zu jedem Beitrag alle Links, die sich daran beteiligen IMMER dazu.

      Herzlichen Dank nochmals und liebe Grüße
      Sylvia

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  19. Danke für die Zeilen, liebe Sylvia. Ein sehr wichtiges Projekt.
    die ‚Leute, denen alles egal war, haben es erst möglich gemacht, was damals passiert ist.

    Ich bin auch immer wieder wütend und auch traurig darüber, was in diesem Dorf vor sich geht.
    Es scheint, als schauten alle zu und keiner tut was.

    Gefällt 1 Person

  20. Hallo Sylvia, vielleicht darf ich an dieser Stelle auch an meinen Blogbeitrag „59. Dieses Mal kein Sportbericht, doch hoffentlich genau so interessant!“ vom 16.10.2015 erinnern. Passt doch ganz gut zu diesem Thema.
    Nachzulesen unter: seniorenleichtathletik.com
    Auch ich bin der Meinung, man kann gar nicht genug dafür tun, die alten Zeiten NICHT wieder hochkommen zu lassen! Dafür sind wir alle gefordert.
    LG Robert

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  21. Ich verfolge die Geschichte dieses Mecklenburger Dorfes schon seit längerem, da kommt einem wirklich die Galle hoch. 🙄 Aber es ist ja leider kein Einzelfall. Die Gegend um Grevesmühlen war schon gleich nach der Wende verstärkt Hort dieser Leute, die man auch öfters im Lübecker Raum bei Veranstaltungen zu sehen bekommt… 😦

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  22. Pingback: Dienstag, den 09. Februar 2016 | Kulturnews

  23. Über das erste Zitat kann man länger sinnen.
    Denn Armut, beinhaltet oft mangelnde Bildung, diese geht einher mit mangelnden Selbstwert.
    Eine Gesellschaft im der es irgendwann mehr Verlierer als Gewinnet gibt, benötigt womöglich des Rassismus als Ventil, damit die Gewinner nicht zu Opfern werden.

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    • Das ist eine interessante These. Dann hat das aber nur scheinbar mit mangelnder Bildung zu tun, sondern mit Angst. Mit der Angst abzurutschen, abzurutschen auf ein niedrigeres Niveau auf der Gewinner-Verliererscala. Folgt man dieser These, dann muss man zunächst fragen, wer sind die Gewinner? Aktuell vermute ich die, die immer wieder Öl ins Feuer gießen. Wenn man die aber öffentlich benennt, läuft man Gefahr ebenfalls in die Ecke der Rassisten gestellt zu werden.

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      • Ich denke Angst ist ein möglicher Auslöser, was bedeuten könnte, dass uns die Angst vor Rassismus uns womöglich selbst zu Rassisten mache könnte.
        Bei dem Spruch “ Nazis raus“ könnte diese These passen.
        Ängste sind in jedem Fall treibende Kräfte, je subtiler umso Paradoxer die Reaktionen.
        Wir sind eine Gesellschaft die selten ganzheitlich denkt, die immer nach der Aspirin für ein Problem sucht.
        Leider sind die Dinge oft komplizierter und die Symptome verschleiern öfter den grundsätzlichen Auslöser, die Auslöser.
        Wir leben in einer Gesellschaft mit Rassisten, sie sind Teil dieser Gesellschaft, sie auszugrenzen könnte ihren Rassismus noch befeuern.
        In jedem Fall sollten wir nicht Rassisten keine Angst vor Rassisten haben.
        Ich habe 1933 nicht gelebt, aber mir scheint, die Mehrheit hat aus Angst geschwiegen, bis zum bitteren Ende.

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      • Angst ist allgemein ein sehr schlechter Ratgeber.
        Doch mir geht es hier nicht darum, die GRÜNDE zu beleuchten, wobei ich eine Diskussion grundsätzlich nicht ablehne, sofern sie sachlich bleibt.

        In diesem Beitrag geht es mir darum, Menschen aufzurütteln und ihnen klar zu machen, worum es hier geht.
        „Er ist wieder da“ u.a. macht es deutlich.

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      • Ich denke wachgerüttelt sind die meisten Menschen, in die eine oder andere Richtung.
        Es wird ja täglich diskutiert, keine Talkshow ist frei davon, keine Zeitung, kein Medium.
        Aber was sollen wir mit unser Aufmerksamkeit anfangen, frage ich sachlich?

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      • Ich beobachte es schon eine Weile und gerade einige Dresdner sind ein Paradebeispiel dafür. Wenn ich mich mit manchen unterhalte, heißt es:
        „Ach, das wird schon vorübergehen“ oder
        „Ach, so schlimm ist es doch gar nicht“ oder
        „Ich habe dafür keinen Nerv“ oder
        „Sollen sie doch machen, was soll ich schon daran ändern?“
        Und vieles mehr. Resignation, Gleichgültigkeit.
        Man sehe sich die Pegidateilnehmerzahl an und daneben die der Gegendemos.
        Ich sage Dir also nun ganz sachlich:
        Es nützt durchaus, wenn man mit diesen Menschen, gerade den gleichgültigen, spricht und sie mit den Tatsachen aus Geschichte und Gegenwart konfrontiert.
        Auch ist es – so meine Meinung – durchaus sehr dienlich, wenn man mit solchen Aktionen wie diesen so manche „Egalisten“ aus ihrem Schlaf weckt.

        Das habe ich bei manchen Menschen schon erwirken können – andere konnten es auch.
        Was interessieren die Menschen noch die Zeitung oder die Talkshow – es langweilt sie.
        Doch das Gespräch untereinander ist noch etwas, was bleibt.

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      • Es ist deine Interpretation, wie du deine Mitbürger im Dresden deutest, wir verlieren uns leider zu oft in unseren Wahrheiten.
        Hier in Ostwestfalen sagt man oft, diese Floskeln.
        “ ach es wir schon“ , obwohl man todkrank ist.
        So kann man mit den Ängsten umgehen.
        Ich habe es damals nach Tschernobyl so erlebt.
        So spiele ich meine Flugangst herunter.
        Wenn da dann einer ist der mich auf meine Flugangst anspricht oder sie antriggert, dann antworte ich floskelhaft.
        Manchmal ist es der Tropfen, der uns über Regen, Wetter, Wasser sinnen lässt.
        Vor einem ganzen Schauer suchen wir Schutz.-)

        Gefällt 1 Person

      • Wie es auch sei. Ich glaube, wir müssten einen gesonderten Beitrag eröffnen, um uns über Ursache und Wirkung ausführlich auszutauschen. Wie ich sehe, hast Du auch ein sehr interessantes Blogs, der viel zu dieser Thematik hergibt.

        Mit diesem Beitrag jedoch möchte ich Künstler_innen und Blogger_innen bitten, sich an „Gegen das Vergessen“ zu beteiligen.
        Ich bitte um Nachsicht, wenn mein Fokus zunächst darauf liegt.
        Auf meiner Seite „https://wiedaslebenklingt.wordpress.com/“ kann man auch mal ausführlicher diskutieren.
        Ich danke schon jetzt für Dein Verständnis.

        Herzlichst,
        Sylvia

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  24. Liebe Sylvia,
    das ist ein sehr aufrüttelndes Gedicht und macht auch betroffen. Ich lehne jegliche Form von Radikalismus ab, ob von rechts oder links. Das Schlimme ist, dass wir als Gesellschaft nicht mehr in der Lage sind, diese Strömungen aufzuhalten. Und ich befürchte, dass wir uns da alle an die eigene Nase fassen müssen….weil wir zu bequem geworden sind, nur noch gut/böse….Schwarz/weiß zulassen. Man könnte unendlich viel zu all dem schreiben, ich stehe oft nur fassungslos da und kneif mich manchmal: weil ich diese Entwicklung einfach nur aufhalten möchte, weiß aber nicht, wie…..ich finde nirgendwo ein politisches Nest. …Und ich habe Angst vor der Frage meines noch ungeborenen Enkelkindes: „Wie habt ihr das nur alles soweit kommen lassen?“ Ich weiß, das hört sich alles deprimierend an und im Inneren bin ich eigentlich ziemlich stark und weiß fast in jeder Lebenslage einen Ausweg…Hier jedoch bin ich in einer Sackgasse angekommen. Und das macht mir Angst.
    Danke, dass Du immer wieder dieses Thema aufgreifst! In der Hoffnung, dass auch geschriebene Worte Berge versetzen können grüßt Dich ganz lieb

    Katrin

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Katrin,

      ja, wir alle müssen uns „an die eigene Nase fassen“ – genau so ist es. Manche Tage gelingt es mir eben, noch zu glauben und manche weniger.
      Ich hoffe so sehr, dass wir alle im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas tun, dass solche Aktionen überhaupt noch Anklang finden. Wir werden es sehen.

      Liebe Grüße nach Berlin
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

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