Hör- und LesBar: „Mein Brief (Israel)“


„Mein Brief (Israel)“ habe ich für Euch mit musikalischer Untermalung von Johann Sebastian Bach gelesen:

Mein Brief (Israel)

Einen Brief sollte ich schreiben,
man wollte ihn in die Ritzen
der Klagemauer legen,  הכותל המערבי
ich habe mich zurückgezogen an die TrauerWeiden,
der Gedanken an die Wünsche wegen

Da sah ich einen Stein
mit tief gepressten Spuren
und atmete jahrhundertalte, schwere Luft
ich sah des Landes
schrumpfende Konturen
und roch des Hasses
ascheschwarzen Duft

Ich sah mein Dasein
unter diesem freien Horizont,
in einem Dorf, jenseits von Israel,
hab mich in meinem grünen Gras gesonnt,
der gelbe Löwenzahn war mein Juwel

Es dehnen sich die Zeiten,
wie Juden die Gebete hatten,
mein Brief hat Israel schon längst erreicht,
unterm Ölberg zeichnet sicher er nun Schatten,
ich schreibe einen neuen.
Mit FriedensDuft vielleicht.

©Sylvia Kling

Treffpunkt der gläubigen Juden aus aller Welt: Die so genannte "Klagemauer", Teile der Westmauer des alten herodianischen Tempels aus der Zeitenwende (piqs.de ID: fc85f570733e80d477285045c85c3136)

Treffpunkt der gläubigen Juden aus aller Welt: Die so genannte „Klagemauer“, Teile der Westmauer des alten herodianischen Tempels aus der Zeitenwende (piqs.de ID: fc85f570733e80d477285045c85c3136)

Zum Foto:

http://piqs.de/fotos/8586.html

Lizenz: Creative Commons License
Fotograf: P.-G. Koch
Titel: Klagemauer

Frank ergänzte in einem Kommentar zu diesem Gedicht folgenden sehr gelungene Verse:

Trauerweide

In einer Träne formte sich die Klage;
aus dunkel schwerem Herz, vielleicht.
Sie fiel auf gelb besternte Wiese;
ein Silberbach, er trug sie fort, vielleicht.
Und tröstend rauschen alte Zweige
und junge Zweige winden sich;
werden zum Korb, der neu gefüllt
mit heller Freude und einem
Kinderlachen sicherlich.

©miro

Hier findet Ihr seinen Blog, auf welchem ich sehr oft hängen bleibe und mich an seiner Poesie erfreue:

https://frankgueld.wordpress.com/

 

Quelle Wikipedia:
„Die Klagemauer wird von Juden westliche Mauer, oder einfach nur Kotel, genannt, da sie die Westmauer der Tempelanlage war und nicht primär ein Ort der Klage ist. Sie ist 48 Meter lang und 18 Meter hoch. Täglich besuchen viele Menschen die Klagemauer, um zu beten. Viele stecken auch aufgeschriebene Gebete, Wünsche und Danksagungen in die Ritzen und Spalten der Mauer. Sie stellt für viele Juden ein Symbol für den ewigen, bestehenden Bund Gottes mit seinem Volk dar. Da der Platz in den Ritzen nur begrenzt ist, fallen viele Zettel mit der Zeit herunter und werden später aufgesammelt. Ebenso werden die Zettel monatlich aus den Ritzen entfernt und zusammen mit den heruntergefallenen anonym auf dem Ölberg bestattet.[11]

Grundsätzlich ist der Zugang auch für Nichtjuden problemlos möglich. Fotografieren innerhalb des abgesteckten Bereiches unmittelbar vor der Mauer ist im Allgemeinen erlaubt (ausgenommen an hohen jüdischen Feiertagen und an Sabbat), dabei sind jedoch die örtlichen Hinweise zu beachten.“

Ich verweise hin und wieder gesondert darauf:

Das Kopieren und die Weiterverwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte ist nicht gestattet.

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„Warten auf Lohengrin“ – Bianca Schlosser


GEGEN DAS VERGESSEN – Teil V – Ein Beitrag von und über Bianca Schlosser

„Unsere Generation, die nach 1945 geborene, wuchs ins deutsche Wirtschaftswunder hinein. Was zählte, waren Wachstum und Erfolg. Alles war plötzlich möglich und über die Vergangenheit sprach man nicht. Wir hatten auch kein Interesse daran. Bei Käseigel und Erbeerbowle wurden zu fortgerückter Stunde von den Eltern in fröhlicher Runde zackige Soldatenlieder angestimmt, was den Eindruck vermittelte, dass sie gerne auf vergangene Zeiten zurück blickten. Dabei wurden die traumatischen Kriegserlebnisse ihrer Jugend nur verdrängt. Mit Fröhlichkeit und Aktionismus versuchte man zu vergessen und hoffte, dass die seelischen Narben allmählich verwachsen.

Im hohen Alter von 85 Jahren, ausgelöst durch Bilder des Syrien-Krieges, drängten bei meiner Mutter die Erinnerungen an die eigenen Kriegserlebnisse wieder an die Oberfläche. Diese Erinnerungen reichten weit zurück, bis zu den Erzählungen ihrer Mutter, meiner Großmutter Elsa. Beim Betrachten alter Fotos, entdeckte ich die Aufnahme von Elsa als 16jähriges Mädchen und dabei kam mir der Gedanke, wie zuversichtlich und mit wie viel Hoffnung sie dem Leben entgegen blickt, ohne ahnen zu können, von welcher Tragik es überschattet werden würde. Der erste Weltkrieg nahm ihr die große Liebe und den zweiten Weltkrieg überlebte sie mir ihren beiden Töchtern nur knapp. Nichts blieb, außer der nackten Angst.

Nach und nach begann ich diese Geschichte aufzuschreiben. Gleichzeitig war es die Suche nach den eigenen Wurzeln und ich begann zu begreifen, warum meine Mutter einerseits so kalt war und mich gleichzeitig an sich binden wollte. Es war die Furcht vor Verlust und Gefühle verschloss man in seinem Herzen hinter dicken Mauern. Erst mit Einsetzen einer leichten Demenz, wodurch die Kontrolle des Langzeitgedächtnisses aufgehoben wird, konnte meine Mutter über ihre schrecklichen Erlebnisse sprechen. Die meisten Zeugen der Kriegsgeneration nahmen sie mit ins Grab.

‚Der Schatten der Vergangenheit reicht weit und die Gegenwart gelingt nur, wenn der Vergangenheit erinnert wird, damit wir die Zukunft neu gestalten und nicht dieselben Fehler wiederholen.‘ Bernhard Schlink

Wir dürfen nicht vergessen … !“

Autorin Bianca Schlosser

Buchcover "Warten auf Lohengrin" von Bianca Schlosser

Buchcover „Warten auf Lohengrin“ von Bianca Schlosser

http://www.amazon.de/dp/3955440451/ref=cm_sw_r_fa_dp_WwlZwb084VMCZ

„Ein Leben in der Großstadt mit all ihren kulturellen Angeboten, dies ist der Traum von Elsa, die in einem schwäbischen Dorf in bäuerlichen Verhältnissen aufwächst.
Doch zwei Weltkriege bestimmen ihr Schicksal. Mit Mut und Stärke kämpft sie sich und ihre Familie durch schwere Zeiten.“

Ich lernte Bianca Schlosser bei Facebook kennen. Die sympathische Frau aus Kirchheim unter Teck begeistert mich mit ihrem wachen Geist, ihrem Engagement und nicht zuletzt mit ihrem Buch, welches ich mir nun zulege.

Weiteres zu ihrer Person (mit freundlicher Genehmigung aus dem Exposé der Autorin zitiert):

„Die Autorin Bianca Schlosser, geb. 14.06.1952, ist die Enkelin der Romanfigur und lebt noch heute an dem Ort, an dem die Biografie beginnt und endet. Die Idee zu dieser Biografie kam aus dem Bewusstsein, dass die Zahl der Zeitzeugen stetig abnimmt und bald niemand mehr über den 2. Weltkrieg und in direkter Überlieferung auch über den 1. Weltkrieg berichten kann. (…)

Dies ist ihr erster Roman, wobei sie gleichzeitig weiterbildende Maßnahmen ergreift, in Form eines Fernstudiums bei der Schule des Schreibens im Bereich biografisches Schreiben mit Abschluss. Darüber hinaus veröffentlicht sie in dem Blog „Zwischen zwei Welten“ kurze Berichte und Geschichten. In dem zweiten Blog „Spurensuche“ wird die Recherche – Arbeit zum Roman beschrieben, wobei ein interessierter Leserkreis bereits gewonnen werden konnte. Sowie durch die Präsenz in sozialen Medien und der Autorenwelt. Aufgrund dessen erfolgte zuletzt eine Einladung zur Leipziger Buchmesse durch den Bundesverband junger Autoren.

Kontakte bestehen zu Buchhandlungen im näheren Umkreis und der örtlichen, sowie einer großen regionalen Zeitung. Eine Buchvorstellung ist daher in jedem Fall möglich, da sich ein regionales Publikum angesprochen fühlen dürfte, wie auch Leser in den Städten, deren Geschichte in dem Manuskript beschrieben wird. Ein weiterer Aspekt, der hervorzuheben wäre, ist die Erforschung der Kriegs-Traumata in neuerer Zeit, die sich über Generationen hinweg vererben. Die Aufarbeitung der Kriege hat bis in die heutige Zeit noch nicht stattgefunden. Zur Veranschaulichung stehen zahlreiche alte Fotos zur Verfügung, die in den Text eingebunden werden können oder als Vorlage für das Cover möglich sind.“

Die „Spurensuche“ findet man unter www.bschlosser2.blogspot.de
Besucht Bianca doch einmal auf ihrem Blog. Ich verspreche Euch, es lohnt sich.

Weitere Teilnehmer_innen:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://belanahermine.wordpress.com/2016/02/11/rosa-ein-beitrag-zum-projekt-gegen-das-vergessen/

https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

https://lyrifant.wordpress.com/2016/02/12/gegen-das-vergessen/

http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

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Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

WindesNacht


WindesNacht

Ein sanfter Wind
ist erwacht,
heimlich kam er
in der Nacht,
den Duft der
Rosen hat er
gebracht,
ich kleide mich
in BlütenPracht

So atmet sich
mein Leibe rein,
als sollten Düfte
heilend
sein,
still sitze ich im
KerzenSchein
und lob den
RosenWind allein.

©Sylvia Kling

©Alexander Rudeloff

©Alexander Rudeloff

Foto: ©Alexander Rudeloff – www.putetet.wordpress.com

Vielen herzlichen Dank, lieber Alexander!

Bist du nicht bei mir – Hör- und LesBar


Hör- und LesBar

Das Gedicht gelesen – mit musikalischer Untermalung von Antonio Vivaldi:

http://www.sylvia-kling.de/download/bist_du_nicht_bei_mir_1.ogg

 

©http://dschungelpinguin.com/ und ©Sylvia Kling

©http://dschungelpinguin.com/ und ©Sylvia Kling

Heute möchte ich Euch einen neuen Fotografen vorstellen: Andreas.

Seine Webseite findet Ihr hier hier: http://dschungelpinguin.com/

  • Ehrliche Bilder, Stories und iPhone-Technik

Auch die Fotografien von Andreas begeistern in ihrer vielfältigen Art und es ist für Jedermann etwas dabei. Ich freue mich, mit einem weiteren Fotografen zusammenzuarbeiten. Damit ist jedoch die Runde „Fotografen und Poetin“ vorerst geschlossen, damit die Fotografen und ich eine Kontinuität erreichen können.

70 Jahre Frieden – Zu lang für die Deutschen?


Gegen das Vergessen – Teil IV – Schon wieder? Ja, schon wieder und immer wieder!

70 Jahre Frieden- Zu lang für die Deutschen?

Ein Beitrag von Martin Schauerte, 53 Jahre alt, wohnhaft in Rosbach, Nordrhein-Westfalen, Germany :

Der Titel ist Provokation und die ist gewollt.

In einer Zeit in der die Rechten erstarken, sich Anschläge auf Flüchtlingsheime häufen und in Social Media‘s die Hasskommentare zunehmen. In einer Zeit, in der Mitleid und Menschlichkeit zu Fremdwörtern werden. Da frage ich mich: Wie kann das sein, wo liegt die Begründung? Meine Theorie ist, dass es uns schon zu lange zu gut geht. Vergessen sind die schmerzhaften Kriegszeiten und die Entbehrungen danach. Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die den jüngeren Generationen schildern, wie schlimm es damals war.

Ich kenne zum Glück noch Geschichten von meinen Großeltern oder anderen, alten Leuten. Die Geschichte von dem russischen Zwangsarbeiter, der meinem Großvater unter Tage das Leben gerettet hat und dem er immer, unter Gefahr für sich selbst, Essen zugesteckt hat. Die Geschichte von dem Vater eines Freundes, der in russischer Kriegsgefangenschaft war und niemals darüber sprechen konnte. Der Onkel, der immer dem Alkohol zugesprochen hat, nachdem er als junger Mann im Krieg den Arm verloren hat. Oder die Schilderungen von Verwandten, wie Menschen aus der Nachbarschaft Bunker aufsuchen wollten und von Tieffliegern beschossen wurden.

Mit 15 Jahren habe ich schon Filme von Aufräumarbeiten in Konzentrationslagern gesehen, die im Reichstag gezeigt wurden. Von den KZ‘s, die heute von Nazis als Propaganda bezeichnet werden. Ich habe mich viel mit dieser Zeit beschäftigt und darüber gelesen. Aber auch meine Generation, die eigentlich noch diese Geschichten kennen sollte, verhält sich teilweise genau so empathielos.

Meine Eltern waren einfache Leute, so dass ich hier nicht als Jemand berichte, der hochwohlgeboren daherkommt. Mein Vater arbeitete als Bauarbeiter, meine Mutter war Hausfrau, und das Geld war immer knapp. Aber niemals wurde ein schlechtes Wort über die neuen Gastarbeiter, die Anfang der 70er Jahre kamen, gesprochen. Nein, es war selbstverständlich, dass wir Kinder miteinander spielten.

Mir wurde Mitgefühl, Menschlichkeit und Toleranz von meinen Eltern mitgegeben, wofür ich ihnen immer dankbar sein werde. Doch wieder frage ich mich, was ist mit den Menschen, die nach rechts abdriften und das Unheil wählen wollen? Habt ihr alles vergessen? Müsst ihr selbst erst einen Krieg erleben und wirkliches Leid erfahren, um das Elend zu verstehen und eure Menschlichkeit wieder zu erlangen?

Martin Schauerte

 

Thomas Schaal /siehe unten

Thomas Schaal /siehe unten

———————————————————————————————————————————————————————-

Martin ist kein Blogger, sondern über http://querdenkende.com(Lotar Martin Kamm) und Kulturnews – http://kulturnews.net/ sowie Facebook auf dieses Projekt aufmerksam geworden und möchte sich gern daran beteiligen. Beim Verlinken bitte deshalb den Link zu diesem Beitrag auf meiner Seite benutzen!

Ich freue mich sehr darüber.  Wir brauchen in diesen Tagen jeden Einzelnen.

Am Rande sei erwähnt, dass ich selbst normalerweise der Teilnahme von Projekten nicht zugetan bin. Doch bei dieser Thematik mache ich eine Ausnahme. Warum?

Ich beobachte den Verlauf in Politik und Gesellschaft und meine Befürchtungen werden von Tag zu Tag um so mehr wahr. Wer noch immer nicht begriffen hat, was uns hier erwartet und sich weiter in seiner alten, bequemen Sicherheit wiegt, den kann ich nicht beglückwünschen, sondern mit Verlaub gesagt, nur bedauern. „Das haben wir nicht gewusst“ gilt dann nicht mehr.

Im Übrigen: Es interessiert dann auch niemanden mehr. Wir alle werden dann ganz andere Probleme zu bewältigen haben!

Ich danke für die Aufmerksamkeit,

Sylvia Kling

Weitere Teilnehmer_innen:

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Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

Zum Foto:

Auszüge aus Wikipedia:

„Das Jugendverwahrlager Litzmannstadt (Jugend- oder Kinder-KZ, amtlich Polen-Jugendverwahrlager Litzmannstadt der Sicherheitspolizei in Litzmannstadt) war ein Konzentrationslager für Kinder während der deutschen Besetzung Polens.“

„Das jüngste in das Lager eingewiesene Kind war ein zwei Jahre und drei Monate alter Junge.“

„Die höchste Zahl von inhaftierten Kindern wurde Ende 1943 mit 7.832 erreicht. Während des Bestehens des Lagers wurden mehrere Tausend Kinder, möglicherweise zwölf- bis dreizehntausend oder sogar 20.000 Kinder hier inhaftiert. Beim Einmarsch der Roten Armee wurden noch etwa 800 bis 900 Kinder im Lager gefunden.“

„Die Kinder mussten täglich zehn bis zwölf Stunden arbeiten. Es wurden Schuhe für die Wehrmacht repariert, Patronentaschen hergestellt, Körbe für Artilleriemunition geflochten und Nägel gerade gebogen. Die jüngsten mussten Tüten kleben oder künstliche Blumen herstellen. Eine Gruppe von vor allem Mädchen, zeitweilig bis zu 150, wurde auf einem Gut bei Litzmannstadt in der Landwirtschaft eingesetzt.“

„Strafen waren, unabhängig vom Alter der Kinder; Schläge mit Stock oder Peitsche, Essensentzug, Dunkelarrest, in den Schnee legen und mit kaltem Wasser übergießen und Ähnliches. Wie viele Kinder in dem Lager umgekommen sind, ist nicht sicher. Es gibt Dokumente, die von 200 Toten pro Monat ausgehen, was etwa einem Drittel der Inhaftierten entspricht. Als offizielle Todesursachen wurden häufig Herzschlag und Lungen-Tuberkulose angegeben. Die wahren Ursachen waren unzureichende sanitäre und hygienische Lagerbedingungen, Schläge und Erschießungen.“

„Erst am 9. Mai 1971 wurde ein Denkmal für die Opfer des Lagers enthüllt. Das Denkmal des Martyriums der Kinder (Pomnik Martyrologii Dzieci) wurde aus einer Schrott- und Altpapiersammlung finanziert und zeigt ein nacktes Kind vor einem zerbrochenen Herzen.“

http://piqs.de/fotos/186684.html

Creative Commons License
Fotograf: ThomasSchaal
Titel: Das Denkmal des Martyriums der Kinder (I)

„Fazit“ – Hör- und LesBar


„FAZIT“ – hier für Euch gelesen (musikalische Untermalung: Wolfgang A. Mozart):

http://www.sylvia-kling.de/download/fazit_1.ogg

Fazit

Es ist viel Zeit vergangen,
inzwischen haben wir gewonnen
und verloren,
im Glück und auch im Bangen,
wir haben abgeliebt und
neu geschworen

Jetzt lagert schon ein
wenig Weiß in unsrem Haar
(wir haben sicher es nicht
eingeladen),
in jedem einzelnen, da
liegt ein Jahr
und lästge Adern schwellen
in den Waden

Da täuschen wir uns nicht
mit Schonung,
und suchen in den Jahren
unsren Überdruss,
wir suchen für die Eigenliebe
eine Wohnung,
und geben jeder TrauerTräne
einen Kuss.

©Sylvia Kling

Katrin Bruß, Berlin - privat zur Verfügung gestellt

Katrin Bruß, Berlin – privat zur Verfügung gestellt

Das nenne ich in der Herbstzeit (im Sinne der Jahreszeit und der Lebensphase) einen Ausdruck von Lebensfreude. Ich danke meiner treuen Leserin und inzwischen lieben Freundin, Katrin Bruß, für die Bereitstellung der privaten Aufnahme.

UnTröstlich


GEGEN DAS VERGESSEN – TEIL III –

UnTröstlich

Bei den täglichen Nachrichten,
über Kriege, Tod und Verdammnis,
geht durch meine Seele
ein fühlbar tiefer Riss

Die Kriegswut in vielen Gesichtern,
die größte Bedrohung des Lebens,
liebende Worte sind selten,
Pazifisten flehen vergebens

Ein trostvoller Satz:
Es wird nicht passieren.
Als Fluchthafen gut zu gebrauchen,
um im Kriegsgelüst nicht zu erfrieren

Die Kräfte der Menschen
sind letztendlich eingeteilt,
und nicht von ewiger Dauer,
wenn Vergessenheit weilt.

©Sylvia Kling

Weitere Teilnehmer_innen haben ihren Beitrag zu „GEGEN DAS VERGESSEN“ hier (s. unter dem Foto) geleistet. Ich danke allen bisherigen Teilnehmer_innen von ganzem Herzen für ihr Engagement und bin sehr angetan von Euren Beiträgen. Ich freue mich auch weiterhin über Beteiligung anderer Teilnehmer_innen oder auch weitere Beiträge der bisherigen Künstler_innen und Blogger_innen.

DANKE DANKE DANKE!

©Alexander Rudeloff

©Alexander Rudeloff

©Alexander Rudeloff – www.putetet.wordpress.com

Ich danke Alexander heute ganz besonders, dass er mir diese wundervolle Fotografie zur Verfügung gestellt hat. Gerade zu diesem, mir sehr wichtigen Thema gefiel mir diese Aufnahme ganz besonders und eroberte im Sturm mein Herz. Ich hoffe, das Eure auch :-).

Weitere Teilnehmer_innen:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

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https://ulerolff.net/2016/02/11/gegen-das-vergessen/

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http://seniorenleichtathletik.com/2015/10/16/59-dieses-mal-kein-sportbericht-doch-hoffentlich-genau-so-interessant/

http://herzhuepfen.com/2016/02/09/kein-gewicht-ein-beitrag-zur-aktion-gegen-das-vergessen/

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Gegen das Vergessen – Gegen die Schuld

Es darf nie wieder, nie wieder geschehen! – Gegen das Vergessen

Für Besucher oder Neuankömmlinge:

“GEGEN DAS VERGESSEN”

wird von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen,
wenn um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen.” (Zitat: Jürgen M. Brandtner)
Ich möchte alle nicht vergessenden Künstler, Kreative und Blogger bitten, sich mit dieser Überschrift an dem Projekt zu beteiligen!  Eine Verlinkung in den entsprechenden Beiträgen zu denen anderer Künstler/Teilnehmer würde ich hier für sinnvoll erachten.
 Außerdem habe ich es unter “Projekte” im Menü stehen.
Vielen herzlichen Dank!

Als ich fünfzehn war


Das Gedicht habe ich mit musikalischer Untermalung von Antonio Vivaldi gelesen:

http://www.sylvia-kling.de/download/als_ich_fuenfzehn_war_1.ogg

 

Als ich fünfzehn war

Als ich fünfzehn war,
war ungetrübt
mein junger Sinn
scheu empfing ich
das Morgenrot,
da hielt ich jeder Stunde
meine Jugend hin

Als ich fünfzehn war,
vertagte sich noch
nicht das Leben,
da glaubte ich,
die Liebe bleibe ewig
an mir kleben,
wie zur Nacht der warme
MutterBlick

Als ich fünfzehn war,
da hat die Zeit noch
nicht jongliert,
da flohen meine Augen
sehnsuchtsvoll ins Morgen,
da hat ein ZuckerGuß
mein Herz glasiert,
da war die Zeit noch
wie ein Schmetterling

Als ich fünfzehn war,
da liebte ich noch
meinen FaschingsHut,
da strömte ungetäuschtes
Lachen in mich ein,
und ungemüßigt floss
mein Blut
Jetzt ist das Leben
jahreszeitengleich.

©Sylvia Kling

©Alexander Rudeloff

©Alexander Rudeloff

Fotos:

©Alexander Rudeloff – https://putetet.wordpress.com/

Das Gedicht schrieb ich eigens zu den beiden Fotos Alexanders, zu welchem er einen sehr persönlichen Bezug hat.

Angehalten


AnGehalten

Mit glasklaren Augen,
sehnsüchtigem Blick
suche ich nach Worten,
in einer Nische deiner Seele,
den ruhenden,
klagenden Orten.

In meinem Seelenfirmament
gibt es keinen so traumhaften Stern,
wo warst du all jene Zeiten,
hast dich wohl in der Not verirrt,
in bitter erkalteten Weiten.

Du schaukelst sanft im müden Wind,
dein Atem die Frostschatten wärmt
und fühlend hältst du mich an.
Deine bunte Liebe hebt mich hoch,
schweigend scheu bis irgendwann.

©Sylvia Kling

aus meinem Lyrikband „AusGeatmet“

©Alexander Rudeloff

©Alexander Rudeloff

Foto:

©Alexander Rudeloff – https://putetet.wordpress.com/

Vielen herzlichen Dank, Alexander!