WindLeben


WindLeben

 

Der Wind spielt in der Baumeskrone,

dort wo die Amsel sitzt auf ihrem Throne

 

Es läutet rauschend zur Winterwende,

der Herbst erspäht sein jähes Ende

 

Ungestüm küsst er Strähnen aus meinem Gesicht

und zart er mir ins Ohre spricht

 

Hinweg er über den See nun fegt,

das Wasser hat sich zum Treiben geregt

 

Im Rhythmus der Zeiten hat der Wind gehangen,

in der Amsel Federkleid sich verfangen

 

Ich mache auf einem Baumstumpfe Rast

und folge lächelnd der WindesHast

 

Wie ist der Wind dem Leben ähnlich,

eilig fordernd, vergänglich, versöhnlich.

 

©Sylvia Kling

 

Fotos aus meiner, mich inspirierenden „WindWanderung“:

 

Sylvia Kling

20151222_133728

 

Fotos: bei Ebersbach/Sachsen

Fotos: bei Ebersbach/Sachsen, Sylvia Kling

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29 Gedanken zu „WindLeben

  1. Pingback: Montag, den 11. Januar 2016 | Kulturnews

  2. Der See hat mich an einen bestimmten Fischteich erinnert und wirkt „angelegt“ durch die Insel. Das Wasser konnte man da auch über Schleusen regulieren, wie es bei Deinem See auch zu sein scheint.
    Die Sprache in Deinem Gedicht wirkt auf mich „balladig“; das gefällt mir gut und passt zu der Stimmung.
    Herzlichst, F.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen lieben Dank, Frank. Balladen interessieren mich momentan sehr (eine habe ich für das Buch „BruchStücke“ geschrieben). Der See ist in der Tat angelegt. Ich laufe oft zu meiner einstündigen Walkingzeit um ihn und entdecke immer wieder etwas Neues.
      Liebe Grüße
      Sylvia

      Gefällt 1 Person

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