NachtTöne


NachtTöne

Beethoven war verklungen,

vielleicht hätte sie Mozart hören sollen,

Rachmaninow dröhnte letzte Nacht,

da schlich die Schwärze

noch in die Frühe

und reichte ihrer Einsamkeit

die kalte Hand.

 

©Sylvia Kling

 

 

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Fotograf: Alyssa L. Miller

Titel: Insomnia

 


 

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49 Gedanken zu „NachtTöne

  1. Rachmaninow: Weil wir es gerade mit dem Glockengeläute haben, möcht ich erwähnen, dass ich von diesem Komponisten am meisten liebe: The Bells nach einem Gedicht von Edgar Allan Poe. Was Poe mit den Vokalen an Klangfarben zauberte, das zaubert Rachmaninow mit den Klangfarben der Musik: Es wird vom höchsten Ton mit jeder Glocke etwas tiefer bis zuletzt total dunkel die Totenglocke einsetzt. Na gut, ich bin auch der absolute Poe-Fan und wäre ohne Poe niemals zum Schreiben gekommen, jedenfalls nicht zu dem Schreiben, wie ich heute schreibe. Poe ist mein Idol und Meister .. Aber ich kopiere ihn nicht, sondern versuche eine Brücke zu sein zwischen Romantik und Moderne mit meinem eigenen Stil und Duktus. LG PP

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  2. Dunkelheit in der Stille … nach dem letzten Ton der Musik die erste Schwärze, die hoffentlich irgendwann dem Morgenlicht weicht.
    Liebe Sylvia ich grüße dich von Herzen und wünsche dir eine friedliche und besinnliche Vorweihnachtszeit!
    Marlis

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  3. Traurig schöne Worte. Manchmal, suche ich geradezu die Verbindung meiner Gefühle zur Musik. Laut und krachend befreit es meine Seele, zart und romantisch lässt sie mich träumen und mein Herz flattern. Schwermütig lässt sie mich weinen…. und nimmt mit ihren Tönen soviel Gefühle mit…. am Ende tröstet sie mich. Ich fühle mich verstanden… allein durch ihren Klang… Musik ist wunderbar. Danke liebe Sylvia 😊

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    • Das hast Du wunderbar beschrieben. So hatte ich das früher oft gehandhabt, da ich schlecht weinen konnte. Ich hatte mir schwere Musik aufgelegt, damit die Tränen fließen konnten. Wenn ich „leichtselig“ unterwegs war, legte ich mir auch entsprechende Töne auf. So konnte ich meine Freude noch mehr ausleben. Seit ich so geräuschempfindlich geworden bin, ist das eher sehr selten geworden (schon nach wenigen Minuten muss ich Musikgenuss beenden, was wirklich schade ist).

      Herzliche Grüße und dankeschön für Deine zauberhaften Worte,

      Sylvia

      Gefällt 1 Person

  4. eindrückliche zeilen, liebe sylvia, lyrisch tiefe töne… 🙂 gefällt mir sehr.
    (und auch ich habe letztlich im „about“ explizit vermerkt, dass das „lyrische ich“ (oder auch das „prosaische“) nicht mit mir identisch ist oder sein muss ;))
    herzlich,
    diana

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    • Ich danke Dir herzlich, liebe Diana. Deine Worte freuen mich sehr.
      Auch bin ich heute beruhigt, dass so viele Anmerkungen kommen, was die „Fehlinterpretation“ von Gedichten betrifft.
      Wir, ein Teil von uns, ist immer dabei: ob in Form unserer Empfindungen für den Inhalt unserer Worte, ob für die Personen, für die wir schreiben (für welche wir Gefühltes transportieren) oder auch ein NachSpüren gelebter oder gedachter Empfindungen. Es wäre schlimm, wenn wir seelenlos schreiben würden.
      Doch leider ist vielen offenbar nicht klar, dass wir hier keine Tagebucheinträge vornehmen … und dass ein lyrisches oder prosaisches Ich nicht mit dem unseren SEIN indentisch ist – zumindest nicht zwingend. Man stelle sich vor: Ich schreibe auch über Drogensüchtige, Obdachlose, antimilitaristische Texte, Fabeln – ich wäre all das.
      UM GOTTES WILLEN – wir würden im
      „Hotel zur lockeren Schraube“ enden …. 🙂 🙂 😉
      (Man nenne es auch Psychatrie … – lach …)
      Sei herzlich gegrüßt, liebe Diana,
      Sylvia

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  5. Musik hat auch für mich einen starken Einfluss auf meine Stimmung. Wenn ich putze, höre ich gern und auch zugegebenermaßen laut beschwingte Musik von Haydn oder Mozart, das beflügelt. Vivaldis ‚Vier Jahreszeiten‘ sind mein Geheimrezept für fröhliche häusliche Aktivitäten.

    Gefällt 3 Personen

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